Good Bullshit vs Bad Bullshit

Liebe Leute, wer kennts nicht? Man mag mal gerne ein gepflegtes
Quäntchen Bullshit dahersabbeln, im intimen Kreis likeminded
Leutchens, die den eigenen Grenzwerthumor teilen, goutieren und
feuerschwärmend miteskalieren lassen. Aber gibt es denn da
Grenzen des guten Geschmacks? Und was unterscheidet denn
harmloses Geschwalle von böser, primitiver Idiotie?

Zuerst einmal werden Leute, die guten Bullshit, Nonsense,
Wahnsinn, Irrsinn, etc. verwenden, auch die Möglichkeit haben,
sich normal und intellektuell ansprechend zu unterhalten, sie
besitzen also die hochgeschätzte Möglichkeit, auf Intellekto-
Modus zu schalten. Das können jene, die nur dumme Scheisse
quatschen, nicht.

Leute, die Good Bullshit labern, haben die volle Kostenkontrolle
über ihre geistigen Auswürfe, sind vielleicht hinreichend
Anarcho, wollen provozieren, sich abgrenzen, oder, man glaubt
es kaum, unter all dem Verbalmüll geschickte Kritik an
etablierten Strukturen üben. Genauso wahrscheinlich ists, dass
sie einfach nur Fun haben wollen und nichts dahinter steht,
als das Freischwingen hyperelektrisierter Gehirnwindungen im
Overcharge!

Guter Bullshit kann auch ätzend böse sein, lästern, das mag
schon ein wenig nach dunkler Seite der Macht klingen. Doch
auch hier gibt es Grenzen, Kontrolle, welche jene Leute nicht
kennen, die beispielsweise den Abgrund guten Geschmacks
weitaus ethisch/gesetzlich unzulässiger dauerüberschreiten,
man denke da an gewisse Sonderekeligkeiten gegen jede
Menschenwürde.

Good Bullshit verbaler Natur kann grenzenlos künstlerischer
Dadaismus sein, ein Schutzamulet gegen die Krankheit der
Ernsthaftigkeit, gegen all jene, die nichts weiter kennen
als Leistung/Overachievment/Hyperehrgeiz. Good Bullshit
labern bietet einen relaxed entspannten Wall gegen all
jene, deren Lebensaufgabe zu sein scheint, unreflektierte
Kagge rauszuschwallen, um überhaupt irgendwas gesagt zu
haben – hey, wer drauf steht, nix dagegen, doch meistens
suchen sich jene Verbaldiarrhoefanatiker jene aus, die das
auf Deivel komm raus nich hören wollen.

Am Ende gilt, nie so wahr wie heute:

Wer am lautesten die Klappe aufreißt, hat am wenigsten
Ahnung. (*)

(*) in ernsthaftem Kontext ohne good Bullshit.

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About sovalkon

I am the Grey Knight.

Posted on April 8, 2016, in Historical Fencing. Bookmark the permalink. Leave a comment.

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