Monthly Archives: July 2015

Color your Soul black

in the beginning, a choice was given and a warning. you decided wisely.
but as time passed, all things changed within you. you thought yourself
to be immune against anger, hatred or revenge. the more you lived amongst
them, the more you became like them. the path of peace is a very difficult
one if you see all the atrocities of your enemy every day, every hour,
every minute.

there is a very great price to pay, gabriel. now you know, back then,
you didnt want to. every act of killing colors your soul a little more
black, no matter how righteous you thought yourself to be. it simply
matters not, for killing is the antithesis to life, against the light,
and you decided to follow that way. suffer the consequences now, gabriel,
every one of those you destroyed will haunt you. will there be
absolution? for you? for them?

now you continue on this path. the war path. eye for an eye. evil takes
pleasure in your actions and provokes you even more. they are proud
to be black, but are you? one thing is for certain: you cant go back
to innocence. no amount of power can undo what you did. will you
repent one day? or do you pray every night to be relieved of this
soultorturing pain to hear the laments of all you killed?

how shall you fight your enemy? do nothing while evil slaughters the
righteous day by day? go out and preach justice and peace and love?
win the war by rescuing souls? defending them with holy words and
signs and vows? or do you take up arms, just like the old times,
now guns instead of swords?

god is silent, gabriel.

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Guild Wars 2 : evil Prolling

Vielleicht muss man unterscheiden: das dezente, manchmal feinsinnige, durchaus
aber derbe und unverhohlene Rumgeprolle, das jedoch hinterrücks geschmackvoll immer
darauf achtet, niemandem allzu ungebührlich an den Karren zu fahren, versus das Prolling (1),
das nur abartig beleidigend, primitiv und bösartig-schädlich jeden Sozialraum
vergiftet. Ersteres, gutartiges Prolling, setzt natürlich auch voraus, dass die
entsprechend kultivierten Proller selbstverständlich auch anders können und jederzeit
wieder auf Normalmodus umswitchen können.

(1) Eine denglische Wortschöpfung, angelehnt an “herumprollen”, “Proletentum”

Das letztere Prollen aber läßt schon Rückschlüsse auf Menschen zu, auf ihre eigenen
Probleme, die sie unvermeidlich auf andere projizieren und gewisse absichtliche
Antisozialismen, die sie pflegen, oder mehr noch, keinen Ausweg daraus sehen.
Unvermeidlicherweise gehört es, gerade im Bereich des virtuellen Spiels, leider
oftmals zum guten Ton, so evil and arrogant wie möglich zu sein. Ich halte das
für eine posh mask und abgeschmacktes Schauspiel, das wirkliche Profis, denen
ums Spiel geht, absolut nicht nötig haben.

Was man niemals außer Acht lassen sollte, ist, dass bösartiges Verhalten, Beleidigen
und evil Prolling gegen einzelne oder mehrere immer einen Effekt haben wird, und
beleibe nicht jenen, dass sich die Angesprochenen vielleicht ärgern. Gerade wenn
man Teil einer Gilde ist, und es nicht lassen kann, derartig Beschriebenes verbal
oder per Text zu tun, färbt das zwangsläufig auf den Namen der Gilde ab, selbst
wenn diese unbeteiligt ist, oder sogar all dem ablehnend gegenüberstände. So kann
ein sich fehl verhaltendes Individuum durchaus den Ruf einer ganzen Gilde beflecken.

Ob Prolling gleich Trolling ist? Sicher nicht. Ich sehe zumindest bösartiges Prolling
jeglicher Spaßkomponente oder Harmlosigkeit insofern beraubt, als dass man ziel-
gerichtet versucht, mittels Beleidigung, Beschimpfung, Ausgrenzung und Stimmungsmache
um sich zu ballern. Das Wort Cybermobbing will ich da nicht gelten lassen, ein
ausgetretener Pfad, der zudem auch meiner Ansicht nach ein massives Mehr an
Belästigung mit sich bringt und in der Eskalationsskala weitaus höher steht.

Evil Prolling zeigt viel über die Geisteshaltung des Ausübenden, und muss wirklich
jeden zum Grübeln bringen, ob man Teil einer Gilde sein will, in der solche
Individuen sich tummeln (dürfen). Sicherlich ist eins ganz klar: evil
Proller fallen auch über sich selbst her, gemäss dem fantasy-literarischen Spruch:
das Böse zerstört sich am Ende immer selbst.

Finales Heilmittel gegen evil Prolling: was ich gerne das Blockmuting nenne, im
Spiel gefunden & geblockt, im Teamspeak gemutet/blockiert. Sorgt schnell und einfach
für absolute Himmelsruhe. Und ist generell auch so lange anzuwenden, bis alle
evil Proller sich auf dieser Liste tummeln. Gilt ja schon lange: dont feed the
Trolls, hier also: dont feed the evil Prolls!

Guild Wars 2 : der seltsame TS Dschungel

Gleich eines Safari-Touristen, besser noch, bewaffnet wie ein Großwildjäger,
begibt man sich in die seltsamen akustischen Gefilde des Teamspeaks, eines
wild wuchernden Ortes voller Stimmen, Laute, Quäkereien und animalischen
Tönen. Vorsicht muss man walten lassen, das Zischen von Schlangen, das
bedrohliche Grollen von Felidae oder das echsenhafte Zischen kleiner
Tyrannosauriae gemahnt zum leise umhorchenden Tippeln.

Andere Menschen! Schockschwerenot! Und sie reden! Hohe Stimmen, teils auch
weiblich, mit einem Oktav, dass es dir die Hörmuschel perforiert, unglaublich
tiefe Bärenbrummler, leise Flüsterer, alles dabei, die Vielfalt der Fauna
scheint grenzenlos. Geräusche im tiefen hörbaren Urwald: der eine schnauft
wie Darth Vader nachm Jogging direkt ins Mikro, der andere löffelt geschäftig
aus ner Blechbüchse, der dritte spricht am Handy mitm Büro – wer braucht die
NSA – einfach ins TS einloggen!

Und was da so gesprochen wird; schamanistische Formeln des beschwörenden Kults:
“tschi tschi”, “easy”, “nich rumslacken”, “on tag pls”, “bombedibombedibombedi”,
“HAMMASTUN” – virtuelle Krieger verständigen sich mit kryptischen Anglizismen
in Online-Schlachten des Guild Wars2 WvW! “randoms”, “waldis”, “upscaled”,
“slacker” sind die verächtlichen Brandmarkungen für jene, die anscheinend nicht
so wollen wie jene, die vielleicht mehr wollen, als sie jemals gekonnt hätten!
Dazwischen die Stimme der sich anbiedernden Jugend, die eins ums andere Mal
neu von ihren endlosen Erfolgen kündet, nicht müde werdend, einen endlosen
stream of consciousness der eigenen Heldenerfolge akustisch dauersendend durch
die Gehörgange aller anderen zu pumpen.

In ruhenden Momenten, am Oasen-Wasserloch, versammeln sich die gebeutelten Helden
und tauschen Geschichten aus der echten Welt aus, jenem grafisch aufwendigen
Realzeitabenteuer, in dem man leider kein panzerechsenreitender Riesenschwert-
schwinger ist. Es kommt hervor das Gesicht der Onlinekrieger, das sonst verbogen
auch mal die leisen Töne anschlägt. Und offenbart, dass diese knallharten
PVP-Pro-Typen mit ganz eigenen, sehr verletzlichen Seiten zu kämpfen haben.
Darum lohnt es sich, den Abstand des eigenen virtuellen Überkrieger Images
zu der vielleicht nur ganz normalen Real-Life-Identity nicht übergroß werden
zu lassen.