Blödsinn (nicht nur) als Kunstform?

Sicherlich nicht die neuste aller Ideen, aber doch mal bedenkenswert: was,
wenn wir den Anti-Sinn, den Blöd-Sinn, zur Kunstform erheben und kultivieren?
(Und bitte auch weitab der Kunst im Alltagsleben erforschen und praktizieren?!)
Als leuchtend rotes Warnzeichen gegen die kausalistisch-kapitalistische
Zwangsnorm des “Alles muß einen Nutzen haben”-Gedankengifts? Oder haben wir
alle Angst, etwas vermeintlich Sinnloses zu tun? (Das vielleicht doch Sinn hat?
Gibt es überhaupt etwas, das wirklich grundlegend sinnlos ist? Dürfen wir uns
als endlich finite Lebensformen herausnehmen, zu bestimmen, was Sinn hat und
was nicht?)

Ich rufe hiermit jeden auf, der diesen Blogpost liest, sich 3x um die eigene
Achse zu drehen und laut zu rufen: ” Hugga Hugga Waggalaruh!”

Macht man sich damit lächerlich, vor sich selbst, oder schlimmer noch, vor anderen?
Ist diese Handlung absolut sinnlos, lächerlich, kindisch, albern und unreif?
Verstehen wir diese Handlung keinesfalls, haben nur ein gedankenleeres “Hä?” im
Kopf und können weder Fantasie noch Freigeist aktivieren, um einfach mitzumachen,
statt endlos den Nutzen oder den Sinn zu diskutieren? Haben wir den Schild der
Rationalität und Wissenschaft aktiviert, ein undurchdringliches Energiefeld
bekannter und zahlenbestätigter Wahrheiten, die uns vor derart Widersinnigem
schützt?

Macht euch mal locker! möchte man in die Gesellschaft der anonymen
Dutzendgesichter rufen, die täglich gefangen in zombiehafter Suche nach Zahlen,
Fakten, Sinn, Ratio dahinschlurfen. Ist es nicht absolut befreiend, etwas
Sinnloses, Absurdes zu tun, ohne sich zu rechtfertigen, ohne sich zu erklären,
und dabei auf andere zu treffen, die einfach mitmachen, wortreich oder wortlos.
Und das alles ohne eine wirtschaftliche Kosten-Nutzenrechnung oder Beweistraktat
für wissenschaftlich korrekte Zitierweise? quod erat egalurandum!

Erfindet Witzig-Sinnloses, das keinem anderen schadet. Macht es einfach und
konfrontiert die anderen damit! Beobachtet euch dabei, die anderen, vielleicht
ist das alles nichts weiter als die Betätigung eines emotionalen Freiheitsventils.
Und wenn schon, wir könnens vertragen! Krieg der Ernsthaftigkeit!

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About sovalkon

I am the Grey Knight.

Posted on June 29, 2013, in Art and tagged , , , . Bookmark the permalink. Leave a comment.

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