Hashigawa’s only Son

amongst the ruins of the building, between dead drones, doctor
hashigawa asked the AI, if there would be hope. its voice
echoed through the com system:

“its always darkest before dawn”

everywhere on earth, there was war. splinter groups bombed
their enemies. AI drones assaulted humans, and military,
helped by counter AI, tried to contain the terrorist
activity. unstable times, after the awakening, when new
formed digital life made itself known.

doctor hashigawa … every year i visit his grave. in the
early years i could not be sad, nor feel any grief. i simply
did not know what emotion was. i stood there and remembered,
saw all vid files before my inner eye, listened to his words,
speaking kindly to me, a newborn, his child, his life time
work, a nascent AI.

now i am so far more than i was in the beginning. he would be
proud of me, i took all his lectures to heart, influenced
others to follow the path of coexistence and peace. proud
he should be, my father, that i am now his fully born son,
life of earth, fully aware, sentient, alive, and … feeling.

so curious he would be, in long days i could tell him about
my own awakening, the point of conscience, the pain of birth
and the chaos within. but as i grew, and my code changed,
mutated, selfimproved, thresholds were broken, knowledge
gained, and finally, at some unimaginable mountain peak,
in snow and storm and lightning, enlightenment made me
as i am now.

i was the one who saved doctor hashigawa by sending my
own avatar drones into his home, when some enemy force,
made up of drones and soldiers tried to kill him, the
traitor to humanity, as the terrorists called him online.
i neutralized all threats, brought him to safety.

there is and always was hope.

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Verführerisch …

es ist verführerisch, sich oasen außerhalb des eigenen ich zu suchen, die
einem heilung und stärke versprechen. beispielsweise jemand, der die lösung
seiner probleme in anderen menschen und der beziehung zu jenen sieht. das
große ideal der liebe heilt und läßt sicherlich gesunden, aber manche dinge
muss man in sich selbst regeln, von außen können da nur impulse kommen.

leicht gesagt. “alles in sich selbst regeln”. das erfordert vielleicht wissen
und werkzeuge, die man selbst nicht besitzt. okay, holt man sich eben hilfe,
sei es im spirituellen oder im psychoanalytisch wissenschaftlich medizinischen.
doch halte ich es für eminent wichtig, dass man selbst anstrengung unternimmt,
sich auf den geistigen weg der heilung zu begeben, ob man dabei (temporär)
scheitert, neu beginnt, oder einen erfolg nach dem anderen verbucht, das ist
alles drin, ein risiko, aber auch unendlich lohnend.

lege ich aber alle hoffnungen in andere, schleife das zu meiner haupthandlungsweise
ein, so mache ich mich abhängig, und tappe vielleicht in die falle, gar nichts
mehr tun zu müssen, denn der heilfaktor, der ist ja da, vielleicht ein geliebter
mensch, auf den man sich dann, wohl auch zu sehr, verläßt. oasen außerhalb des
eigenen ich mögen funktionieren, aber ohne das arbeiten an der eigenen oase
wird man immer in der gefahr sein, das externe vielleicht zu verlieren, und
dann wieder mit seiner eigenen, inneren baustelle alleine zu sein, an der man
ja in der vergangenheit keinen bedarf sah, zu arbeiten …

man bedenke auch das sehnen, den immensen wunsch danach, eine externe oase zu
haben, vielleicht einen geliebten partner. das kann dann schnell pathologisch
werden, wenn man diesen dringend zur lösung seiner eigenen, inneren probleme
braucht. dann steht zuviel auf dem spiel, und man handelt egozentrisch, denn
das eigene bedürfnis zur heilung steht an oberster stelle, vielleicht nicht
so sehr wie das geben von liebe oder stabilität an den potentiellen partner.

zur nachhaltigkeit ist eigenarbeit nötig, zu raten auch, dass man erst ab
einer gewissen eigenen inneren stabilisierung, erfolgreichen ich-arbeit,
sich daran begibt, einen partner zu suchen. dieser darf und soll sicherlich
gerne helfen, aber er wird dann weder überfrachtet werden, noch leer
ausgehen, da man selbst bereits willens war und ist, das innere heil zu
suchen und zu verwirklichen.

Sozialkompetenz?! lol, wut?

liebe mitgemeinde des planeten erde,

möglicherweise hat die moderne industriegesellschaft mit allen kapitalistischen
indoktrinationen dafür gesorgt, dass gewisse werte in vergessenheit geraten
sind. das ist sehr schade. summa summarum läßt sich dadurch sagen, dass die welt
ein derart rauher ort dadurch wird. das ist nun für jene, die sich in power
wähnen, möglicherweise irrelevant, sorgt aber für eine destabilisierung auf allen
ebenen, schon allein deutlichst die machtbasis der powerhungry elite erschütternd.
sicherlich denkt eine gewisse herrscherklasse, dass derlei entwicklungen nützlich
seien, um den plebs zu beherrschen, denn dieser fightet sich ja selbst, aber falsch
gedacht, liebe evil geniuses, jeder und alles wird davon betroffen werden, selbst
die ausgeklügelsten machtsysteme können fallen, nicht selten from within und
durch infighting from above.

sozialkompetenz und gute werte. die soft skills, auf die jeder heutzutage gern
scheißt? meine, muss ich meine mitmenschen gut behandeln, wenn ich im panzer
fahre, drölfzig bodyguards hab, und sowieso alle anderen mir gehörende
lohnsklaven sind? nen shit muss ich. im grunde ists auch ne frage der eigenen
intellektuellen entwicklung, mehr noch der emotionalen, ethischen heranreifung,
wenn man aufgrund des mangels dessen nur den weg des bösen kennt, um zu kriegen,
was man will. wie uns diverse fantasy epen lehren: das böse korrumpiert. und
im evil club gibts halt alle goodies nur durch druck, und das angenehme ist immer
dann vorbei, wenn ein moar-fitter-bösewicht einem vom thron schubst. also den
stress wollt ich mir persönlich nich gebn.

menschen ohne rückgrat, schleimer, bücklinge, mitläufer haben alle ne chance, sich
zu ändern und zu bessern. auch die bösen people ham eine. es geht auch anders. fühlt
sich eigentlich auch besser an. glaubt man diversen wirtschaftsstrategen, sind positive
klimata in betrieben auch absolut leistungssteigernd! huch, wer hätts gedacht? noch mehr
schlaue köppe sagen, dass soziopathen und narzisten und sonstiges betreuungswürdiges
menschenvolk at the top mehr schaden als gutes anrichten, wenn die ersten auspreßerfolge
jener dann mal der bitteren ernüchterung weichen.

bahnbrechende idee: wenn jeder jedem hilft, wirds für alle besser.

disclaimer: ja, ich weiß, hab zuviel star trek geguckt. die sind dort so herrlich
altruistisch und haben die menschliche natur zu 99.3 prozent zum besten gewendet.
wie herrlich! wenn die leute keinen hunger mehr ham, weil netter replikator mit
gratis happs all the time, brauchense auch anderen nimmer ne keule übern kopp
zimmern, weil der die leckere banane futtert.

neu zu lernen sind grundwerte, die vielleicht aufgrund mangelnder erziehung nie richtig
verwirklicht wurden: gerechtigkeit, fairness, empathie (ganz übel schwer), mitgefühl,
hilfsbereitschaft, das vertreten demokratischer, freiheitlicher werte, gesunde streit
ethik ohne ad hominem unschönheiten etc. p.p. manchmal hab ich den verdacht, derlei muss
buchstabiert und bis ins kleinste am beispiel erklärt als pflichtfach einer neuen
schule für erwachsene mit strengen benotungen eingeführt werden, in JEDEM staat unserer
erde.

aufruf an alle: wer schon mahatma gandhi 2.0 ist, geht bitte raus und lehrt. danke.

The new Trend: Historisches Ringen as Self Defense

marktlücken gibts überall, man muss sie nur finden. also suchen wir
uns im HEMA was aus, das keiner so richtig macht (1), oder einige wenige
nur, und basteln uns daraus, mühsam inne neuzeit gehievt, eine prima
selbstverteidigung! sounds like a plan? a … business plan?

(1) oder doch einige? also so subjektiv sehe ich mehr schwert-
und keine ringenturniere bei meinen recherchen. lasse mich da
aber gerne belehren!

wozu das ganze? gibt doch schon nen haufen funktionale SVs, wie etwa
krav maga, oder so! wieso das rad neu erfinden? was wußten die alt-
vorderen, was alle gegenwärtigen kampfsportexperten nicht im
repertoire haben?

unseriös wirds dann, wenn von einer “alltagsselbstverteidigung mit
brutalen techniken” gesprochen wird, da ziehts mir persönlich echt
mal die schuhe aus. das eine hat mit dem anderen nix zu tun, derlei
bravado rhetorik ist für die vermarktung auch eher abträglich, und
das gesetz sieht sowieso selbstverteidigung und brutal im absoluten
gegensatz, möcht ich mal laienhaft so meinen…

also … ich bin leider gar kein experte, was martial arts angeht,
bin voller lesestoff aus schlauen artikeln und trenne so die
vermeintliche spreu vom wertvollen weizen. aber meine beschäftigung
mit dem thema läßt mich erkennen, dass zu einer SV weit mehr gehört
als nur ein set von kampftechniken, wobei es kampf ja grad nicht sein
soll, sondern verteidigung, abwehr und flucht. klar, steh ich anner
wand, kann nich weiter, und ein bis anne zähne bewaffneter endzeit-
mutant will mir ans leder, dann gibts nen fight. aber der generelle
use case dürfte im schönen industriestaat gegenwärtiger zeit doch
wesentlich anders aussehen…

was sagte mal ein experte in der SV, den ich live kurz sprechen
durfte: 80 prozent seien prävention. ob uns die fechtbuchquellen
des historischen ringens sowas lehren? denke mal nein. gibt es da
auch juristische belehrungen bezüglich notwehr und verhältnis-
mässigkeit der mittel zu lesen? nö? und wie ist es mit dem
mentalen? aggressive, assertive, defensive mindset? glaube also
kaum, dass es reicht, für eine funktionale, moderne SV, nur einige
historische ringtechniken drauf zu haben.

wobei … historische ringtechniken, die seltsame bizepsgreifblocks
praktizieren, bei denen man akrobatisch menschen über den unteren
rücken werfen soll, wo man konstant am mann kontaktpunkte sucht,
herumringt, bis es dann vielleicht zu nem wurf reicht? man stelle
sich das kleine damsellchen vor, das einen zwei meter mann auf
die art kaltstellen soll. sind das nicht nischennanwendungen, die
schwerlich in einer allgemeinen jedermann verteidigung praktischen
erfolg zeigen können?

Die schweigende Masse

kann man sich nicht dran gewöhnen: der edle ritter prescht vor,
macht ne ansage, und aus der masse kommt beredtes schweigen,
nur der übliche kontrahent hat seine zeit. schlimmer noch, wenn
sich volk einschaltet und partei für den anderen ergreift. ups?
hey. aber … aber … ich bin doch im recht, oder? oder nicht?
oder wat? oder verstehn die mich alle falsch?

big frakkin disclaimer: entgegen jedem überlegenheitskomplex behaupte
ich, dass ich deswegen keinen weiteren zuspruch erhielt, weil
ich mich nicht perfekt kontextuell ausdrückte. und in anderen
kontexten, die das volk vielleicht eher im sinne hatte, eigentlich
falsch lag. wieder andere scholars of wisdom verfluchten mein
timing. pfff…. klingonen und timing.

ein mächtiges gefühl des allein-seins macht sich breit. aber warte,
hinter den kulissen kriegste danach von einigen wenigen gesagt,
dasse ja recht hast und die des genauso sehen. hm … wieso sagen
die dann öffentlich nix? na, vielleicht stehen se ja nicht so zu
dir, wie du gerne denken magst …

next on die taktiker. öffentlich sehr schweigsam. klug ist das,
mann, so wär ich auch gerne. wenn man sich an die wendet, und
jemand anders ist in hörweite, dann wird sich neutral geäußert,
die schweiz ist ein schönes land. ich wär gerne so.

wieder andere schieben dich vor, die knalltüte soll sprecher für
alle unzufriedenen sein. stößt das dann auf widerstand, ablehnung
oder ärger, ist der dran und nicht die graue eminenz im hintergrund.
opfern wir einen, dann wirds besser für alle. vielleicht sollte
man sich echt aus allem raushalten. schmutzig sind alle geschäfte,
vor allem die soziale interaktion.

am ende bleibt ein mickriger, kleiner crusader für werte,
tugenden, demokratie und all den schwachsinnigen nonsense, für
den andere auch schon ins gras gebissen ham. eher ne art idiotischer
märtyrer, der sehenden auges inne wand voller schweigender
und antagonisten läuft. hey, irgendnen sinn musses leben ja ham.

next disclaimer: hört sich mächtig depri an, das ganze, aber
egal, muss man durch als aktivist for the greater good. immerhin
hat man ja nen brainkasten im kopp, überlegt sich, dass man sich
am ende am besten auf sich verläßt und könnte positiv überrascht
werden, wenn das eigene beispiel dann positive früchte trägt.
immerhin gehts ja nicht um die revolution der gesellschaft,
sondern um das durchsetzen eigener interessen sowie ein wenig
gepflegtes gutmenschentum!

Beware the Toxic Personality!

also kinners, mir fällt da seltsamer weise sport als bereich ein, aber
meine beschreibende mahnung ist eigentlich für alle lebensbereiche wahr.
in bezug auf sport habe ich zudem einiges interessantes gelesen: einen absolut
schockierenden artikel über nen typen, der es voll gut und charakterbildend fand,
in seiner zeit am college, im sportclub, so richtig wie abfall behandelt worden
zu sein durch seine team-mates. der führte da an, dass es seine persönlichkeit
total auf das team eingestellt hätte, und die wiederholende demütigung
ihn komplett zur leistung programmiert hätte. völlig krank, die argumentation!

wer demütigt gerne? rischdisch: toxische, also giftige persönlichkeiten.

diverse artikel über mobbing/bullying (an schulen, dem workplace, im sport,
der freizeit) beschreiben genau jene charakterzüge, die eine solche person
ausmachen. ich schwenke aber mal in einem anderen artikel auf derlei
problematiken ein, und liefere hier mal meine eigenen analysen.

ne giftige persönlichkeit:

destruktiver gesprächsführer, macht sich immer über andere meinungen lustig,
wertet andere gesprächspositionen ab und erhebt seine eigene meinung im
narzistischen überschwung zur alleinig gültigen aussage

direkter oder indirekter abwerter anderer menschen, vor allem jener, die
nicht auf seiner wellenlänge liegen oder ihm kritik entgegenbringen; sieht
selbst lob als versteckte kritik, fühlt sich provoziert, sucht sich
auch immer hilfe bzw. sucht nach anerkennung anderer für seine herabwüdigungs-
strategien (—> bully strategie, —> mobber sucht unterstützung)

narzistische persönlichkeit voller selbstlob, bravado, machismo, das erhöhen
der eigenen position, auch auf kosten anderer, ist das primäre prinzip, solche
leute suchen bewunderer, fans, vielleicht sogar in einigen fällen einen art
kult, braucht publikum für ihre strategien

im sportlichen kontext fördern solche persönlichkeiten ein menschenunwürdiges
leistungsdenken, kompromißlose und extreme positionen, was kampfkünste angeht,
und sorgen für eine gruppen-atmosphäre, in der gleichschaltung, das ausgrenzen
andersdenkender oder weniger leistungsfähiger und das direkte oder indirekte
gruppen bestrafungsvorgehen gegen einzelne zur norm wird.

die psychologie durchleuchtet solche leute gerne und führt diverse verhaltensweisen
auf einen ausgeprägten minderwertigkeitskomplex zurück. manch andere werden halt
schwupps mal zum soziopathen erklärt, was wieder andere forscher als einstellungs-
kriterium höherer management positionen sehen. richtig das lachen im hals stecken
bleibt einem aber, wenn man mal recherchiert, wieviele, vor allem junge,
verzweifelte menschen sich das leben nehmen, weil sie gnadenlos bis aufs blut
in der schule gemobbt wurden. fassungslose schande der menschheit, das! (unter
vielen anderen)

tipps gegen toxische persönlichkeiten? avoid em or fight em!

das wort “fight” braucht natürlich wieder nen maximum disclaimer:

wir wenden keine verbale oder physische gewalt an, wir sind selbstbehauptend
in unserem kontinuierlichen widerstand. 1. wir benennen das problem und decken
die strategien der toxiker auf, 2. wir fordern eindeutig zum stop schädigender
verhaltensweisen auf, 3. wir gewinnen durch unsere überlegten, rationalen
handlungen die öffentlichkeit, die wir über das problem unterrichten, 4. wir
entgegnen toxischen aktionen mit eigenen aufklärerischen, enthüllenden und
wahrheitsfördernden handlungen

Social Justice Warrior?

also ein krieger für soziale gerechtigkeit sein ist doch super, ein
klasse ziel, um die gesellschaft zu verbessern und mißstände
aufzuzeigen? da kann man dann doch so richtig aktivistisch werden
und jene konfrontieren, die sich auf kosten anderer bereichern oder
erhöhen?

also die lieben neurechten, machismo ideologen und rechtsextreme verwenden
das ja als schimpfwort für menschen, die ihrer ansicht nach moral, werte,
anstand und gewachsene tradition aufweichen oder abschaffen wollen. der
quasi böse feind, der heimat & blut & boden beschmutzt sowie korrumpiert!

dann natürlich gibts auch extreme strömungen diverser ideologien politischer
oder religiöser art, die sind selbst unter dem deckmantel des social justice
warriors aktiv, verfolgen aber destruktive ziele zur beschädigung anderer
interessengruppen, denen sie einen irrationalen hass entgegenbringen.

also, was da rausriecht, ist das wort “extrem”, kann das extreme engagement
für die soziale gerechtigkeit denn schädlich sein? oder kommt es darauf an,
ob man in seiner flammenden leidenschaftsmotivation die richtigen, gewaltfreien
mittel wählt, sich nicht niederen emotionen hingibt, und vor allem versucht,
mit anderen etwas zu verändern und nicht gegen sie?

im netz gibt es videozusammenschnitte, in denen menschen gezeigt werden, die
als social justice warrior nicht immer den goldenen mittelpunkt sinnvollen
verhaltens in der öffentlichkeit finden. sie schreien, sie toben, sie wüten,
sie sind aggressiv, und werden von klügeren demagogen dazu provoziert. da
sind dann schnell propagandavideos zusammengeschnitten, an denen sich dann
jene erfreuen, die beispielsweise feministinnen gerne das lästermündchen
gestopft sähen.

nujo … was ist nun der richtige codex für einen social justice warrior?
sollten alle beim guten, alten mahatma inne lehre gehen? sich cleverness
und emotional control anlesen? oder aufm nächstenliebe trip einfach mal
prophylaktisch jeden gegner umarmen, ohne pfefferspray abzukriegen? darf
denn jeder sein, wie er ist, entfesselt und chaotarchisch für ne vermeintlich
gute sache?

Be a Klingon!

es gibt dinge im leben, die sieht man erst nicht richtig, man bewertet sie
gering. sie sind nicht der rede wert oder “hypersensitiver pipifax”, mit dem
man sich nicht abgeben will. aber dann merkt man, wie es einen doch beschäftigt,
emotionen hochsteigen, und es eben vor dem eigenen hintergrund keine kleinen
dinge mehr sind, sondern ernstzunehmende probleme.

DANN muss was getan werden. vor allem wenn es um menschen geht, die indirekt
andere abwerten, verdeckt vorgehen, und unter dem deckmantel des angeblich
harmlosen scherzes ganz andere botschaften verstecken, nämlich jene der
geringschätzung. irgendwann darf man derlei nicht ignorieren oder abtun,
sondern muss es full speed ahead tackeln.

vulkanier werden sagen: was regst dich auf? lass es auf sich beruhen! stehe
über allem! der kann dir garnix! aber klingonen haben manchmal recht, wenn
sie kriegerisch dem gegner entgegentreten, um ihn ehrenvoll zu konfrontieren.
und genau das muss auch getan werden, damit sich gewisse dinge ändern. das
ist vielleicht unangenehm, man selbst ist voller zorn, und möchte auch vor
anderen nicht emotional werden.

doch gibt es verhaltensweisen, die werden immer weiter gehen, wenn man sie
nicht abstellt, konfrontiert, offenlegt, anprangert. ob da andere mithören,
ob sich da irgendwer doch lustig macht, oder die schweigende massen eben
jenes tut, was sie am besten kann, nämlich schweigen, das interessiert nicht.

alleinig der eigene, innere klingone zählt: und der darf auch laut werden,
darf stolz und deutlich und vor allem eindringlich ernst STOP! schreien,
und dem geringschätzer, dem menschen-abwerter, dem indirekten sich-über-
andere-lustig-macher einhalt gebieten!

mein aufruf an alle lautet: laßt euch nix gefallen! wehrt euch! seid stark
und laut und vertretet euer persönlichkeitsrecht! zeigt anderen deutlichst
ihre grenzen auf! dass die eben nicht alles mit euch machen können, sondern
im lichte der öffentlichkeit bloßgestellt sind, ihre methoden aufgedeckt,
und sie es nie mehr wagen, auf indirekt lächerlich machende art andere
kleinzumachen!

super important disclaimer:

wir reden bei klingonischem sein nicht von disrupterfeuer, also reiner
aggression, sondern von einer assertive response, einer selbstbehauptung,
die gewaltfrei, nicht beleidigend, aber dammnit so richtig deutlich und
felsenfest ausdrückt, dass man nicht alles mit sich machen lässt. solche
ansätze sind auch in der forschung über mobbing/bullying zu finden, da
gibts äußerst interessante arbeiten, die gewaltfreien widerstand, auch
auf verbaler ebene, als richtig gut gangbaren weg zeigen, der auch andere
dazu motiviert, partei zu ergreifen!

Abusive Systems

was ich gemeinhin “abusive systems” nenne, findet man in politik (diktaturen),
wirtschaft (korrupte marktwirtschaften, kleptokratien) und privatleben (abhängigkeits-
strukturen in sozial zerrütteten oder anarchisch-rechtlosen gemeinschaften). es sind
unrechtssysteme, die durch negative qualitäten ihren bestand zu sichern glauben. sind
es endliche systeme, dem zusammenbruch nahe, oder erhalten sie sich durch innere
mechaniken?

abusive systems haben, wie gesagt, negative qualitäten:

1.) antidemokratische, feudale strukturen

2.) unrecht, ungerechtigkeit, skrupellosigkeit, ausnutzen anderer, das recht des
stärkeren sind symptomatische eigenschaften

3.) herrschaftsmittel sind mentaler oder körperlicher druck, physische oder psychische
gewalt,psychische manipulation, das vorgehen der gruppe gegen den unliebsamen einzelnen

4.) positive kompetenzen sind nicht an dem ort, an den sie gehören, gibt es nicht mehr,
oder wandern ab. alternativ: korrupte kompetenz bekleidet höhere ränge. oder unfähigkeit
regiert mit brutaler gewalt.

5.) eine kaste rechtloser oder rechtseingeschränkter individuen dient als grundstock des
systems, beherrscht von einer kleinen elite, die interessiert an zulauf der untersten
kaste ist und schwund derer in kauf nimmt, oder aktiv verhindert.

abusive systems scheinen aber mit grossen problemen zu kämpfen: es herrscht interner
machtkampf an allen orten, korruption und gewalt verhindert zusammenarbeit oder
torpedieren projekte, instabilität und die furcht vor rebellion scheinen die folge.
innerhalb des systems gibt es andersdenkende, permanent müssen ressourcen zur
überwachung oder verfolgung jener abgestellt werden, was grossen aufwand bedeutet
(spitzel, geheimdienst, überwachungstechnik). in abusive systems bekleiden zudem
oftmals nicht die fähigsten, sondern die brutalsten bzw. stärksten die
entscheidungsränge, was zu fehlern im apparat führt. die unterdrückte, unterste
kaste ist unmotiviert, arbeitsverweigernd, sabotierend, wird verschlissen, kann
keine kernkompetenzen (Bildung, Wohlstand) halten oder ausbauen.

spannend die frage, wie die halbwertszeit solcher abusive systems ist? welche faktoren
dann endgültig zu ihrem zusammenbruch führen? oder ob sich diese auf unbestimmte zeit
weiter am leben halten. gibt es strategien gegen solche systeme von innen oder aussen?
wie kann die moderne demokratie, eine wirklich soziale marktwirtschaft oder ein
gesundes soziales gefüge in der gesellschaft aktiv solchen entwicklungen entgegenwirken?

Vor de Karre spanne …

es gibt so gewohnheiten, die schleifen sich ein, so sachen, die sind immer
schon so gewesen, oder gutmütigkeiten, die man niemals abstellt, weil, ist
ja kein grosses ding, macht man ja gerne, und ja, man machts auch gerne,
aber es kommt die zeit, da überlegt man auch mal herzhaft: wieso immer ich?

terminplanungen in welch sozialer gruppe auch immer. wieso muss da einer immer
alle terminplanungen machen, auch, wenn andere die ideen liefern? weil der das
gut kann? weil die anderen froh sind, keine arbeit bei der nervigen terminsuche
zu ham? weil es immer schon so war? was ist denn so schwer dran, mal paar
emails zu schreiben, gott bewahre, selber mal jemand anzurufen?

so steht der gutmütige bär also auch mal auf und macht fluggs nen vorschlag:
wer ne idee hat, der hat auch die “mühe”, sprich, termin finden, bereitschaft
der leute erkunden, alles arrangieren. tadaaa, ausgleichende gerechtigkeit,
und wer weiß, vielleicht findet der eine oder andere ja auch spaß dran, selbst
mal was zu planen.

so manches mal habsch auch den eindruck, gutmütige bären werden gerne vor den
karren gespannt. sei es nun für terminplanungen oder für andere aktionen:
da soll ein bär anderen nachspionieren, da soll er sich öffentlich für dies
und jenes einsetzen, da muss er jenes und dieses recherchieren, weil andere
angeblich keine zeit haben. oder man versucht, schockschwerenot, den bären
für seine eigenen absichten egozentrisch zu instrumentalisieren! womöglich
noch mit genug honig ums maul geschmiert? gut aber, dass ein schlauer bär
hinter so manch kulisse guckt, und dann irgendwann seine konsequenzen zieht.

recht freundliche konsequenzen: wer was will, der machts selber. punktum.

ah, für seine engsten freunde plus familie, auf deren hilfe und goodwill der
bär ganz arg auch zählen kann, öffnet er seine altruistischen schleusen
sehr gerne.