Monthly Archives: March 2018

The new Trend: Historisches Ringen as Self Defense

marktlücken gibts überall, man muss sie nur finden. also suchen wir
uns im HEMA was aus, das keiner so richtig macht (1), oder einige wenige
nur, und basteln uns daraus, mühsam inne neuzeit gehievt, eine prima
selbstverteidigung! sounds like a plan? a … business plan?

(1) oder doch einige? also so subjektiv sehe ich mehr schwert-
und keine ringenturniere bei meinen recherchen. lasse mich da
aber gerne belehren!

wozu das ganze? gibt doch schon nen haufen funktionale SVs, wie etwa
krav maga, oder so! wieso das rad neu erfinden? was wußten die alt-
vorderen, was alle gegenwärtigen kampfsportexperten nicht im
repertoire haben?

unseriös wirds dann, wenn von einer “alltagsselbstverteidigung mit
brutalen techniken” gesprochen wird, da ziehts mir persönlich echt
mal die schuhe aus. das eine hat mit dem anderen nix zu tun, derlei
bravado rhetorik ist für die vermarktung auch eher abträglich, und
das gesetz sieht sowieso selbstverteidigung und brutal im absoluten
gegensatz, möcht ich mal laienhaft so meinen…

also … ich bin leider gar kein experte, was martial arts angeht,
bin voller lesestoff aus schlauen artikeln und trenne so die
vermeintliche spreu vom wertvollen weizen. aber meine beschäftigung
mit dem thema läßt mich erkennen, dass zu einer SV weit mehr gehört
als nur ein set von kampftechniken, wobei es kampf ja grad nicht sein
soll, sondern verteidigung, abwehr und flucht. klar, steh ich anner
wand, kann nich weiter, und ein bis anne zähne bewaffneter endzeit-
mutant will mir ans leder, dann gibts nen fight. aber der generelle
use case dürfte im schönen industriestaat gegenwärtiger zeit doch
wesentlich anders aussehen…

was sagte mal ein experte in der SV, den ich live kurz sprechen
durfte: 80 prozent seien prävention. ob uns die fechtbuchquellen
des historischen ringens sowas lehren? denke mal nein. gibt es da
auch juristische belehrungen bezüglich notwehr und verhältnis-
mässigkeit der mittel zu lesen? nö? und wie ist es mit dem
mentalen? aggressive, assertive, defensive mindset? glaube also
kaum, dass es reicht, für eine funktionale, moderne SV, nur einige
historische ringtechniken drauf zu haben.

wobei … historische ringtechniken, die seltsame bizepsgreifblocks
praktizieren, bei denen man akrobatisch menschen über den unteren
rücken werfen soll, wo man konstant am mann kontaktpunkte sucht,
herumringt, bis es dann vielleicht zu nem wurf reicht? man stelle
sich das kleine damsellchen vor, das einen zwei meter mann auf
die art kaltstellen soll. sind das nicht nischennanwendungen, die
schwerlich in einer allgemeinen jedermann verteidigung praktischen
erfolg zeigen können?

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Die schweigende Masse

kann man sich nicht dran gewöhnen: der edle ritter prescht vor,
macht ne ansage, und aus der masse kommt beredtes schweigen,
nur der übliche kontrahent hat seine zeit. schlimmer noch, wenn
sich volk einschaltet und partei für den anderen ergreift. ups?
hey. aber … aber … ich bin doch im recht, oder? oder nicht?
oder wat? oder verstehn die mich alle falsch?

big frakkin disclaimer: entgegen jedem überlegenheitskomplex behaupte
ich, dass ich deswegen keinen weiteren zuspruch erhielt, weil
ich mich nicht perfekt kontextuell ausdrückte. und in anderen
kontexten, die das volk vielleicht eher im sinne hatte, eigentlich
falsch lag. wieder andere scholars of wisdom verfluchten mein
timing. pfff…. klingonen und timing.

ein mächtiges gefühl des allein-seins macht sich breit. aber warte,
hinter den kulissen kriegste danach von einigen wenigen gesagt,
dasse ja recht hast und die des genauso sehen. hm … wieso sagen
die dann öffentlich nix? na, vielleicht stehen se ja nicht so zu
dir, wie du gerne denken magst …

next on die taktiker. öffentlich sehr schweigsam. klug ist das,
mann, so wär ich auch gerne. wenn man sich an die wendet, und
jemand anders ist in hörweite, dann wird sich neutral geäußert,
die schweiz ist ein schönes land. ich wär gerne so.

wieder andere schieben dich vor, die knalltüte soll sprecher für
alle unzufriedenen sein. stößt das dann auf widerstand, ablehnung
oder ärger, ist der dran und nicht die graue eminenz im hintergrund.
opfern wir einen, dann wirds besser für alle. vielleicht sollte
man sich echt aus allem raushalten. schmutzig sind alle geschäfte,
vor allem die soziale interaktion.

am ende bleibt ein mickriger, kleiner crusader für werte,
tugenden, demokratie und all den schwachsinnigen nonsense, für
den andere auch schon ins gras gebissen ham. eher ne art idiotischer
märtyrer, der sehenden auges inne wand voller schweigender
und antagonisten läuft. hey, irgendnen sinn musses leben ja ham.

next disclaimer: hört sich mächtig depri an, das ganze, aber
egal, muss man durch als aktivist for the greater good. immerhin
hat man ja nen brainkasten im kopp, überlegt sich, dass man sich
am ende am besten auf sich verläßt und könnte positiv überrascht
werden, wenn das eigene beispiel dann positive früchte trägt.
immerhin gehts ja nicht um die revolution der gesellschaft,
sondern um das durchsetzen eigener interessen sowie ein wenig
gepflegtes gutmenschentum!

Beware the Toxic Personality!

also kinners, mir fällt da seltsamer weise sport als bereich ein, aber
meine beschreibende mahnung ist eigentlich für alle lebensbereiche wahr.
in bezug auf sport habe ich zudem einiges interessantes gelesen: einen absolut
schockierenden artikel über nen typen, der es voll gut und charakterbildend fand,
in seiner zeit am college, im sportclub, so richtig wie abfall behandelt worden
zu sein durch seine team-mates. der führte da an, dass es seine persönlichkeit
total auf das team eingestellt hätte, und die wiederholende demütigung
ihn komplett zur leistung programmiert hätte. völlig krank, die argumentation!

wer demütigt gerne? rischdisch: toxische, also giftige persönlichkeiten.

diverse artikel über mobbing/bullying (an schulen, dem workplace, im sport,
der freizeit) beschreiben genau jene charakterzüge, die eine solche person
ausmachen. ich schwenke aber mal in einem anderen artikel auf derlei
problematiken ein, und liefere hier mal meine eigenen analysen.

ne giftige persönlichkeit:

destruktiver gesprächsführer, macht sich immer über andere meinungen lustig,
wertet andere gesprächspositionen ab und erhebt seine eigene meinung im
narzistischen überschwung zur alleinig gültigen aussage

direkter oder indirekter abwerter anderer menschen, vor allem jener, die
nicht auf seiner wellenlänge liegen oder ihm kritik entgegenbringen; sieht
selbst lob als versteckte kritik, fühlt sich provoziert, sucht sich
auch immer hilfe bzw. sucht nach anerkennung anderer für seine herabwüdigungs-
strategien (—> bully strategie, —> mobber sucht unterstützung)

narzistische persönlichkeit voller selbstlob, bravado, machismo, das erhöhen
der eigenen position, auch auf kosten anderer, ist das primäre prinzip, solche
leute suchen bewunderer, fans, vielleicht sogar in einigen fällen einen art
kult, braucht publikum für ihre strategien

im sportlichen kontext fördern solche persönlichkeiten ein menschenunwürdiges
leistungsdenken, kompromißlose und extreme positionen, was kampfkünste angeht,
und sorgen für eine gruppen-atmosphäre, in der gleichschaltung, das ausgrenzen
andersdenkender oder weniger leistungsfähiger und das direkte oder indirekte
gruppen bestrafungsvorgehen gegen einzelne zur norm wird.

die psychologie durchleuchtet solche leute gerne und führt diverse verhaltensweisen
auf einen ausgeprägten minderwertigkeitskomplex zurück. manch andere werden halt
schwupps mal zum soziopathen erklärt, was wieder andere forscher als einstellungs-
kriterium höherer management positionen sehen. richtig das lachen im hals stecken
bleibt einem aber, wenn man mal recherchiert, wieviele, vor allem junge,
verzweifelte menschen sich das leben nehmen, weil sie gnadenlos bis aufs blut
in der schule gemobbt wurden. fassungslose schande der menschheit, das! (unter
vielen anderen)

tipps gegen toxische persönlichkeiten? avoid em or fight em!

das wort “fight” braucht natürlich wieder nen maximum disclaimer:

wir wenden keine verbale oder physische gewalt an, wir sind selbstbehauptend
in unserem kontinuierlichen widerstand. 1. wir benennen das problem und decken
die strategien der toxiker auf, 2. wir fordern eindeutig zum stop schädigender
verhaltensweisen auf, 3. wir gewinnen durch unsere überlegten, rationalen
handlungen die öffentlichkeit, die wir über das problem unterrichten, 4. wir
entgegnen toxischen aktionen mit eigenen aufklärerischen, enthüllenden und
wahrheitsfördernden handlungen

Social Justice Warrior?

also ein krieger für soziale gerechtigkeit sein ist doch super, ein
klasse ziel, um die gesellschaft zu verbessern und mißstände
aufzuzeigen? da kann man dann doch so richtig aktivistisch werden
und jene konfrontieren, die sich auf kosten anderer bereichern oder
erhöhen?

also die lieben neurechten, machismo ideologen und rechtsextreme verwenden
das ja als schimpfwort für menschen, die ihrer ansicht nach moral, werte,
anstand und gewachsene tradition aufweichen oder abschaffen wollen. der
quasi böse feind, der heimat & blut & boden beschmutzt sowie korrumpiert!

dann natürlich gibts auch extreme strömungen diverser ideologien politischer
oder religiöser art, die sind selbst unter dem deckmantel des social justice
warriors aktiv, verfolgen aber destruktive ziele zur beschädigung anderer
interessengruppen, denen sie einen irrationalen hass entgegenbringen.

also, was da rausriecht, ist das wort “extrem”, kann das extreme engagement
für die soziale gerechtigkeit denn schädlich sein? oder kommt es darauf an,
ob man in seiner flammenden leidenschaftsmotivation die richtigen, gewaltfreien
mittel wählt, sich nicht niederen emotionen hingibt, und vor allem versucht,
mit anderen etwas zu verändern und nicht gegen sie?

im netz gibt es videozusammenschnitte, in denen menschen gezeigt werden, die
als social justice warrior nicht immer den goldenen mittelpunkt sinnvollen
verhaltens in der öffentlichkeit finden. sie schreien, sie toben, sie wüten,
sie sind aggressiv, und werden von klügeren demagogen dazu provoziert. da
sind dann schnell propagandavideos zusammengeschnitten, an denen sich dann
jene erfreuen, die beispielsweise feministinnen gerne das lästermündchen
gestopft sähen.

nujo … was ist nun der richtige codex für einen social justice warrior?
sollten alle beim guten, alten mahatma inne lehre gehen? sich cleverness
und emotional control anlesen? oder aufm nächstenliebe trip einfach mal
prophylaktisch jeden gegner umarmen, ohne pfefferspray abzukriegen? darf
denn jeder sein, wie er ist, entfesselt und chaotarchisch für ne vermeintlich
gute sache?

Be a Klingon!

es gibt dinge im leben, die sieht man erst nicht richtig, man bewertet sie
gering. sie sind nicht der rede wert oder “hypersensitiver pipifax”, mit dem
man sich nicht abgeben will. aber dann merkt man, wie es einen doch beschäftigt,
emotionen hochsteigen, und es eben vor dem eigenen hintergrund keine kleinen
dinge mehr sind, sondern ernstzunehmende probleme.

DANN muss was getan werden. vor allem wenn es um menschen geht, die indirekt
andere abwerten, verdeckt vorgehen, und unter dem deckmantel des angeblich
harmlosen scherzes ganz andere botschaften verstecken, nämlich jene der
geringschätzung. irgendwann darf man derlei nicht ignorieren oder abtun,
sondern muss es full speed ahead tackeln.

vulkanier werden sagen: was regst dich auf? lass es auf sich beruhen! stehe
über allem! der kann dir garnix! aber klingonen haben manchmal recht, wenn
sie kriegerisch dem gegner entgegentreten, um ihn ehrenvoll zu konfrontieren.
und genau das muss auch getan werden, damit sich gewisse dinge ändern. das
ist vielleicht unangenehm, man selbst ist voller zorn, und möchte auch vor
anderen nicht emotional werden.

doch gibt es verhaltensweisen, die werden immer weiter gehen, wenn man sie
nicht abstellt, konfrontiert, offenlegt, anprangert. ob da andere mithören,
ob sich da irgendwer doch lustig macht, oder die schweigende massen eben
jenes tut, was sie am besten kann, nämlich schweigen, das interessiert nicht.

alleinig der eigene, innere klingone zählt: und der darf auch laut werden,
darf stolz und deutlich und vor allem eindringlich ernst STOP! schreien,
und dem geringschätzer, dem menschen-abwerter, dem indirekten sich-über-
andere-lustig-macher einhalt gebieten!

mein aufruf an alle lautet: laßt euch nix gefallen! wehrt euch! seid stark
und laut und vertretet euer persönlichkeitsrecht! zeigt anderen deutlichst
ihre grenzen auf! dass die eben nicht alles mit euch machen können, sondern
im lichte der öffentlichkeit bloßgestellt sind, ihre methoden aufgedeckt,
und sie es nie mehr wagen, auf indirekt lächerlich machende art andere
kleinzumachen!

super important disclaimer:

wir reden bei klingonischem sein nicht von disrupterfeuer, also reiner
aggression, sondern von einer assertive response, einer selbstbehauptung,
die gewaltfrei, nicht beleidigend, aber dammnit so richtig deutlich und
felsenfest ausdrückt, dass man nicht alles mit sich machen lässt. solche
ansätze sind auch in der forschung über mobbing/bullying zu finden, da
gibts äußerst interessante arbeiten, die gewaltfreien widerstand, auch
auf verbaler ebene, als richtig gut gangbaren weg zeigen, der auch andere
dazu motiviert, partei zu ergreifen!