Monthly Archives: January 2012

Call to Sorinax

O great, insurpassable Sorinax
that you roamest in the greatest depths
and livest in the darkest halls

hear thy humble, cowering servant
unworthy, but faithful
calling in eternal need

come forth, burst through earth and hardest stone
show thy overpowering might, release thy hottest rage
and let thy claws plunge into enemy’s flesh

bring fear to our damned foes
destroy their brood, eliminate their future
we surrender to your endless wisdom, unrelenting strength, and utmost greatness

we bow to your venerable, everlasting power
we praise your searing flame and vengeful, deadly magic
and we listen to your endless wise command

Sorinax, greatest of them all
deepest of them all
most cunning of them all

elder ancient dragon of old
father of the young
leader of dragonkind

beloved child of drakkhon
son of the proudest line
hear our desperate call

come to our aid
rescue us
rule us

Toshrak’s Schwäche

So saß also Toshrak alleine im Dunkel seiner verlassenen Festung, in
völliger, toter Stille ohne irgendeinen Laut. Seine vollständig schwarzen
Augen starrten regungslos in die Schatten, seine Brust hob und senkte
sich nicht, denn das Atmen war ihm fremd geworden. Nur manchmal
zuckte seine blasse Hand an seine Brust, direkt über die Stelle, wo
einst einmal sein Herz gewesen war; im Schmerz der Kristallstacheln
zeigte der Herr des Bösen die einzige Regung. Schön war Toshrak, sein
Haar schwarz und voll, schulterlang über seine kräftigen Schultern fallend,
sein Antlitz fein und ebenmässig, seine Gestalt groß und gebieterisch.
Aber wo einst einmal die Haut einen gesunden lebendigen Ton besessen
hatte, da war sie nun so bleich und blass, wie aus Marmor, und kälter als
Eis. Nichts entging den Sinnen Toshraks, kein Laut, keine Stimme. Nicht
einmal Gedanken vermochten vor ihm zu fliehen, zu tausenden waren
sie ihm offenbar, aber so bedeutungslos wie Schneeflocken, die im
Tauwetter dahinschmelzen. Die toten Augen des Bösen sahen auch
in andere Welten, tief hinunter in die Abgründe, welche manche die
Hölle nannten und andere wiederum ihre Heimat. Aber an eine Stelle
sah Toshrak niemals, selbst für ihn war es pure Qual, dorthinzusehen.
Weit entfernt, zwischen den Sternen, da war der Gott Mhan Khoros,
und es gab niemanden, der seiner Kraft die Stirn hätte bieten können.
Das Klappern der Hufe eines Pferds ließ Toshraks Geist wieder in
sich selbst zurückkehren, und er spürte, dass Jariss sich dem Thron-
saal näherte. Kein anderer hätte sie gehört, kein sterbliches Ohr einen
Laut vernommen, denn sie war die beste aller Assassininnen ihres
Ordens. Als sie den Saal betrat, lastete der schreckliche Blick des
Bösen auf ihr und drang in ihre Seele, doch sie schreckte es nicht,
denn seit ihrer Kindheit war sie dem Bösen geweiht und verschrieben.
Jariss, in schwarz, völlig vermummt, die Hände demütig über der
Brust verschränkt, näherte sich schnell ihrem Herrn und kniete vor
seinem Thron. Endlos lange blickte Toshrak sie an, als ob er sie
studieren würde, ließ seinen Blick wandern über sie und erinnerte
sich an andere Zeiten, in denen er mit Lüsternheit auf Frauen
herabgesehen hatte. Nun war sein Verstand einzig damit beschäftigt,
ihren Wert zu ermessen, ihre Nützlichkeit zu beurteilen, für den
großen Kampf gegen den Avatar des Lichts.
„Sprich!“, sagte Toshrak und seine Stimme ließ die schweren
Mauern erzittern. Jariss antwortete ihm: „Mein Herr und Gott,
aus allen Klans und Städten wurden die besten Krieger unter
Eurer Standarte versammelt. Es sind an die zehntausend, die
auf Euren Befehl warten.“ Toshrak schwieg. Nach einer langen
Zeit gab er Jariss ein Zeichen, dass sie aufstehen und sich zu
seinen Füssen setzen dürfe. „Du hast dafür gesorgt, dass meine
Krieger Waffen erhalten, um Il’Jarachs Festung schnell zu
erstürmen?“ Jariss nickte. „Gut. Lass sie am nächsten Morgen
durch das Tor gehen, zerstöre die Festung Il’Jarachs und bring
ihn mir in Ketten. Meine Kraft wird mit dir und deiner Heer-
schar sein.“ Toshrak wußte von den geheimen Plänen, die der
Dämon des Hasses gegen ihn hegte und die Intrigen, die er
mit Shankara gemeinsam geschmiedet hatte. Nun würde er
zum Streich ausholen und an Il’Jarach ein Exempel statuieren.
Jariss hatte ihren Umhang aufgeknöpft und fallen lassen,
darunter war sie nur spärlich bekleidet. Sie setzte sich so,
daß Toshrak ihren Reize wahrnahm, aber erschauerte, als
seine fürchterlichen Augen über ihr Fleisch zu wandern
begannen. „Was willst du?“, fragte der Kriegsherr des Bösen,
obwohl er es schon wußte. „Euch dienen, Herrscher.“,
antwortete Jariss zitternd. Als Toshrak sich abwandte, kroch
wieder Wärme in Jariss’ Körper, aber sie erschauerte erneut,
als Toshrak schallend zu lachen begann. „O wärst du doch
nur früher gekommen, als ich noch etwas übrig gehabt hätte,
für solcherlei Dinge.“, sprach er höhnisch zu ihr. Jariss
verhüllte sich wieder und beherrschte sich, diese Demütigung
lautlos zu ertragen. „Aber ich weiß, was du dir erhoffst, dass
ich dich akzeptiere für meine Gelüste, und du dadurch noch
mehr an Macht gewinnst. Ist es nicht für deinesgleichen eine
besondere Auszeichnung, das Liebchen Toshraks gewesen
zu sein?“ Die Assassinin nickte und antwortete: Das ist es,
Herr. Aber ich erhoffte mir auch, Eure Leiden ein wenig zu
mildern.“ Toshrak horchte auf, bewegte sich blitzschnell
und brachte sein Antlitz dicht vor Jariss, dabei umfing er
ihren Kopf mit beiden starken Händen. „WAS weißt du
denn über meine Leiden, Frau?“, schrie er sie an und ließ
sie für einen Moment an seiner eisigen Kälte teilhaben.
Schreiend fiel Jariss aus seinen Händen und krümmte sich
auf dem steinernen Boden, unter den grausamen Augen
des Avatars der Dunkelheit. Aber mit einem Mal reute es
ihn, ihr so viel angetan zu haben und er hob sie auf, trug
sie zu einem Tisch und legte sie darauf. Jariss erwachte
aus der Qual und sah ihn an, so lange, dass Toshrak sich
schliesslich abwenden musste, denn er hatte in ihren
Gedanken gelesen: Mitleid und Sorge. Die Fäuste ballend,
schritt er davon, hieb gegen eine Säule und zerbrach sie,
Trümmer prasselten neben ihm zu Boden. Und da begriff
Toshrak, dass sein Gott ihm nur so viel Menschlichkeit
lassen würde, dass er für immer wegen seiner unerfüllten
Existenz leiden würde. Jariss war aufgestanden und auf
ihn zugewankt, sie fiel in seine Arme, als er sich herum-
drehte. „Herr, mir ging es nicht darum, Ansehen zu
erwerben…“, begann sie, aber Toshrak gebot ihr
Schweigen. Mit dem rechten Zeigefinger wischte er
Jariss die Tränen von der Wange, und blickte erstaunt,
als diese ihm die Haut verbrannten. Die Tränen einer
Frau sind ätzendes Gift, vor allem dann, wenn sie aus
dem Herzen heraus vergossen. Toshrak wandte seine
Macht an, um ihr alle Schwäche zu nehmen und befahl
ihr leise, zu gehen. Und als Jariss ihn ansah, ihm eine
zarte Hand auf die Wange legte, da wandte der Herrscher
des Bösen alle innere Kraft auf, um nicht vor Qual
aufzuschreien. Als die Assassinin die Halle verlassen
hatte, war es wieder still um Toshrak und er konnte
sich erholen.

Toshrak’s Call

Wenn ich mich erhebe, aus endlos großer Nacht, werdet ihr alle
erzittern, denn ich bin das Böse. Aus allen Universen, aus allen
Welten, aus allen Ländern und aus allen verderbten Herzen fließt
mir die Macht zu, die euch alle zerstören wird. Wo bleibt der Tapfere,
der sich mir entgegenstellt, wo die Armeen, die mich besiegen wollen?
Wo sind die Gerechten? Wo die Gläubigen? Wo die Märtyrer? Sie
sind alle längst tot. Und nicht einmal ich hatte das Vergnügen, sie
zu vernichten, denn in eurer Grausamkeit hieltet ihr allein den Dolch
in den Händen, um die zu erstechen, die eure Rettung hätten sein können.
Ich allein bin nur der, der erntet, was ihr gesät habt, und ich tue es mit
Vergnügen, denn ich weiß, wie gut ihr alle gearbeitet habt. Alle Tränen
der Unschuldigen sammle ich und trinke das Wasser der Leiden gierig
aus, all das Blut, rein und klar, schöpfe ich ab und verleibe es mir ein,
auf daß es mich nährt und kräftig macht. Verblaßt sind eure Tugenden,
tot eure Götter und vergessen eure Rituale, Gold und Macht sind eure
Götzen geworden, und da ich beides im Überfluß geben kann, werdet
ihr mir dienen, und auf ewig Treue schwören. Ziert ihr euch? So lange
schon habt ihr zu mir gebetet, und es nicht einmal bemerkt. Kommt
heraus, all ihr Gierigen, all ihr Selbstsüchtigen, all ihr Ungläubigen,
und kniet vor mir nieder, eurem wahren Gott, eurem lebendigen Gott.
So einfach ist es für mich, eure trägen, langsamen und bequemen Leiber
wie eine Herde zu steuern, ich nehme euch alle Verantwortung ab.
Wenn ihr das Herz eines Menschen brecht, oder der Liebe den letzten
Dolchstoß gebt, um sie zu verraten oder zu ermorden, dann schätzt euch
glücklich, denn ihr habt das Richtige getan. Wenn ihr stehlt, tut es in
meinem Namen, und ihr braucht euch nicht zu schämen, wenn ihr
mordet, beruft euch darauf, daß ich es befohlen habe, und ihr werdet
keine Schuld fühlen. Bin ich nicht voller Gnade, daß ich euch alle Bürde
nehme? Sagt mir eure Wünsche, so verdorben und schwarz sie auch sein
mögen, flüstert sie mir oder schreibt sie auf, wenn ihr euch nicht traut.
Ich werde sie erfüllen, und nichts dafür verlangen, als euren Gehorsam.
Bin ich nicht grosszügig? Verbreitet diesen Ruf in alle Lande, und
sammelt euch unter meinem Banner.

Toshrak’s Fate

In the deep dark Temple of the Blackstone Mountains kneels the mightiest Man of
Evil, Toshrak, the Warlord of Darkness. There, in gigantic silent blackened blood
smeared halls, surrounded by endless brooding silence, waits the Nemesis of Argelis.
O beautiful Toshrak, lover of women, you are humbled now in the Face of your God.
Because here, amidst the bones of the world, stands the great portal into nothingness,
from which the brutal gaze of Mhan Khoros comes into our world. And the silence
is broken with a thunderous roar, the voice of a god resounds from every wall.

TOSHRAK, MY SON, TOSHRAK, MY WARLORD

And only in whispering answer the once great warlord pays tribute to his master,
praying and repeating the unholy incantations of blackness.

TOSHRAK, HEAR ME WELL, TOSHRAK, OBEY MY WILL

The portal erupts, pure blackness pours into our world, clashing together in
waves above Toshrak, sinking with brutal force into him, hungry arms almost
ripping his flesh apart. The vilest soul is filled with viler evil still, a god
uses his power to infuse human flesh, and nearly, very nearly Toshrak would
have died, but no, not until Mhan Khoros has no more use for his vessel.
Full of Malice and Hatred, the voice is now in Toshraks mind, powerful and
strong, and this is what Toshrak, roaring in pain, blood streaming from his
eyes, hears:

O my beautiful Son, you have served me so well, but now, you must
serve me even better, end to all your amusing games, end to all who
worship you, destruction and death to everyone. go, my vessel, go
and kill all your slaves, instruments of your lust, go, kill all your
priests, mindless worshippers, weaklings and fools. I will tell you,
who can live, only the strongest are tools for our conquest. But
of all creatures I want to devour, I will feed upon you first, your
delicious soul, which I crave, is my first dinner upon returning
to Argelis. be honoured my beloved son, that you are the first of
my victims, and my everlasting present to you shall be immortality.
obey me, and rip the world to shreds in my name, colour the
oceans with innocent blood, and defile everything you can see.
send me millions of beings as sacrifice, sate my eternal hunger,
and then, maybe, I will not eat all of your soul…

After hours, Toshrak regains Consciousness, his face covered in his own
blood, his eyes hurting and his voice raw from mindless yells. Tortured,
he rises and slowly walks upward the great stairs, barely able to hold
himself up. But his power comes back fast, and as he passes the
gates into Blackstone Castle, where countless underlings wait, he is
again the mighty Warlord, with a smile of utmost terror. And while
his soldiers go from quarter to quarter in the castle, slaughtering
every slimy priest who was deemed too weak for the Great Black God,
Toshrak enters the halls of his Inner Sanctum, where all his women are
gathered. Toshrak does not smile, but instead draws his wicked
sword.

Sovalkon’s Way

your power will grow, no doubt
you will lead, others will follow
shining soul, light of hope

but your fate must change
you must fall, to rise again
one gate, you have to pass

they will catch you, you will lose
your might is limited, your power gone
the darkness laughs, Toshrak has won?

torture, pain, humiliation
i would spare you that fate
but it has to be, there is no other way

know this: i will never leave you
always be at your side
for i have promised, a long time ago

death will take you, sovalkon, my child
you will fall into the ocean of darkness
to the ground you sink, cold silence

there you will be alone, only omun’s gaze upon you
your flesh destroyed, your soul dormant
defeated, gone, forgotten?

see! my hand plunges into that ocean of nothingness
takes you, wakes you, brings your soul up
into the new dawn, the light, salvation!

to ilianq you go, with me, and stay there
an eternity of healing, remembering
and preparation

once you are back, the one who died and lives again
you will be truly my avatar
my instrument, my power, my law

bursting with soulfire, having seen what no other could see
you can lead my armies
for nothing evil throws at you, can defeat you

there is nothing to fear then
for undeath is a mockery of your limitless life
there is nothing to challenge you
for demonspawn cannot resist your burning justice

only one you will then face
the avatar of my enemy
and this will be your final battle
deciding the fate of argelis once more

Chamäleon Menschen

Ist das nicht furchtbar? Leute, die sich dauerhaft an jede soziale Umgebung
anpassen, die Farbe wechseln, ihre Überzeugung entweder angleichen oder
gar nicht ans Tageslicht bringen? Man würde meinen, ein solcher Mensch könnte
zwischen Hells Angels genau wie diese reden, auf nem katholischen Rentnertreff
dann wie jene. Oder im Fall einer männlichen Variante: der schlanken Frau
erzählt er, wie sehr er top-in-shape Frauen schätzt, der molligen Dame danach,
wie sehr ihn ein paar Pfund mehr auf den Rippen anmachen. Ein Pretender sonders-
gleichen, der mit seinen Überzeugungen hinterm Berg hält, ein taktisches
Verhältnis zu seinen Mitmenschen pflegt und allgemeine Toleranz für alles und
jeden predigt. Schlagtot-Argument ist der allseits so hochgelobte Individualismus,
wirklich auch jeder darf seine eigene Meinung haben (soweit noch okay), doch
eine Wertung sollte man sie nie, nie, nie erlauben (was für eine feine Lösung,
um gesellschaftskompatibel auch wirklich mit dem letzten Dödel noch Freundschaft
zu pflegen!). Der perfekte Altruist also?

Nö!

Man muss den Arsch in der Hose haben, eigenständig seine Überzeugungen auch gegen
Widerstand zu verteidigen. Man muss mit seinen Meinungen Farbe bekennen, sich
heraustrauen und echter Charakter sein. Jemand, der durchaus anecken kann, der
sich streitlustig zeigt, aber dennoch kein sturer Bock ist, dem andere Ansichten
gar nichts gelten. Einfach jemand sein, der feste Gedankengebäude hat, diese äußert
und sein Fähnchen nicht mit dem Wind dreht. Jemand, an dem man sich reiben kann,
der Impulse bringt, mit dem sich streiten lohnt, auf fairer, aber dennoch gerne
hitziger Basis! Und niemand redet davon, beratungsresistenter geistiger Ziegenbock
zu werden. Und in Punkto Toleranz ist es einfach schwer, anzunehmen, dass jeder
von uns ein dermassen großer Buddha ist, immer und überall maximal tolerant zu
denken, geschweigedenn zu handeln. Und wißt ihr was? Manchmal ist es durchaus
auch okay, intolerant zu sein: bei Gewalttaten, Verbrechen, Ungerechtigkeiten
gegenüber Schwachen!

Technisches Sparring?

Wie läßt sich fechterisches Können in sinnvoller Form ausüben oder demonstrieren?
Der Ansatz dabei sollte lauten, mit historischen Fechttechniken in kontrollierter
Wettkampfumgebung Punkte zu erzielen. Da jedoch ein “Freikampf” immer dynamisch
und streckenweit unberechenbar ist, könnte nur ein “technisches Sparring” mit
Wettkampfregeln die Lösung bedeuten. Dies wird für die allermeisten an
Kampfchoreographien gewöhnten Zuschauer wenig attraktiv wirken, dies ist aber
auch nicht der Fokus.
Technisches Sparring kann aus mehreren Waffengängen bestehen, in denen die Kontrahenten
mittels einer historischen Fechttechnik einen deutlichen Punkt, als Wirkungstreffer,
erzielen sollen. Da wir alle nicht in kompletter Vollplatte herumlaufen, muß die
Schutzkleidung entsprechend wirkungsvoll sein, man denke an Fechtmaske plus Eishockey-
Schutz oder authentischer eben Gambeson mit Protektoren drunter. Dazu bietet sich
als Sparringswaffe eine Fechtfeder an, die stichflexibler und schlagschwächer ist
als ein normaler Anderthalbhänder.
Doppeltreffer sollten erlaubt sein und passieren sowieso schon häufig. Insgesamt kann
auch gewisses Rumgefuchtel nicht vermieden werden, je nachdem wie fortgeschritten die
Fechter sind.

Vorstufe eines solchen technischen Sparrings kann auch gerne das Parade-Riposte Spiel
sein, in welchem die Fechter Schlag mit Parade beantworten, in einer endlos langen
Schleife, und angehalten sind, immer neue Fechtfiguren anzuwenden.

Mein Vorschlag für Ausrüstung – technisches Sparring:

Historisch authentischer Schutz ist ungleich teurer, wenn er sicher wirken soll
und gleichzeitig noch medieval looks hat. Daher sehe ich anfangs nur den Sinn
in modernem Equipment.

Kopf/Hals:
Fecht(meister)maske 1600N mit Hinterkopfschutz
Wattierte Bundhaube
Sturmhaube aus Seide
Eishockey Goalie (!) Halsschutz
Schulter/Torso:
Eishockey Schulterpanzer (Problem: Schutz der Bauchregion) oder
Lederweste von Allstar
Fecht-Plastron von Allstar (Problem: Lücken an den Achseln, Halsregion)
guter, ausreichend gepolsterter Gambeson (Problem: teuer)
Arme/Hände:
Eishockey Armschützer oder
Escrima-Armschoner (Problem: Schutz des Ellenbogengelenks)
Lacrosse Handschuhe (Problem: Schutz der Fingergelenke) oder
Kendo-Kote (Problem: Handgelenksbeweglichkeit für einige Techniken)
Unterleib/Beine:
Eishockey Hose mit Tiefschutz oder nur Tiefschutz mit Oberschenkel/Knieprotektoren
Eishockey Beinschienen

Eine möglichst sichere Kombinationsmöglichkeit von Schutzausrüstung für Torso und
Extremitäten wäre ein guter, ausreichend gepolsterter Gambeson bis einige Zentimeter
über die Knie, dazu Ellenbogenprotektoren, Knieprotektoren, Tiefschutz. Bezüglich
Kopf sind die Möglichkeiten des Schutzes fester und einfacher definiert, allein
bezüglich des Hinterkopfschutzes von Allstar besteht noch die Gefahr eines seitlichen
Halseinstiches, wenn der Fechter seinen Kopf beim Treffer unglücklich bewegt, hier
kann mittels Polsterung oder dem ausreichend großen Eishockey-Goalie-Halsschutz, der
um den ganzen Hals angelegt wird, Abhilfe geschaffen werden.

Fechtfeder (Die Hanwei 2.0 Fechtfedern sind zwar metallurgisch verbessert, also nicht
mehr so hyperflexible “Peitschen” wie die erste Generation, überzeugen mich aber nicht
von der Verarbeitungsqualität. Ich sehe nur die Fechtfedern von Ensifer oder vielleicht
die neuen Pavel Moc Federn als überzeugend an, was Haltbarkeit und Qualität angeht.)

Update: Ich habe mir selbst eine Fechtfeder von Regenyei Armory bestellt und finde
diese wirklich tauglich; ich habe die steifere Variante geordert, muss also mit
Stichen nach wie vor vorsichtiger sein. Dennoch überzeugt mich Qualität und Verarbeitung
vollends. Und das zu einem fairen Preis mit schneller Lieferung.

(Eishockey/Lacrosse Equipment hat manchmal den Nachteil sehr klobig zu sein, sicher taugen
auch Protektoren aus der Sicherheitsbranche. Einiges aus dem modernen Fechtbedarf, wie etwa
Masken und ganz besonders Fechtwesten mit elastischen Protektoren, sind ebenso ein
guter Kompromiß. Ein guter Gambeson wird authentischer das Gleiche leisten.)

Sovalkon

most unlikely of humans
strong heart, pure soul
you have been chosen

come and see the glory of the light
feel its everlasting power
ready yourself and prepare

ilianq awaits, and immortal eyes
burning, searching, judging
i am sure you will prevail

the will of the one god dictates
you are the vessel we seek
rise above your mortality

share the suffering of the weak
hear the cries of the dying
feel the terror of the fearful

stand against the storm
rise with pride and power
behind you the army of creation

all hail, sovalkon
lord and leader
hope and future of argelis

Radu Mircea

“Mircea, ist das jetzt dein neuer Name?”, sagte die Stimme aus der Dunkelheit spöttisch,
durchschnitt die Stille des muffig schwarzen Raums.

“Ja, und nun verschwinde.”, antwortete der Mann krächzend und zornig, am Tisch sitzend,
mit dem Rücken zur Stimme. Seine hagere Form war eingesunken, seine spindeldürren Finger
mit langen, braunen Nägeln lagen schweigend auf der Tischfläche. Alt war Radu, dünnes,
weißes Haarumrahmte ein eingefallenes, mageres Gesicht mit tiefliegenden Augen.

“Willst du mir nicht Ehre erweisen und mich willkommen heißen, nach alter Tradition?”,
schmunzelte es aus der Dunkelheit mit kraftvoll jugendlicher Stimme, die aber nicht
freundlich klingen wollte, eher provokativ, bösartig ätzend.

“Nein. Die Zeiten haben sich geändert. Hau ab, oder…”, klang es drohend vom Sitzenden.
Entschieden sprach Radu Mircea, legte Drohung in seine Worte, zwischen schmalen,
zusammengekniffenen Lippen entwich die Sprache fast wie ein Zischen.

“Oder…? Ich glaube, du hast nichts, mit dem du mir drohen kannst. Früher einmal, ja,
aber nun… sieh dich doch an.”, entgegnete der tiefe schwarze Schatten am Ende des Raums.

“Du weißt von allen am besten, daß ich abgeschworen habe. Ich habe mit euch nichts mehr
gemein. Laßt mir meine Ruhe.”, antwortete Radu Mircea und ballte seine rechte Hand zur
Faust. Die schmutzig braunen Fingernägel bohrten sich in Radus ledrige, aschfahle Haut,
aber es kam kein Blut.

“Ich habe lange gebraucht, um dich zu finden. Und was ich hier vor mir sehe, ist ein alter
Mann, Schatten seines früheren Selbst. Du bist ein jämmerliches Überbleibsel geworden,
schwach und armselig.”, entgegnete die Stimme zornig aus der Dunkelheit. Richtige Wut,
ein unglückseliger, maßlos überzogener Stolz, aus dem sprach, dass die wahren Herren
der Welt niemals krank, alt und schwach auszusehen hatten.

Mircea seufzte. “Wenn dem so ist, wieso befaßt du dich noch mit mir? Laß mich in Ruhe
und verschwinde. Du und die Deinen haben wahrlich andere und wichtigere Dinge zu tun.”
Eine schwere Last drückte Radu die Schultern nieder, sein Widerstand verwandelte sich
in ausweichende Rückzugsgefechte. Erfahrung eines zu langen Lebens sah die
Bedeutungslosigkeit erneuter Rangkämpfe.

Henry trat aus den Schatten. “Ich will, daß du zu uns allen zurück kommst. Nimm an
unseren wichtigen Unternehmungen teil. Kämpfe mit uns und siege. So wie früher.”
Aus dem Schatten trat der junge Adonis, geschmeidig, gefährlich und schön. Das
Gegenteil von Radu Mircea, oder vielleicht sein Ebenbild aus jüngeren Jahren.
Blondes Haar umrahmte ein zu perfektes Gesicht mit Adleraugen, volle rote Lippen
und starke Hände verkörperten alles, was an den angeblichen Herren der Welt so
anziehend war.

Mircea schloß die rotgeäderten Augen, dann sagte er langsam: “Ein alter Mann wie
ich kann euch nicht viel helfen. Und ich will es auch nicht, seit dem Tag, an dem
ich abgeschworen habe.” Der alte Mann verbarg sich mit seinen Worten, er machte
sich klein, alt und schwach. Aber seine dürren Klauen pressten sich so stark an
die Ränder des schweren Eichentisches, dass dieser ächzte.

Henry schlug wütend und blitzschnell gegen die Wand, der Putz bröckelte, Staub
wirbelte auf. Schmerz empfand er keinen. Nur Wut. “Du weißt genau, wer du wirklich
bist und was du sein kannst. Leg diese Maske ab und erstreite deinen einstigen
Rang unter uns! Du bist … ”

Mircea unterbrach ihn mit einem Wink seiner alten, grauen Hand und drehte sich
herum. Er blickte schnell auf das Loch in der Wand, fixierte dann furchtlos sein
aggressives Gegenüber. Langsam und betont erwiderte er: “Ich bin nichts weiter
als Radu Mircea.”

Henrys Blick fiel auf den schweren goldenen Ring, den Mircea trug. Er wollte
spotten, aber seinen Zorn trug vielmehr eine Weile des Drohens. “Oder bist du
nun Menschenfreund geworden? Du scheinst dich ja gut mit deinen Nachbarn zu
verstehen. Vielleicht sollte ich sie einmal darauf hinweisen, wer du wirklich
bist. Oder sie töten?”

Radu Mircea sagte nichts und schloß die Augen. Im nächsten Augenblick stand er
hinter Henry und hatte seine Hand an dessen Kehle, die langen harten Fingernägel
in die Haut eingegraben. Erstaunt zischte Henry, bewegungslos, die Augen
schreckweit geöffnet.

“Endlich zeigt der Löwe seine Zähne!”, keuchte Henry überrascht und triumphierend.
“Ihr seid so schnell, wie Ihr es immer wart.”

Mircea ließ ihn los. ließ ihn fast fallen und ging langsam zum Fenster.
“Bewunderung von deinesgleichen bedeutet mir nichts. Und die alten Reden noch weniger.
Alles, was du bewunderst, ist tot und begraben. Und was noch lebt, auf welche Art
auch immer, ist verflucht.”

Henry rieb sich den Hals, verunziert von Krallenwunden. Sie schloßen sich bereits
wieder. “Nicht nur Menschenfreund, sondern auch leidender Heiliger. Ihr habt einen
famosen Abstieg hinter euch, mein Lord.”

Mircea erwiderte gelassen: “Vielleicht hast du ihn noch vor dir, Henry. Du weißt,
was aus Erzebeta wurde. Und aus denen, die wie Tiere hausten.”

Henry lachte. “Sollte es dazu kommen, mein Lord, so habt Ihr vor allen anderen die
Ehre, mir den endgültigen Tod zu gewähren. So wie Ihr dieses Geschenk so
bereitwillig Erzebeta zuteil werden ließet.”

Mirceas Augen funkelten gefährlich im dunklen Zimmer. Er schien größer geworden zu
sein, eine noch tiefere Schwärze als die Dunkelheit im Zimmer. “Vorsicht, Henry,”
grollte er gefährlich. “du wagst zuviel.”

Henry wandte sich plötzlich ab und schwieg.

Radu Mircea sah aus dem Fenster in die dunkle Nacht hinein, Polizei fuhr vorbei,
Blaulicht streifte seine alten, strengen und harten Gesichtszüge. Er sah auf seine
Hände, die nicht zitterten, stark und schnell waren, aber aussahen, als gehörten
sie einem Achtzigjährigen.

“Du verschwendest deine Zeit, Henry.”, sagte Mircea schließlich. “Ich werden nie
wieder euch allen angehören. Laß mir meinen Frieden.”

Henry wandte sich dem alten Mann zu. “Du weißt nicht, was alles geschieht. Man wird
zu dir kommen und dich angreifen. Die Welt hat sich bereits verändert. Sie werden
dich jagen und töten wollen. Niemand wird dir dann beistehen.”

“Der mächtige Lord aus alten Tagen braucht keinen Beistand.”, erwiderte Mircea
zynisch. “Er wird sich allen stellen und sie besiegen. Oder in einer gloriosen
Schlacht untergehen.”

Henry schüttelte den Kopf. “Wie es dein Wunsch ist. Ich werde den anderen nichts
von dir berichten. Ich sage einfach, ich hätte dich nie gefunden. Du wirst am
Ende deiner Zeit alleine sterben.”

Radu Mircea nickte. “Ja, das werde ich.”

Henry verschwand, so schnell, wie er gekommen war. Der alte Mann setzte sich
wieder und starrte in die Dunkelheit.

Khosari anora

The Litany of Suffering
 
my soul is bleeding, my heart is shattered
my light is gone, my faith is dying
I sink to my knees, having lost every battle
I cry in vain salty tears
I call for help, but nobody hears me
tired and forgotten
lost and grey
I am nothing, I am a shadow
illusions of might, treacherous lie
I was never strong, never a knight
it hurts so much, deep in my soul
stop the pain, please, stop the pain
I suffer so much, why, god, have you chosen me?
I fall, stand up and fall again
every day I die a bit more
until nothing is left, until I am extinguished from
the uncaring world
cautious were my attempts to make friends
I was rejected, my desperate calls for help unheard
defeated, destroyed, betrayed
one human cannot bear so much
nothing evil did I ever intend
no dark deeds have I committed
pure is my soul, yes, vulnerable and tender
that is why I have to suffer, to be tormented by darkness
I cling to the shining light, I will always be faithful to my god
where are you, now, that I need you, great Lord?
please, I need help right now, desperation eats away my life
alone, alone, so cursed and damned
all because of ugliness, all because nobody ever supported me
it is not fair, it is not justice, it is not right
all that I ever wanted was to be a human