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Ekel/Assi Internetstreamer

ich mein, brot und spiele. kann man machen, muss oder sollte man jedoch
nicht? auf diversen plattformen gibts vielerlei nischen, möchte man sagen,
ob man nun seine minderjährige kundschaft mit irgendwelchen marketing plots
verarscht oder den reinen assi par excellence raushängen läßt, mag zum
entertainment recht gleich sein. schlußendlich, liebe freunde, gehts nur
ums geld verdienen.

ekel und assi streamer verlegen sich auf prolligstes danebenbenehmen, sei
es durch drunkstreams, ekelchallenges (saufe x innerhalb des zeitlimits y,
kotzspeiwürg bericht inklusive) oder sonstige derbheiten. mit politisch
unkorrektem oder sexuellen inhalten kriegt man früher oder später durch
juristische hater oder plattformbetreiber auf die goschn, da ist man also
vorsichtig und bewegt sich immer jenseits der ahndungsgrenze.

ist halt nur so: die community mag sich erfreuen, ein recht gutes ethisches
bild gibt aber da niemand ab. und alle saufenden und fressenden streamer
selbst werden dafür erst später die rechnung erhalten, wenn die nachwirkungen
ihres gesundheitlichen raubbaus sichtbar werden. ähnlich der steroiden
fitness monster wird kalkuliert: wenn man durch streams vielleicht reich
geworden ist, kann man sich dann auch ne recht feine ersatzleber leisten.

das internet vergißt aber nicht. es mag recht nachteilig erscheinen, wenn
man nur in der eigenen, begrenzten community der held ist, aber alle draussn
mit einem halben blick auf das bisherige schaffen nur noch ablehnung übrig
haben. da ist dann spätestens schluss mit lustig, wenns mit der eigenen
community monetario-technisch nimmer läuft, man die streaming/online karriere
an den nagel hängen muss und auf ne welt trifft, die gar nicht begeistert ist,
ob der eigenen virtuellen historie. das dann dumm gelaufn.

im übrigen ist das wie mit brutalo filmen: irgendwann isses fad, kannst nix
mehr noch abartiges drauflegen und das ende der fahnenstange ist erreicht.
große leere macht sich breit, immer die gleiche leier bringt auch keine
neuen abos mehr und die eigene echoblase schrumpft auch, da das sensations-
gierige volk neues entertainment sucht, vielleicht beim nächstn, frischen,
noch oder anders krasseren ekeltuber…

addendum:

nebenwirkung und später hauptleiden einer assi-streamer karriere kann übrigens
der hate werden. feinst genüsslich zelebrierter online hass, der den assi/ekel
streamer trifft. da werden auf einmal seine addresse plus telefon nummer
geleaked, fans oder hater stehen permanent vor der behausung und im
onlineauftritt beklagt sich der ekel/assi streamer, dass er von anderen
assig behandelt wird …

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Wünschenswert …

ich habe da mal einen schönen vorschlag:

wie wärs, wenn man für streitgespräche, politische auseinandersetzungen oder alles,
wo leute anderer meinung sind, ein paar regeln wieder einführen, die eigentlich schon
mal in den köpfen drin warn, aber aus unerfindlichem grund verloren gingen:

in einer diskussion …

… bereiten wir argumente für die eigene sache vor und begründen unsere haltung
mit diesen.

… verzichten wir auf verbale (ad hominem, direkte oder indirekte herabwürdigung,
rhetorisch negative taschenspieler tricks) und selbstverständlich physische gewalt.

… ist unser augenmerk immer auch auf etwaige kompromisse gerichtet, die beiden
parteien gerecht werden.

… respektieren wir andere geisteshaltungen. sollten diese eklatant nicht mit
der demokratischen, freiheitlichen ordnung der bundesrepublik und deren verfassung
sowie grundgesetz in einklang stehen, dürfte es ein leichtes sein, jenes
a) einwandfrei auf der sachebene zu demaskieren, b) historische unwahrheiten als
solche zu enttarnen und c) im falle eines justiziablen straftatbestandes
offenzulegen.

… hüten wir uns vor extremen, suchen die mitte, pauschalisieren nicht, führen
direkt quellenbelegbare beweise für eigene thesen an und betrachten sämtliche
statistiken, die man selbst, oder andere anführt, mit einem gesunden maß
an wissenschaftlicher zurückhaltung.

… verpflichten wir uns, unsere eigene haltung, beweise, argumente und thesen
ausreichend und nach bestem gewissen recherchiert zu haben.

… respektieren wir unsere gesprächspartner, indem wir unsere eigene redezeit
achten, nicht ins wort fallen und aufmerksam dem anderen zuhören.

jo. dann kann doch eigentlich nix mehr schiefgehen…

im übrigen würde ich insgesamt emotionen, soweit es geht, zurückhalten, gegen
positive mag ja nichts einzuwenden sein, aber negative vergiften die diskussion,
verwässern die argumentation und eskalieren konflikte, die dann zum aus einer
fruchtbaren diskussion führen.

mich wundert, dass man eigentlich solcherlei dinge als selbstverständlich
annehmen sollte, in einer zivilisierten gesellschaft, jedoch insgesamt viele
sich gegensätzlichen verhaltens schuldig machen. dass dabei nix zustande
kommt, wie bisweilen politisch zu sehen, muss dann doch nicht mehr wundern.