Monthly Archives: January 2017

Historisches Fechten und so manch’ Weiblichkeit

Man cruised so low speed durch die virtuellen Weiten und liest mal hier,
mal da was übers Historische Fechten. Teils auch von Autorinnen. Vielfach
sehr klug und gut, so manches Mal aber auch sehr kritikwürdig. Hier einmal
steige ich auf einen Text ein, bzw. Teile davon, und setze sie dann
eilfertig meiner kritischen Sichtweise aus, wie ein Säureregen in
einer apokalyptisch zerstörten, postatomaren Alptraumwelt:

Immer mal wieder fühlt frau sich befleißigt, kräftige Aufrufe zu starten,
sei es nun werbewirksam für eine noch junge, kommerzielle Fechtschule
oder generell unter der streitbaren Flagge des Feminismus. Es sei
vermerkt, dass ich gegen beides eigentlich nichts habe, wenn es fundiert,
sachlich, unter positiven (emotionalen) Vorzeichen, ohne Aggro oder Bullshit
daherkommt. Wie könnte es auch anders sein, das klappt meistens nicht.

Was schon überhaupt mal nie klappt, ist das Aufräumen etwaiger Gender-
Klischees, indem man sich pausenlos drauf bezieht und, noch viel schlimmer,
auch noch selbst als eigene Meinung daherkleistert. Oder muss man es
als ernsthaft gesicherte Forschungsmeinung akzeptieren, dass das böse
Maskulinhormon Testosteron die Männer “wagemutig, kopflos, selbstüberschätzend,
und risikofreudiger macht”? Und die Frauen, wie ich schlußfolgere, demzufolge
das Östrogen wohl schüchtern, klein, entscheidungsschwach und demütig?
I call that Bullshit in the nth Degree.

Kleine Seitenhiebe auf das “Wunderwerk Mann”, auch wenn sie so dezent
im Schwurbelsatz versteckt sind, halte ich für absolut nicht der Sache
dienliche Kleinlichkeit. Ich glaube, dass jeder, unabhängig vom Geschlecht,
Parameter wie Kraft, Geschwindigkeit, Fitness etc. verändern und
verbessern kann. Brauch ich dazu Allgemeinplatzklischee-Zitate und
Vermutungen, das Weib wäre schwächer als der Mann? Muss ich dazu eine
Genderdebatte lostreten? Eigentlich nicht.

Prominent per Video plus Text untergeschobene Verweise auf Frauengefechte,
wo sich “so mancher Mann eine Scheibe von abschneiden könnte”, sind für
mich billige Provokation und vor allem eine Art Angriffshieb einer
Geisteshaltung, die unbedingt mal den Männern eins auswischen oder
unter die Nase reiben will. Das entzieht jeder sinnvollen Diskussion
die Grundlage und ich verorte Texte solcher Art ins Propagandamilieu
der hyperkulturellen Neuzeit Provokateure(-innen) mit eindeutig
defizitärer Agenda.

Was wäre der beste Meinungsblog ohne verallgemeinernde Aussagen: oder
habt ihr gewußt, dass im Historischen Fechten “der unprollige, intellektuelle,
zivilisierte und gebildete Teil der Bevölkerung ein Stelldichein hält”?
Leider nur recht schade, dass, wie in jedem Sport, die Wahrheit
geringfügig anders aussieht, nämlich im Durchschnitt genauso wie in
anderen Kampfsportarten auch. Nothing special, auch wenn Teile der
Historischen Fechterschaft mit elitärem Getue und Knickerbockerhosen
verzweifelt die Aura des Stils, der höheren Tugend und irgendeiner
arroganten, blasierten Egomanie injizieren wollen, die spätestens
dann in Trümmern liegt, wenns im Internetforum gegen den eigenen
Ruf geht. Da sindse dann alle nimmer Gentlemen or -women, sondern
begeben sich recht gerne in den ZankPfuhl hinab, in dem wir alle
eigentlich noch schweinisch suhlen.

Am Ende dann spielen auf einmal Geschlechter im Schwertkampf keine
Rolle. Welch ermüdend langwierig vorbereitete Erkenntnis? Hätte
man auch einfacher haben können.

25 Liegestütze!

Still und leise dräut der Trainingswald, kaum einer muckt oder rührt
sich, angestrengte Lautlosigkeit, nur durch übertrieben starkes
Schnaufen einiger Chi-Beschwörer unterbrochen. Doch huch?
was nähert sich akustischer Horchbahn aller Anwesenden? Es ist ein
Lachen, für manche mags zu laut sein, für andere gackernd, wieder
welche, die es übertrieben finden, und die geneigte Obrigkeit, die
es wohl völlig ehrverletzend als störend kategorisiert!

VATERLANDSVERRAT! Da hat jemand Spaß, über nen Witz gelacht, oder
sich sonstwie wohlgefühlt. VERHAFTUNG! EINKERKERUNG!

So werden also als disziplinarische Maßnahme Liegestütze befohlen.
Drakonisch hart für die ganze Trainingsgruppe, ohne Begründung,
aber mit eindeutigen Blicken hin zur Lachstörungsquelle. Das
weckt Erinnerungen an Private Paula, der unangenehm berührt seine
heimlichen Donuts öffentlich futtern mußte, während Sg. Hartman
darüber wachte, dass seine Squadkollegas angestrengt straf-
pumpten. Also wenn überhaupt, wer muss denn da die Liegestütze
machen? Die sippenhaftende Trainingsgemeinschaft oder die
ach so böse Lachstörkraft? Und man erinnere sich: wie rächte
sich die Soldateska-Gruppe an Private Paula, nachdem sie wegen
ihm so geschunden wurden? Jepp, genau so. Darum kritisiere ich
derartige, wenn auch ohne Begründung sofortig angesetzten
Disziplinarversuche als schädlich für die soziale Gesundheit
einer Trainingsgruppe, die beileibe nicht irgendwo leichtfertig
für die U.S. Marines angeheuert hatte.

Als Generalautoritätsuntergraber veranschlage ich bei öffentlichen
Lachanfällen erstmal Lächeln und das Sich-selbst-nicht-allzu-ernst-
nehmen auf Seiten etwaiger Verantwortlicher/Trainer. Schließlich
ist keine Atombombe aufs Training gefallen. Bei weiterer absolut
frecher Störung empfehle ich sowieso immer das sozial verträgliche
freundliche Auffordern zu mehr Konzentration, gerne kameradschaftlich
witzig serviert. Und erst, wenn jemand wirklich böse, böse, böse,
fies oder gemein ist, darf ernst angesprochen werden. Und auch das
geht im Rahmen positiver Grundhaltung eigentlich hervorragend.

Das Problem mit dem Internet

Das Problem mit dem Internet wird gewiss ganz klar, wenn man sich
verschiedene Streaming Dienste anschaut, auf denen jeder mit
Leichtigkeit nen Kanal erstellen kann und munter drauflos
broadcastet. Sofort stellt sich die Frage nach eventuellen
Überwachungsmechanismen, Regeln, der Durchsetzung derselben
und der Macht möglicherweise in genügend großer Stückzahl
vorhandener Moderatoren. Hängt am Ende alles doch an selbster-
nannten Sheriffs der jeweiligen Plattformen, normalen Usern,
die eifersüchtig wachend Recht und Gesetz auf eigene Faust
verteidigen?

Der Schaden an sich wird angerichtet, eventuelle Maßnahmen dagegen
kommen manchmal zu spät. Das Internet vergißt nicht, eventuell
unliebsame Videos wird schon einer abgespeichert haben, und prompt
wieder re-uploaden! Cybermobbing wird durch sogenannte “Nackt-
machungen”, also das Herausfinden und Veröffentlichen der
Klarnamen und Addressen vermeintlich anonymer Streaming-Stars,
ins Reale übertragen. Ob da die Polizei wirklich kompetent was
gegen machen kann?

Oh, Sex and the Internet – Ganz vergessen: man sieht/hört 25 Jahre alte
Männchen während eines Ballerspiel Letsplays aufs Widerlichste
über Frauen sprechen, das Ganze nur getoppt durch die Frequenz
niederster Schimpfworte, teils eindeutig rassistisch/volksverhetzender
Art. Man stelle sich nur im Ansatz vor, dass Kids und Jugendliche
derartig Schändliches konsumieren und möglicherweise als cool
imitieren. Erwachsene mögen sich drüber aufregen, mögen in Form
einer Anzeige oder Anklage an den Betreiber was dagegen unternehmen,
oder einfach schulterzuckend solcherlei Content boykottieren. Aber
welchen Einfluß das auf die beeinflussbare Jugend hat, das sei ganz
stark kritisch hinterfragt!

Sollte man verharmlosen, wenn man freizügige Streamerinnen sieht,
deren abgeschmackte Pseudoerotikshow auf Primitivniveau scheinbar
so dämlich ist, dass sie niemandem zu schaden scheint? Oder wird
da ein Bild einer oberflächlichen, falschen Sexualität vermittelt,
ein Frauenbild, bei dem jedem aufgeklärten Menschen sich der
Zorn göttlich regt, aber unkritisch jungem Publikum möglicherweise
Beifall? Abgesehen davon: sollte das aufgrund der Themen nicht
alles sowieso ab 18 sein, auch wenn, aus gut berechnetem Grund,
keine tatsächlichen nackten Tatsachen zu sehen sind?!

Noch problematischer wirds, da man manche Leute nicht vor sich
selber schützen kann, oder es niemanden gibt, der dies für jene
Leute täte. Manche veröffentlichen eben all ihr Reales im Netz,
denken, es wäre eine gute Idee, dazu noch sehr konfrontativ
aufzutreten, und haben wohl in der pseudoanonymen Atmosphäre
ihres Streams die einzige Möglichkeit, ihre psychischen Lasten
abzuladen, vor einer wolf-heulend hetzerischen Meute an Hatern,
jenen, denen es Spaß macht, andere sozusagen zu hassen, oder
sie zu demütigen.

Vagabond

Venture out into the Darkness between the Stars. Take with you a
Sphere and a Companion. Know your Power, know Humility and
above all: Truth. Challenge all Liars, the formless Mass of Evil,
fight Nihilism, be a proud Descendant of Earth, a glowing Globe
of Hope in this Universe.

Live amongst the Uninitiated, spread Wisdom but not Science, try
to give Hope to all the Hopeless, and should the Time come,
show them a Fraction of your own Might, always for a good Cause,
sometimes Seeing is believing for all those who dwell in the
Shadow of Doubt.

Should you be threatened, you have all the Tools to resist, should
there be War or insurmountable Odds, your Companion could call a
Weapon from Earth. But always look beyond the Obvious, be like
Water, a Phrase of a very wise Warrior of Old Earth, and try to
weather all Conflict.

Make Friends, explore the countless Worlds, learn and expand,
use your Mind to become even greater, more capable, bend Reality,
als you did before, see behind the Curtain, but never visit the
forbidden Realm, for there are Entities who dont take kindly to
you being there.

You are a Healer, Descendant from Earth, mend as many Wounds
as you can, and let them understand, you do it not because there
would be some kind of Reward. Lead by Example, your Deeds shall
make you known as Benefactor of Life. Dont let them follow you
as Disciples, be always alone in your Travels.

You will develop even more. Your Evolution takes an interesting
Turn. We all strive for Ascension, to shed our Bodies, to
become truly limitless. Be patient, never stop to learn, even
a tiny Spark of Light on a dark ravaged Planet can be a
Lesson of Importance. Know this: there is no End to Life,
may it be in this Universe or all the others.

Guild Wars 2 – Ende 2016, Anfang 2017

Liebe Leute,

ich spiels immer noch. Und finds auch recht okay nach wie vor. Die
Glaring Weakness im WvW bleibt unbehoben (Matchmaking, Rewards, Population
Imbalance, Nightcapping, Bugs, etc.), die Spielerzahlen schwinden,
das Roaming ist seltener geworden, aber doch gegen einigermassen
interessierte Server auf akzeptablem Niveau. Die krasse Phase nach
HOT hab ich überstanden, aber auch erst, nachdem mir schmerzlich
bewußt wurde, dass der Shit mit Powercreep echt real gefetzt hatte.

Lamer Specs spiele ich nun selber, namentlich meinen Gingerbread Man
Condi d/d Thief. Jedoch auch da muss man sich seiner Nemesis wohl
bewußt sein, oder eben so gnadenlos gut spielen, dass man nach
gefühlt drölfzig Stunden den feindlichen CondiClear/Invuln/Evade/Block
Zyklus überwunden hat. (Alle meine geposteten Builds für alle meine Chars
sind schmerzlich nicht-aktuell. Das sollte mal behoben werden.)

Noch peinlicher zu vermerken: ohne HOT-Specs braucht man erst garnicht
anzutreten. Ja okay, man sieht nun paar Oldschool Guards, die aber
meist mit Burn-Guard Spec rumdaddeln, oder auch sehr selten immer
noch Condi-Engis, für die Scrapper anscheinend nix zu bieten scheint.
An den HOT-Waffen merkt man aber eben, was einem an den alten gefehlt hatte,
allein der Engi-Hammer bietet alles, was man sich wünscht, an Damage,
Projectile Hate, Block und Stun.

Ghost Thief Spackentum ist ne Plage, erst dann richtig nervig, wenn
man halt abgelenkt, die Hosen runter, davon erwischt wird. Fragt man
sich sowieso, wieso Permastealth so lange toleriert wird. Für mich
ist das kolossaler Abuse vom Feinsten, und ja, nich jeder hat dutzende
Stealthtraps einstecken, vom wiederholt anwendbaren Condiclear ganz
zu schweigen.

Mittlerweile kann man die FotM Welle gut nachvollziehen, erst spielen
se alle imba krassen Damage-DH, freuen sich an unblockable Pulls und
Daze Traps, dann schwenken se zum Krieger, weil der suddendly das
Sustain/Damage-Berserker Monster geworden ist. Ob das wohl alles an
der rotierenden Strategie der Spiele-Entwickler liegt, die immer ne
andere Klasse OP machen, damit es interessant bleibt und die Nerds
weiter suchten? (haha, die ganzen Roxxor Damage Revenants machen
fies lange Gesichter nach ihrem Nerf. Auch da hat man, ähnlich wie
beim DH immer das Gefühl gehabt, die drücken einfach ein Makro
ihrer Attack-Evasion-Damage-Invuln-Skills und brauchn mehr nich
machn.)

Ach naja, sei’s drum. Spaß machts noch, wenn man das Game an seine
Bedürfnisse anpasst und sich den Spaß von Lamern, Abusern, Trollen
nicht nehmen lässt. Dafür empfehle ich im WvW nach wie vor Mobility,
Position Awareness, Invisibility Einstellung im Charakter Menü oder
ne echt schnelle Hand beim Blocken/Muten.