Codex Stephanus – Historical Fencing Manual

Eine der sensationellsten Entdeckungen im Bereich des Historischen Fechtens
ist der sogenannte Codex Stephanus, 2013 nahe Karlsruhe in einer alten Gruft
aufgefunden, restauriert und der Öffentlichkeit nun exklusiv auf diesem Blog
zugänglich gemacht. Weder Kosten noch Mühen habe ich gescheut, diese
einzigartigen mittelhochdeutschen Zeilen zu transkribieren! In diesem
Fechtbuch sind nun bisher unbekannte, Fechtanweisungen für das Lange Schwert
enthalten, die der Fechtmeister Stephanus um 15-*hust* niedergeschrieben hat.

“Unt also nehmest du das Schwert,
drehest dich um dein eigen Leib,
und laßest die Klinge fliegen,
daß wart genannt der Brummkreisel.”

Der sogenannte Brummkreisel, eine der einfachen Figuren im
Fechtbuch Codex Stephanus, ist sehr gut dazu geeignet, auch
mehrere Gegner abzuwehren. Zu beachten ist, dass man für den
Startschwung um die eigene Achse auch genug Platz braucht
und schwindelresistent sein sollte.

“Nehmest du dein Schwert, legest es
auf dein Schultern, und rufest laut,
dass der Feind es höret: Oberhau!
Dann schlagest du von unten! Darob
es möglich wart, auch ander Hau zu
sagen und widerer Seit zu schlagen!
Daß wart genannt, der Verarscherleshau.”

Primär als eine Finte grandioser psychologischer Art muss man
den sogenannten Verarscherleshau verstehen, der in anderer
Variation zu vielen neuen Täuschungen führt, um den Gegner
im Duell zu überlisten.

“So fichst du ein Duell, sagest du einem Weibe,
dass es dastehet, gut mit dem Auge zu erkennen,
so schärfe ihr ein, sobald dein Feind dich hauen
will, dass sie ihre Brüst soll zeigen, auf dass
der andere schauet, zögert und dein Hieb ihn
fället. Dieß wart genannt der Ablenkerhau.”

Auffällig, wie die Täuschung ein integraler Bestandteil dieses
Fecht-Codex ist, und auf so vielfältige Art mit der
menschlich-männlichen Wahrnehmung Kokolores getrieben wird.
Der Ablenkerhau durch Ansicht von nacktfraulicher Tatsache
zeugt von der infernalischen Tücke fechtmeisterischen Könnens.

“Unt mit Mut sollest du auf dein Feind rennen,
dein Schwert gegen seins zu schmettern,
dann laß es zu Boden fallen, nimm dein eisern
Faust und hau ihm mit Allgewalt auf sein Maul.”

Kühne Selbstentwaffnung, Distanzüberbrückung zum Ringen, aber
dann roher Pugilismus altvorderer Zeiten in einem, ist diese
riskante Technik an heroischer Selbstverachtung kaum mehr zu
überbieten. Von Experten flappsig als “Voll-aufs-Freßbrett”
tituliert, ist diese kontroverse Technik nun Gegenstand
vieler Fachdiskussionen!

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About sovalkon

I am the Grey Knight.

Posted on July 15, 2013, in Fun, Historical Fencing and tagged , . Bookmark the permalink. Leave a comment.

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