Historisches Fechten im Verein!

Der moderne schwertkampfinteressierte Mensch mag vor der Entscheidung
stehen, einer kommerziellen Schule beizutreten oder einem Verein, (ob
nun von eigener Hand oder bereits bestehend.) Gegen kommerziell
orientierte Schulen spricht dann nichts, wenn ihre Qualität, ihre
Ausrichtung, ihr quellentreuer Realismus (soweit anwendbar) sowie
ihre geldwert gebotene Leistung einem gewissen Maß entspricht, das
mit der eigenen Erwartung übereinstimmt.

Der Verein bietet meiner Ansicht nach aber wesentlich deutlichere
Vorteile: nicht selten ist dieser günstiger, inklusive Versicherungs-
schutz, bietet unbegrenztes Training pro Woche, und sogar die
Möglichkeit, in andere Vereinssportarten hineinzuschnuppern. Nicht
selten ist die Infrakstruktur bei großen Vereinen deutlich besser
als bei kleinen, kommerziellen Schulen, die notwendigerweise im
Vergleich dann auch weniger Mitglieder ihr Eigen nennen können.
Eine vielleicht recht subjektive Qualität eines Vereins ist seine
Gemeinnützigkeit, die vor allem dafür sorgt, dass dem Sport, seiner
Infrastruktur und somit den Mitgliedern die Gelder zur Verfügung
stehen, für Hallen, für Sportgeräte oder sonstige infrastrukturellen
Belange. Bei einer kommerziellen Schule muss man notwendigweise
dem Eigentümer vertrauen, dass er diese Dinge aufrechterhält und
vor allem auf dem neusten Stand hält (was Ausgaben bedeutet, die
seinen Gewinn schmälern).

Sicherlich aber ist es so, dass nicht alle Vereine eine relativ junge
Sportart namens Historischer Europäischer Kampfkunst anbieten. So
ist es also mögich, dass Interessierte sich als Verein eintragen,
ihn selbst gründen, und mit all den Vorteilen, aber auch Verantwort-
lichkeiten dessen agieren müssen. Dies ist ein gangbarer, auch auch
ein wenig aufwändigerer Weg, als schlicht einer bereits bestehenden
Organisation beizutreten. Findet man jedoch genügend Interessierte,
hat einen festen Stamm an historischen Fechtern, weiß über alle
Notwendigkeiten Bescheid und hat den Willen, etwas dauerhaft zu
erschaffen, ist man zum einen sein eigener Herr bezüglich allen
Lehr-/ und Lerninhalten des Historischen Fechtens und kann sich
mit anderen Vereinen vernetzen, um dazuzulernen. Zudem verbietet
einem ja niemand, bei einer guten kommerziellen Schule mit
exzellentem Trainer das ein oder andere Seminar zu besuchen!

Die Entscheidung, sich bei einer kommerziellen Fechtschule anzumelden,
oder einem Verein beizutreten, will in jedem Fall wohl überlegt sein,
beides hat seine Vorteile und manchmal ist man zu dem Einen gezwungen,
wo das andere eben fehlt. Ich persönlich habe im Verein nun meine
Heimat gefunden, bin da mit meinen historischen Fechtfreunden und
-freundinnen höchst zufrieden und genieße alle Vorteile des
nichtkommerziellen Vereinslebens; für mich bisher ohne ersichtliche
Nachteile!

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About sovalkon

I am the Grey Knight.

Posted on July 3, 2014, in Historical Fencing and tagged , , . Bookmark the permalink. Leave a comment.

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