Monthly Archives: June 2012

Caleris

In a dark moonless Night, Caleris sought out Sovalkon in the Woods
where he stood motionless for Hours. He knew she was coming, just
as he was aware of all Beings, his Mind had grown and the Power of
a God infused him.

Caleris approached Sovalkon from behind and gently laid a Hand
upon his Shoulder. He didnt move at first, but turned around then,
gazed into her Eyes. For an endless Moment there were no Words but his
Finger, trailing her Chin, and his Eyes looking into hers, until
she averted her Gaze, not being able to bear his Presence.

There was a long Silence and Caleris dared not look into the Eyes
of Sovalkon again. His Aura and his otherworldy Complexion reminded
her that the Love of her Past had gone. Words seemed not necessary,
while Sovalkon touched her Shoulders and embraced her gently. It
was like an Excuse, an Explanation, that Sovalkon’s Heart was now
far away, not anymore concerned with her, at the Command of a God.

Caleris cried for a long Time, while Sovalkon held her, his Face
an Expression of cold Stone against the Darkness. He felt her Sadness,
her Defeat, her destroyed Hope, that he would return as her Lover again.
Evil smiles now, Sovalkon thought, for he knew Toshrak saw this and
Caleris would be a Target for him to attack.

Sovalkons Love had been forbidden, in his mortal Life, he had to serve
his God, and not love a Woman, Creed of a Paladin. But there was
Caleris, her Lure was great, her Love was true, and so Sovalkon fell,
and in a Night, not unlike this one, they sealed a Pact, of Lust and
Love, gentle and wild. Sovalkon left her, with the Promise to be back,
but then, his God called, he died and came back, and all Mortality
is now a Dream of the Past.

Caleris finally looked up. “Do you love me? Do you recognize me?”,
she asked, while Sovalkon closed his Eyes and held her tight. There
was no Answer from his God now, only total Silence, and the Avatar
of Light was alone with his Responsibility. There was Love still,
but Love for all Beings, and Caleris held a special Place in his Heart
but it wasnt the Love a mortal Man could give her.

“I am different now. But I know of our Past.”, was all he managed.
Caleris slapped his Face, wrestled free of his Embrace and turned
away. In the Distance Wolves howled, and Toshrak laughed. Sovalkon
tried to get near her, but she drew her Sword and pointed it at
his Heart. “I know I cannot kill you anymore, Avatar, but I’ll try
if you get your immortal Hands on me again!”, she hissed. Sovalkon
sighed and halted. He felt Grief, and Pain, his own and hers, and
remembered the Love of his mortal Self, how they spent some Nights
together, in Warmth, and Silence, and Security.

” I remember it all, Caleris. I am not dead inside. But it is so
distant, so strange, I am lost, cannot describe it, I have changed
so much you wouldnt believe. But I am sorry, so endlessly sorry.
I didnt want to abandon you, but Fate, my Faith, you know of it,
when my God called I had to answer, there was no Choice.”, Sovalkon
said and gripped the Blade with his Hand, there was Pain, but no
Blood.

Caleris sheathed her Blade, freed it violently from his Grasp.
The Wound in his Hand closed quickly. She looked into his Eyes, full
of Anger, Hatred and cursed him. “You always loved your God more
than me. Is this how you repay my Feelings? You immortal Idiot!
Would your God be of the Light he would have saved our Love. This
uncaring and cruel Deity is just the same as his Counterpart!”

Caleris spat onto the Ground, ran to her Horse, and rode away.
Not once did she look back. And Sovalkon Shadizar, Avatar of the
Light, once Paladin of the God of Light, remained in the Night,
silent and broken.

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Graues Land

ritter im grauen land
an der knorrigen eiche
ohne rüstung und waffen
ruhend, aber nicht schlafend

dieses land gewährt frieden
abseits von krieg und hass
aber es verlangt einsamkeit
und einkehr in sich selbst

keiner mag den weg finden
dieses land ist fern und weit
verborgen und versteckt
kann nur einer es finden

träume wandeln im nebel
sprechen in fremden sprachen
manche künden von ewiger liebe
andere von erfülltem leben

der ritter hört sie an, geduldig
und mit geschlossenen augen,
hier werden geister nur weisheit
sprechen, ohne lug oder trug

irgendwann wird es wieder zeit,
rüstung und schwert rufen,
die ruhe ist vorbei und andere
länder warten, der stete kampf
geht weiter.

Welcome to the Afterlife

Es wird nicht mehr lange dauern, bis du tot bist. Die Qualen bis dorthin werden
unerträglich sein, Hitze, Kälte, als ob dir Klauen die Eingeweide herausreissen.
Und am Schlimmsten wird es sein, wenn du spürst, wie dein Herz stillsteht,
es aufhört, zu schlagen und du langsam in totale Dunkelheit abgleitest. Wie eine
Ewigkeit wird es dir vorkommen. Glaub mir, wenn ich sage, dass der Tod nur eine
Tür ist, aber DIR wird sie vor der Nase zugeschlagen werden.

Falls du aufwachst, wenn du den Schock des Sterbens hinter dir hast, und bete zu
allen Götter, dass man gnädig sein wird und du NICHT mehr zurückkommst, bist du
einer von uns. Vielleicht wirst du wahnsinnig, dann bist du nicht mehr als ein
Tier, vielleicht aber bist du dir voll bewußt, was du geworden bist, das
ist dann die weitaus schlimmere Strafe. Du wirst aufstehen, du wirst dich im
Spiegel betrachten und du wirst anfangs keinen großen Unterschied feststellen,
die Haut ein wenig blaßer, die Augen nicht so glänzend wie zuvor, und, oh,
keinerlei Körperfunktionen, die du wahrnehmen kannst, weder Atmung noch Herz-
schlag. Das allein treibt einige dann später in die Verzweiflung, aber stell
dir mal einen Toten vor, der Selbstmord begehen will. Lachhaft.

Hab ich vorhin was von nem Spiegel gesagt? Oh ja, wir haben Spiegelbilder, zumindest
am Anfang, später, je mehr die Veränderung beginnt, verwischt es, als hätten wir
eine düstere, grauschleirige Aura um uns herum? Ist es ne beschissene Art von
Magie oder sind wir dunkle Materie Magneten? Ich bin weder abergläubisch, noch
ein verdammter Raketenwissenschaftler. Was noch geschieht? Dir werden alle Haare
ausfallen. Nie mehr rasieren, ist doch schick, nicht? Du spekulierst auf funky
Reißzähne? Vergiss es. Sowohl Zähne als auch Fingernägel werden robuster,
gekrümmt, spitz, scharf, du wirst zu der hässlichen Ausgabe eines Raubtiers
mutieren, mein Freund. Kein verdammter Schönling bist du, und Frauen wirst du
auch keine mehr flachlegen. Deine Sinne schärfen sich, Tageslicht tut dir weh,
Weihwasser jedoch nicht. Aber eins ist seltsam: Menschen mit starkem Glauben,
Leute, die irgendwie stark im Innersten sind, denen kannst du nicht zu nahe
kommen. Also sind wir doch irgendwelche verfickte magische Monstren? Was weiß
ich.

Der Hunger! Dachtest du, es ginge ohne diesen? Blut wirst du als einzige Nahrung
nehmen, saug ne Ratte aus, ja, toll, aber Menschen sind besser, und glaub mir,
du wirst Menschenblut am meisten wollen, es ist wie eine Droge, und du bist der
krasseste Junkie, den es gibt. Am Anfang denkst du vielleicht, niemanden
umbringen zu wollen, dann wirds dir scheißegal. Ich habe Blutorgien gesehen,
da mußte sogar ich wegschauen. Du findest solche Gedanken geil? Bitte, niemand
hält dich auf. Aber rechne damit, dass irgendjemand, und sei es auch nur ein
Konkurrent um das Futter, dir auf die Füße tritt, denn …. ja, du kannst noch
krepieren. Und dann wars das für immer. Wieviele sind schon an ihrer eigenen
Überschätzung draufgegangen? Und wieviele sind den Vernichtungskommandos in
die Hände gefallen? Dachtest du, wir hätten keine Feinde? Ha!

Aber paß auf. Einige von uns bemühen sich um ein Leben, ein Unleben, das
anders ist. Es wird die Hölle für dich, wenn du unsere Regeln befolgst. Und
du wirst lernen, zu leiden, denn der Hunger quält dich. Aber wir erkaufen uns
Freiheit vom Zwang, üben Disziplin und gewinnen an Stärke. Wir haben einen
Ethos, wir haben auch einen Glauben, und wir jagen all jene, die uns unser
Schicksal streitig machen. Wir wollen keine Tiere sein, unsere Existenz
ergründen, und menschenwürdig leben. Dummes, ideologisches Geschwätz?
Vielleicht. Geh raus, stille deinen Hunger, und wenn du genug davon hast,
eine Bestie zu sein, komm wieder zu mir. Ich kann dir helfen.