Monthly Archives: October 2014

Oracle

should I send you out, Lord Toshrak, amongst them, you would find what
they hold dear, their darkest secrets, kept in most safe vaults, but
open to the Oracle of Evil, which is impartial, but never just. weakness
uncovered, Darkness brought alive, who is the best Judge of Malice,
but Malice itself?

invulnerable to all Seduction, immune to any Allure, you are a stately
Demigod of a Power, far away, in Worlds few could find, maybe fewer
still want to explore. here, you can be a stern Judge, but never like
the blind Ones, deep in Hartoum, who are just, balanced and wise.
No Wisdom is to be sought here, Lord Toshrak, only the Uncovering of
the Machinations of Depravity, which is all you now seek.

so many close their eyes, are charmed by Beauty and Illusion. not you,
great Wanderer, you look past it, with cold, dead Eyes, see shivering
Souls, weak, strong even, but always flawed. Its the Amount of Flaws,
you discern, and grin with evil Smile, knowing that everyone burns in
their own Hell. There is no Way you show, but Silence, and the utter
Fact that nobody can be a Lord in Hell, but you.

no Inquisitor can be as deadly as you are, for Precision guides your
Blade, infinitely fine, to pierce every Heart, to shatter every frail
Soul, and the Mightiest tremble, for you come to them, speaking the
Oracle of Evil, which is always Truth, for that is the Beauty of it:
there shall be no Lie, but hard, painful, everlasting Reality.

your Ways became strange, Toshrak, you are now an empty Husk, a God
still, but hollow inside, a Puppet of a true Power, a Name in some
Worlds, forgotten in others, a Shaper in the Past, but never more
than a Shadow. but still, your Steps can be heard in that ancient
Fortress you call your Home, where you reside, alone, thoughtful,
and only leave to be the Oracle of Evil to those, who earn this
dreadful Gift.

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Sexualethik!

Im Zwischenmenschlichen, allem voran Sex und das Prozedere, wie man diesen denn
möglich macht, gibt es so viele Verhaltensweisen, ziemlich ausufernd viele
Schattierungen, und auch sehr unterschiedlichen Ansichten, was Sexualmoral angeht.
Hier schon der erste Stolperstein: das Wörtchen Moral. Da ploppen dann ungesund
viele religiöse oder oppressive Tugendentwürfe der altvorderen Zeit auf, die man
getrost das Klo runterspülen sollte, allem voran schon allein, wenn sie als
Lügen und Tarnung für Verurteilenswertes so oft genutzt wurden. Nehmen wir also
anstatt dessen den Begriff Ethik, sicher, ein wenig technokratisch, aber so wie
ich meine, wesentlich vorurteilsfreier.

Sexualethik kann also meinen, dass sich Menschen das Vergnügen einer Nacht suchen,
vielleicht auch dauerhaft. Legitim. Andere wiederum bevorzugen rein monogame
Beziehungen. Ebenso richtig. Und dazwischen gibt es die ganze Bandbreite an
Lebensentwürfen, zufälligen Begebenheiten, komischen Zufällen, Stärken und
Schwächen, die menschliche Interaktion so zu bieten hat. Alle Kritiker an diesem
oder jener Überzeugung sollten aber wissen: höflich, tolerant, fair sind
Charakteristika, die gute Diskussionen oder auch hitzige Auseinandersetzungen
wertvoll machen. Zudem muss sich jeder Kritiker fragen, ob er, wenn er eine
andere Ethik angreift, seine eigene, die er so vehement verteidigt, auch schon
erfolgreich lebte und angesichts realer “Versuchungen” dennoch bewahrt hatte!
Zudem hilft es immer, keine Überzeugungen von Gruppen oder sozialen, kulturellen
oder religiösen Institutionen zu zitieren, wenn man seine eigenen Kritiken
formuliert, sondern genau darauf achtet, dass man seine eigene Meinung zum
Besten gibt, klar macht, dass man nicht verallgemeinernd und polemisierend
den “ethischen Imperativ” für sich reklamiert, nur weil vielleicht eine
Heerschar von Menschen das angeblich ganz genauso praktiziert.

Es ist nicht immer einfach, wenn konservative Monolithenkampfpanzer verbal
auf frei fließende Lebenswasser treffen; wobei es sich dann überraschender-
weise herausstellt, dass die Differenzen in ethischer Hinsicht gar keine
sind, eben nur unterschiedliche Biografien, Suchraster, und am Ende einfach
das Reklamieren, dass es Möglichkeiten gibt, die man leben kann, es
aber nicht muß. Hier ist jedem zu raten, Hochemotionalität und den Zorn
des eigenen, strengen, inneren Inquisitiors außen vor zu lassen, das Mütchen
zu kühlen und empathisch den anderen zu Wort kommen zu lassen! Lektionen,
die Kampfpanzermonolithen archaischer Bauart für das moderne Retrofitting
sicher gut gebrauchen können und verwundert feststellen, dass ihre innere
Freizügigkeit durchaus mit einigen Dingen d’accord geht, die aus der
Lebensweisheit fließender Freiwasser glitzernd hell hervorsprudeln!

Sex Skandale!

Die Öffentlichkeit scheint aus verschiedenen Gründen sehr scharf auf
Sexskandale zu sein, schon und vor allem von Politikern, Personen des
öffentlichen Interesses oder eigentlich jedem, der irgendwann irgendwo
mal was zu sagen hatte. Journaille stürzt sich drauf, oder hier und da
mal nen Geheimdienst, um die lieben Leute auch jäh ein wenig erpressbar
zu machen. Gängige Praxis im Haifischbecken der internationalen
Machtrangeleien.

Doch summa sumarum sinds teils nichts weiter als platte Alltags-Skandälchen,
die die gehörnte Ehefrau mit ihrem Prostituieren besuchenden Ehemann aus-
machen muss, oder der US-Expräsident Clinton (1) mit sich, seinen Unwahrheiten
vor Gericht und vor allem seiner Familie und den Verwandten. Legion sind
die erotischen Verfehlungen der (Ohn-)Mächtigen, vielleicht kann man da
abwinken, gähnen und der Sensationsjournaille jegliches Erfolgserlebnis
dadurch vermiesen. Aber der Voyeurismus der Massen ist ein mächtiger
Enthüllungsmotivator.

(1) Eigentlich dann doch ne gefährliche Lachnummer, wenn ein Präsident
der Vereinigten Staaten unter Eid lügt, indem er sagt: “I never had sexual
Relations with that Woman.” und Winkelzüge anbringen muss, wie: “It depends
on the Meaning of what is is.”

Man könnte natürlich konstruieren, dass ein Politiker ein gewisses ethisches
und moralisches (2) Sauberwesten-Image besitzen sollte. Und Sexskandale ihn
für seine Arbeit fragwürdig machen, vertrauensunwürdig, erpressbar, shady,
and the like. Doch fragen wir rum, herrscht auch aus anderen Gründen
(Korruption, Machtmissbrauch etc.) eine gewisse Skepsis, was unsere
lieben Volksvertreter angeht, also wäre da der eine oder anderen erotische
Skandal doch nur das Sahnehäubchen.

(2) Über das Wort Moral ließe sich eine tausendseitige Abhandlung schreiben.
Persönlich nutze ich dieses Wort lieber nicht und ersetze es durch das
herrlich rationale Wort Ethik, hoffnungsvoll entkleidet von religiösem
oder sozialem Vorurteil.

Am Ende des Tages ist das gute, alte Rein/Raus-Spiel auch in den oberen
Machteliten nix weltbewegend Neues, in seinen orgiastischen Ausprägungen
eigentlich schon irgendwo irgendwann mal dagewesen (–> Rom), vielleicht
sogar erschreckend profan und gewöhnlich, manchmal sogar müde lächelnd
nicht mal der Rede wert. Doch ernsthaft kritisch zu betrachten sowie
abwehrend zu bekämpfen ist es, wenn die Herrschenden Illegales praktizieren,
vor dem Gesetz erfolgreich fliehen und zuviele ausgebeutete Unschuldige
den realen Preis für solcherlei Verbrechen zahlen.

Sex Protzereien!

Man(n) ist ja vieles gewöhnt, von allerlei Front, sei es zum einen spaßiger
Nonsense Talk über Thema Nummer Eins oder, Gott steh uns bei, tatsächliche
intime Enthüllungen, manchmal von jenen, die man lieber schweigend sähe.
Ganz besonders bedürftig scheinen all jene zu sein, sich mitteilend an die
Semi-Öffentlichkeit zu wagen, die durch Angeberei, Protzen oder sonstige
verbale Manöver ihren sozialen Status entweder festigen oder erhöhen wollen –
wobei hier gerne Spekulationen über das soziale Niveau durchaus zulässig
sein dürfen. Aber keine Sorge, es zieht sich durch alle menschlichen
Kasten, Klassen und Ränge, dieses überschwallige Mitteilen des eigenen
Erotikheldentums.

Von Männern scheint mans ja gewohnt zu sein, ein wenig hier, ein wenig da,
protzig die eigenen erotischen Leistungen den anwesenden Bewunderern
darlegend. Da fliegen dann auch schon mal die Zahlen der bisher gehabten
Frauentrophäen durchn Raum, nebst gewisser Andeutungen, was die, jene
oder welche denn so gemocht hat und man pflichtschuldig so erfüllte,
dass brüllendes Orgasmieren aller Beteiligten noch der geringste Lohn
der süßen Mühen war. Irgendwie alles bekannt, oder? Nix neues im Staate
Dänemark, und auch sonst in der Welt.

Ganz besonders befremdlich mutet es mir an, wenn Frauen sich da mitteilsam
zeigen. Entweder unvermittelt pseudo-provokant, um unter Beweis zu stellen,
was für böse Mädchen sie doch eigentlich wirklich sind, oder lax-lässig
zwischendurch, um sich extremst abgeklärt cool zu geben: nebenbei vom Weibe
erwähnt, dass frau schon einmal “lebendes Buffet” gewesen ist! (totally awesome,
also nicht kannibalistisch, sondern eher beispielsweise Sushi druff und
von mehr oder weniger nackter Haut runtergefuttert. totally sexyvampy!),
oder dann doch die Billigprollvariante direkt auf die 12: “von Sekt werd
ich immer geil.” Und das in absolut ernstem matter-of-fact Ton!

Wir reden hier keinesfalls von launigem infantil-grenzdebilem Spaßtalk,
oder ernsthafter Beschäftigung mit diesem allseits beliebten Thema der
Zwischenmenschlichkeit, sondern plakativer Beschreibung des eigenen
Sexus, nicht davor zurückschreckend, in die tiefe Kiste irgendwelcher
nicht ganz alltäglicher Schmuddeligkeiten reinzugreifen. Ein wenig lahm,
billig und schal wirkend, das Ganze, vor allem, wenn es von MenschInnen
kommt, die ihr Durchschnittsimage mit derlei Propaganda allzu offensichtlich
aufpeppen müssen.

“Weniger ist mehr!”, möchte man(n) verzweifelt all diesen Küken ins Antlitz
brüllen, sie zum Schweigen bringen oder eigentlich eher, so schnell die
Siebenmeilenstiefel tragen, wegrennen. Doch da haben wirs eigentlich wieder,
jeder bekleckert sich, so gut er kann, be it man or woman. Das sollte jedem
Geschlechterkrieg sowieso den Sturm aus den zerfetzten Segeln nehmen und
uns erkennen lassen: im Doofsein sind alle gleich.