Der Pakt des Bösen

Wie unterzeichnet man den Pakt des Bösen, um in der Welt, wie wir sie
kennen, erfolgreich zu sein? Geht man fix zu Beelzebub und setzt seine
Unterschrift in Blut auf ein Dokument aus Menschenhaut, verkauft seine
Seele in sinistrer Art? Oder ist das ganze wesentlich anti-diabolischer
und weitaus kapitalistisch lifestyliger?

Der Pakt des Bösen besteht wohl zu einem Großteil aus Anpassung an
gesellschaftliche Normen, nachzulesen in diversen Männer- oder Frauen-
zeitschriften, jeden Tag vorgelebt in den Medien durch mehr oder weniger
mit Intelligenz gesegnete A-, B- oder C-Promis. Beinflußend wirkt auch
das eigene Umfeld, sei es Upper Class, Middle Class oder Low Ghetto
Class. Je nachdem, in welcher sozialen Kaste man sich befindet,
verschieben sich die Normen in Richtung einfacher Primitivität. Zählt
in der Low Ghetto Class das Recht des Stärkeren mittels brutaler Gewalt,
ist die Upper Class von einem anderen, feiner raffinierten Sozial-
darwinismus geprägt, der mittels politischer, sozialer und vor allem
finanzieller Macht Gewalt ausübt.

Was sind also die gesellschaftlichen Normen, der Pakt des Bösen, den man
unterschreiben muss, um sein (vermeintliches) Lebensglück zu erhalten?
Zuerst schauen wir auf den eigenen Körper, der in einer Welt, die nur aus
Visuellem besteht, als erstes ins Auge fällt. Schönheitsideale müssen
beachtet werden, Sport ist Instrument zum Erreichen dieser. Das Schöne
und Attraktive wird durch die Medien und deren Macher, sowie die
gesellschaftliche Spitze bestimmt. Danach schauen wir auf das Credo der
kapitalistischen Welt: mehr Geld ist immer gut. Geld wird durch einen
entsprechenden prestigeträchtigen Job erworben, in der Upper Class ist
sowohl die Art des Jobs als auch dessen Entlohnung wichtig, in der Low
Ghetto Class ist der Job nachrangig, gerne auch kriminell gefärbt,
wichtiger das Geld, das erworben/ausgegeben werden kann. Geld führt zu
Statussymbolen, Macht und allem anderen. Unter Sozialprestige will ich
schurkischerweise alles subsummiert haben, was in der modernen Gesellschaft
unter menschlicher Interaktion fällt. Beziehungen sind wertvoll, wenn
sie den eigenen Status erhöhen und die eigenen Bedürfnisse adäquat
befriedigen, dies gilt ebenso für Partnerschaften. Spezifisch die
potentielle Lebensabschnittspartner(in) ist Sozialprestige, wenn sie mit
ihren äußeren, weniger wohl inneren Eigenschaften andere beeindrucken
kann.

Jeder muss sich selbst fragen, ob er den Pakt des Bösen unterschreibt
oder anderen Idealen treu bleibt. Sicherlich wird die Mehrzahl der
Menschen diesen Pakt schafstreu unterschreiben, da er nach festen Regeln
sowohl soziale Akzeptanz als auch Lebensglück verheißt. Wer sich gegen
solche Pakte stellt, sich wehrt, idealistisch handelt, wird es schwerer
haben. Doch dies ist eine Herausforderung, die man als ethischer Mensch
sehr gerne annehmen kann! Und man muss sich gewahr werden, dass es
ähnlich denkende Menschen gibt, Freidenker und Idealisten, die ebenso
ablehnen, dass moderne Gesellschaften zum Großteil den Pakt des
Bösen propagieren.

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I am the Grey Knight.

Posted on July 16, 2012, in Blaschanek Blogovsky. Bookmark the permalink. Leave a comment.

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