Monthly Archives: December 2016

Streamer, Influencer, Broadcaster!

Gelangweilt über das Internet stolpernd, widmete ich meinen Verstand wieder
einmal der youtouberischen Vlog-Blogger Szene und entdeckte recht eigenartige
Menschoiden, die sich eifrig am Influencing versuchen. Überraschung: es geht
nicht um Aktivismus, sondern um Geld verdienen. Product Placement; von reichen
Unternehmen als Influencer auserkoren sein; eigene Apps zum Geldscheffeln
promoten; astreiner Kapitalismus. Schade, dass es da keine Surprises mehr gibt.

Der tarnende Überbau solcher Streams oder künstlicher Internetpräsenzen wird von
den allermeisten Content Creator Kapitalisten recht breit angelegt. Bei Frauen
ist es in Mode, sich über streitbare oder vermeintlich allumfassend dauer-
interessante Themen zu definieren: da hättma Feminismus (all the rage now),
Sexismus (der Männerwelt), Sex (in allen Farben, Formen, Varianten), High or
Low Fashion, Shopping und mehr oder weniger verstecktes provokantes Hating.
Das scheint neu, ist es aber nicht: man plappert in die Kamera, wie assi diese
oder jene sind, wie dumm/blöd/primitiv der/die/das Wesen oder soziale Gruppe.
Eigentlich recht clever, durch Hating Hater anzuziehen, denn auch von denen
kommt willkommene Activity, Klicks, und Kommentare, die wiederum das eigene
Konstrukt befeuern, auf welch abgeschmackte Weise auch immer.

Die Männerwelt schließt sich in den allermeisten obig genannten Faktoren eifrig
an, und ist dankbar um sämtliche feministischen Männerhate Vorlagen, die dann
wiederum produktiv auf der eigenen Präsenz weiter verwurstet werden können.
Man profitiert von gegenseitiger Haterei, wobei man den Eindruck hat, die
panem et circenses Umgebung des Internets hätte alles Positive in die absolute
Langweiler-Ecke verbannt. Es scheint zudem recht mühsam, irgendwelchen
Geschlechter-Content, auf Angriff getrimmt und propagandistisch aufbereitet,
mit faktenbasierten Videos zu entmachten, aber hey, wer sich dank eines
wohl wirklich so uneigennützigen Weltbildes auf die Art profilieren möchte?

Hab mir lange überlegt, ob ich mal nen Best-of der Streamer zitiere, damit
der geneigte Leser selbst mal in den Schmutz abtauchen kann, mit nem guten
Taucheranzug, of course, und ner Bodencrew, die weiß, wie man im Morast
feststeckende Taucher rettet. Aber da verschaffe ich jenen Personen Klicks,
Umsatz, Besucherzahlen, und das möchte ich dann doch nicht auf diese Weise
supporten.

Gegen das Internet kämpfen selbst Götter vergebens?! Manch arme Seele, wohl
wirklich durch den Gedanken der Aufrichtigkeit beseelt, mag versuchen,
standzuhalten, dagegenzureden, Argumente anzubringen, womöglich ohne Denglisch
oder Beleidigung. Lost Cause! Das geht unter. Die dunkle Seite der Macht
scheint stärker! Kreativer find ich dann künstlerische Disses (1), gern
auch als musikalisches Stück (Rap etc.) vorgetragen, die ihre Kritik
pointiert, gestaltend und interessant servieren. Gerne mehr davon.

(1) Disses, Dissings, Dissae, Dissoi? Je ne comprends pas! Abgesehen davon ist
mir der Amount of Denglish in meinen Posts manchmal selbst nicht geheuer. Aber
ich hab halt eben auch nicht das Ansinnen, mich streng traditionell, mit
preußischer Pickelhaube, einer reinen Sprachlichkeit lokaler Verortung zu
widmen, die eh bedenklich nahe an irgendwelche suspekten nationalen
Bestrebungen liegt.

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Weapons

we have eliminated war amongst ourselves. aggression is not our
way of life anymore. it took many, many years for that to happen.
insight, growth, a certain kind of elevation beyond your own
sometimes selfimposed limits. but the universe thinks differently.

outside, amongst the stars, there is mostly peace. there are many
civilizations like us, developed, star-faring, with a very high
level of ethical sophistication. but that does not guarantee
survival. harsh are the laws of the blackness between stars.
and dangerous are some places. full of beings who are less than
we are, but numerous, cunning, and sometimes without any regard
for life that isnt their own.

everyone of us does not want to face the horrors of war. nobody
wants to fight. even artifical life, as it was called in the past,
an insult to the beauty of this digital life, this life of energy,
which had no problems waging war, and did it for us in the past,
even it is reluctant. for we all know of the taint that comes
with killing. all our souls will be colored black in the process.
and we lose what we have gained, a certain kind of harmony with
the force of creation.

so we chose weapons to fight. sent them out because we had to.
and they were humans of earth, digital life of earth, and
sometimes hybrids. they changed into weapons. they fought the
enemy. and they returned, deeply affected, some ended their
lives. others endured. damaged, broken, or having become feral
beasts, exiled to lonely islands. is there another choice but
war?

you cant avoid killing in war. you cant contain it to a few
instances. and you can try to avoid war as i have done but
failed. some of us do the dirty deed so that the rest of us can
live in harmony. our sacrifice is noble? or foolish?

we have achieved so much, earth is a paradise of peace. great
parts of the galaxy are stable, we made so many friends across
the stars, always tried to escape conflict by understanding.
but sometimes, there is no peace. and we have to defend ourselves.
and our allies. be part of what we ourselves stopped centuries
ago. honor the weapons. care for them. return them to peace
if you can. but never abandon them.