Sonne und Mond von Toril

Die Sonne und der Mond von Toril

Da war die Sonne und sie regierte weise den ganzen Tag über. Da war auch
die Nacht mit dem Mond, der die Pfade erleuchtete und vor dem Bösen
schützte. Beide waren sie zufrieden, denn beide teilten sie sich ihre Herrschaft
zu gleichen Teilen. Und die Welt badete im Licht der Sonne und des Mondes.
Die Welt, die Sonne, der Mond, sie waren eins, Anfang, Mitte und Ende. Aber
eines Tages sagte die Sonne, aufgestachelt durch die, die Böses in ihren Herzen
hatten: „Mond! Du schützt uns nicht vor den Kreaturen, die in deiner Sphäre,
der Nacht, immer wieder die Bewohner der Welt plagen!“ Aber der Mond
verneinte das, wurde zornig und beschuldigte die Sonne, mit ihren unablässigen
Strahlen die Welt zu verbrennen. „Und sieh nur, Sonne,“, sagte der Mond, „
auch in deiner Sphäre geht das Böse um, es blinzelt dir frech ins Angesicht!“
Da war Schweigen, denn die Welt sagte nichts. Von nun an mehrte sich der
Groll auf beiden Seiten, und nur Schlimmes wurde gesagt, wenn sich an der
Tageswende zur Nacht Sonne und Mond sahen. Der Mond lieh sein Ohr den
bösen Stimmen und auch er wurde nun nicht müde, die Sonne insgeheim zu
beschuldigen. Ein Krieg würde geschehen, das wußte die Welt. Die Einheit
würde sterben, genau wie die Bewohner der Welt.
Die Sonne rüstete schon ihre Truppen, zwang die, die nicht kämpfen
wollten, unter ihr Banner. Stolz waren die Heerführer, arrogant und blutdürstig.
Der Mond zog seine eigene Armee heran, um nichts stand sie der Sonne nach.
Lord der Sonne, nannte sich der Befehlshaber der Sonnenstreitmacht, genau
wie sich die Kommandeurin der Mondarmee Lady des Mondes nannte. Sie
liebten sich nicht, sie hassten sich bis auf das Blut. Und wenn ich euch nun
sage, dass Menschen den Krieg führten, so wird das nur ein schlimmes Licht
auf die werfen, die sich Menschen nennen müssen in dieser Zeit. Mond traf
auf Sonne und ein schreckliches Gemetzel begann. Die Welt weinte, unablässig,
bis sich ihre Tränen mit dem Blut der Gefallenen vermischten. So schlachteten
sich Bruder und Schwester dahin, bis niemand mehr übrig war. Und nachdem
die Welt leergefegt war, auch durch die Hilfe derer, die als Plage der Welten
bekannt sind, da starb auch die Welt, denn sie hatte keinen Lebenszweck mehr.

Im Reich der Dunkelheit, wo niemals Mond oder Sonne scheinen werden, da
schweigen sich die Toten nun an, die ehemals auf der Welt lebten. Sie wissen
nun um ihre Fehler, manchen bereuen, andere nicht. Aber ungeschehen wird
ihr Schicksal nicht, denn Omun gestattet es niemals. Und als Richter hat er
sie verurteilt, über ihre Sünden zu Gericht gesessen. Zornig war Omun,
unnachgiebig, denn er hatte gesehen, wie sich ehemals Brüder erbarmunglos
bekriegt hatten. Nur die Welt, gestorben und tot, sie rief Erbarmen in dem
Herrscher der Toten hervor. Ihre Klage hörte er an, und nur um ihretwillen
wird er Gnade walten lassen, denn auch die gnädige Stimme des Lebens
haucht in sein Ohr aus Jurashas lieblichem Mund. Die Welt soll leben, aber
diejenigen, die so dumm waren, nur für ihren Haß unterzugehen, die dürfen
niemals mehr zurückkehren. Allenfalls Werkzeuge können sie sein, um einen
geringen Teil ihrer Schuld zu begleichen.

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I am the Grey Knight.

Posted on February 9, 2012, in Fantasy and tagged . Bookmark the permalink. Leave a comment.

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