Sex-Themen im Fernsehen

Die üblichen Pro7-Verdächtigen schlagen wieder zu, in jeder einzelnen
Sendung, wie etwa Galileo, die durch pseudowissenschaftlichen Mumpitz und
intellektuellen Minusanspruch abgemagerter Anorexie-Moderatorinnen oder
dümmlich grinsender Male Model Moderatoren dem wachsamen Auge entsprechend
negativ auffallen.

Man wird nicht müde, in jeder langweilenden Sendung zumindest ein Sexthema
zu platzieren. Recht einfach: viel nackte Haut und irgendein Blödsinnsgelaber
über die angeblichen Geheimnisse der Attraktion zwischen den Geschlechtern.
Da wird eifrig sozialdarwinistisch die Beckengröße der Frau in einen Erotik-
faktor umgesetzt, während armselige Testprobanden die Frauenkurven auch noch
betatschen dürfen, blindfolded, und dann möglichst extensiv die Begründung
für eine potentielle Härtung im Hostenstall zum Besten geben müssen.

Noch schlimmer sind ganze Reportagen, die von angeblich authentischen Stimmen
aus dem Volk per Interview total aufklärerisch einen bedeutsamen Querschnitt
durchs Volk geben sollen. Alles, was der geneigte Fernsehsüchtige da sieht,
sind entweder kichernde Teenies mit Zahnspange und stotternden Schüchternheits-
floskeln, rüstige Damen im Rentenalter mit potenten Viagra-Gefährten oder
doch noch die Klischee-Studentin, die als Edelnutte freudig ihr Jurastudium
finanziert. Am Ende karrt man noch marginale Randerscheinungen rein, den
Quoten-Goth, der gern mit seiner Freundin aufm Grabstein rumrubbelt, oder
das fidele Swingerpärchen aus Bottrop, das im Tigerfell-String und Tanga
keinen Rudelbums ausläßt. Ah, ich vergaß: Käfig auf, und die ganze Latte (!)
der Perversion in Form von zwei BDSM-Jüngern rausgelassen, die dann nicht
müde werdend ihren Lifestyle für die glotzende, sabbernde Allgemeinheit
erklären sollen.

Hab ich’s schon irgendwo gesagt: O tempora, O mores!

Sollte man das alles durch Oswald Kolle eintauschen, der nüchternd referierend
auf der 70er-Jahre Couch ne Dröhnung lustiger Nostalgie entfacht? Zieht man
sich stattdessen lieber nen Porno rein, von dem man wenigstens erwarten kann,
dass er Null Handlung, Null Tiefgang, aber maximale Fleischlichkeit beschert?
Oder man tut das einzig Richtige, läßt die Glotze aus, schmeißt die Zeitschriften
weg (oder kauft sie erst garnicht), und entfernt sich maximal von der
Verdummungsstrahlung moderner Gesellschaft. Ein Spaziergang in einem stillen
Wald wäre zu empfehlen.

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About sovalkon

I am the Grey Knight.

Posted on July 12, 2014, in SEX and tagged , , , , . Bookmark the permalink. Leave a comment.

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