Mittelaltermarkt Invasion!

Mittelalterliche Märkte sind was Tolles, Lagergruppen, lecker Futter,
Schaukampf, Spaß für die Kids und lehrreiche Gespräche mit Lagernden,
die einem auch gerne mal Waffen und Rüstungen und How-to-Mittelalter
nahebringen. Gibt Lager, die sind ziemlich viel “A” (welches für
Authentisch – historisch korrekte Darstellung), andere recht viel
weniger.

Zwischendrin hamwa als Besucher, oder vielleicht sogar lagernd, recht
fantasiereiche Gestalten: Samurais, Römer, Piraten, recht selten arabische
Krieger (die ja noch ins Bild passen würden), und den unvermeidlichen
Assassins Creed Computergame Heroen. Oh, Elfen und Orks und Fantasy
Warriors/Princesses nicht vergessen!

Erster Reflex wäre, über die Leute die Nase zu rümpfen und deren Platz
auf solchen Veranstaltungen in Frage zu stellen. Gar finstere Gestalten
machen sich sogar endlos lustig über solch historisch völlig unkorrekte
Narretey. Okay, aber weise ists eben nicht. Auf amerikanischen Rennaissance
Faires läuft auch alles rum, was Gott verboten hat, eben weil es für
die Leute abseits der Comic Cons etc. recht wenig gibt, in deutschen
Landen gar muss man auf LARPs ausweichen, hat – meiner Kenntnis nach –
recht wenig Gelegenheit, alles abseits mittelalterlicher Darstellung
ins Licht der Öffentlichkeit zu tragen.

Ich plädiere hier also für Nachsicht und Toleranz, lassen wir die
A-Päpste neben alle bunten Andersweltprotagonisten, und sogar für einige
wenige versprengte, lichtscheue Gothicvampire sei noch Platz gefunden.
Wer hardcore historisch korrekt sein mag, gesellt sich zu jenen, die
das ähnlich sehen, wer wildwütig bunt fantasybesessen ist, für den
findet sich auch noch nen Eckchen. Sehe also nicht, warum man sich
an allem stören sollte, der kleinste, gemeinsame Nenner ist: es macht
den Markt vielfältiger, alle ham was zu gucken, und jeder wird nach
seiner Art zufriedengestellt.

Btw: in tausend Jahre nicht kriegt man mich in wollene Leggins mit
Schamkapsel und enge Doublets (Landsknechts Zeug um 1500) rein. No Sir!
Bevor das passiert, mutiere ich lieber zum luftig-beinkleidigem Wikinger!

Btw2: Jo, historische Fechter sind in der Masse der FrühMi/SpäMi (1) teils
auch richtig derbe inner Unterzahl. Und anderthalbhändige Lichtenauer
CombatArt sieht abseits des Schaukampfs auch bissi technisch aus, wie
soll ich mich auch da überhaupt in historisch authentischen Schutz
hüllen, damit sicher zugehen soll? Plattenrüssi raus und bei 40 Grad
schwitzen, bis man umkippt? Oder eher Fechtmaske uffn Kopp und Stilbruch?
Many Questions! Am besten ins HoMi gebeamt, Anderthalbhänder und Fechtkunst
beibehalten und die Bude gerockt!

(1) FrüMi, SpäMi, HoMi = Früh-, Hoch-, Spät-Mittelalter

Healing

I found the Weapon deep in the Jungle, a grey Figure, lying on the Ground.
He had grown Claws, shaped his Flesh, resilient to Damage, the Eyes strangely
formed, able to see in many different spectrums of light. Some kind of inner
Beast, manifested, ready to fight, and kill, and maybe die as well.

He knew I was there, I sensed his Presence, two powerful Minds probing each
other. Redpurple his Aura, in Turmoil, constant Shifting of the Colors, mine
very different, calm, collected, golden, sometimes white. Like a tidal Wave,
he tried to assault my Barrier, his Mind focused only on War. I could glimpse
Pictures, Things, and Suffering.

The Machines send Weapons, without Consciousness, the Job of Killing made easy.
Sometimes that is not enough, and their Intelligences suffer like we do, when
they are engaged in Battle, how similar we are, in our Pain. But here lies a
biological Being, now ready to assault me, in blind Hatred and Chaos.

My Companion Prism warns me, it offers Help, is concerned about my Wellbeing.
I sense others probing me, telling me to be cautious, even another Weapon
offers to help me. I decline. My Prism insists. I wave it away. This wont be
a Fight, i am here to help this Weapon recover.

The Weapon, Auril, attacks me now, swift, decisive, I manage to deflect his
Blows, try to reach out to his Mind; behind the Barrier of total Aggression
cowers a hurt Soul. What have we done, asking him to be a Weapon in one of
our great Wars. The painful Transformation, the ruthless new Existence,
and the Shock of having to kill, Souls coloring themselves Black, a horrible
Fate.

It takes Time, my Powers break through, I have to share his Evil, and this
almost kills me. Unthinkable Deeds, Slaughtering with Mind and Body, Victory,
temporary Defeat, the perverted Joy of having destroyed your Enemy. It will
be a long Way, I cant go now anymore, Auril gets tired, his mental Defense
is getting weaker. I see what he saw, feel what he felt, and it almost
destroys me.

Tears, Agony, a Whirlwind of Destruction, a crippled Soul, all for one War,
forced upon us, a Weapon sacrificed itself for our Existence. Auril still
lives, and I must now live with him, trying to heal, reliving his Horror,
and his gradual Development into this Beast of War.

Historisches Ringen

Gibt ja ein gerüttelt Maß an Leuten, die mögen gerne Historisches
Ringen und praktizieren das gerne ausgiebig unter dem Hinweis, dass
jenes für das Historische Fechten so richtig notwendig gut sei. Naja,
being the Meckerbär, der ich bin, entgegne ich da ein riesiges:
najaaaaaaa …. oooookayyyy …. aber großartig vom Hocker reissen
tuts mich nu nich wirklich. Und dabei mach ich das Schwertkampf-
gefuchtel schon ne Weile.

Mir gefällts eher mässig, das Historische Ringen, mein Fokus liegt
aufm Schwert und es ist ja schon fein, wenn gewisse fechterische
Prinzipien auch im Ringen ihre Basis ham, aber für mich ist das
ne Weile weit hergeholt und erschöpft sich auch recht schnell. Die
Prinzipen Stark-Schwach kann ich auch mitm Schwertlein üben.

Insgesamt ist Historisches Ringen okay, ganz witzig, wenn man gewisse
biomechanische Prinzipien ausprobiert, Parallelen zu anderen Martial
Arts sieht, doch das Ganze zwingend als Curriculum machen, tät ich
nu nich tuen wollen tun. Meine Ansicht ist eh, das Ganze für ein
Training als separate Einheit anzubieten, das höchste der Gefühle
vielleicht bissle Ringen während dem Aufwärmen anzubieten, und
dann ne dicke separate Einheit Ringen für alle, die wirklich monster-
mässig dran interessiert sind.

Schwertkämpfer sollten Ringen können, weils im Wettkampf geschieht?
Also erstens wollen nich alle von uns wettkämpfen, und zweitens hab
ich nu recht wenige Videos gesehen, wo das alles exzessiv in Ringen
ausartete. Schließlich haut man sich mit dem Schwert, und das schnell,
ob man da für Halbschwert oder Ringen überhaupt mal Zeit hat? Klar,
ist alles nice to know, aber für meinen speziellen Use Case eher
überstrapaziert.

Dennoch, es sei allen geraten: probierts aus, vielleicht werdet ihr
Riesenfans, taucht mal ein in die Materie, möglicherweise lernt man
auch was für die Selfdefense, Stabilität, Körpergefühl etc. Ist alles
nun kein Beinbruch, aber manche Schwertbären, so wie ich, die können
auch gut ohne, vor allem, wenn sie das Gefühl haben, dass es im
Schwertkampf echt noch sauviel Erforschenswertes gibt, und noch jede
Menge mehr notwendige Übung!

KRIEG den PROSAIKERN !!!

Liebe Leute, Kampfgenossen, Verschwörer und Rädelsführer,

wir müssen was tun, aktiv werden, die Flut der Prosaiker droht, uns zu über-
schwemmen! Die Rationalisten, die Erbsenzähler, die stockernsten Nüchternen
(öhm, not Alkpegel, but Lebenseinstellung), die Spaßfeindlichen, die Kapital-
istenkonsumzombies, die hyperaktiven Overachiever, diese wanken gleich einer
riesigen Zombiearmee näher und wollen die letzten Poeten, Lyriker, Spaßmacher
und Freigeister in ihr graues Gedankenzimmer zerren!

DAS DÜRFEN WIR NICHT ZULASSEN!

Zu den Waffen! Den verbalen Waffen! Geht ihnen auf die Nerven, ja, sie werden
es euch sagen, dass ihr nervt, doch das ist eine Auszeichnung, Anzeichen, dass
unser Gedankengift wirkt, der sinnfreie Nimbus des Künstlergeistes sich
entfaltet und magisch-mystisch neuen Sinn schafft, nämlich den Unsinn, den
Anders-Sinn! Psychoterror spaßbuchstabiger Nonsense-Äußerung, geschickt
platzierte Moralunterwanderung, und endloser Zen-Buddhismus, der die
leistungsorientierten Kapitalistensklaven absolut verunsichert, statt
höher-schneller-weiter, heißt es niedriger-langsamer-zurücker! Wat, das
Wort “zurücker” gibts nicht? NUN SCHON, YOU SCHNITZEL!

Druckt euch Schilder, fordert Grießpudding für die Massen, oder mehr grüngelbe
Glabuggels. Wat? You dont know what it is? Your Schuld! Diskutiert
stundenlang über die die quantenphysikalische Liebesmystik der Zaranier auf Altair V.
Entwertet den Talk der Prosaiker durch verwirrende Hypnosuggestiv-Fragen,
und felset eifrig in der Brandung herum, die euch mit Logik, Vernunft und
dem ganzen anderen depperten Scheiss zubomben will. (to fels in the Brandung =
to be standhaft in the Flut)

Kleingeister mental sprengen, sie überladen, sie hilflos zurücklassen, wir hingegen,
die Overlords des Wahnsinns, völlig siegreich, frei, ohne Zwänge, real total
Schnubbels of Eternity (and Desire). Sammelt euch zahlreich, dreht euch im
Kreis, wackelt mit den Zehen und singt das Mantra des Blödsinns: oraruuuummmm,
orarummmm rumbumbum!
Feels totally good, und man wird Experte im Dodgen der
Herren mit den weißen Westen! Seht es als lifelong Demo gegen biedere, konservative
Plagegeister voller Brainlimits, die außer den Regeln ihrer gescheiterten
Kapitalistenwelt nix weiter wissen können oder wollen. Diese Hamster im
ewigen Rad des Königs Mammon.

Be the Guerilla you always wanted! Für den höchsten Zweck, die totale Befreiung
der Menschheit. Findet Gleichgesinnte, bildet Gruppen, zieht verbalmarodierend
durch die Biedermeier-Landschaft moderner Schlipsträgergesellschaften und
malt mit Kreide porolanische Haiku Gedichte auf den Boden. Hass und Gewalt
haben keinen Platz in unserer Spaßguerilla, verabscheuenswürdige Mittel der
grauen Herrschaften, deren schwarze Seelen von anderen Mächten gerichtet
werden. Wir hingegen, wohlmeinend gute Blumenkinder mit Nektarkelchen voller
Freiheit werden wie Mahatma Gandi siegen, slow, but stetig, aber mit jeder
Menge subversiven Wahnwitz, zum Schoroggel nochmal!

—> btw: macht wahnsinnige Nonsense Kunst und lasst alle rationalen Vernunft-
geister implodieren, wenn sie versuchen, in ihren engen, limitierten Denkbahnen
derlei zu verstehen! *muhahaha*

Alpha Males!

Haha, die gibts ja auch noch, die Alpha Males. Verwirrte Geister schnappen
sich ne Menge Sozialdarwinismus, primitive Urwaldbeispielrhetorik und ziehen
dann los, ihre messianische Botschaft an alle zutiefst verweichlichten Beta
Males zu verbreiten, in der Hoffnung, als Heroen der Menschheit deren
Untergang verhindert zu haben.

Schockschwerenot, den angehenden Alpha Males wird auch noch erklärt, wie man
küßt, Sex macht, also die komplette Überlebenspackung in allen steamy Details.
Aber das kommt alles später, zuerst aber, muss man alphamalig werden, mit den
abstrusesten Verhaltensregeln, den dämlichst widersinnigen Tipps und eigentlich
allem, was einen 70er Jahre Trashporno zum Kult werden lassen könnte:

Gehen wie ein Alpha Male. Nehme mal an, breitbeinig, mit breiten Schultern.

Sprechen wie ein Alpha Male. Tief und stark und laut und so.

Präsenz entwickeln. Also maybe nicht durch Gewicht, sondern durch Aura.

Girls verführen, avec le Bad Boy Image. Bös sei’ zu die Görls!

Wen wunderts, alt right creeps in. Irgendwann sind dann alle Alpha Males
Trump Wähler und wollen degenerierte Beta Males jagen. Seems bekannt? Ham
gewisse Sozialdarwinisten damals auch versucht, Menschen in lebenswert und
nicht lebenswert einzuteilen. Klar, weit extrapoliert, aber das wäre die
Hölle am Ende des Tunnels, wenn man den Propagandisten der Alphamaligkeit
weiter gläubig nachtrottet.

Dont fuckin do it!!!

Amüsant sind Alpha Male Videos schon, aber nur ne Weile, dann packt einen der
kalte Zorn. Bullshit, der die Beziehung Mann-Frau noch weiter vergiftet,
depperte Idiotenscheisse von geldgeilen Pseudopickuppern, und Hohlkopfgesülz
von Dummblondchen, die wohl innerlich doch angstvoll beten, vom begehrten Alpha
Male eben nicht dauer-an-die-Wand-geklatscht zu werden.

Alpha Females sind übrigens das Parallelphänomen ihrer Manneskollegen und
versuchen sich in ähnlichem Verhalten, ob die auch breitbeinig gehen müssen?
Tief sprechen sollen? Oder sonstige Machoscheisse an den Tag legen müssen?
Nen knallultraharter Demi Moore Verschnitt, der als Dauerdomina jeden und
alles beherrscht, Moment, war das nich nun Extremfeminismus? In dem Dschungel
kennt sich echt niemand mehr aus.

Brutal Truth

Manchmal kriegt man von der realen Welt so ne unmerkliche Backpfeife. Scherzend
geht man durch die Gefilde, empfiehlt jemandem, den man glaubt, zu kennen,
juxend ne Lampe, die rot leuchten soll, wenn mans selber mit dem “Gaudi Gelaber”
an jenen übertreibt, und bekommt so halb lustig, halb wahrhaftig die Antwort:
ja, die steht auf dauerhaft ROT. Brutal ist die Wahrheit allenthalben, Vermutungen
werden wahr, und man spürt deutlich den Stich der Ablehnung ins eigene wohlmeinende
Herz.

Man merke auf: Gaudi Gelaber nicht in famous Terror Duo Style, bodenlos perverted,
absolut sinnfrei, totally without Sanity, eigentlich, so will ich reklamieren,
ein wenig geistreicher, amüsierender, und gewisse Geschmacksgrenzen wahrend, die
mit Patty schon längst wildfrei gesprengt worden wären. Oh, wie sich der gutmütige
Geist wohl irrte, all die Zeit, verwandte Geister dort zu erkennen glaubte, wo
eigentlich nur die kalte Prosaik lauert, eisern geklammert durch peinlich genau
beachtetes persönliches In-Group-Sport-Image.

Oh, vermessen, zu glauben, dass eigenes Gaudi Gelaber fiele auf nahrhaften Boden,
wäre fruchtbar, brückenstiftend, sozial positiv interagierend, man lacht zusammen,
man amüsiert sich und festigt Bande, die noch nicht festgewachsen waren. Like a
big great Family. BÄM! Totgeschossen alle Hoffnung, jeder für sich selber, lieber
cool schweigend dastehn, Ölgötze der Sportlichkeit, und der Prosaik huldigen, dem
vermeintlich Quantifizierbaren, auf der sicheren Seite stehen, ja nie albern,
nie vielleicht von anderen als kindisch gescholten werden, schön erwachsen und
grown up, vielleicht sogar ein wenig alpha-malig?!

Gott bewahre …

Better nun die Wahrheit erkennen, sich einfach mal ein wenig Distanz verschaffen,
und wahre verwandte Geister finden, auf dass man sich aneinander ergötze, in gutem,
nachhaltigem Rahmen, näher an den eigenen Überzeugungen, with a solid Foundation.
Warum also die anderen schlechtmachen, diese Prosaiker, deren Welt, deren Gehabe,
wohl aus eigener Sicht zu kritisieren, letztendlich sinnlos, sich lieber der
eigenen Welt widmen, und jenen, die frei, wild und ohne Anbiedern das Leben feiern,
abgedreht, sinnfrei, sinnvoll, mit Gaudi Gelaber, mit dumpfem Geschwall, mit
witzigem oder tristfadem Gesülz.

Was Gutes hat das alles: man weiß, woran man ist, adjustiert sein Verhalten in
Neutralität und kennt nun klare Fronten. Und wird sich gewiss, dass eigene Skepsis
bewiesen ist: peinliches Wegschauen bei Ansprache, Vermeidung des Zuhörens,
Abbruch des Gesprächs … hell, why dont you have geschnaggelt it früher? Ich
behaupte nun mal pathetisch, dass ich an den guten Kern glaube, zu Menschen
durchdringen will, ach, Bullshit, manchmal will ich auch einfach nur mal was
nettes gaudilabern… Patty, I miss you!

Es lebe die Freiheit!

The highest Verbrechen!

Ist wie in der Schule beim Lehrer, wer schwätzt, wird ermahnt, kriegt ne Strafarbeit,
wird gescholten, ist der böse Bube, oder bei den Girls als Bad Boy total in. Except,
its not Schulbank, sondern Sport. Eine Trainingssession. Scheint, als reagiert so manch
Trainer allergisch auf Verbaläusserungen während des Trainings. Kann ich ja echt auch
verstehen: wenn er was erklärt, und die “Schüler” laut quasselnd keine Aufmerksamkeit
spenden, Sensei is being ignored … BAD KARMA!

Im Grunde gehts darum, dass zwei Trainierende während ihrer Übungen sich gegenseitig
Kommandos gaben: “mal schneller, mal langsamer, machste gut, weniger Power, ups, der
Schlag ging fehl, muss ich besser machn” etc. Das Ganze in angenehmer Lautstärke,
niemanden störend. Zudem zu beobachten, man hatte Spaß, und war angenehm drauf. Nahm
doch dann doch die Person mit Trainerstatus das zum Anlaß einen Minisermon über Aufpassen,
Schwätzen, lernen und besser werden, etc. abzuspulen. Immer die beiden Trainierenden
ansehend. Ein Trainierender der beiden dann: Lets speak up, lets make it clear, und
vor allem: lets fight against all Prejudice and Aufm-Kieker-Haben. (Denn: der Sermon
hätte sich an alle richten sollen, denn alle [*harhar*] seien schuldig, mehr oder minder,
wären sie denn schuldig gewesen.)

Ich find beispielsweise die verbale Interaktion während der Übungen gar net übel, man
quasselt sich ja nich dicht, man interagiert sinnvoll gemäss der Übungsparameter auf
intellektueller Ebene, eben nicht nur auf physischer. Hervorragende Lernstrategie, wie
ich finde, und stört echt niemanden, wenns suffizient unobtrusive zugeht und die
Aufmerksamkeitsphase bei Erklärungen dann wieder einsetzt. Alles tutti, wenn ihr mich fragt.

Also der dritte Weltkrieg bricht da nicht an, aber man vertritt robust seinen gegensätzliche
Meinung, sodaß manche Menschen merken, dass es wirklich auch andere Ansichten als nur
die ihre gibt. Das natürlich, in freundlich erklärender Weise, wieder mal zenbuddhistisch
gelassen, und like a real german oak (no alt right meme!!!) stehend gegen alle Wetter.

Diskurs Schwierigkeiten

Absolutismus. Black and White. No Shades in between. Abwertung der
anderen Position, sei es durch ad hominem oder Das-ist-Fakt-
phrasen. A Fight you cannot win. Der Klügere gibt nach?

Psychotaktisch dahintergeschaut wären nun Abhandlungen fällig, warum
und wieso Menschen so sind, woher das kommt, wohin das geht. Maybe
alles richtig; und angeblich normal tickende Verfechter des gesitteten
Streitgesprächs dürfen sich auf die Schulter klopfen, weil sie alles
richtig gemacht haben, oder sogar … im Recht sind. Congratulatione,
ein Gummipunkt, die Welt ist gerettet.

Müssen streitlustige Klingonen immer zurückstecken und der Klügere sein?
Darf man seinem Unmut genauso Luft machen wie das belligerente Gegenüber?
Soll ich mal bärenbrüllig den Löwen rauslassen und alle kleinschreien,
so, wie man mir entgegenschrillt? Ein Claw Swipe und alle Pseudorebellen
sind mundtot gemacht? A Power Demonstration eines gutmütgen Bären, der
auch mal die Schnauze voll hat, nicht immer Rücksicht nehmen will, und
dem die Rolle des Klügeren sowieso nicht steht? Manchmal will man eben
genauso blöd sein wie alle anderen. Das eigene Ego verträgt auch nur
ein begrenztes Maß an gutmütigem Kopf Hinhalten…

Was wäre gewonnen? Sekündliche Befriedigung des hungrigen Egos, das doch
eigentlich selig fromm zen buddhabärig “OMMMM” summen sollte, zufrieden
titanenhaft thronend über allem sterblichen Gebrabbel. Sind wir Götter
oder Menschen? Empathie verhindert wohl Konfrontatives, vor allem, wenns
eigentlich Freunde sind, die es aber besser wissen sollten. Gibt man
also den anderen Recht, um des Friedens willen? Erdulden wir die
abstruseste Falschheit um des Appeasements Willen? Segnen wir die
Meinung der anderen gleichgültig ab, bieten keiner Sache Einhalt,
wälzen wir uns im #freespeech und schauen einfach weg, wenn es zu
kämpfen gäbe?

“Wir einigen uns darauf, uns nicht zu einigen.”

Oder man zieht seine Konsequenzen und streitet einfach nicht mehr mit
einigen Leuten, was auch hieße, mit ihnen über einige Dinge nie mehr
zu diskutieren, bzw. wenn die Fackel wieder mal innen Gastank fällt,
einfach seine sieben Sachen zu packen und sich zu entfernen. Bis die
Leute halt mal aufmerken, ihre Stimme senken und möglicherweise
begreifen, dass sie damit anderen dann keine emotionale Unbill
mehr zufügen.

Odins Nationalisten!

Also da gibts Leut im Internet …

Lendenschurz posierende Schwedenbarbarenwikingerspartaner, die grad
mal im Testosteronshop einkaufen waren und einem was anne Backe labern
vom Verfall der Werte, no homo, keine Pornos mehr gucken, degenerierte
Beta Männchen, und Adolf Hitlers Bart …

Anfänglich sinds ja wohlmeinende Naturgeister, denkt man, die sind halt
arg begeistert von ihrem Heimatland und diversen schmutzverkrusteten
Druidenhainen mit möglichst freizügig nordischen Paarungsgöttinnen. Aber
irgendwann kommt das Neofascho Gedöns mit der hässlichen Fratze umme
Ecke geschlichen, leider unterlegt mit manchmal gar nicht so schlechtem
Pagan Metal. All Hail, Odin! Ob der NSDAP Wähler geworden wäre?
Sicherlich nicht bei so ner Schrumpfgermanenbande von damals…

Ein gerüttelt Maß Sozialdarwinismus, Defend Europe, white Nationalism,
verpackt in überromantische Wikingerträume und the Glory of your own
Self. Ach, Brüderlichkeit wird beschworen (no homo (1)), und ein messianischer
Bekehrungsdrang aller dicken, unattraktiven Beta Männchen, die doch
eigentlich der Selektion anheimfallen sollen, die missioniert man doch
nicht?! Oh, maybe kann man sie aber umpolen: zu gnadenlosen Alpha
Männchen, Verstärkung für die eigene Armee im Kampf gegen die Invasions-
fluten der Muselmanen.

Feindbilder sind wichtig. Was wären die Wikinger ohne Feinde? Nüx. Was
wären die Nazis ohne gewesen? Arbeitslos. Also her mit den Muselmanen,
den gesichtslosen Massen, die anscheinend alle Europa zum Einsturz
bringen wollen, ja, auch kleine Kinder, die vorm Krieg geflüchtet sind,
ALLES IS AGENTEN. Die sind so fanatisch, die riskieren sogar ihr Leben,
um übers Wasser nach Europa zu kommen, so wichtig ist denen ihr Krieg
gegen alle Europäer … nur ein klitzekleines Beispiel der Propaganda,
wie sie weiße Nationalisten gegen alles Fremde vorbringen, glücklich,
wenn es nur so primitive Argumente sind, sehr schädlich, wenn es als
subtile Meinungsmache aufgezogen wird, zum fröhlichen Vergiften vieler
argloser Geister.

(1) Im Übrigen hat Allvater Odin seinen männlichen Männern nen prima magischen
Spruch verraten: NO HOMO. Soll bedeuten, das schützt vor spontaner
Schwulwerdung, stellt laufend klar, dass man NICHT schwul ist, und
bekräftigt die eigene Heterosexualität gegen alle möglichen subkutanen
Versuchungen! So kann man anderen muskelbepackten Schweißglanzmännern,
mit denen man ausnehmend gerne dauernd trainiert, auch mal liebevolle
Komplimente machen. NO HOMO!!! (puh, das ging grade noch gut.)

Geiles Freefight Gekloppe

Man gehe her und gebe den Fechtenden eine Summe Anweisungen, lege jenen ans Herz,
es wären Vorübungen zum leichten Sparring, und lasse sie machen. Die Verständigen
beherzigen das Reglement, versuchen, dies in der Schnelle, die beide für gut
befinden, umzusetzen und der Rest der Bande …

… SCHNETZELT EINFACH DRAUFLOS!

Ich übertreibe gern. Aber nein, ist was Wahres dran, denn jede Übung, die an den
Freikampf ranführen soll und den Leuten zu wenig Rahmen bietet, oder sie mit
einem Skillset ausstattet, das sie überfordert, muss scheitern oder sogar
gefährlich werden. Denn manche wollen gewinnen, ob nun Pro oder Anfänger, die
haun halt drauf, halten sich nicht an die Vorgaben. Wiederum andere sind so
unbeherrscht, dass sie, selbst wenns ohne Maske langsam zur Sache geht, sie
immer wieder selbst die Geschwindigkeit erhöhen, und so den Trainingspartner
gefährden.

Die Lösung?

Wirklich primitiv und scheinbar langweilig ein ultrabegrenztes Regelset, als
Basis und Aufbauplattform: der eine macht den Oberhau, der andere muss twerhaun,
und ihn treffen. mehr nicht. einfach sowas. kraft & geschwindigkeit erforschen,
geeignete Teilschutzkleidung, langweilenderweise auch nicht einfach nur ein
bissle, sondern richtig lange ein solches Erproben. Das Regelset der Meisterhaue
zum Angriff und zur Verteidigung läßt sich so aufbauen, peinlich genau darauf
achtend, dass man wirklich nichts anderes anwenden soll, als nur jene Häue.

Gebe ich Leuten aber die simple Anweisung, “einfach mal die Grundschule (1) im
leichten Sparring zu erproben”, sehe ich darin zumindest eine Überforderung
aller Anfänger, und sogar jener Fortgeschrittener, die mit Sparring bisher
wenig am Hut hatten. Ebenso geht mir “Attacker 2 Angriffe, Defender 2 Blocks,
Attacker zieht ab, Defender darf noch einmal nachhauen” ein wenig zu schnell
zu weit, schon und vor allem, wenn mir vorher primitive Vorübungen wie ich
sie obig beschrieb, fehlen. Machen kann mans sicher, und ein Weltuntergang
isses auch nicht, aber die Gefährdungspotentiale bei Egosüchtigen und
Anfängern, die ihre Kraft nicht managen können, sehe ich halt doch sehr.

(1) alle Huten und Häue, keine Meisterhaue

Bin auch sehr dafür, die Leute genau zu beobachten. Geschwindigkeit rauszunehmen,
das eigene Ego mal bei allen ein wenig zu stutzen, und gemeinschaftlich was
zu bewegen. Jeder von uns sollte sich bezähmen, so genau wie möglich die Techniken
umsetzen, selbst mit Schutzkleidung, akkurat und vor allem jederzeit in Kontrolle
der eigenen Kräfte. Der Schutz des Trainingspartners ist oberste Objektive. Alles
in allem kann man auch “nen Punkt machen”, ohne dem anderen so dermassen derb
gegen den Helm zu scheppern, dass der sich wie ne Großglocke in ner antiken Kirche
fühlt. Im Übrigen, stur und starr mit der Klinge turbostechern ist saugefährlich,
oder unüberlegt einfach das Ding mit aller Macht Richtung Trainingspartner zu
wuchten, auch der hat, egal wieviel er drauf hat, vielleicht mal nen bad Hair Day,
und das Ding dann pieksend vor den Eingweiden. Achtsamkeit, liebe Leute, das
wünsche ich mir von uns allen!

Manchmal denke ich mir, dass es eine gute Idee wäre, Sparring und Freikampf nur mit
jenen zu versuchen, von denen ich sicher weiß, wie sie drauf sind, was sie vor
allem können, und die alles in allem ne klasse Einstellung zum Schwertkampf bzw.
auch zu Menschen haben. Eine Selektion, die in einer Sportgruppe schurkisch
antisozial wäre? Oder reiner Selbstschutz?