Snake Priests

Ja, es gibt Menschen, die kann man getrost poetisch-lyrisch-fantastisch
als Schlangenpriester bezeichnen. Ob man damit womöglich echte Priester
eines Schlangenkultes beleidigt? Nun, soll nicht meine Absicht sein, aber
eigentlich will ich diesen Begriff ja nun negativ geprägt in meinem
beobachterischen Sinne erläutern:

What the Frakk is a Snakepriest in my Eyes?

Glad you asked:

Reale Erfahrung ist der Nährboden für die Bezeichnung SnakePriest! Ein
solcher Mensch, undurchsichtiger Priester der Schlange, wie ich diesen
also nenne, wird dir niemals seine wahre Meinung sagen. Sein ist der
Schild niemals endender gesellschaftskompatibler humanistischer Pseudo-
Propaganda, die ihn im Licht altruistischen Übermensch-Seins baden
lassen soll. Stattdessen bekommt man nichts weiter als philosophische
Allgemeinplätze aus schlechter Zen-Literatur (no offense please, da
solls ja auch gute geben), illusionäre, sich niemals festlegende
Gesamtwortphrasenhülsen und obergescheites Frontalgeblubber, das
niemals wertend festlegt und immer alles für jeden zu jeder Zeit
gültig offenläßt. An anderer Stelle sagte ich mal dazu: realfaktischer
Laissez-faire für Jederhumanoid. You are a Massenmörder? Hey, if it
makes you glücklich?! Gefährlicher Schwachsinn, also. Kommts noch
dicker? Read on!

Habe ich schon erwähnt, dass Schlangenpriester immer und überall
im Recht sind, jede andere Sichtweise in pubertärem “hasch des
schon mal real probiert?” ersticken, und am Ende dann doch wieder
die allmächtige individualisierte Toleranz beschwören, nach der
dann doch wieder jeder bei allem seine eigene Sichtweise
haben darf? (Und das ist ja so, nur ist es keine echte,
richtige Toleranz/Ansicht, die sich auch mal belehren läßt, wenn
sie falsch liegt, sondern aufgesetzte Maske, die sehr schnell dann
entlarvt wird, wenn dem Schlangenpriester jemand gehörig gegen
den Strich bürstet oder ihm dann eine Menschengruppe dann doch
nicht so in den Kram paßt. Da iss dann nimmer weit her mit Toleranz.)

SnakePriests werden dir im Zwiegespräch immer schmeicheln, einen auf
verständnisvoll heucheln und versuchen, viel Information aus dir
herauszulocken, die sie dann selbstverfreilich vor anderen gegen
dich verwenden werden. Komplimente kriegt man da serviert, sei es
wegen der grandiosen Intellektualität oder Empfindsamkeit, die man
sein Eigen nennt, oder beispielsweise seiner sportlichen Leistung,
die sogar einst dazu reichen könnenwollensollenwürde, in den Olymp
des Trainer-Seins aufgenommen zu werden. Astreine psychomotorische
Manipulation erster Güte, gewürzt mit schlauen Fragen, geheucheltem
Interesse und zweidreideutigen Fragen, die nur testen wollen,
inwieweit der andere den wirklich eine Gefahr fürs eigene
Social Standing sein könnte. Und wenn dann noch heftig vom
Schlangenpriester versichert wird, er sei ja gar kein böser
Mensch, ist die Trashtalk-Gemeinde endlich wutheuljauchzend
zufrieden ob dieser grottigen Show des erbärmlichen
Selbstdarstellertums: hey, i am a true Saint, frakkin believe it!

Be that as it may (eine meiner Lieblingsphrasen!), Snakeys
spielen mit der InGroup/OutGroup-Thematik und werden sich zu jeder
dieser Gruppen anpassen können, doch ganz klar streben sie die
Herrschaft ihrer eigenen InGroup an, wollen dort unbestritten
die intellektuelle PrimaDonna sein und unangefochten Weisheit
(pervertiert), sprühenden Scherz (no, its not lustig and very
often auf Kosten der anderen) und kokette Erotik (was die dafür
halten, *würg*, ernstgemeint chauvinistisch und dämlich) unter
die andächtig lauschende Masse streuen. SnakePriests dulden
niemanden neben sich, der ihnen eine Gefahr wäre, müssen ihren
Pseudo-Alphatierchenstatus intellektueller (für physischen reichts
ja nimmer) Natur postulieren und unablässig propagieren. Man
soll sie bewundern, an ihren Lippen hängen und ihre beständigen
wortgewandt-gestenreichen Geschichten unablässig mit immer neuer
Begeisterung goutieren. Sie posen sich im Sport einen ab, sie
künsteln sich affektiert zu Tode, und alles für den schönen
Schein, der dann bröckelt, wenn sie mal wirklich gefordert
werden.

Bleibt am Ende doch eine Fähigkeit der SnakePriests, die man
wirklich nicht vermutet: sie sagen durchaus teils verklausuliert
die Wahrheit. Vielleicht dem Fakt geschuldet, dass sie, bevor
sie zu solchen Priestern mutierten, vielleicht selbst gar heftig
unter dem Bösen litten, und nun, nachdem sie sich selbst solcher
Mittel bedienen, um zu überleben, doch noch nen Rest orakelhafter
Wahrheit in sich tragen: “Man muss ein Schwert im Herzen tragen!”
Allein dieser Aussage kann ich hier und heute vollständig zustimmen.

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About sovalkon

I am the Grey Knight.

Posted on September 18, 2013, in Blaschanek Blogovsky, Historical Fencing and tagged , . Bookmark the permalink. Leave a comment.

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