Monthly Archives: October 2017

Konservativ contra Neue Rechte?!

also da gibts/gabs mal was, das nannte sich konservativ. eigentlich so
richtig unbedenklich christlich demokratisch orientiert, womöglich noch
weißbiergluckernd in ner dorfschenke bayerns CSU-frömmelnd vor sich hin
palavernd. leute, die so bissle wenig wagend nen mittigen kurs fuhren,
dazu behaupteten: rechts von der csu gibts NIX mehr! überhaupt, das wort
“rechts” war sowieso verpönt.

heute ham alle konservativen nen echtes problem am hals. nämlich die
neuen rechten. wo früher ein konservativer ne obergrenze der zuwanderung
proklamierte, tun das die neuen rechten noch viel eifriger. und wollen
gleich nen kumpelarm um die schulter des konservativen legen. oftmals
mit erfolg, wie es scheint. frustrierte konservative finden sich dann
schnellstens mit der AfD im bettchen, eine recht ungute verbindung, wie
ich meine. die neurechten freuts, alles konservative futtern sie begierig,
verheißt es doch legitimierung, das “in der mitte ankommen”, also
gesellschaftlich akzeptabler werden.

ein konservativer, der sich weigert, die ehe mit der AfD oder den neurechten
einzugehen, steht vor nem berg an problemen: fordert er ne obergrenze für
die zuwanderung; ist er -schockschwerenot- dafür, kriminelle asylanten
schnell auszuweisen; möchte er -noch schockierender- grenzkontrollen wieder
einführen; law&order reklamieren, mehr polizei etc. p.p., steht ihm nen
chor an leuten entgegen, die ihn anbrüllen: DU VERDAMMTER NEOFASCHIST!
automatisch hat er die fußfessel des verdachts, auch ein rechter zu sein
an der backe und muss sich erstmal rechtfertigen. naja, die rechten freuts,
gehen sie doch clever mit genau den gleichen forderungen beim bürger hausieren.

wichtig zu betonen: konservative kräfte sehen sich dem demokratischen system
verpflichtet, ob nun mit christlicher prägung oder ohne, sie lehnen jede
form des rassismus ab, sind für -kontrollierte- zuwanderung, gegen asylbetrug,
wollen integration, verurteilen nicht pauschal alle migranten als verbrecher,
fordern sicherheit für ALLE, die in deutschland leben, und halten die menschen-
rechte hoch. das hindert nicht daran, verfehlte zuwanderungspolitik zu kritisieren,
die vor allem auch den zuwanderern durch lange wartezeiten und perspektivlosigkeit
schadet! das macht nicht mundtot, mißstände der regierung anzuprangern,
gerade auch, wenn überlastete flüchtlingsunterkünfte ein enormes problem für
anwohner UND flüchtlinge verursachen!

wer also von den neuen rechten plätze zurückerobern will, als konservative kraft
in demokratischer tradition, muss geschichtlich bewandert immer aufs neue
bekräftigen, dass er eben nicht rechtsextrem, rechtsradial oder neue rechte ist.
könnte auf die dauer nerven, ist aber halt eben die bürde, die man in dieser
gesellschaft grade trägt. möglicherweise auch ein dienst an den deutschen, ihnen
zu zeigen, dass es eine heimat für alle vergraulten frustwähler gibt, die eben
NICHT AfD heissen muss, sondern im sicheren und gefestigten rahmen all unserer
demokratischen errungenschaften, ein neuer konservativer weg darstellt.

jo, recht heftige romantisierung grad, vielleicht echt zu schwach, angesichts
des rauhen klimas im politischen diskurs. und wer solls denn machen? der seehofer
mit seiner csu, die ne ordentliche schlappe vom wähler kassiert hat? die
gesammelte masse an polen, tschechen und ungarn, vielleicht die neue
regierungslandschaft in österreich? sind die denn wirklich konservativ, oder
krankhaft patriotisch? kann ein konservativer denn patriot sein, oder sollte er
das? (da stehn schon alle neurechten bereit, um ihn für ihre propaganda zu
vereinnahmen? “du bist konservativ und patriot?” – “Ja, prima, wir auch!”)

Holy Jesus … neue Partei gründen … oh, wait, geschieht ja am laufenden Band.
Demnächst Petrys Blaue, dann die Gelbweissrotgefleckten, oder ne neue CSU ohne
Seehofer auf Bundesebene? Alles sehr bedenklich unrealisierbar? Bis dahin wütet
die AfD schön hin, die SPD schießt sich unter Schulz weiter ins Aus, die Linken
sind leider marginalisiert …. hey, wait, können die denn konservativ sein?
FDP ist das Sprachrohr der Moneybonzen, die Grünen profillos… keine Ahnung,
wers denn richten soll im konservativen Lager. Oh … CDU gibts noch …. ähm,
okay, vergessen wir das.

Fazit: ???

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Antifa und Gewalt

ich mein, klar, sehen die von der antifa nen neofascho oder altnazi,
drehen sie am rad und wollen dem eins aufs maul hauen. schaut man in
der geschichte zurück, kann man sich vorstellen, wo der groll herkommt,
denn schließlich ham die nazis von damals die welt ins unglück gestürzt
und nen haufn leute aufm gewissen – da entwickeln sich schon heftige
emotionen, wenn sich neonazis in solch eine tradition stellen, subtil
oder offen.

warum aber PROAKTIVE gewalt gegen neonazis, neofaschos, die neuerechte,
etc. ne blöde idee ist, wird ersichtlich, wenn man sich videos und
propaganda der rechten ansieht, eben nach solchen vorkommnissen. ne
gang antifa, voll vermummt, geht auf nen rechten los. schwupps, ist
das nen astreiner sieg für die propaganda maschine: die linken seien
das gewaltbereite, assoziale pack, eigentlich wären DIE die faschisten,
man selbst ist opfer, als patriot, die anderen ein verfassungsfeindlicher
sauhaufen, anarchisch und -nachweislich- böse. schnell noch randalierer
und kaputtmacher des g20 gipfels dazugeschnitten und das feindbild ist
astrein belegt.

kommen wir zur REAKTIVEN gewalt gegen neonazis, faschos etc.: also die
haun den linken eins druff und die haun zurück. prompt gibts ne riesige
keilerei, die ausser rand und band gerät. besser wärs, man verteidigt
sich, im rahmen aller gesetzlichen möglichkeiten, und zieht sich dann
aus der gefahrenzone zurück. man merke auf: gewalt ist immer ne gefährliche
sache, und alles kann ganz schnell nach hinten losgehen. doch man merke
auf: haun die anderen zuerst zu, hat man das auf video, oder genug zeugen,
und man selbst überzeugt mit respektablem defensivverhalten, ist genau
DAS ein viel besserer propagandasieg – oder auch juristischer sieg, als
ihn die rechten jemals erringen könnten.

der wunsch wäre, komplett ohne gewalt auszukommen. warum nicht jede rechte
veranstaltung durch eigene demo, immer gewaltfrei, zu kontern? genau so
tolle blitzsaubere ästhetikvideos über deutschland aus linker sicht
drehen, wie es die neurechte teils so gekonnt vormacht? sympathische,
attraktive, blitzsaubere kumpelmenschen, die eben nicht von ethnopluralismus
schwätzen, sondern von gelungener integration und vor allem strategien, wie
man dem deutschen staat bei all seinen problemen ehrenamtlich oder
amtlich beistehen kann?!

und ja, man kann mit den neuen rechten streitgespräche führen. muss man eben
gut vorbereitet sein. geschichtssicher und beweiskräftig falschaussagen
kontern, provokative propaganda entlarven und sich nicht aufs glatteis
führen lassen. das erfordert halt mühe und vorbereitung, weil man eben
nicht gegen ne tumbe glatze mit baseball schläger anquatscht. face the
challenge, people! oh … und manchmal muss man den anderen den faschismus
nachweisen, der ist nämlich clever getarnt! recherchieren! wissen!
anwenden – hier nen beispiel: ethnopluralismus, trennung jedes volkes nach
“angestammtem” lebensraum, apartheidsidee, indirekter rassismus)

was gar nicht geht, sind aussagen linksextremer, die zu maßloser gewalt
aufrufen (ja, auch die sprüche der rechten, die sowas tun, sind strafrechtlich
relevant) : bomber harris meme texte, die implizieren, dass man einfach nochmal
ne runde deutsche wegbomben müsste, damit deutschland erneut zum ackerland
würde. geschmacklos, auch ne art von gewalthetze, und definitiv anklagenswert.
nur, weil ne hetze links ist, darf niemals heissen, dass sie nicht den pflichten
des gesetzes folgen muss! aber ganz einfach und ganz gerecht: linksextreme
und rechtsextreme, die gegen das gesetz verstoßen, müssen zur verantwortung
gezogen werden, auch und gerade im bereich der verbalen bzw. digitalen hetze.

Überenthusiasten!

also, wer kennts nich? überbordend vor aktionsfreude bumpert das
wilde, kleine abenteurerherz, feuer und flamme erstrahlt das seelchen,
jez zeigen wirs allen, nu machma se platt, zeigen unsere fancy
moves, auf dass der olymp nen halbgott mehr hat zum pantheon
vollstopfen! (zeus wirds nerven!)

nu simma abba beim K(r)ampfsport. oder beim historischen fechten
in sanft anstrengender breitensport manier. oder beim wahnsinnig
technischen self defense gewirbel. oder wo auch immer. will heissen:
man sollte sich ein wenig bezähmen. denn it can get gefährlich,
wenn alles außer rand und band ist, vor allem der trainingspartner
die übungsmoves erwartet, und man full chuck norris mode aber nen
armhebel ansetzen mag.

das resultat sind in jedem fall schmerzen, gelenk-aua, oder noch
viel schlimmeres. wirklich nix einzuwenden gegen kindliche spielfreude,
everybody loves to be a kid sometimes, aber zuviel des spielerisch
draufgängerischen, und der trainingspartner ist beschädigt! es liegt
an uns allen, da mehr disziplin walten zu lassen. apropo: dem trainer
obliegt es, derlei gesinnung rechtzeitig zu stoppen, wenn sie
gefährlich zu werden droht.

und ja, auf jede technik übung gibts ungefähr ne myriade kreative
anwendungen, schön, wenn man sie diskutiert, aber unschön, wenn
man sie andauernd anzubringen versucht, wenn eigentlich alle erstmal
schritt für schritt was lernen sollen. also versaut anderen nicht
ihre übungen, haltet euch ans prozedere und spart die fancy moves
für free fights mit gleichgesinnten auf. da erweist sich dann auch
viel besser, ob man dem schmerz gewachsen ist, wenn man nen ähnlich
tobendes spielkind vor sich hat. (“spielkind” im übrigen sehr
sympathisch gemeint, ist ja nix falsches am spielen, nur eben moderat
und vor allem sane & safe & consensual – ha, wer dachts, diese
sicherheitssprüchlis ausm sex-ethik bereich taugen auch fürn sport?!)

addendum: boah, ich hab in den tags das wort disziplin aufgenommen, und
argumentiere im text quasi in die richtung? schockschwerenot, der freigeist
assimiliert von der grauen front der ernsthaften? woah? arrghh? nujo, sagen
wir, dem wahnsinn, irrsinn und blödsinn muss man eben in gewissen
bereichen auch mal grenzen setzen, aber erst, wenns really dangerous wird,
und vor allem ne gerüttelt menge empathie gefragt ist, da man ja MIT
anderen übt, im sport, und nicht GEGEN sie.

addendum 2: oh, obig ist von überenthusiasten der eigentlich wohlmeinenden
art zu reden, die eigentlich nur bissle hinweis und führung brauchen, denen
man zur empathieförderung eigentlich keine lektion erteilen muss. aber
hütet euch vor den ego-schweinchen, den bösartigen überenthusiasten, denn
die sind so empathisch wie nen ziegelstein, so grobmotorisch wie
nen tarolanischer riesen-plompf und wollen in ihren kleinhirnen nur
gewinnen, egal um jeden preis, und egal, bei welcher übung.

Schwertkampf Motivatioooon!

rülpsend rüpelhaft vorm rechner couchpotatoe-technisch lungernd,
stößt man auf bestrebungen junger eiferer, nen neuen verein zum
schwerteln zu gründen, und dergestalt auch eine linklist mit
inspirational vidz. gleich mal draufgeklickt … oha, nen typ
auf der bühne, mimiktechnisch hyper-ADHSig was vorschwallend von
meisterschaft – er sei einer – und lebensgefühl und whatnot,
wenn man sich den historischen kampfkünsten denn hingäbe. grad
wollt ich einigermassen halbwegs gnädig daumen hoch servieren,
labert er wat von … sexy … da hammas wieder. wenn ich den
verfluchten sport machen will, dann ist being sexy not on the
list, sondern spaß haben, was erreichen, gesundheit fördern.
keinesfalls so ne verquirlte top model attractiveness scheisse,
die sie dir in jedem fitness studio aufs ohr bügeln, damit de
rich&famous per sixpack wirst … surprise, you dont, really.

zwischendrin fühlte man sich in irgendnen motivationskurs für
abgehalfterte manager versetzt, muss denn jede verdammte
betätigung gleich des seelenheil auf erden bringen? ich mein,
schön, wenns so ist. aber kritische geister werden sowas von
hellhörig, wenn sie motivationstalk unbekannter quellen hören,
und der könig mammon immernoch die welt regiert. ist also
schwertkampf der motivational seelenreise tripp für real-
unsportliche, die man aus anderen nischen vertrieben hat?
öffz! oder ist es der heilige gral der depressionsüberwindung?

ah, und bei mir setzts dann wieder mal komplett aus, wenn
ich auf der obig erwähnten seite jungfrischer wannabe-vereins-
treibender lesen muss, dass knickerbocker hosen, also kniebund
höslis, sich in der szene durchsetzen. wasn das für ne equipment
empfehlung? sind wir bei fashion schwertkampf reloaded mit
möglichst pretty bunten söckchen? oder doch ein bolero top noch,
damit man bei gucci grad noch mitlaufen kann? alter, wasn
quark. kniebund und stulpen … stulpen, das sind jene sexy
overknee strümpflis, die eigentlich gern von den frauen getragen
werden, aber dann bei den females echt attraktiver ohne wolle,
sondern see-through. abgesehen davon rutschen stulpen, da brauchste
dann noch nen erotischen garter-belt, damit die halten. ECHT SEXY
SCHWERTKAMPF. empfehle ja da eher hautenge yoga pants für männer,
damit man seine eigenen ultraschlanken fesseln, beinchen,
gelenkchen topsauber im vanity-wandspiegel bewundern kann!
oh, fast hätt ichs vergessen: mir ist scheissegal, was sich in
irgendwelcher szene durchsetzt.

pardautz. vielleicht bin ich zu streng mit de leutz. kann ja jeder
machen, was er will. und moderne sportfechter laufen auch in
komplett weißem kniebundlatz rum. what shalls also?! dennoch,
was sich alles in die historischen kampfkünste reindrängt,
profitieren will, die kunst verwässert, moderne eitelkeit pflegt,
oberflächlichen dumfug verzapft, den geldesel melken will ohne
ende, oder schließlich nur gefährlich dummer scharlatan ist,
all das gefährdet den schwertkampf, korrumpiert den traum
des schwerts, und verführt zum bösen!

Vom Umgang mit der AfD

disclaimer: ich hab se nicht gewählt!!!

man schreit ja gleich nazi und so. kann man machen, muss man aber nicht.
mir fällt auf, dass der umgang mit dieser party, der AfD, sehr emotional
vonstatten geht. gleich den berkely ausschreitungen in den usa sind
wohl viele versucht, den vermeintlichen nazis eins aufs maul zu hauen.
aber gewalt ist, wie in vielen fällen, keine lösung, SONDERN verstärkt
nur den propagandasieg der rechten, die sich als unschuldsopfer sehen
und den mythos “alle-gegen-sie” noch weiter nähren.

im grunde würd ich auch mit den leuten von der AfD reden und sie, wie es
der lindner vonner FDP richtig gesagt hat, auf der sachebene attackieren.
den rest kann man sich getrost sparen. und sämtliche provokationen, gezielte
strategie der neurechten an sich, läßt man nur dann unbeantwortet, wenn
sie pipifax sind. für den rest gibts ja den volksverhetzungsparagraphen
oder das strafrecht an sich!

wheres the problem also insgesamt? gibt auch genug unzufriedene, die eben
keine nazis sind, aber doch AfD wählen. genau um DIE muss man kämpfen.
und wenn die etablierten parteien das nicht können, haben sie auch
phänomene wie die AfD verdient. also hintern hoch, liebe politiker,
raus ins feld und um die leute kämpfen, eben wortgewaltig GEGEN all die
verführer und propagandisten. es reicht eben nicht, wenn sigmar sich
hinstellt und den stinkefinger zeigt bzw. die leute “pack” scheltet.

im übrigen hilft das drölfzigtausendste facebook meinungsplakat gegen
die afd zwar schon, um sich selber zu positionieren und flagge zu zeigen,
doch ist das ein bequemer weg der leute, sonst nicht mehr machen zu
müssen. eigentlich sollte man raus, überall rein, und auf der sachebene
afd-wählern die augen öffnen, dass die rechten, rechtskonservativen
und derlei färbungen eben demokratiefeindliche politik machen, antisoziale
programmpunkte haben oder im besten fall nicht einmal ein rentenkonzept.

also wollen wir mal die hysterie abstellen, auf der sachebene antidemokraten
nass machen, und vor allem als etablierte politik ganz genau hinhören,
was wir denn alles falschmachen, dass uns die wähler wegrennen. denn
irgendnen grund muss ja der erfolg der AfD haben?! nicht auf die anderen
zeigen, bessere politik machen! und vor allem souveräner mit den kräften
umgehen, die politisch eigentlich unerfahren bald außer puste geraten
müssten, vor allem wenn sie vermeintlich erfahrenen politikern gegenüber
stehen, die eigentlich genug werkzeug besitzen, um den sieg
davonzutragen.

Vampy Sex !!!

ich bin traditionalist und sehr unzufrieden. vampire sind monstren.
ihre erotik hat das böse injiziert, ist also als solche schädlich,
böse und dient eh nur dem zweck des blutsüffelns. zudem: vampire
sind untote, kadaver, leichen, kalt, monströs, eklig und eigentlich
totally widerlich!

klar, twilight machts vor, du drehst die vampys durchn kitschwolf,
dann haste glitzernde teenies, die eigentlich voll cool ewig leben,
scheiss verdammte dauertopmodels sind, und mit denen poppen ne
richtig tolle soft bdsm angelegenheit darstellt. whats not to love
als sehnsüchtiges romantik girl mit dem sehnen nach dem ultimate
verführer/beschützer in der variante white vampy knight?

des kannsch doch echt hacke, ey. ich wehre und weigere mich. vampire
sind vor allem tragische monstren. die kriegen ja keinen hoch, wenn
se net mit blut gefüllt sind, und selbst dann … liebe machen mit
nem leichnam, da stehn doch nur die abartigsten druff. sowieso, der
vampy ist verflucht, da ist nix mit herzpochender leidenschaft,
schließlich ist sein leib ohne blut verdorrt, klapprig, old opa
style verrottend. und mit dem lebenssaft gesaugt, mag er ne zeit
lang casanova personally sein, okay, aber nach wie vor, das vergeht,
und ist genau die illusion, die er braucht, um das böse weiter inne
welt zu tragen.

nach wie vor: bram stokers dracula is where its at. wobei der film,
nujo, grad noch so genehmigt. bin kein fan von vampys, die sich
in halbe werwölfe transformen, um dann die freundin von der harker
rumzukriegen. das auch wieder hollywood shit. naja, es ließe sich
streiten, inwiefern vampys an sich in magisch/otherworldly zustand
attraction simulieren oder sogar gewisse emotions empfinden, warn
ja mal people, too.

aber wenn wir den vampy in der kitsch romantik ecke ersäufen, hamwa
eigentlich ne story, die man auch ohne blutsaugerei schreiben könnt.
ist ja eh ne love story mit bissle rauhem charme, da muss es net
der x-te retortenvampy sein, der das pseudointeresting machen soll.
geschmäcker sind wahrlich verschieden, insofern geht alles, und
jede zielgruppe hat ihre präferenz. doch warne ich gegen die
verseichtung eines mythos, der von trauer, tragik, horror und
dem bösen lebt, alles als unterfütterung seiner gefährlichen,
erotischen nebenkomponente, die wahrlich niemals oberflächlich alles
sein sollte.

addendum: das untote, antithese des lebens, also negativer spiegel
all dessen, was wir so als leben begreifen. sozusagen also des
lebens nicht fähig, sogar eine perversion des lebens, eben weil
auch und gerade im akt des koitus, der eben nicht zur ejakulation
führen kann, da vampire den samen des lebens nicht in sich haben.
ich würde sogar noch nen schritt weitergehen und den vampir
überhaupt keinen hochkriegen lassen: der impotente schatten, der
er ist, kann das leben eben nicht perfekt imitieren.

addendum 2: weibliche vampys sind ja auch echt geile hexies, wa?!
eben nich! hier gilt das gleiche! es sind kalte leichname, in die
ein verwirrt bezauberter sein, öhem, stück hineintransferiert. das
sollte schock bewirken, nich noch mehr geilheit. eine extrem
unangenehme erfahrung sozusagen, kalt, leblos, erfrierend, sogar
bedrohlich! hier gibts also keinen chauvinismus, der gebietet,
dass weibliche vampys die geilsten schnecklis sind. beileibe nicht!