Monthly Archives: October 2013

Dear ZKM: Krachbumm … tut das Not?!

Liebes ZKM,

das Medienmuseum mutiert so langsam zu einer gewaltigen Krachbum-Vorhölle
des akustischen Wahnsinns! Tut das denn Not? Im Erdgeschoß klapper-lärmt
der Gezeitenraum im Rahmen der Sasha-Waltz Ausstellung munter dröhnend
vor sich hin, im zweiten Obergeschoß tobt in der Gameplay der euphorische
Kiddie-Schüler-Flashmob nicht nur bei Room Racers, sondern auch an der
sehr sinnig aufgestellten und exorbitant scheppernden “Rote-Button-
Kletterwand”, während draußen die Installation “Wind” mit ihren tierisch
lauten Riesenventilatoren morgens von 9-10 und nachmittags von 13-14 Uhr
den Unmut aller Anwohner auf sich zieht.

Meiner unmaßgeblichen Laienansicht nach, liebes ZKM, tust du dir damit
alles andere als einen Gefallen. Denn nicht nur den Museumsaufsichten,
die mit Gehörschutz bewaffnet tapfer dem ganzen Akustiksmog trotzen,
gehst du damit gehörig auf die Nerven, sondern auch jenen, die im
Bereich der ZKM-Lärmquellen arbeiten müssen, sowie dem allerwichtigsten
Teil jener, die ins ZKM kommen: den Besuchern!

Wie kann ich die schönen Performances im Erdgeschoß des Medienmuseums
denn genießen, wenn der Gezeitenraum grade das Ragnarök in voller
Dezibelstärke entfesselt? Wie mir die sehr gute Holografie-Ausstellung
anschauen, wenn im zweiten Obergeschoß die Game Play die brülljauchzende
Artillerie der Gaudi-Kids entfesselt? Und erinnern wir uns an die damalige
SoundArt im Erdgeschoß: macht es denn wirklich Sinn, auf engstem Raum
Sound Art zu preßen, bei der die Besucher dann von allen Seiten mit
einer Kakophonie beschallt werden, die es unmöglich werden läßt, einzelne
akustische Kunstwerke zu genießen? Und der Hauptaufreger die per Pedal
zu betätigende Glocke war, deren markerschütterndes digital verstärktes
DOOOING! Geräusch so nervend war, durch endlose Horden von Schülern
bis zum Exzeß betätigt, dass man sie schließlich ins hinterletzte Eck
des Lichthofes verbannte, wo sie aber dennoch immer lautstark zu hören
war? Manchmal ist weniger eben wirklich mehr…

Ich denke, liebes ZKM, man sollte Besucher nicht durch kuratorische
Designschnitzer verprellen, sondern durch weise, auch mal dezente
Entscheidungen zugunster aller anlocken. Ein Museum, selbst ein Medien-
museum, mag als Ort geschaffen werden, der die Menschen einlädt, lange
zu verweilen, darf auch akustisch Lautes im Namen der Kunst liefern,
aber niemals auf Kosten des Kunstkonsumierenden, Kunstschaffenden
oder Mit-der-Kunst-Arbeitenden.

Gruß,
ich

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Guild Wars 2: WvW Opportunismus

Tagchen!

Wie also kann ich guten Gewissens weiterhin das verkorkste WvW in Guild Wars 2
spielen? Wie mich motivieren, Spielspaß entdecken oder vermehren, wenn wir alle
um die Unzulänglichkeiten dieses Spielmodus wissen?

Easy!

WvW Opportunismus, oder die Kunst, nur das zu machen, was wirklich launig ist!

Sicher wird man dann von allen gesteinigt, die sabbergeifernd von irgendwelchem
Gruppenspiel und Commandern faseln, die eine Community beschwören, die doch seit
dem Weggang großer, erfolgreicher Gilden eh nur minimal hochgehalten wird, oder
die “Für Kodash!” geifern, das sowieso wieder mal unter die Räder kommt, wenn
endlose Vizu, SFR, Piken, oder was-weiss-ich-Wellen auf sie zurollen.

Egal!

Schnapp dir deinen Charakter, log ins WvW ein, analysiere die Lage, und tue nur,
was gut für DICH ist. Sei opportunistisch, surfe den Zerg, greife deine Belohnungen
ab, leeche to your Heart’s content, besorg dir nen paar Beutel, ob das nun faire
1v1 oder 5v1 sind, schnurz, Hauptsache, du siegst, horte dein Karma, dein Gold,
deine WXP. Haste den fähigen Commander auffer Karte, hey, wieso dann nicht mit-
machen, die Erfolgsaussichten sind groß! Haste Monsterblobs gegen dich, vergiß
das Verteidigen, greif dir Nachzügler, erobere kleinere Dinge zurück, zelebriere
den Guerilla-Krieg! Manchmal macht sogar Gezergt-werden am eigenen Spawn nen
Heidenspaß, wenn der doofe Gegnerzerg einen bis zu den Wachen verfolgen will,
und zapp!, dann einige der Naps liegen. Good Times.

Roame smallscale, wie die selbsternannten PVP-Roxxor sagen, haste Kumpels, ziehe
los, such dir nen paar nette Fights, vielleicht auch gegen andere Roamer, bleib
den laggenden Zergs fern, soweit du es kannst, drehe Lager, kille Wachen, trolle
Gegner oder eigene Spieler, mach dir ne nette Zeit! Biste lustig, gehste in den
Kodash-TS, hörste den ganzen Besserwissern und taktischen Genies zu, amüsierste
dich über tödlich-derbes Geschwall oder kicherst in dich rein, wenn verbale
Dauerpubertierer zum x-ten Mal “Alta!” rumbrüllen. What’s not no like? Nerd
Rage ist da nur noch das süße Topping auf der akustischen Belustigungstorte.

Für die ganzen obigen nette Witzigkeiten brauchste nur eins: Beweglichkeit,
also Mobility, denn du willst nicht sinnlos gegen zergende Monsterfeindblobs
draufgehen. Dazu noch ne Portion Evasion und/oder Stealth, denn du magst auch
Sterben nicht, das vermindert sowohl deine Laune als auch deinen Spielspaß.
Such dir ne Profession aus, die dir beides bietet, statte sie vernüftig aus
und los kanns gehen! Spiele sinnvoll, erkenne die Lage frühzeitig, und
vermeide so, beim Wipe der eigenen Mannschaft sinnlos mitzuwipen! Arbeite
mit anderen dann zusammen, wenn du weißt, dass sie spielen können, wenn es
um Ziele geht, die dir auch nützen und mach dich ausm Staub, wenns zu
brenzlig wird. Ist das feige? No Way. Es ist … opportun!

Guild Wars 2: Blobbing, Nightcapping, PvD, etc.

Was regt man sich eigentlich auf?

Was zitiert man endlose Litaneien der Fairness, des Learn-to-Play oder
sonstiger PVP-Skilligkeit (oder des Fehlens davon)?

Ich will euch sagen, wie der Hase läuft, und im Keim jegliche Empörung
über Vizunah oder dergleichen ersticken:

they do it, cause they CAN. nuff said.

Zusatz: … and they are allowed to.

Arenanet hat in seiner Weisheit zugelassen, dass volle Server mit hoher
WvW Bevölkerung gegen jene spielen, die weniger Manpower haben, zur
Primetime oder sogar permanent. Dies ist Fakt. Wenn dann also besagte
Server mit viel Manpower blobben, dann tun sie das, weil Arenanet das
explizit nicht verboten hat. Es ist also legitim, nicht gegen die Regeln,
und hat seine Vorteile. Ob es da um Skill geht, interessiert keine Sau.

Man führe sich vor Augen: alles, was nicht verboten ist, seitens Arenanet,
das ist logischerweise erlaubt. Also auch 5vs1, PvD, Nightcapping, Blobbing,
nen Haufn Arrowcarts überall, wo man mag, Spawn-Camping etc. Irgendwelche über-
alterten Ehrvorstellungen zu zitieren, oder faires Fighten einzufordern,
grenzt an romantisierende Lächerlichkeit. Wenn SFR und Vizu koordiniert,
und in TS-Absprache über unsere Ewigen-Garni rutschen, sich das gegenseitig
in die Hände spielen, wie in der Vergangenheit schon geschehen, dann
tun sie das, weil … genau, sie es können. So abgedroschen
blöde dieser Spruch auch ist.

Wenn man auf etwas sauer sein will, dann bitte auf das bescheuerte und
keinesfalls sinnvolle Matchmaking System von Arenanet, auf fehlende Balance
im WvW, eine überlastete Engine bei Mass Fights, und die Vernachlässigung
sämtlicher Verbesserungen des World-vs-World zugunsten langweiliger PVE-
Inhalte, diverser Gem Store Einnahmen und kindischer Minispiele. Wendet
euch mit all eurer Kritik an die Macher von Arenanet, die statt wirklicher
Patches ellenlange Bugfixlisten veröffentlichen, wichtige Wunden im
Klassendesign (random example: engineer turrets, sad state of power ranger)
vernachlässigen und Spielerfeedback zum WvW vielleicht gerne lesen, aber
wohl entweder keine Ressourcen haben, dies zu prüfen sowie umzusetzen oder
es schlichtweg ignorieren.

Mittlerweile ist die total bescheuerte Situation aufgetreten, dass viele
Server absichtlich im WvW versagen wollen, um ja nicht die bedauernswerten
Leute zu sein, die dann in der Goldliga gegen die Übermacht-Server ran
müssen. Allein hier wird all der ganze Schwachsinn im Design höchst
offenbar. In jedem anderen Game wäre der Konkurrenzkampf um die Spitze
voller Ehrgeiz, Motivation, und das bei allen, die beteiligt sind. So
nicht hier, und das alles aufgrund obiger Defizite, nachtaktiver Franko-
Kanadier, die auf europäischern (!) Servern den Franzosen bereitwillig
Schützenhilfe leisten und sonstiger Designschnitzer, die nun schon
ungelöst sein Erscheinen von Guild Wars 2 bestehen.

Wieso ich noch WvW zocke? DAS ist einen gesonderten Artikel wert,
den man ungefähr so nennen könnte: “Opportunismus tut gut – Zerg
Surfing and Smallscale Roaming, WXP-Beutel-Karma-Farm-Wege aus der
Tristesse”.

Guild Wars 2: Randoms, Liquid Raids, Reporting-Petzer!

[Vorcoda, Homeserver: Kodash]

Liebe Leut,

es tut sich nix allzu Wildes, aber manchmal muss man sich echt seinen Frust
über die Virtualität und ihre Auswüchse von der Seele schreiben! Begeben
wir uns also in medias res (50 cent in die Latein-Proll-Kasse):

1. Das Schimpfwort “Random”

Allzu oft careless im TS von sich gegeben, qualifiziert man mit dem Wort
Random, grob übersetzt als “nicht organisierter Spieler”, all jene herab,
welche die Todsünde begehen, nicht im TS zu sein oder mit einem Commander
über die Map zu irren. Ein Random, ein Nixblicker, ein Community/TS/
Zusammenspielverweigerer, ein Noob, ein Sonderling, ein Server-Torpedierer?
Sicherlich sind all die großen, grandiosen, extrem pro-super-zockenden
TS-Roxxor der Meinung, dass Randoms nix taugen, dass die sowieso überall
querschießen und vom taktischen MEGA-Anspruch des WvW keine Ahnung haben.
Hört oder liest man aber den grandiosen Bullshit, der sich sowohl im TS
als auch im Mapchat auftut, mal mit, kommt man doch zur Überzeugung, das
Stigma namens “Random” gerne zu tragen, denn statt dem zigsten unsinnigen
Wipe erfreut man sich am vielgepriesenen Smallscale, nimmt WvWvW als das,
was es ist, eine Bloblachnummer ohne großen taktischen Anspruch und erfeut
sich am opportunistischen Beutelfarmen, das wesentlich mehr Sinn macht,
als hornschröderig der x-ten Vizu-Welle in die Arme zu laufen oder
superstolz Gold in der Defensive zu verprassen, um eine Festung nach
20 Sekunden und drölfzigtausend Omegagolems doch wieder zu verlieren.

2. Liquid Raids

Naja, (WvW-)Raiden und Saufen, ein pubertäres Konzept einer neuen Gilde auf
Kodash, das sich wohl einiger Beliebtheit zu erfreuen scheint. Vor allem
im TS gehts dann rund vor lauter alkoholinduzierter Lustigkeit, diversem
Lautrülpsen und zigfachem Prost-Gewünsche. Tut das not? Reicht es nicht,
in diversen Discos am Wochenende dem Exzess zu frönen? Oder ist die
virtuelle Anonymität unglaublich erleichternd, befreiend, und das
Rumgekotze sieht dann ebenso keiner? Mich läßt es kalt, den Fun-Faktor
scheint man im völlig bedüdelten PVP-Chaos dann endgültig wegzusaufen,
und am Ende bleiben wohl verkaterte Schnapsleichen übrig, die dann entweder
vorm Monitor komatös wegpennen oder im Laufe der Nacht dann sogar wieder
nüchtern werden. Fremdschämen unnötig? Gildentreffen wohl noch in weiter
Ferne und wenn alle sich die Gehirnzellen totsaufen, wird sich auch
keiner mehr an die Peinlichkeit erinnern. Vielleicht ist Realsaufen von
Angesicht zu Angesicht nicht nur pseudo-cooler, sondern auch nen ganzes
Stückweit ehrlicher.

3. Reporting-Petzer!

Wie schnell ist der Reporting-Knopf gedrückt, in Guild Wars 2, wenn die
eigenen Gefühle so unendlich verletzt zu sein scheinen. Nein, beleidigt
oder gespammt wurde man nicht, höchstens heftig kritisiert, wegen
Schwachsinn, pubertärem Rumgebrülle, oder schlichtweg Unfähigkeit,
seinen Char zu beherrschen (I am looking at you, Longbow-Wegschubs-
Ranger). Was liegt näher, als stolz dem anderen zu verkünden, dass man
ihn reported hätte, in voller Arroganz, das Richtige getan zu haben!
Was nen derber Bullshit mit ner Prise idiotischer Kinderkacke! Stellt
euch euren Kritikern, habt nen Arsch inner Hose, entwachst euren
Kiddie-Jeans und … frakkin learn to play! Alle Sachen lassen sich
unter sich regeln, überall faire Streits vom Zaun brechen, und erst,
wenn wirklich die Atombombe der Beleidigung oder sonstwas einschlägt,
dann liebe User, könnt ihr euch auch richtig beschweren.

The Terror Gang: Recruitment!

Laßt euch warnen! Es gibt in den Weiten des Universums eine Gang, die
alle und jeden schockiert, abschreckt, terrorisiert und malträtiert:

DIE TERROR GANG (TM)

Bestehend aus dem Terror Trio, welches sich schon durch fürchterliche
Aktionen einen Namen gemacht hatte, ist nun aus diesem Urstamm der
Greulichkeit menschlichen Verhaltens die Terror Gang entstanden, eine
Organisation übelster Subjekte, die sich alle gemeinfies dem
historischen Fechten und der fäkalistisch-derben Dummlaberei verschrieben
haben. Dunkler, böser und vor allem verräterisch abtrünniger Teil des
Terror Trios ist Dirk, the Diggler, von nun an auch Dark Dirkie genannt,
der mit dem Dolch der Hinterlist den aufrechten Don Soprano angriff
und dann in den Weiten des Alls verschwand. Ein niemals enden wollender
Blutzwist entsprang daraus, doch Dark Dirkie ist an das Trio gebunden,
wie der Teufel ans Weihwasser!

Nichts desto weniger haben wir nun neue Schergen und Schurken, die sich
unter der Flagge der Terror Gang sammeln, aus allen Ecken und Winkeln
düsterer Verliese, Hochsicherheitsgefängnisse, oder Grabgruften
vampirischer Bösartigkeit. Der BÖCKLINATOR folgte dem Ruf grausiger
Macht, KILLER-KATHI, der eisblaue Todesengel, schloß sich uns an,
nebst ihrem Gefährten AMOK-ALEX, dem rasenden Revoluzzer;
ELIMINATION-EIKE wetzt sein tödliches Lasertagging-Langschwert und
BACKPFEIFFEN-BASTI wandelt mit uns auf den Pfaden der finstersten
Perversion. Schweigende Günstlinge gibt es zuhauf, und neue Rekruten,
die sich noch sträuben, die Schutz suchen, hinter ERNSTHAFTIGKEIT,
TUGEND UND VERNUNFT. Doch alle werden sie dem Sirenengesang von Patty
Ramone und dem unwiderstehlichen Charisma von Don Soprano erliegen!

Und Feinde hat die Terror Gang zuhauf, jeden Tag in kriegerischer Glorie
bekämpfend, mal versteckt, mal offen, mal mit Wort und Schrift, mal
mit Schild und Schwert! Niemals enden wollender Kampf des machtvollen
Dunklen, des unsinnig Lustigen, des verwirrten Wahnsinns gegen die
Heerschar der bitterernsten Fechtlegenden. Schlangenpriester gilt es
in die Schranken zu weisen, Wolvie-Manson eisig zu mißachten, oder
den schmierigen Landwirtsknecht-van-de-Hinten abzuwehren! Und am
prophezeiten Tage der Zusammenkunft, mit jenen, die vom bajuwarischen
Sproß der absoluten Nichtigkeit abstammen, die angeführt werdem vom
FITNESS TRAINER DES TODES, wird die Schlacht aller Schlachten geschlagen,
das Terror-rök, wo die grimmigen Streitäxte der Terror Gang in die
Reihen ihrer Feinde blutgierig schlagen!

Kommet herbei, und werdet Teil dieser abgründigen Erfahrung! Doch seid
gewarnt, es wird euch alle in den Wahnsinn treiben! Nachtschwarze
Rituale warten, diejenigen zu prüfen, welche Teil der Terror Gang werden
wollen. “Fuckenstein”, “Re-Penetrator” und “Evil Head” sind nur einige der
epochalen Machwerke, die jeder Rekrut der Terror Gang kennen muß, und
auswendig zu rezitieren hat! Ausführliches Wissen über “Hekate”,
das geheimnisvolle Mysterium, die schmackhaften Mahle, und die
außergewöhnlichen Liebkosungen ist Pflichtkür eines jeden Interessierten!
“Guraaaatz!” ist unser Kampfschrei, Ausruf und akustische Provokation
an alle, die sich uns entgegenstellen wollen! Und wer dann in die Tiefen
der Terror Gang eintaucht, wird auch Bekanntschaft machen mit der
unsterblichen Heroenlegende EL BREMSSPURIO, dem Luchador Libre, der
verwegen und niemals endend gegen Feinde wie den RITZEPUTZA antritt!
Doch dem nicht genug für neue Prospects oder Hang-Arounds der Terror
Gang! Zusätzlich wird erwartet, dass die gesamte Terror Gang bei der
Erschaffung des monumentalsten, epischsten und außergewöhnlichsten
Filmes in der Geschichte der Menschheit mitwirkt:

… DEN 120 TAGEN VON NENTERSHAUSEN …

Wenn dem derben Fäkalhumor aber gefrönt wird, alle Grenzen des guten
Geschmacks erstochen darniederliegen, schlimmste Fantasien lachgurrend
zum Besten gegeben werden, ist nur eins zu beachten, ein äonenalter
Brauch, der da bedeutet, laut in den Himmel zu rufen: “TSCHULDIGUUUUNG!”,
auf daß die ehrbaren Menschen, die nachts schlafen und niemals Böses
tun, scheinbar besänftigt sind, nur um dann mit rüdester Boshaftigkeit
aus ihrer Sicherheit gerissen zu werden, mit Worten übelster
sexualisierter sexistischster Primitivität!

Die Suche nach der Traumkamera!

Ich befinde mich gerade im Prozeß der Auswahl einer für mich
und meine Bedürfnisse passenden Digitalkamera. Momenta besitze
ich eine Micro 4/3 EPL-1 aus dem Hause Olympus, die mir zwar
gute Bilder bis ISO 800 liefert, doch beim AF ziemlich langsam
ist. (Auch irgendwie logisch, war ja eines der ersten Modelle
bei den Olympus-Spiegellosen.)

Der Dschungel möglicher Kameras ist wild, riesig und beinahe
unüberschaubar. Nach sehr langer Recherche schälen sich zwei
Konkurrenten um meine Käufersgunst heraus: die Canon 70D und
die Olympus EM-1. Nikon, Sony, Pentax habe ich aus
unterschiedlichen Gründen eine Absage erteilt, primär lege
ich – als Beinahe-Anfänger – Wert auf eine gute JPEG-Engine,
hier sehe ich nach meinem Empfinden Olympus und Canon vorne.
Äußert schade ist, dass die Fuji-X Kameras technisch (EVF-Lag,
AF-Langsamkeit/Genauigkeit, schlecht aufgelöstes Display) leider
nicht auf dem neusten Stand sind und der X-Trans Sensor (anderer
Farbfilter mit mehr Grünanteil) bei Naturfotografien den Wasserfarben-
Effekt zeigt, selbst in JPEG. (Ein sehr komplexes Thema, das auch
viel mit RAW-Konvertierung zu tun hat, vielleicht macht es auch
wirklich nichts aus und ist nur in 5 Prozent aller Bilder sichtbar,
doch ich will aus vielen Gründen die Sicherheit der herkömmlichen
Bayer-Filter-Kameras, die einen Standardfarbfilter haben, vorziehen.)

Die neue Canon Spiegelreflex mag gegenüber 60D und 7D keine
wahnsinnigen Verbesserungen in der Bildqualität haben, den neuen
Dual Pixel AF fürs Videofilmen mag ich wohl auch nicht so brauchen,
doch ist sie ein Gesamtpaket, das in vielen Bereichen so stimmig
ist, dass man wenig Kaufrisiko auf sich nimmt. Eine robuste
Cam mit guten JPEGS bis ISO 6400 (natürlich aggressivere Rausch-
unterdrückung als bei Nikon mit Feindetailverlusten), gutem
19 Punkt Phasen-AF, 98 Prozent optischem Sucher, Drehdisplay
und schnellem Prozessor Digic 5+.

Ein Wort zu Nikon vs Canon: die D7100 von Nikon ist eine sehr
gute Spiegelreflex, die mit ihren 24 Megapixeln super auflöst,
doch gefällt mir die Farbgebung der Canon einfach besser. Mir
ist bewußt, dass man durch Picture Styles auch die Nikon seinen
Vorlieben anpassen kann, doch überzeugen mich die Bilder der
Canon auch bezüglich der Hautfarben, Sättigung und Schärfung
schon ohne Einstellung mehr. All dies natürlich aus der
Sicht eines JPEG-Fotografen, der sich erst später an RAW
herantrauen will.

Die Olympus EM-1 ist ausführlich zu bewerten! Zuerst einmal sehr
teuer, 40 Prozent kleinerer Sensor als Spiegelreflex, weniger
leistungsfähige Batterie, nur 300 g leichter als die Canon und
auch hier im Vergleich zum Vorgänger-Modell Olympus OMD EM-5
nur geringfügig bessere Bildqualität. Positive Dinge gibt es
bei dieser Kamera jedoch sehr viele: toller Sony Sensor mit
Phasen-AF Pixeln (auch wenn die zumeist für alte 4/3 Objektive
von Olympus gebraucht werden), wirklich schnelle Leistung
der Elektronik mit Prozessor, schneller Kontrast-AF und
verbesserter Verfolgungs-AF, elektronischem Sucher
(EVF), der sehr hoch auflöst mit Minimal-Lag, sehr gute JPEG-
Engine, durchgehend sehr gute (Festbrennweiten-)Objektive, die
durch die exzellente 5-Achsenstabilisation im Gehäuse bedient
werden.

Wie also entscheiden? Momentan liegt bei mir nach verschiedenen
Bildvergleichen die Canon vorne, da sie in den JPEGS weniger
Artefakte (kriselige Phänomene an Kontrastübergängen) zeigt
als die Olympus; Beispiele sind bei dpreview oder imaging-
resource zu finden. Während im direkten Vergleich bei Imaging
Resource die Canon JPEGS für meine Begriffe eine gute Balance
zwischen Rauschentfernung (jeweils Standard bei beiden Kameras)
und Details bis ISO 3200 zeigen, macht die Olympus viel eher
schlapp und zeigt da schon bei ISO 1600 kriselige Artefakte.
In RAW mag alles vielleicht ein wenig gleicher oder besser für
Olympus aussehen, denn immerhin scheint der Sony Sensor in
der EM-1 laut dxomark denjenigen der Canon zu übertrumpfen.

Der Preis beider Cams spielt eine Rolle: für Body-only EM-1
laut Amazon 1.500 euro, erhalte ich bereits die
Canon 70D mit 18-55er Objektiv für 1.200 Euro (Saturn-Online
Shop Preis)!

Portabilität ist zu bewerten: eine Canon 70D mit schwerem
(Zoom-)Objektiv knackt locker die 1.2 kg Marke, während die
Olympus selbst mit Objektiven darunter bleiben kann, einmal
aufgrund des 300 g leichteren und kleineren Bodys und den
speziellen Micro 4/3-Objektiven, die ebenso leichter und kleiner
sind als ihre APSC-Varianten. Ich würde an der Canon 70D (755g)
vorranging Festbrennweiten verwenden, die nicht so ins Gewicht
gehen, vielleicht zuerst einmal das 40 mm F2.8 STM (132g) oder
eine der neuen stabilisierten Festbrennweiten von Canon, etwa
das 35 mm F2.0 IS USM (336g).

Olympus oder Canon, eine nach wie vor schwierige Entscheidung,
die ich aber zu fällen habe. Und es sieht ganz danach aus,
dass die Canon das Rennen bei mir machen wird. Und dennoch
schiele ich immernoch auf die Olympus, denn die ist auch ein
begehrenswertes Stück Kamera, deren Hauttöne bei Basis-ISO
wirklich einen Tick besser sind als bei Canon.

Disclaimer: Meine Bewertung von JPEGs, Farben
etc. sind sehr subjektive Dinge, die für mich plausibel
erscheinen. Zudem sitze ich auch nicht an einem perfekt farb-
kalibrierten Monitor. Fotografisch habe ich ein wenig Wissen,
habe ausführlich recherchiert, bin aber noch Anfänger im
Spiegelreflexbereich.

Guild Wars 2: Godly Poets of Kodash!

[Malcovar alias Krovagor alias Grashkul]

Im virtuellen Abgrund der Eitelkeiten gibt es zwei aufrechte Seelen, zwei
Poeten der fanatischen Gerechtigkeit, zwei Brüder im feinen Geiste hoher
Kunst, die jenseits allen fauligen Wabergerüchen des Bösen standhaft die
Fackel der sinnierenden Tugenden hochhalten:

Malcovar und Olorin (*)!

(*) Er schreibt sich ja mit diversen Accent Grave bzw. Aigu. Solcherlei
wollte ich nun nicht eitel Sonnenschein an diesem Orte replizieren.

Und wie könnte man sie übersehen, diese zarten, tiefschürfenden Gedanken-
bauer, welche sich der Ode an das Weib verschrieben haben, und es aus
romantischster Regung heraus beständig lobpreisen. In der harten, kalten,
schnöden Welt, vom Mammon regiert, sind sie die Leuchtfeuer der Poesie,
der Lyrik und des endlosen Kavaliersdaseins. Ob sie nun fröhlich jauchzend
die blonden Mähnen der Schwedinnen besingen, den saunierenden Finninnen
huldigen oder einfach nur dem göttlichen Weibe Lobpreis darbringen, auf
dem Altar der Verehrung alles Weiblichen!

Sie sind neue Männer, diese beiden, verwundbar, zartfühlend, bis ins
Letzte dem schönen Worte verschrieben, völlig aufgegangen im Elysium
der freien, liebenden, galaktischen Allkraft der Seele. Schöpferische
Götterheroen anderer Zeiten könnte man sie nennen, mit Feder und Tinte
bewaffnet, dunkle Monstren des neuzeitlichen spröden Umgangs bekämpfend,
und holde Maiden in tiefster Verehrung auf den Sockel der Perfektion
hebend. In wallend weißen Gewändern könnte man Malcovar und Olorin unter
den edelsten Rednern Roms wissen, wo sie für Menschlichkeit, für die
Liebe und die lüsternen dionysischen Feste gar trefflich Reden schwingen!

Doch schlägt diesen beiden wackeren Recken immer auch eine Welle des
puren Unverständnisses entgegen, eine düstere Gewaltmacht des Prosaischen,
ein Heer des real gewordenen Ernstsinnes. Man neided ihnen ihre fühlende
Natur voller Poesie und Lyrik, man prangert sie an, aus Unwissen, das
Pogrom an ihnen wird grausigst feuerbrandig durchgeführt. Ketzer,
Blasphemiker nennt man sie, und Kreuze sind schon gestellt, an denen sie
hängen sollen. Doch niemals werden diese beiden Missionare der ewiglichen
Zärtlichkeit zum Weibe und der Liebe unter den Menschen sich geschlagen
geben, sondern mit ihrem überlegenen Intellekt, der tapferen Seele und
der Wollüstigkeit ihrer Lenden jede Schlacht erfolgreich beenden!