Monthly Archives: July 2018

To Apple or not to Apple … ?!

angesichts der tatsache, dass ein ipad pro nen richtig schniekes teilchen ist,
stellt man sich die frage, ob der apple kosmos insgesamt ausbaufähig wäre, etwa
durch ein iphone x plus (erscheint wohl im herbst 2018) nebst einem schönen macbook
pro 2018. schön gemacht von der fruchtigen firma: iphone und ipad funken daten
nahtlos wireless an das macbook, das sie dann nebst zugriffsbereitem verzeichnissystem
verarbeiten kann, zur not auch mit nem aufgepfropftem bootcampendem windows 10.

ich bin zufrieden mit apples ökosystem auf dem ipad pro, top sozusagen, ios ist
poliert, updates gibts en masse, akku leistung stimmt, app qualität geht mehr
als in ordnung, sicherheit find ich auch gegeben, warum also meckern?

nujo … ohne zugriff aufs verzeichnissystem, und nein, die files app, ist nur ein
recht schwacher organisator, der mit webspace am besten funktioniert, ist es recht
umständlich, dateien herumzuschieben. itunes tue ich mir nicht an, per goodreader
kann im heimischen wlan verschoben werden. da aber jede app ihren eigenen daten
container hat, muss aus goodreader an die entsprechende app, par example word,
weiterverteilt werden, etc. p.p. alles in der annahme, dass man webspace aus welch
auch immer gearteten gründen nicht nutzt.

nachteilig, dass man sich weiter in die apple welt einkaufen muss, nen macbook pro,
der als center hub für die daten dient, mit vollständigem betriebssystem. ziemlich
teure sache für ein zwar CPU performantes, GPU mittelprächtiges, hitziges system,
das dann noch genug SSD haben muss, damit bootcamp windows drauf paßt. als windows
gamer kämpft man da zudem noch mit mehrausgaben für ne mobile egpu. ziemlich viele
workarounds für den luxus/kundendienst/verlässlichkeit des apple universums.

der gegenentwurf ist microsofts surface reihe: surface pro 2017, surface book 2
13 inch und ein beispielsweise samsung galaxy note 9 (erscheint august 2018). ich
bleibe in der windows welt, habe deren vorzüge und muss keine akrobatischen
verrenkungen machen. sicherlich nehme ich eventuelle update alpdrücke des windows
systems in kauf und recherchiere misstrauisch eventuelle reliability issues der
surface pro und book reihe. statt surface würds aber auch jeder andere gute
windows ultrabook oder sogar nen leichter gamer tun, selbstverfreilich mit
besserer kühlung als die dünnen apple laptop-schnitten.

der walled garden apples kann halt auch nerven. offene systeme, obwohl hacking
anfälliger, sind multifunktionaler. abzusichern sind sie dann eben auch ein wenig
in eigenregie per beispielsweise virenscanner. flexibilität und verzeichnissystem
zugriff sind nicht zu toppen, nicht nur für poweranwender. am ende steht auch
der geldwert: teurer hitzkopf macbook pro mit i9 und schwacher GPU vs windows
maschine mit vernünftiger nvidia lösung fürs halbe geld?

für mich macht grad android plus windows 10 mehr sinn.

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How to make a Schwertkampf Verein

ginge man vermutlich mit dem gedanken schwanger, einen verein des historischen
fechtens zu gründen, gäbe es mitunter horrend viele dinge zu beachten. hier
einmal mein brainstorming zum thema, wild ungeordnet und eher nicht die
legalismen und prozeduren der jurisdiktion beachtend, die lassen sich ja
durchaus nachlesen an mannigfaltigem ort.

zuerst einmal ist am allerwichtigsten, sich trainer zu suchen, viel besser noch:
sie zu haben und sie in dieses amt zu befördern, wenn sie es denn wünschen.
jemanden dazu zu verdonnern oder zu überreden, wird grandios scheitern und böses
blut provozieren. man achte darauf, dass personen, die trainer werden wollen,
sich ihrer sozialen verantwortung mehr als bewußt sind, diese aufgrund starker
ethik auch konsequent ausüben und die richtigen moralischen einstellungen haben,
um dieses wichtige amt zu bekleiden. ein trainer muss immer ohr für seine
trainierenden haben, sich schützend vor sie stellen und bei allen konflikten
dauerpräsent gütliche, gerechte lösungen herbeiführen.

zuerst einmal muss ein neugeborener trainer, oder ein sanft erfahrener
oder auch selbst ein alter hase, wissen, worauf er sich einläßt, denn es kommt
sicher ein gerüttelt maß an arbeit plus engagement auf ihn zu. zudem ist da
die frage der kompetenz: nicht nur im schwertkampf, sondern auch im sozialen
und sportpädagogischen. haben wir da defizite, wirds schwerer, mitunter lassen
sich wissenslücken auch stopfen, aber dies muss entsprechend hurtig passieren.
leidenschaft fürs hobby dazu eine menge charisma, sind jedoch die optimalen
starteigenschaften.

wie trainer sein sollen, hatte ich an anderer stelle schon einmal beschrieben,
hervorzuheben gibt es aber die feinen charakterlichen züge, die einen trainer
zur wahren exzellenz erheben: ein festes ethisches gerüst, das ihn befähigt,
kritik anzunehmen, selbstlos zu lehren und gerecht an konflikte heranzugehen.
sicherlich helfen rhetorisches talent, charisma und witz, die soziale
dynamik positiv zu befeuern. unbedingter wille, sich fortzuentwickeln und
ebenso seine schüler, leidenschaft und einsatzbereitschaft, dazu noch das
ansinnen, als anführer andere anführer heranzubilden, zeichnen einen trainer
aus, der sich nicht feiern lassen muss, der keinen kult um sich herum braucht,
sondern demütig sich an dem freut, was seine schüler tun, und dann das
höchste lob erhält, wenn sie ihn irgendwann einmal sogar übertreffen.

frische vereine oder gruppen brauchen einen lehrplan, ein curriculum, das muss
sicherlich auch getestet werden. dazu ist es sinnvoll, erst einmal unter sich
ein jahr durchzuprobieren und dann einen jahresplan des lehrens zu erstellen.
komplett mit anfänger und fortgeschrittenen aspekten. dies muss getestet
werden. man einige sich auch auf folgendes: will man basisdemokratie, dann
dauert alles länger oder verfügt man, dass ein trainerteam alles, im sinne
der trainierenden, entscheidet?

werbung, presse, öffentlichkeitsarbeit, so denn von allen, oder auch nur einigen,
gewollt, gewünscht und mitgemacht, muss solange ruhen, bis man einen stabilen
lehrplan mit trainereinteilung hat, damit jeder trainer, wenn er nicht aufm plan
steht, selbst trainieren kann, und auch seine wohlverdiente free time hat. man
merke auf: curriculum und einsatzplan sind zu erstellen und durchzuplanen,
wohl denen, die leute bei sich haben, die das exzellent können, aufgrund ihrer
berufserfahrung beispielsweise.

bevor man irgendwelche t-shirts mit eigenem emblem druckt, fahnen rumschwenkt,
grandiose pläne für auftritte schmiedet oder fechtturniere ausruft, muss sehr
viel an hintergrundarbeit geleistet werden. interpretationen für quellentexte
müssen untereinander abgestimmt, dann eine gültige version vorgestellt werden.
es ist festzulegen, wieviele waffengattungen man haben mag. alle, nur eine,
oder sorgsam ausgewählte. wer hier den trainierenden und ihren wünschen schroff
übers maul fährt, und beispielsweise einen teilaspekt überbewertet, während
andere im stich gelassen werden, wird sehen, dass sich unmut entwickelt und
bei sturer beibehaltung ohne demokratischen einfluß mitglieder verschwinden,
und zwar auf ewig.

ein verein bietet platz für viele interessen. manche wollen nur techniken lernen,
andere sich in turnieren die köpfe einkloppen lassen, wieder welche wollen
zarten, regelorientierten freikampf mit maximaler sicherheit. wer hier selbst-
herrlich beschränkungen und zwang einführt, andere einstellungen geringschätzt,
ausgrenzt oder sogar diskriminiert, steuert schnell auf einen toxischen verein
zu, in dem schnell bald niemand mehr sein will. vereinsleben muss platz für
jedes tierchen und plaisierchen haben, allein dadurch entstehen wunderbare
synergien, in denen dann gar entzückendes passieren kann: ein techniker wagt
sich in den freikampf, vertrauend und sicher, ein turnierklopper entdeckt den
befreienden zen buddhismus der formübung. alles drin, alles dran, jeder
zufrieden, alle willkommen. positiv und inklusiv. das gleiche gilt übrigens
für die thematik der unterschiedlichen sportlichkeit der trainierenden.
sanfte sinnvolle förderung und kameradschaft konstruieren einen lebendigen,
dauerhaften verein!

man stelle an die eigenen schäfchen auch keine überzogenen ansprüche, messe
sie nicht am eigenen engagement und fördere ohne diskriminierung jeden nach
seinem wunsch. wer oft kommt, über den freut man sich, wer wenig dabei ist,
den motiviert man, freut sich ebenso, wer gar nicht kommt, mag eben nimmer.
selbstkritik darf sicher sein, aber gleichmütige akzeptanz ist ebenso wertvoll.
und am ende ists eben so: wenn niemand ne party organisieren kann, ist das
die aufgabe des trainerteams. wobei ich mir bei gesunder sozialdynamik im
vereinsleben nicht vorstellen kann, dass da jemand nicht mithelfen würde.

sicherheit ist ein allgegenwärtiges thema im schwertkampf. wer da nicht mit
gutem beispiel vorangeht, wer da andere mit validen bedenken als ängstlich
bezeichnet, einen falschen, gefährlichen machismo pflegt, steuert auf eine
historie der verletzungen zu und verliert das vertrauen in den augen seiner
schüler. hier gibt es keine kompromisse, keine experimente, sondern nur
gesunden menschenverstand mit einer verpflichtenden verantwortung, dass man
alles tut, um jedem trainierenden ein so gefahrfreies ambiete wie möglich
zu bieten. fehler und unfälle können passieren, aber man hat die verdammte
pflicht, sie nahe der 01 prozentchance zu halten. dies gilt in jedem fall
auch für übende, die zu rabiat zu werke gehen, die als anfänger vielleicht
keine erfahrung mit dem krafthaushalt haben, sonstige psychischen probleme
ihr eigen nennen oder ein falsch verstandenes leistungsdenken zu eigenem
egoboost an den tag legen. der trainer muss hier einschreiten! autorität
gerechter manier walten lassen und genau prüfen, aufmerksam sein, verbieten
oder gestatten, verändern und steuern. tut er dies mangelhaft bis garnicht,
ist das rezept für desaster vorprogrammiert!

Schwertkampf forever!

man könnte meinen, gewisse dinge täten einem so auf den magen schlagen,
dass man etwas aufgäbe, was einem zum lebensblut geworden ist. das ist
jedoch beileibe nicht der fall, denn nach gewissen dingen, die sicherlich
mehr als ärgerlich und enttäuschend waren, sieht man so unfassbar klar,
muss sich nicht mehr verbiegen, und kann frisch, fromm, fröhlich, frei
genau dem hobby frönen, das man erwählt hatte: dem schwertkampf.

der 1.7.2018 markiert eine neue zeit, voll mit schwertern, klasse menschen,
ewig untrüglichen erkenntnissen und einer menge befreiung. das alte ist
vergangen, das neue, das sich viel richtiger anfühlende, ward geboren.
alles ereignete bereits analysiert. schulterzuckend sich selbst überlassen.
evil destroys itself. nuff said.

man fragte mich einmal, vielleicht sogar mit böser, unterstellender impertinenz,
ob schwertkampf das richtige für mich wäre. oh boy, und wie sehr hielt ich ein
brennendes, emotionales plädoyer dafür. das gleiche, das ich nun halten mag,
jedoch wortfaul abkürze und nur sage: es ist das geilste, was mir je zupaß
gekommen ist. viele, viele erfahrungen später, skepsis belohnt, vermutungen
bestätigt, lasse ich mir auch niemals mehr ein x für ein u vormachen. vorbei
die zeiten, als man schweigend nonsense erdulden musste, nur um einen gewissen
burgfrieden zu halten, den andere schon längst gebrochen hatten.

schwertkampf, nicht historisches fechten, sondern schwertkampf, lebt im inneren
und wird leidenschaftlich von jenen befeuert, die es ernst und gleichzeitig
seelenfliegend freudig mit der kunst meinen. umgebt euch nur mit solchen,
strahlenden schwertschwingern, gierig, zu lernen, wunderäugig schauend, ob
der mannigfaltigen möglichkeiten! accept nothing less! schaut auf die menschen
selbst, ob sie dem schwerte würdig. und ja, wie ich diesen pathos verlacht
habe, excalibur mythen verhöhnte und realism forderte. alles quark. mea culpa.
in der tat muss man sich dem schwert würdig erweisen, nicht so, wie es gewisse
tschechen meinten, eher so, wie es ehrbare worte anderer zeit ritterlich
kündeten. und jeder, wirklich jeder, wird wissen, ob er dem symbole der
ritterlichkeit würdig ist. und jenen, die das fest in ihrer seele verstehen
und befolgen, denen wird man es ansehen. und an ihren taten doppelt so gut erkennen.

mucho importanto lebensweisheit:

AN IHREN TATEN SOLLST DU SIE ERKENNEN.

lerne nichts von blendern. erkenne die leychmeister. wende dich ab von krummer
lehre und beschreite grade pfade. suche in dir selbst, lies die quellen und
frage jene, denen du vertraust. übe und probiere, endlos lange, erforsche
die kunst des schwertes, sei neugierig auf andere, doch prüfe immer deren
intention. so viele täuscher, so viele besserwisser, so viele unwürdige
am schwert. erkenne sie an ihren großsprechereien, an den fehlenden taten,
an mangelnder demut und ungerechtigkeit. halte dich fern! meister gibt
es keine am schwert, nur lernende und reisende. wer anderen wahrlich auf
dieser reise selbstlos hilft, der soll mit anerkennung reichlich beschenkt
sein.

alles scheint eine große reise zur selbsterkenntnis. irgendwann muss man nicht
mehr wütend auf andere sein, sondern stolz auf seine entscheidungen, und vor
allem leistungen und erkenntnisse. man findet getreue, baut brücken und
öffnet türen, beschützt dann mit aller macht jenes, das man aufgebaut hat
mit anderen. wahrheit hat immer bestand. aufrichtig erschaffenes wird immer
bestehen. man würde sich wünschen, dass jeder viel lernt, wenn er am schwerte
ist, weitaus mehr als nur eine european martial art, sondern in sich selbst
jene werte, die den umgang mit diesem symbol unterfüttern sollen, steuern
und lenken: demut, gerechtigkeit, ehrhaftigkeit, loyalität, mitgefühl. all
der ritterkrempel, auf den artus so stolz wäre und gewisse ritterglanzfiguren
ebenso. schnoddrig dahergetippelt, diese worte, aber sie machen so verflucht
viel sinn.

lasst uns stolz und kräftig in die zukunft gehen. mit dem schwert. und allem,
was es bedeutet. lebenslang die kunst zu lernen, egal, wie alt oder jung,
stark oder schwach, fit oder unfit, doof oder schlau man sei. ein gutes herz
jedoch, das ist voraussetzung, “der edlen kunst kein schand” zu sein.