Dangerous Times?

Irgendwo hatt ich da mal was dazu getippelt. Eine Veränderung, eine Verrohung der
Gesellschaft findet statt. Rein subjektiv von mir beobachtet, an dem Ort, an dem
ich lebe, teilweise in meiner direkten Anwesenheit mitbekommen. Dinge, die früher
einfach nie vorgekommen sind. Dinge, die vielleicht andere als Pipifax bezeichnen,
die ich aber als Anzeichen sehe, für vielleicht zukünftig Schlimmeres. Wobei ich
absolut ausschließen kann, dass ich Auslöser derlei Geschehnisse bin. Es handelt
sich um Verbalaggro oder Verhalten von außen. Man fragt sich, was da noch kommt.

Beispiele?

Rentner, die einen blöd anquatschen, weil man in der proppevollen
Bahn am Ausgang steht, aber eigentlich so, dass da noch ein t34/85 Tank dran
vorbeipassen würde. Mir nie passiert, in all den Jahren auf diesem Erdenrund,
in denen ich routinemässig an Türen rumstehe, in Straßenbahnen, oder sonstwo.

Schmähende Kurztextereien, aus einem offenen Fenster der Nachbarschaft, entgegen-
gerufen. Brüllt man dann saftig was zurück, fallen schnell die Fenster zu. Gerade
der Massenwohnblock, der in all den Jahren völlig unauffällig war.

Nächtliche Schlägereien in der Straba, kurz, heftig, zwischen Jugendlichen, nicht
der Rede wert? Doch scheinbar ja, keiner fühlt sich zuständig, Strabafahrer
sagt wörtlich, es ist nicht sein Business, Mitfahrende schauen betroffen,
Jugendliche lärmen wie Hölle, keiner macht was.

Im Sportclub ein wildfremder Typ ausm Brazilian Jiu Jitsu, der einen dumm von
der Seite anquatscht, den man nicht mal kennt, mit dessen Abteilung man nie
was zu tun hatte.

Nun ists insgesamt nicht so, dass ich ein zartes Pflänzlein wäre, das ne Opferaura
ausstrahlt, eigentlich bin ich ja ein big great Wonneproppen-Bär mit meistenteils
recht grimmiger Miene, der auch öfters mal gedankenversunken his own business
minded. Und in der Vergangenheit wars immer so, dass ich angenehm durch die
Gesellschaft gewandelt bin, ruhig, friedlich, harmonisch, und eigentlich auch
recht zufrieden. Nie quatschte mich jemand blöd an, nie gab es irgendwelche
Vorkommnisse, und ich war auch genauso oft unterwegs. Irgendwas ist da, in
dieser Gesellschaft, denn ich habe mich nicht verändert.

So what?! wird der kundige Menschenerfahrene sagen, ist doch alles ne einzige
Nichtigkeit, über der man stehen sollte. Gut, gut, sage ich, aber ich bin
sensitiv genug, derartige Microerschütterungen der Macht dennoch wahrzunehmen,
und wundere mich darüber, dass meine Jedi-Wonneproppen-you-dont-talk-shit-to-me
Aura nimmer wirkt. Durchaus habe ich den Eindruck, dass immer mehr questionable
Zweibeiner meinen, es sich erlauben zu können, mich blöd anzuquatschen. Und
das bereitet mir Sorge. Denn mein Pazifismus-Gen tritt immer häufiger beiseite,
und ich geige denen die Meinung, durchaus auch mal mit gebührender Deftigkeit.

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About sovalkon

I am the Grey Knight.

Posted on August 26, 2016, in Blaschanek Blogovsky and tagged , . Bookmark the permalink. Leave a comment.

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