Das Problem mit dem Internet

Das Problem mit dem Internet wird gewiss ganz klar, wenn man sich
verschiedene Streaming Dienste anschaut, auf denen jeder mit
Leichtigkeit nen Kanal erstellen kann und munter drauflos
broadcastet. Sofort stellt sich die Frage nach eventuellen
Überwachungsmechanismen, Regeln, der Durchsetzung derselben
und der Macht möglicherweise in genügend großer Stückzahl
vorhandener Moderatoren. Hängt am Ende alles doch an selbster-
nannten Sheriffs der jeweiligen Plattformen, normalen Usern,
die eifersüchtig wachend Recht und Gesetz auf eigene Faust
verteidigen?

Der Schaden an sich wird angerichtet, eventuelle Maßnahmen dagegen
kommen manchmal zu spät. Das Internet vergißt nicht, eventuell
unliebsame Videos wird schon einer abgespeichert haben, und prompt
wieder re-uploaden! Cybermobbing wird durch sogenannte “Nackt-
machungen”, also das Herausfinden und Veröffentlichen der
Klarnamen und Addressen vermeintlich anonymer Streaming-Stars,
ins Reale übertragen. Ob da die Polizei wirklich kompetent was
gegen machen kann?

Oh, Sex and the Internet – Ganz vergessen: man sieht/hört 25 Jahre alte
Männchen während eines Ballerspiel Letsplays aufs Widerlichste
über Frauen sprechen, das Ganze nur getoppt durch die Frequenz
niederster Schimpfworte, teils eindeutig rassistisch/volksverhetzender
Art. Man stelle sich nur im Ansatz vor, dass Kids und Jugendliche
derartig Schändliches konsumieren und möglicherweise als cool
imitieren. Erwachsene mögen sich drüber aufregen, mögen in Form
einer Anzeige oder Anklage an den Betreiber was dagegen unternehmen,
oder einfach schulterzuckend solcherlei Content boykottieren. Aber
welchen Einfluß das auf die beeinflussbare Jugend hat, das sei ganz
stark kritisch hinterfragt!

Sollte man verharmlosen, wenn man freizügige Streamerinnen sieht,
deren abgeschmackte Pseudoerotikshow auf Primitivniveau scheinbar
so dämlich ist, dass sie niemandem zu schaden scheint? Oder wird
da ein Bild einer oberflächlichen, falschen Sexualität vermittelt,
ein Frauenbild, bei dem jedem aufgeklärten Menschen sich der
Zorn göttlich regt, aber unkritisch jungem Publikum möglicherweise
Beifall? Abgesehen davon: sollte das aufgrund der Themen nicht
alles sowieso ab 18 sein, auch wenn, aus gut berechnetem Grund,
keine tatsächlichen nackten Tatsachen zu sehen sind?!

Noch problematischer wirds, da man manche Leute nicht vor sich
selber schützen kann, oder es niemanden gibt, der dies für jene
Leute täte. Manche veröffentlichen eben all ihr Reales im Netz,
denken, es wäre eine gute Idee, dazu noch sehr konfrontativ
aufzutreten, und haben wohl in der pseudoanonymen Atmosphäre
ihres Streams die einzige Möglichkeit, ihre psychischen Lasten
abzuladen, vor einer wolf-heulend hetzerischen Meute an Hatern,
jenen, denen es Spaß macht, andere sozusagen zu hassen, oder
sie zu demütigen.

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About sovalkon

I am the Grey Knight.

Posted on January 17, 2017, in Blaschanek Blogovsky and tagged , , , . Bookmark the permalink. Leave a comment.

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