Kunst machen und die eigene Befindlichkeit

Man stolpert vielleicht so rein, ins Kunstmachen, enthusiastisch mitgerissen,
oder selbst freiflüglerisch segelnd, und findet sich inmitten unzähliger
Möglichkeiten wieder! Und man will zeigen, was man so macht, per Bild und
Video und Printmedien und Internetauftritt! Vernetzungen erscheinen wichtig,
reaching out to many other People! Schlußendlich könnte auch ein Fünkchen
Ehrgeiz und Anerkennungsheischen ne Rolle spielen.

Aber manche stoppen da. Sich den Blicken anderer aussetzen, bedeutet immer
auch Kritik, Spott oder vielleicht im “harmlosesten” Fall mildes Belächeln.
Wer Nischen wie Performance besetzen mag, sich selber zeigt, körperlich
und psychisch, der muss auch damit zurechtkommen, nicht nur mit den
Stimmen von außen, aber auch denen von innen, die so manches Mal sehr
empfindlich skeptisch klingen können.

Kunst in der Gruppe! Was, wenn es da so unendlich viel zu klären gäbe?
Unterschiedliche Visionen der Qualität, die einen projektorientierte
Produzenten, die anderen anti-ehrgeizige Rebellenfreigeister? Enthusiastische,
zuweilen auch fanatische Macher gegen introverierte Talker? Möchte man
überhaupt Projekte anderer realisieren, daran mitarbeiten, oder fixiert
man sich lieber egozentrisch auf die eigene Kunst?

Weiß man denn so manches Mal überhaupt, was “eigene Kunst” bedeuten mag?
Ist es nicht klüger, das vorher zu erforschen, bevor man sich Gruppen-
arbeit widmet? Und wäre es nicht auch ein Entwurf, dass jeder seine
eigene Kunst in die Gruppe bringt; Materialschauen veranstaltet werden,
die zeigen, womit und wie Kunst auch gemacht werden und man sich
schließlich auch unendlich lange darüber austauscht, was man denkt
und fühlt, bevor man sich in Gruppenprojekte stürzt.

Oder es gibt Strömungen in einer Gruppe, die drängend nach vorne wollen,
Räume besetzen, diese obig schon erwähnten enthusiastischen Macher,
an denen beleibe nichts Schlechtes ist, doch nur dann, wenn sie andere
Stimmen mißachten, und delegierend das Sagen übernehmen, für ihre
eigenen Projekte, die sicherlich für sie selbst am wichtigsten erscheinen.
Da ist aber jeder Einzelne gefragt, das anzunehmen, aus freien Stücken
und mit Freude, oder sich zurückzuziehen, nicht grantelnd, aber
gedankenvoll weise und sich selbst kennend.

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About sovalkon

I am the Grey Knight.

Posted on February 12, 2015, in Kunstgruppe and tagged , , . Bookmark the permalink. Leave a comment.

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