Monthly Archives: July 2014

Primitive

i despise the primitive ones, the unchained beasts of a new order,
nothing more than junk, abomination, a shame for everybody of true
origin. i hate them with a passion, they have become so many now.

once there were more like me. noble and dangerous. with honor and
responsibility. we were no monsters. careful, calculating, and yes,
scheming, but never nihilistic brutal murderers like those are now.

a grand council, my old eyes saw, respect, old age, wisdom, guidance,
banners of old knightly orders, arguing done without hate or
prejudice. and even mortals were invited from time to time.

all you have now is bloodbath, schizophrenic murder, perversion
and power-mongering. it sickenes me to see so much blood spilled
for no cause, the sacred liquid we all need and hold dear.

am i now the last to uphold the old ways? an old man, hiding in a
decrepit house, able to tolerate daylight, a magician of tricks
and illusions, a frightener of curious children? a forgotten hermit?

god has not forgotten me. i tried to forget him. but i never was
a child of satan. not exactly an angel, though. now i am becoming a
stupid hero, a brave defender of mortals, some kind of … hunter.

one of the oldest, one of the strongest, one of the mightiest of my
kind. slimy, cowering idiots knock at my door, trying to enlist me
to their dumb crusade, ruling of a world of madness, i am not interested.

i am so tired. i want to sleep for eternity. die the true death. a
gift you learn to value when you are as old as me. dont look forward
to an eternity of life, or unlife, its more a burden than a blessing.

on the other hand, i am the only one left, it seems. to uphold our
old, ancestral values, ceremonies and history through the ages.
a certain responsibility is placed upon my old weary shoulders.

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Rebirth

crazy voices in my head. calling me, luring me, arguing with me.
they want me to leave the shithole i live in. throw away the
bottles of alcohol, my daily drug, amidst other more potent drugs.
they tell me of cleansing, a new future, a better world order.

they promise me a new life. a rebirth. undoing all the damage i
have done to myself. no more depression, anxiety, addiction.
i’ll be free, with their powerful help. free and useful and
strong, and a vision of a new mankind under their guidance.

yeah, drugs make you hear and see things. my brain is a devastated
mess right now. more illusions dancing on my very early grave.
but its so damn real. as if i would dream with open eyes. hear
strong voices. they know so much about me. my downfall. myself.

my sickness advances. some form of cancer. cause of my descent into
this abyss. drug abuse takes its toll, too. most of they day, its
nothing more than being barely alive, in some abandoned factory
warehouse. somehow they found me, they say. and they want to change me.

when i am sober, i argue with them. that i am too weak to come to
them. they have to pick me up somehow. but they dont exist! these
illusions of great angelic bullshit beauty. they say they show me
how they look like so that i may believe. i answer by cursing them.

in the end, they were persistent. and i was a fool. they did indeed
come. only one of them. sneaky. in disguise. they tell me they are
already here, hiding, infiltrating, scanning, scouting. highly
organized, very efficient. why me? what do i have that they want?

i have decided to go with them. last straw of hope. they greet me
with joy. my choice was right, they say to me. they see something
inside me, that is worthy. they will heal me. in exchange i shall
be their soldier for mankinds fate. this choice keeps me alive.

Gaucho-Gate

Wenn’s halt mal wieder Sommerloch ist und in der Ukraine doch keine Atom-
bomben fliegen, während die Illuminati-Satanisten-Schattenregierung der
USA auch Ruhe gibt und ganz unbedeutend im Gaza-Streifen wieder nen Haufn
Leute heimatlos werden, muss die Prestige-Journaille Deutschlands aus
nem harmlosen, neckischen Weltmeister-Siegerjux namens “so gehn die Gauchos,
die Gauchos, die gehn so…” ein Gaucho-Gate der Superlative konstruieren.

Geschmacklos, radikal, völlig daneben und über-rassistisch sei die spaßige
Tanzeinlage der Jungs von Jogi, die beileibe kein Recht haben, nach
deutschem Political-Correctness-Empfinden, sich ihres Erfolgs zu freuen,
auch und gerade mit kleinen Seitenhieben auf arrogante Argentinier, die
mit Maradonna auch nen Fernseh-Frontmann haben, der vor irrsinnigem Geschwätz
und Beleidigungen keinesfalls zurückschreckt. (verständlich aber, hätte
ich mir die Birne weggekokst, würd ich wohl auch son Scheiß erzähln)

Daß argentinische Zeitungen aufmucken, sich beschweren und die beleidigte
Leberwurst geben, könnte man ja fast als normal bezeichnen. Wenn jedoch
eine der Zeitungen die Deutschen als “ekelhafte Nazis” bezeichnet, muss
der eingeweihte Geschichtswissenschaftler aber neben all der Echauffierung
schmunzeln und nebenbei bemerken, dass schon einige Altnazi-Promimenz
ihre Rente in Argentinien abgefeiert hat. Will man den bösen Gerüchten
glauben, auch mit Billigung einiger argentinischer Faktionen. Macht ja
nix, der Mossad erwischt(e) sowieso (fast) jeden.

Man sollte von der deutschen Hochintelligentsia-Journaille namens faz,
taz oder schnickschnackschnuck eigentlich mehr Loyalität erwarten,
gegenüber unseren Jungs, die alles Recht haben, anderen auch mal die
Zunge rauszustrecken, immerhin wurde Schweini ja fast von den Gauchos
zerschmettert. Aus ner Mücke nen Elefanten machen, das steigert halt
mal die Leserzahlen, hat sich also das hochgelobte, deutsche Tages-
zeitungsgeschäft denn so der Bildzeitung angeglichen?

Overkill

Dear Mädels,
or whomever it may concern,

prinzipiell ist gegen Aufhübschen nichts zu sagen, Kriegsbemalung ist ja auch
ein uralter, stammesrechtlich verbriefter ritualmystischer Brauch. Doch wenn
man eine Spachtel brauchen würde, die etwa vier Kilo Puder, Pülverchen und
Cremes abzutragen, dazu Augenbrauen und Lippen so betont, als wäre man zu
einem Kinderfasching als Clown eingeladen, wirds dann doch ein wenig lächerlich.

Oh, noch eine Bitte, die wirklich alle Menschen auf der Straße, aber vor allem
in Strassenbahnen und Büroräumen betrifft: dont use a complete Flasche of
your favourite Parfum! So manches Mal sitzt man da, wird von einer fiesen
Fontäne maximalkonzentrierter Duftpartikel so eingenebelt, dass man fast
meint, wieder 14/18 vor Verdun im Schützengraben zu liegen, diesmal leider
ohne Atemschutzmaske!

Bezüglich Kleidung beugt sich das Girl von heute ja gerne dem Sexyness-Diktat.
Nichts dagegen einzuwenden, man(n) schaut ja auch gerne. Doch wenn dann die
knappe Kleidung zum Ärgernis wird, dauernd gezogen, gezupft und gerichtet
wird, dass man sich nur denkt: der isses aber unangenehm in ihrem Fetzen,
sollte das Oberstübchen doch signalisieren: mehr ist manchmal doch mehr,
und nicht weniger. Was auch ziemlich komisch ist, wird dann offensichtlich,
wenn die geneigte Dame von heute hüftbetonte Jeans anzieht, sich irgendwann
inevitably nach vorne beugt, und sich dann sämtliche Unterwäsche, meistens
Strings, sichtbar grotesk in die Länge ziehend mitverformt. Ein eher seltsamer
Anblick!

Vom Angriff der Klonkriegerinnen sprach ich ja andernorts schon: alle sind sie
blond, alle haben sie Taschen dabei, die so groß sind, dass sie schon als
halbes Zelt durchgehen könnten und alle tippseln sie unentwegt auf ihren
SummSumm-Bimmel-Handys rum, kaugummikauend, die langen Beauty-Salon-Klauen
mit diversen kindischen Buntmustern auf dem armen Handydisplay herumkratzend.
Da störts dann auch nicht weiter, dass frau unbedingt die höchsten High Heels
tragen muss, sich da sichtbar beim Gehen das Fußgelenk ungesund verformt
und man sich unwillkürlich wundert, wann diese Storchlerei im Asphaltsalat
ein schlimmes Ende nehmen wird!

Ich bin schon aweng fies, gell?

Es tut mir aufrichtig leid.

… NICHT! *harhar*

Ein Hoch auf die natürlichen Frauen, die nicht tonnenweise Schminke brauchen,
die stilsicher tolle, aber auch lässige Kleidung tragen, die durch ne klasse
Art auffallen und nicht durch dämliche Accessoires ausm Billigramschladen!
Jubeln wir den Frauen zu, die sich trauen, anders auszusehen, oder einfach nur
come-as-you-are zu sein! Applaudieren wir jenen Damen, die sich keinen Mode-
Diktaten beugen, ihren eigenen Style finden und selbst völlig angezogen
immer noch Sexyness versprühen, durch ihr Wesen, ihre Ausdrucksweise und
ihr charismatisches sympathisches einfach-Ich-Sein!

PORNOGRAPHIE

(Püh! So langsam werd ich echt bildzeitungs-kafkaesk mit meinen Schlag-
zeilen, und es macht sich wohl in der kritischen Leserschaft der Verdacht
breit, ich würde hemmungslos-tabulos über ALLES schreiben, nur um einige
Klicks mehr auf meinem Blog verzeichnen zu können. Schändlich!)

Es gibt eigentlich über Pornos nix Neues zu erzählen, jeder kennt sie,
manche verdammen sie, andere lieben sie. Unzählige Männer verstecken ihre
Sammlung vor ihren Freundinnen oder Frauen, weil sie ihre intimen Gelüste
nicht zeigen wollen, sie nicht erfüllt bekommen oder sich schlicht deswegen
schämen. Denn porno-schauenden Männern haftet das negative Sozialprestige
des einsamen, frustrierten Singles und/oder Keine-Frau-Abkriegers an.

Doch dient Pornographie auch einer sicheren, antiseptischen Umgangwsweise
mit Sexualität, ähnlich des Cybersex, die jeden anonym konsumieren läßt
und eine Rattenplage an Problemen gekonnt umschifft. In der heutigen Zeit
mit all ihren überzogenen Erwartungen, Leistungsklischees im heimischen
Lotterbettchen, Mediensumpf-Propaganda an sexuelle Identitätsfindung und
nicht zuletzt HIV/AIDS, flieht man eben in eine unwirkliche Pseudowelt
und nimmt einen gefährlichen Kompromiß in Kauf: das Surrogat, so unendlich
weniger wert als das ECHTE, als dauerhaften Lebensentwurf zu akzeptieren.
Und das ist, sofern manche Menschen sich darin fügen, unendlich falsch
und schade!

Im Grunde ist 99 Prozent aller Pornographie ja auch nichts weiter als Business.
Menschen ziehen sich für Geld nackt aus, vollführen das gute, alte Rein/Raus-
Spiel in allen erdenklichen Variationen und dann folgt der Abspann mit den
Credits. Illusorische Hechler mögen vielleicht denken, der Amateur-Bereich
in der Porno-Branche sei mit marginal mehr “echter Geilheit” gespickt,
diverse Voyeurvideos zeigten wohl vermeintlich pralle Lust mitten aus dem
Leben. Doch auch da hält der Kapitalismus fleissig Einzug, unter einem
minimal geschickteren Deckmantel.

Der mythische Rettungsanker aller auf Ästhetik, Niveau, Anstand und was-
auch-immer Hoffenden sei der mystische 1-Prozent-Porno, der alle Vorurteile
Lügen straft, so toll ist, dass auch Frauen reihenweise anerkennend nicken
und der in den Olymp der Hochgeistigkeit mit tiefster Höllenfleischlichkeit
einzieht. and the oscar goes to …

Also derlei seltene Spezies des wirklich guten Erotikfilms muss wohl noch
entdeckt werden, aber oh, Erotikfilm ist etwas anderes als Pornographie!
Also sollen Heerscharen williger Voyeure ausziehen, diesen heiligen Gral
der Pornographie zu finden, ihn der Welt zugänglich zu machen, auf daß uns
allen die staunenden Futterluken offenstehen, und wir endlich wissen,
warum da denn Stroh liegt!

Sex-Themen im Fernsehen

Die üblichen Pro7-Verdächtigen schlagen wieder zu, in jeder einzelnen
Sendung, wie etwa Galileo, die durch pseudowissenschaftlichen Mumpitz und
intellektuellen Minusanspruch abgemagerter Anorexie-Moderatorinnen oder
dümmlich grinsender Male Model Moderatoren dem wachsamen Auge entsprechend
negativ auffallen.

Man wird nicht müde, in jeder langweilenden Sendung zumindest ein Sexthema
zu platzieren. Recht einfach: viel nackte Haut und irgendein Blödsinnsgelaber
über die angeblichen Geheimnisse der Attraktion zwischen den Geschlechtern.
Da wird eifrig sozialdarwinistisch die Beckengröße der Frau in einen Erotik-
faktor umgesetzt, während armselige Testprobanden die Frauenkurven auch noch
betatschen dürfen, blindfolded, und dann möglichst extensiv die Begründung
für eine potentielle Härtung im Hostenstall zum Besten geben müssen.

Noch schlimmer sind ganze Reportagen, die von angeblich authentischen Stimmen
aus dem Volk per Interview total aufklärerisch einen bedeutsamen Querschnitt
durchs Volk geben sollen. Alles, was der geneigte Fernsehsüchtige da sieht,
sind entweder kichernde Teenies mit Zahnspange und stotternden Schüchternheits-
floskeln, rüstige Damen im Rentenalter mit potenten Viagra-Gefährten oder
doch noch die Klischee-Studentin, die als Edelnutte freudig ihr Jurastudium
finanziert. Am Ende karrt man noch marginale Randerscheinungen rein, den
Quoten-Goth, der gern mit seiner Freundin aufm Grabstein rumrubbelt, oder
das fidele Swingerpärchen aus Bottrop, das im Tigerfell-String und Tanga
keinen Rudelbums ausläßt. Ah, ich vergaß: Käfig auf, und die ganze Latte (!)
der Perversion in Form von zwei BDSM-Jüngern rausgelassen, die dann nicht
müde werdend ihren Lifestyle für die glotzende, sabbernde Allgemeinheit
erklären sollen.

Hab ich’s schon irgendwo gesagt: O tempora, O mores!

Sollte man das alles durch Oswald Kolle eintauschen, der nüchternd referierend
auf der 70er-Jahre Couch ne Dröhnung lustiger Nostalgie entfacht? Zieht man
sich stattdessen lieber nen Porno rein, von dem man wenigstens erwarten kann,
dass er Null Handlung, Null Tiefgang, aber maximale Fleischlichkeit beschert?
Oder man tut das einzig Richtige, läßt die Glotze aus, schmeißt die Zeitschriften
weg (oder kauft sie erst garnicht), und entfernt sich maximal von der
Verdummungsstrahlung moderner Gesellschaft. Ein Spaziergang in einem stillen
Wald wäre zu empfehlen.

Cleaners

julio garcia. mexican drug cartel.
viktoria soloshenko. russian mafia.
akira fukoshawa. japanese yakuza.
stephen craig. american CIA.
ahmed al’farra. arab al quaeda.
shong ting wao. chinese triads.
mario canuzzi. italian ndrangheta.
atieno mugabe. african death squadron.

the strings of life are intertwined. some things change, in a very
special way. some oily black souls are dragged out of hell. an
epiphany of light. a wondrous magic. amongst slaughter, murder,
perversion, death, evil, walks a white hope. unbelievers are taught
what hides behind the walls of reality. some called him angel,
others alien, he shall be neither to all of you.

in a night full of change and repentance, tears come to the eyes of
every hardenend warrior. all sins are counted and laid bare. souls
are purged by the light. they hear his name, they listen, even if
they deny it all. gabriel white teaches them the error of their ways.
they try to fight him, they cannot. in horror they watch and surrender.

reality is broken. truth is told. ancient is everything mr. white has
to tell. secrets of darkness and light. and mortal souls, fighting
since the beginning of mankind. holy symbols. a god watching all
things. and evil lurking below. and above. and in the souls of all
who were chosen. now is your time to be created anew.

your sins cannot be undone. your darkness will always accompany you.
and hell awaits you at the end. but one promise i do have, if you
follow my prophecy: there shall be hope, salvation at the end, after
a very long cycle of suffering, cleansing and prayer. i offer freedom.
but it comes at a price: become my warriors. and fight all you have been.

Sex-Tipps in Männerzeitschriften

Eine neue Quelle der Volksverdummung sind Sex-Tipp-Rubriken in
diversen Männerzeitschriften a la GQ oder Men’s Health, welche
beängstigend danach aussehen, als hätte man das Modell der
Frauenzeitschriften genommen und schnell auf den modernen
metrosexuellen Mann getrimmt. Hätten die Redaktionen sich doch
nur auf ihre endlosen Litaneien des Body Workouts konzentriert,
wären sie doch nicht so der Lächerlichkeit anheim gefallen.
Doch Thema Nummer Eins erfreut sich anhaltender Beliebtheit
und muss bedient werden, die Leserzahlen werdens wohl danken.

Wo Dr. Sommer aus der Bravo noch herrlichen Teenie-Charme und
Nostalgie versprühte, vielleicht sogar auf seltsame Weise
hilfreich war, bekleckern sich die neuen Männerzeitschriften
beileibe nicht mit Ruhm. Manchmal sogar sind die Artikel von
Redakteurinnen verfaßt, die wohl tief in die Gedankenkarteikarte
der Liebschaften greifen, die sie mit völlig unfähigen
Emotionskrüppeln hatten, die nicht auch nur im Ansatz wußten,
wie die Gebrauchsanleitung der Lustkarosse namens Frau denn
auszusehen hätte. Diese wird fix geschrieben, für den Fitness-
Studio-Macho, der leider ob seines Trainings und seines Bürostuhl-
Jobs keine Zeit hat, an seinen inneren Werten ausreichend zu
arbeiten.

Dämliche Allgemeinplatzrhetorik wechselt sich ab mit scheinbar
revolutionären Erkenntnissen aus der ach so schmuddligen BDSM-
Schublade. Dazu garniert immer wieder die Mahnung nach Ein-
fühlungsvermögen und simuliertem Tiefgang, der vor lauter
erotischer Technokratie schnell Schiffbruch erleidet. Die Frau
wird nach wie vor patriarchalisch als Nutzobjekt diffamiert,
mit dem Unterschied, dass man dem Männchen antrainiert, doch
ein wenig auf ihre Bedürfnisse Acht zu geben. Vielleicht ein
feministischer Welteroberungsansatz, der die testosteronale
Machtelite unterwandern will?

Nach wie vor beachten aber Männerzeitschriften die wichtigste
Regeln, ob virtuell oder real: viel Bild, wenig Text. Wieso
auch? Was bahnbrechend Wichtiges hat man eh nicht zu sagen,
also paar räkelnde Dessous-Schönheiten für den Durchschnitts-
Glotzer reinbasteln, allgemeinverträgliche Erotik-Erkenntnisse
für die strunzdumme Masse dazuschreiben – bitte nicht allzu
komplexe Sätze oder emotionale Empathieprinzipien – und fertig
ist das Erfolgsrezept. Ob da der Playboy in seiner Gründer-
zeit um Längen besser war, vielleicht auch politischer, gesell-
schaftlicher und tatsächlich revolutionierend freier in Wort
sowie Schrift?

Satanisten und Sex-Sekten!

Wenn man da mal ein wenig recherchiert, fällt einem doch erstaunlicher-
weise auf, dass die Sex-Sekten teils den Satanisten echt den Rang ab-
laufen! Was ist nun scheinheiliger bei dem Ganzen? Ob nun die Satanisten
möglichst schmuddelig ihren Antichristen-Protest mit ner kleinen Orgie
feiern, oder die Sex-Sektierer die Bibel so lange umdeuten, bis das
“Liebe deinen Nächsten” alle Mitglieder in die religiös ekstatische
Beinahe-Zwangsprostitution, manchmal auch gerne flirty fishing genannt,
treibt?

Und so neu ist das alles garnicht. Man nehme nen redegewandten und meist
nicht so toll aussehenden Typen, der die Bibel umschreibt, womöglich
neu schreibt, das Ganze mit seiner bisher repressiven Sexualität würzt
und dann anfängt, ganz Machismo, Anhängerinnen um sich schart, möglichst
psychisch labil und fanatisierend bitte. Danach wird dann alles an
persönlicher Perversion gelebt, was man sich so denkt, und alles
Abtörnende dann verdammt. Fertig ist der Sexclub namens scheinreligiös
motivierter Sekte … ah, Moment, manche glauben ja wirklich dran.
Zynische Geister mögen sagen: na immerhin besser, als wenn sie wegen
jedem Scheiss gleich verzückt Massenselbstmord verüben wollen…

Und wie treibens die Satanisten? Ich habe ja leider keine Quellen, aber
was man sich so imaginiert, auf verschiedene Wissensbrunnen stützend,
und unter anderem Aleister Crowley’s Sex Magick zitierend, soll völlig
frei motivierte Sexualität ohne Grenzen wohl end-schick beim Dämonen
beschwören wirken. Andern Orts ist luziferanischer Glaube auch wieder
nur ein Deckmantel für bissel “pervers rumficken”, allenthalben wohl
nur eine winzige Ecke ehrlicher als die obigen Sex-Sektierer.

Wer ist nun schlimmer? Satanisten, die unter Umständen dann doch meinen,
sie müßten über die Stränge schlagen und weitaus Böseres tun, als
richtige Religionsrebellen, unter dem dann Unschuldige wirklich bitter
zu leiden haben (beispielsweise mißbrauchte Kinder und Jugendliche)?
Oder brainwashed Sex-Sektenmitglieder, die genau Ähnliches erleben,
mitunter von Nahestehenden, die ihren Gutglauben ausnutzen und mentale
Wunden fürs Leben schlagen?

Wenn wir für einen Moment ernst werden, fernab aller bitterzüngigen
Lächerlichmachung, sind sowohl Satanisten als auch Sex-Sektierer in
bösester Ausprägung nichts weiter als Sex-Verbrecher, die ihre
menschenfeindlichen Ziele jenseits aller Ethik und Strafrechtlichkeit
auf Kosten Unschuldiger praktizieren wollen. Dagegen sollte jeder
Mensch einschreiten.

Kann man am Ende von harmlosen Satanisten und Sex-Sektierern reden?
Reicht es, sich über sie lustig zu machen, sie vielleicht sogar zu
tolerieren, wenn es nachweislich keine “Opfer” zu geben scheint und
man glaubhaft versichert bekommt, dass alle doch freiwillig dabei
sind? Kann man “solchen Leuten” denn überhaupt Glauben schenken?
Und ist es nicht ein wenig deprimierend, wenn im Namen des Glaubens
genauso viel Böses getan wird wie von denen, die eigentlich dafür
“zuständig” wären?

Die Kurve zum ursprünglichen Thema Sex ist die folgende: brauchen
manche Leute einen wie auch immer legitimierten Rahmen, politisch,
sozial oder religiös, um gewisse Gelüste erotischer Natur leben
zu können? Muss es eine satanistische Geheimloge sein für den
träumerischen Sexfreak, oder doch lieber ne halb-legale Sex-Sekte,
die unter verträglicheren Vorzeichen Perversion salonfähig macht?
Und was, wenn derlei Dinge von Fast-Harmlos schnell in Total-
Gefährlich abgleiten, korrumpiert vom Bösen im Menschen, das leider
in allen Lebensbereichen eine durchaus beängstigende Realität
vorweisen kann.

ICH SCHREIBE NUN ÜBER SEX !!!!

Holla, die Waldfee, ich bin wohl ne Runde sensationslüstern und vor
allem Blog-Traffic-Klick-geil geworden! Dass ich mich nun auf diesem
sehr puritanisch-katholisch-jungfräulichen Blog dazu herablasse, über
das berühmt-berüchtigte Dreibuchstabenwörtchen zu schwadronieren. Ist
das denn überhaupt der richtige Ort dafür? Wo ich mich doch so bemühe,
den kritischen, seriösen Intellektuellen mit gehörig-harmlosem Dach-
schaden positivistischer Natur raushängen zu lassen? Aber nein, ich
bin auch ne fiese Lästerzunge verbalöser-texturierter Natur, da muss
auch gnadenlos das als abgeschmackt zu bezeichnende negative Zwischen-
menschliche (auch bezüglich intimster Erotik) auf angemessene Art
torpediert werden!

To reach more People, I should also write in English, dispense my
immense Wisdom amongst all who are foolish (or curious) enough to
read it? O my God, it is SEX, and we all talk about it, want to know
about it, and unfortunately, as it seems to be the case in modern
society, we have forgotten to actually do it anymore!

Hat dieser Blog eigentlich ne Altersfreigabe? Hm. Bräuchte er denn eine?

Aber eigentlich kann ja nix passieren, wenn ich ausufernd über eine
zu konstruierende Sex-Ethik referiere, die alle zwischenmenschlichen
Freuden, so speziell sie auch sein mögen (BDSM), artgerecht, integer
und sozial verträglich regelt! Alle nach Sexbeichten, Bildern (“hasch
foddos?”) oder sonstigen Intimgeständnissen lechzenden Voyeure
werde ich sowieso genüßlich gern zu enttäuschen wissen.

Immerhin macht sich der moderne Mann ja auch schon des Hochverrats
schuldig, wenn er auch nur hauchzart vom Thema SEX anfängt. Zahlreich
sind die feministischen HordInnen, die gleich vermuten, dass es dem
Typen nur um das EINE geht, womöglich noch mit Chauvinismus und
Sexmismus gewürzt! Schlagt ihn tot, diesen … Mann! Dabei heißt
es doch, wir Männer sollten mehr … reden?! Aber wohl nicht darüber,
näch?! Nehmen wir lieber einen Raketenwerfer und zerpulvern wir das
Klischee von der Frau, die ausschließlich an Beziehungs-Emotionaltalk
interessiert ist und des Mannes, dem es nur um die carnal desires
geht.

Abgesehen davon hab ichs auch tierisch schwer gegen die allgewaltige
Medienwelt, die nacktes Fleisch pausenlos präsentiert und aufs Oberf-
flächlichste zelebriert? Wer will da schon Worte lesen, wall of text,
wenn es nebenan beim Hochglanzmagazin dicke Möppse zu bestaunen gibt?
Oder Sixpack-Tattoo-Fußballer, die aussehen, als hätten 40 Tättowierer
volltrunken an unterschiedlichen Stellen einfach mal sinnlos kichernd
drauflosgemalt?