Viva la Freiheit! (Was, schon wieder?)

Wenn enthusiastische Fanatikpanzer komplimentierend diktatorisch durch die Gegend
rollen und im Namen der generösen Herrschaft des gütigen Königs delegieren,
befehlen und treusorglich bitten, wird es Zeit, die Koffer zu packen. Schnell
ein Pferd gesattelt, die Habseligkeiten zusammengesucht, Bücher der Freiheit
auf den Rücken geschnallt und fort geht es, an neue Gestade, nicht der
Einsamkeit, aber der sorgsam selektierten Basisdemokratie.

Hiermit erkläre ich den sofortigen Austritt aus den “Chaosartisten”!

Das Label sollen andere zum sehnlichst geträumten Erfolg führen, sich ihren
wagneresken Fantasien dezibelstark hingeben und ihr Innerstes dem gaffenden
Auge der Kamera offenbaren, und all jenen, die mit Speis und Trank gelockt,
dem Ganzen applaudieren oder eher stumm verlegen nach Wegen suchen, dieser
Kunst zu entkommen … wenn es denn welche ist?

Soll der König doch denken, wir sind feige, risikoscheu, keine echten Künstler,
keine treuen Vasallen, keine guten Arbeiter, ewiglich alles zerredend, zweifelnd,
und nie etwas zustandebringend? Do we care? Wir Geistesgötter der wahren
Freiheit, die wir im Gartenhäuschen der Kunst Tee schlürfen und uns darüber
lüstern streiten, ob es nun “Vulvae” oder “Vulvoi” heissen mag. (Und wir alle
wissen, dass es in Lemuria, Pangäa und Atlantis IMMER letzeres hieß!)

Wir wollen reden, und vielleicht machen, wir sind respektvoll gegenüber jenen,
die ihr Wissen mit uns teilen und akzeptieren, dass wir wissen, nichts zu
wissen oder doch mehr als der gewöhnliche Gesell. Und wir möchten nicht
Teil eines Kunstprojekts werden, egal, wie gütig der König uns beschwichtigt,
von dem wir denken, dass er seinen Ruhm mehren will, auf unseren Schultern?
Oder doch eher fürsorglich unser aller Berühmtheit! Doch vermessen sind solche
Pläne, wieviel andere sind da schon gescheitert!

Ich selbst, lieber König, kann nicht mit Prosaikern Kunst machen, bin lyrisch,
poetisch so enorm viel anders, als du es bist. Mach mir keine Komplimente, ich
durchschaue dich, unwillige, zweifelnde Untertanen willst du auf Linie bringen,
du Fabrikant der Kunst, in seinen neuen Kleidern als allzu gütiger König,
beteuernd, dass wir alle so unendlich viel Zeit haben, immer nur für dich und
deine Visionen. Und Finger weg, O treu sorgender König, von meiner Kunst,
ich gebe sie dir nicht, sie ist mein, ich mache sie selbst, und keiner anderer
wird sie verbessern, oder … verschlimmbessern!

Liebster König, der du niemals mein Souverän warst, du wirst dich herab-
begeben müssen, als gemeiner Gesell und Bauer, wie wir alle, wenn du unserer
Gesellschaft noch frönen magst, und mich kannst du nicht mehr gewinnen für
deine Visionen, ich werde mich nie wieder oder jemals? unter dein Joch
begeben. Delegiere andere, befiehl und bitte andere, denen es leichter
fällt, die mehr mit dir gemeinsam haben, dein geistiges Fundament teilen,
es mehr Spaß bereitet, mit dir das zu schaffen, was du vor deinem inneren
Auge so drängend siehst.

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About sovalkon

I am the Grey Knight.

Posted on February 21, 2015, in Kunstgruppe and tagged , , . Bookmark the permalink. Leave a comment.

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