Drakkhon spricht

Im Herzen meiner Welt, die für alle den Namen Argelis trägt, ruhe ich
seit  unendlicher Zeit, der Name meines Selbst ist Drakkhon, Vater
und Herrscher aller Drachen, meiner Kinder, auf der Welt. Ich wurde
beauftragt, vom Schöpfer, nach dem ersten Bruch der Welt, den alle
vergessen haben, bis auf mich, zu bewahren, was erschaffen wurde,
damit niemals wieder geschieht, was geschehen war, von langer Zeit.
Gut und Böse sind eins in mir, weise muß ich sein, beide im Zaum zu
halten, für das Wohl der Völker und ihr Fortbestehen. Auf der einen
Seite steht der Gott des Lichts, mit seinen unnachgiebigen Augen,
den man Luxon oder auch Anjhuri nennt, seine gewaltige Faust bereit,
alles zu vernichten, was schwarz ist. Der Ansturm seiner Macht
erschüttert meinen alten Geist ebensosehr wie das Drängen und Flüstern
des schwarzen Gottes, des Herrn der Nacht, des Mhan Khoros, dessen
Stachel die Welt verletzte vor so langer Zeit. Die Wogen der Schwärze,
die versuchen, den Widerstand zu brechen, die mich dazu verlocken
wollen, mein Volk auf die Seite des Bösen zu stellen, die Macht, die
Mhan Khoros mir verspricht, und die Erlösung von meiner ewigen
Wacht im Zentrum und Herzen meiner Welt. Nichts dergleichen soll
geschehen, allein die Allmacht des Schöpfers, bestehend aus Gut,
Böse und mir, der ich die Balance verkörpere, ist die endgültige
Wahrheit. O meine Kinder, die Drachen, welch schwierigen Weg
werdet ihr haben, da ihr zu mir schaut, und wissen wollt, was mein
Ratschluß ist und ich schweigen muß. O mein einziger Sohn, nach so
vielen tausenden Jahren, der Einzige, der mir nachfolgen kann, Sohn
einer Sterblichen, deren Name No’iali ist, der Träger des schwersten
Erbes, meiner Macht. Ratschluß des Schöpfers, daß der ewige Drache
fühlen soll, wie es ist, sterblich zu sein, denn alles, was mein Sohn
denkt und fühlt und ist und tut, das spüre ich auch, das bin ich auch
und das tue ich auch. O Thor’akkon, mein geliebter Sohn, sei erfüllt
vom Stolz, und der Kraft aller Drachen von Argelis! Ich habe Erbarmen
mit den sterblichen Völkern, aber meine anderen Kinder, die Drachen,
sind voller Zorn. Immer, wenn die Zeit des Krieges naht, immer, wenn
die Welt und auch ich in Schmerzen liegen, dann steige ich hinauf, und
muß meine Schwingen entfalten, hülle Argelis ein, und ertrage, was
Gut und Böse tun, in ihrem ewigen, nie enden wollenden Krieg, der
dem Land Wunden schlägt, und unzählige Leben kostet. Alle tausend
Jahre einmal, versinke ich mit meiner Welt im Chaos, und alleine
muß ich diese Bürde tragen, bis es dem Schöpfer gefällt, mich endlich
ruhen zu lassen. Der geheiligte Name der Allheit ist Valakirya, in
dem das Gute, das Böse und der ewige Drache sich vereinen, und dies
ist der Schöpfer, dessen Willen Argelis formt.

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About sovalkon

I am the Grey Knight.

Posted on January 28, 2012, in Fantasy and tagged . Bookmark the permalink. 1 Comment.

  1. Wirklich Nice! Gefaellt mir! Wo ist denn der Facebook-Like-Button?

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