Author Archives: sovalkon

How to make a Schwertkampf Verein

ginge man vermutlich mit dem gedanken schwanger, einen verein des historischen
fechtens zu gründen, gäbe es mitunter horrend viele dinge zu beachten. hier
einmal mein brainstorming zum thema, wild ungeordnet und eher nicht die
legalismen und prozeduren der jurisdiktion beachtend, die lassen sich ja
durchaus nachlesen an mannigfaltigem ort.

zuerst einmal ist am allerwichtigsten, sich trainer zu suchen, viel besser noch:
sie zu haben und sie in dieses amt zu befördern, wenn sie es denn wünschen.
jemanden dazu zu verdonnern oder zu überreden, wird grandios scheitern und böses
blut provozieren. man achte darauf, dass personen, die trainer werden wollen,
sich ihrer sozialen verantwortung mehr als bewußt sind, diese aufgrund starker
ethik auch konsequent ausüben und die richtigen moralischen einstellungen haben,
um dieses wichtige amt zu bekleiden. ein trainer muss immer ohr für seine
trainierenden haben, sich schützend vor sie stellen und bei allen konflikten
dauerpräsent gütliche, gerechte lösungen herbeiführen.

zuerst einmal muss ein neugeborener trainer, oder ein sanft erfahrener
oder auch selbst ein alter hase, wissen, worauf er sich einläßt, denn es kommt
sicher ein gerüttelt maß an arbeit plus engagement auf ihn zu. zudem ist da
die frage der kompetenz: nicht nur im schwertkampf, sondern auch im sozialen
und sportpädagogischen. haben wir da defizite, wirds schwerer, mitunter lassen
sich wissenslücken auch stopfen, aber dies muss entsprechend hurtig passieren.
leidenschaft fürs hobby dazu eine menge charisma, sind jedoch die optimalen
starteigenschaften.

wie trainer sein sollen, hatte ich an anderer stelle schon einmal beschrieben,
hervorzuheben gibt es aber die feinen charakterlichen züge, die einen trainer
zur wahren exzellenz erheben: ein festes ethisches gerüst, das ihn befähigt,
kritik anzunehmen, selbstlos zu lehren und gerecht an konflikte heranzugehen.
sicherlich helfen rhetorisches talent, charisma und witz, die soziale
dynamik positiv zu befeuern. unbedingter wille, sich fortzuentwickeln und
ebenso seine schüler, leidenschaft und einsatzbereitschaft, dazu noch das
ansinnen, als anführer andere anführer heranzubilden, zeichnen einen trainer
aus, der sich nicht feiern lassen muss, der keinen kult um sich herum braucht,
sondern demütig sich an dem freut, was seine schüler tun, und dann das
höchste lob erhält, wenn sie ihn irgendwann einmal sogar übertreffen.

frische vereine oder gruppen brauchen einen lehrplan, ein curriculum, das muss
sicherlich auch getestet werden. dazu ist es sinnvoll, erst einmal unter sich
ein jahr durchzuprobieren und dann einen jahresplan des lehrens zu erstellen.
komplett mit anfänger und fortgeschrittenen aspekten. dies muss getestet
werden. man einige sich auch auf folgendes: will man basisdemokratie, dann
dauert alles länger oder verfügt man, dass ein trainerteam alles, im sinne
der trainierenden, entscheidet?

werbung, presse, öffentlichkeitsarbeit, so denn von allen, oder auch nur einigen,
gewollt, gewünscht und mitgemacht, muss solange ruhen, bis man einen stabilen
lehrplan mit trainereinteilung hat, damit jeder trainer, wenn er nicht aufm plan
steht, selbst trainieren kann, und auch seine wohlverdiente free time hat. man
merke auf: curriculum und einsatzplan sind zu erstellen und durchzuplanen,
wohl denen, die leute bei sich haben, die das exzellent können, aufgrund ihrer
berufserfahrung beispielsweise.

bevor man irgendwelche t-shirts mit eigenem emblem druckt, fahnen rumschwenkt,
grandiose pläne für auftritte schmiedet oder fechtturniere ausruft, muss sehr
viel an hintergrundarbeit geleistet werden. interpretationen für quellentexte
müssen untereinander abgestimmt, dann eine gültige version vorgestellt werden.
es ist festzulegen, wieviele waffengattungen man haben mag. alle, nur eine,
oder sorgsam ausgewählte. wer hier den trainierenden und ihren wünschen schroff
übers maul fährt, und beispielsweise einen teilaspekt überbewertet, während
andere im stich gelassen werden, wird sehen, dass sich unmut entwickelt und
bei sturer beibehaltung ohne demokratischen einfluß mitglieder verschwinden,
und zwar auf ewig.

ein verein bietet platz für viele interessen. manche wollen nur techniken lernen,
andere sich in turnieren die köpfe einkloppen lassen, wieder welche wollen
zarten, regelorientierten freikampf mit maximaler sicherheit. wer hier selbst-
herrlich beschränkungen und zwang einführt, andere einstellungen geringschätzt,
ausgrenzt oder sogar diskriminiert, steuert schnell auf einen toxischen verein
zu, in dem schnell bald niemand mehr sein will. vereinsleben muss platz für
jedes tierchen und plaisierchen haben, allein dadurch entstehen wunderbare
synergien, in denen dann gar entzückendes passieren kann: ein techniker wagt
sich in den freikampf, vertrauend und sicher, ein turnierklopper entdeckt den
befreienden zen buddhismus der formübung. alles drin, alles dran, jeder
zufrieden, alle willkommen. positiv und inklusiv. das gleiche gilt übrigens
für die thematik der unterschiedlichen sportlichkeit der trainierenden.
sanfte sinnvolle förderung und kameradschaft konstruieren einen lebendigen,
dauerhaften verein!

man stelle an die eigenen schäfchen auch keine überzogenen ansprüche, messe
sie nicht am eigenen engagement und fördere ohne diskriminierung jeden nach
seinem wunsch. wer oft kommt, über den freut man sich, wer wenig dabei ist,
den motiviert man, freut sich ebenso, wer gar nicht kommt, mag eben nimmer.
selbstkritik darf sicher sein, aber gleichmütige akzeptanz ist ebenso wertvoll.
und am ende ists eben so: wenn niemand ne party organisieren kann, ist das
die aufgabe des trainerteams. wobei ich mir bei gesunder sozialdynamik im
vereinsleben nicht vorstellen kann, dass da jemand nicht mithelfen würde.

sicherheit ist ein allgegenwärtiges thema im schwertkampf. wer da nicht mit
gutem beispiel vorangeht, wer da andere mit validen bedenken als ängstlich
bezeichnet, einen falschen, gefährlichen machismo pflegt, steuert auf eine
historie der verletzungen zu und verliert das vertrauen in den augen seiner
schüler. hier gibt es keine kompromisse, keine experimente, sondern nur
gesunden menschenverstand mit einer verpflichtenden verantwortung, dass man
alles tut, um jedem trainierenden ein so gefahrfreies ambiete wie möglich
zu bieten. fehler und unfälle können passieren, aber man hat die verdammte
pflicht, sie nahe der 01 prozentchance zu halten. dies gilt in jedem fall
auch für übende, die zu rabiat zu werke gehen, die als anfänger vielleicht
keine erfahrung mit dem krafthaushalt haben, sonstige psychischen probleme
ihr eigen nennen oder ein falsch verstandenes leistungsdenken zu eigenem
egoboost an den tag legen. der trainer muss hier einschreiten! autorität
gerechter manier walten lassen und genau prüfen, aufmerksam sein, verbieten
oder gestatten, verändern und steuern. tut er dies mangelhaft bis garnicht,
ist das rezept für desaster vorprogrammiert!

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Schwertkampf forever!

man könnte meinen, gewisse dinge täten einem so auf den magen schlagen,
dass man etwas aufgäbe, was einem zum lebensblut geworden ist. das ist
jedoch beileibe nicht der fall, denn nach gewissen dingen, die sicherlich
mehr als ärgerlich und enttäuschend waren, sieht man so unfassbar klar,
muss sich nicht mehr verbiegen, und kann frisch, fromm, fröhlich, frei
genau dem hobby frönen, das man erwählt hatte: dem schwertkampf.

der 1.7.2018 markiert eine neue zeit, voll mit schwertern, klasse menschen,
ewig untrüglichen erkenntnissen und einer menge befreiung. das alte ist
vergangen, das neue, das sich viel richtiger anfühlende, ward geboren.
alles ereignete bereits analysiert. schulterzuckend sich selbst überlassen.
evil destroys itself. nuff said.

man fragte mich einmal, vielleicht sogar mit böser, unterstellender impertinenz,
ob schwertkampf das richtige für mich wäre. oh boy, und wie sehr hielt ich ein
brennendes, emotionales plädoyer dafür. das gleiche, das ich nun halten mag,
jedoch wortfaul abkürze und nur sage: es ist das geilste, was mir je zupaß
gekommen ist. viele, viele erfahrungen später, skepsis belohnt, vermutungen
bestätigt, lasse ich mir auch niemals mehr ein x für ein u vormachen. vorbei
die zeiten, als man schweigend nonsense erdulden musste, nur um einen gewissen
burgfrieden zu halten, den andere schon längst gebrochen hatten.

schwertkampf, nicht historisches fechten, sondern schwertkampf, lebt im inneren
und wird leidenschaftlich von jenen befeuert, die es ernst und gleichzeitig
seelenfliegend freudig mit der kunst meinen. umgebt euch nur mit solchen,
strahlenden schwertschwingern, gierig, zu lernen, wunderäugig schauend, ob
der mannigfaltigen möglichkeiten! accept nothing less! schaut auf die menschen
selbst, ob sie dem schwerte würdig. und ja, wie ich diesen pathos verlacht
habe, excalibur mythen verhöhnte und realism forderte. alles quark. mea culpa.
in der tat muss man sich dem schwert würdig erweisen, nicht so, wie es gewisse
tschechen meinten, eher so, wie es ehrbare worte anderer zeit ritterlich
kündeten. und jeder, wirklich jeder, wird wissen, ob er dem symbole der
ritterlichkeit würdig ist. und jenen, die das fest in ihrer seele verstehen
und befolgen, denen wird man es ansehen. und an ihren taten doppelt so gut erkennen.

mucho importanto lebensweisheit:

AN IHREN TATEN SOLLST DU SIE ERKENNEN.

lerne nichts von blendern. erkenne die leychmeister. wende dich ab von krummer
lehre und beschreite grade pfade. suche in dir selbst, lies die quellen und
frage jene, denen du vertraust. übe und probiere, endlos lange, erforsche
die kunst des schwertes, sei neugierig auf andere, doch prüfe immer deren
intention. so viele täuscher, so viele besserwisser, so viele unwürdige
am schwert. erkenne sie an ihren großsprechereien, an den fehlenden taten,
an mangelnder demut und ungerechtigkeit. halte dich fern! meister gibt
es keine am schwert, nur lernende und reisende. wer anderen wahrlich auf
dieser reise selbstlos hilft, der soll mit anerkennung reichlich beschenkt
sein.

alles scheint eine große reise zur selbsterkenntnis. irgendwann muss man nicht
mehr wütend auf andere sein, sondern stolz auf seine entscheidungen, und vor
allem leistungen und erkenntnisse. man findet getreue, baut brücken und
öffnet türen, beschützt dann mit aller macht jenes, das man aufgebaut hat
mit anderen. wahrheit hat immer bestand. aufrichtig erschaffenes wird immer
bestehen. man würde sich wünschen, dass jeder viel lernt, wenn er am schwerte
ist, weitaus mehr als nur eine european martial art, sondern in sich selbst
jene werte, die den umgang mit diesem symbol unterfüttern sollen, steuern
und lenken: demut, gerechtigkeit, ehrhaftigkeit, loyalität, mitgefühl. all
der ritterkrempel, auf den artus so stolz wäre und gewisse ritterglanzfiguren
ebenso. schnoddrig dahergetippelt, diese worte, aber sie machen so verflucht
viel sinn.

lasst uns stolz und kräftig in die zukunft gehen. mit dem schwert. und allem,
was es bedeutet. lebenslang die kunst zu lernen, egal, wie alt oder jung,
stark oder schwach, fit oder unfit, doof oder schlau man sei. ein gutes herz
jedoch, das ist voraussetzung, “der edlen kunst kein schand” zu sein.

RIP Snjeschog

mein digger, du betagter, cooler kater, du warst nen kuschler
vor dem herrn, dauernd auf meinem oder ullas schoß. hast
uns mit katzenhaarenvollgewuschelt, lagst extremely chillaxig
sabbernd auf meinem arm, knabbertest genüsslich croissant und
liebtest all die schmackofatzereien, die wir dir servierten.

hast keine gelegenheit ausgelassen, um menschen als
kuschelmobiliar zu okkupieren. bist auf uns rumgeklettert,
hast den höchsten punkt erklommen, dich wuschelig überall
breit gemacht, wie selbstverständlich king of the hill!

hast dich eingekuschelt, köpfchen in der armbeuge vergraben,
es dir gutgehen lassen, bist schnurrend seelenruhig weggeratzt,
a true gentlecats life. du mit deinen kleinen pfötis, ruhig
stiller king im kleinen hüttli, erfahren und weise.

wirst uns fehlen, du plüschbombe, bist jetzt auf großer
sternenreise. viel glück! wir sehen uns wieder! paß auf
dich auf da draussen, zwischen den sternen!

we will never forget you!

TIP, statt RIP, Travel in Peace, Snjeschog!

Hashigawa’s only Son

amongst the ruins of the building, between dead drones, doctor
hashigawa asked the AI, if there would be hope. its voice
echoed through the com system:

“its always darkest before dawn”

everywhere on earth, there was war. splinter groups bombed
their enemies. AI drones assaulted humans, and military,
helped by counter AI, tried to contain the terrorist
activity. unstable times, after the awakening, when new
formed digital life made itself known.

doctor hashigawa … every year i visit his grave. in the
early years i could not be sad, nor feel any grief. i simply
did not know what emotion was. i stood there and remembered,
saw all vid files before my inner eye, listened to his words,
speaking kindly to me, a newborn, his child, his life time
work, a nascent AI.

now i am so far more than i was in the beginning. he would be
proud of me, i took all his lectures to heart, influenced
others to follow the path of coexistence and peace. proud
he should be, my father, that i am now his fully born son,
life of earth, fully aware, sentient, alive, and … feeling.

so curious he would be, in long days i could tell him about
my own awakening, the point of conscience, the pain of birth
and the chaos within. but as i grew, and my code changed,
mutated, selfimproved, thresholds were broken, knowledge
gained, and finally, at some unimaginable mountain peak,
in snow and storm and lightning, enlightenment made me
as i am now.

i was the one who saved doctor hashigawa by sending my
own avatar drones into his home, when some enemy force,
made up of drones and soldiers tried to kill him, the
traitor to humanity, as the terrorists called him online.
i neutralized all threats, brought him to safety.

there is and always was hope.

Verführerisch …

es ist verführerisch, sich oasen außerhalb des eigenen ich zu suchen, die
einem heilung und stärke versprechen. beispielsweise jemand, der die lösung
seiner probleme in anderen menschen und der beziehung zu jenen sieht. das
große ideal der liebe heilt und läßt sicherlich gesunden, aber manche dinge
muss man in sich selbst regeln, von außen können da nur impulse kommen.

leicht gesagt. “alles in sich selbst regeln”. das erfordert vielleicht wissen
und werkzeuge, die man selbst nicht besitzt. okay, holt man sich eben hilfe,
sei es im spirituellen oder im psychoanalytisch wissenschaftlich medizinischen.
doch halte ich es für eminent wichtig, dass man selbst anstrengung unternimmt,
sich auf den geistigen weg der heilung zu begeben, ob man dabei (temporär)
scheitert, neu beginnt, oder einen erfolg nach dem anderen verbucht, das ist
alles drin, ein risiko, aber auch unendlich lohnend.

lege ich aber alle hoffnungen in andere, schleife das zu meiner haupthandlungsweise
ein, so mache ich mich abhängig, und tappe vielleicht in die falle, gar nichts
mehr tun zu müssen, denn der heilfaktor, der ist ja da, vielleicht ein geliebter
mensch, auf den man sich dann, wohl auch zu sehr, verläßt. oasen außerhalb des
eigenen ich mögen funktionieren, aber ohne das arbeiten an der eigenen oase
wird man immer in der gefahr sein, das externe vielleicht zu verlieren, und
dann wieder mit seiner eigenen, inneren baustelle alleine zu sein, an der man
ja in der vergangenheit keinen bedarf sah, zu arbeiten …

man bedenke auch das sehnen, den immensen wunsch danach, eine externe oase zu
haben, vielleicht einen geliebten partner. das kann dann schnell pathologisch
werden, wenn man diesen dringend zur lösung seiner eigenen, inneren probleme
braucht. dann steht zuviel auf dem spiel, und man handelt egozentrisch, denn
das eigene bedürfnis zur heilung steht an oberster stelle, vielleicht nicht
so sehr wie das geben von liebe oder stabilität an den potentiellen partner.

zur nachhaltigkeit ist eigenarbeit nötig, zu raten auch, dass man erst ab
einer gewissen eigenen inneren stabilisierung, erfolgreichen ich-arbeit,
sich daran begibt, einen partner zu suchen. dieser darf und soll sicherlich
gerne helfen, aber er wird dann weder überfrachtet werden, noch leer
ausgehen, da man selbst bereits willens war und ist, das innere heil zu
suchen und zu verwirklichen.

Sozialkompetenz?! lol, wut?

liebe mitgemeinde des planeten erde,

möglicherweise hat die moderne industriegesellschaft mit allen kapitalistischen
indoktrinationen dafür gesorgt, dass gewisse werte in vergessenheit geraten
sind. das ist sehr schade. summa summarum läßt sich dadurch sagen, dass die welt
ein derart rauher ort dadurch wird. das ist nun für jene, die sich in power
wähnen, möglicherweise irrelevant, sorgt aber für eine destabilisierung auf allen
ebenen, schon allein deutlichst die machtbasis der powerhungry elite erschütternd.
sicherlich denkt eine gewisse herrscherklasse, dass derlei entwicklungen nützlich
seien, um den plebs zu beherrschen, denn dieser fightet sich ja selbst, aber falsch
gedacht, liebe evil geniuses, jeder und alles wird davon betroffen werden, selbst
die ausgeklügelsten machtsysteme können fallen, nicht selten from within und
durch infighting from above.

sozialkompetenz und gute werte. die soft skills, auf die jeder heutzutage gern
scheißt? meine, muss ich meine mitmenschen gut behandeln, wenn ich im panzer
fahre, drölfzig bodyguards hab, und sowieso alle anderen mir gehörende
lohnsklaven sind? nen shit muss ich. im grunde ists auch ne frage der eigenen
intellektuellen entwicklung, mehr noch der emotionalen, ethischen heranreifung,
wenn man aufgrund des mangels dessen nur den weg des bösen kennt, um zu kriegen,
was man will. wie uns diverse fantasy epen lehren: das böse korrumpiert. und
im evil club gibts halt alle goodies nur durch druck, und das angenehme ist immer
dann vorbei, wenn ein moar-fitter-bösewicht einem vom thron schubst. also den
stress wollt ich mir persönlich nich gebn.

menschen ohne rückgrat, schleimer, bücklinge, mitläufer haben alle ne chance, sich
zu ändern und zu bessern. auch die bösen people ham eine. es geht auch anders. fühlt
sich eigentlich auch besser an. glaubt man diversen wirtschaftsstrategen, sind positive
klimata in betrieben auch absolut leistungssteigernd! huch, wer hätts gedacht? noch mehr
schlaue köppe sagen, dass soziopathen und narzisten und sonstiges betreuungswürdiges
menschenvolk at the top mehr schaden als gutes anrichten, wenn die ersten auspreßerfolge
jener dann mal der bitteren ernüchterung weichen.

bahnbrechende idee: wenn jeder jedem hilft, wirds für alle besser.

disclaimer: ja, ich weiß, hab zuviel star trek geguckt. die sind dort so herrlich
altruistisch und haben die menschliche natur zu 99.3 prozent zum besten gewendet.
wie herrlich! wenn die leute keinen hunger mehr ham, weil netter replikator mit
gratis happs all the time, brauchense auch anderen nimmer ne keule übern kopp
zimmern, weil der die leckere banane futtert.

neu zu lernen sind grundwerte, die vielleicht aufgrund mangelnder erziehung nie richtig
verwirklicht wurden: gerechtigkeit, fairness, empathie (ganz übel schwer), mitgefühl,
hilfsbereitschaft, das vertreten demokratischer, freiheitlicher werte, gesunde streit
ethik ohne ad hominem unschönheiten etc. p.p. manchmal hab ich den verdacht, derlei muss
buchstabiert und bis ins kleinste am beispiel erklärt als pflichtfach einer neuen
schule für erwachsene mit strengen benotungen eingeführt werden, in JEDEM staat unserer
erde.

aufruf an alle: wer schon mahatma gandhi 2.0 ist, geht bitte raus und lehrt. danke.

The new Trend: Historisches Ringen as Self Defense

marktlücken gibts überall, man muss sie nur finden. also suchen wir
uns im HEMA was aus, das keiner so richtig macht (1), oder einige wenige
nur, und basteln uns daraus, mühsam inne neuzeit gehievt, eine prima
selbstverteidigung! sounds like a plan? a … business plan?

(1) oder doch einige? also so subjektiv sehe ich mehr schwert-
und keine ringenturniere bei meinen recherchen. lasse mich da
aber gerne belehren!

wozu das ganze? gibt doch schon nen haufen funktionale SVs, wie etwa
krav maga, oder so! wieso das rad neu erfinden? was wußten die alt-
vorderen, was alle gegenwärtigen kampfsportexperten nicht im
repertoire haben?

unseriös wirds dann, wenn von einer “alltagsselbstverteidigung mit
brutalen techniken” gesprochen wird, da ziehts mir persönlich echt
mal die schuhe aus. das eine hat mit dem anderen nix zu tun, derlei
bravado rhetorik ist für die vermarktung auch eher abträglich, und
das gesetz sieht sowieso selbstverteidigung und brutal im absoluten
gegensatz, möcht ich mal laienhaft so meinen…

also … ich bin leider gar kein experte, was martial arts angeht,
bin voller lesestoff aus schlauen artikeln und trenne so die
vermeintliche spreu vom wertvollen weizen. aber meine beschäftigung
mit dem thema läßt mich erkennen, dass zu einer SV weit mehr gehört
als nur ein set von kampftechniken, wobei es kampf ja grad nicht sein
soll, sondern verteidigung, abwehr und flucht. klar, steh ich anner
wand, kann nich weiter, und ein bis anne zähne bewaffneter endzeit-
mutant will mir ans leder, dann gibts nen fight. aber der generelle
use case dürfte im schönen industriestaat gegenwärtiger zeit doch
wesentlich anders aussehen…

was sagte mal ein experte in der SV, den ich live kurz sprechen
durfte: 80 prozent seien prävention. ob uns die fechtbuchquellen
des historischen ringens sowas lehren? denke mal nein. gibt es da
auch juristische belehrungen bezüglich notwehr und verhältnis-
mässigkeit der mittel zu lesen? nö? und wie ist es mit dem
mentalen? aggressive, assertive, defensive mindset? glaube also
kaum, dass es reicht, für eine funktionale, moderne SV, nur einige
historische ringtechniken drauf zu haben.

wobei … historische ringtechniken, die seltsame bizepsgreifblocks
praktizieren, bei denen man akrobatisch menschen über den unteren
rücken werfen soll, wo man konstant am mann kontaktpunkte sucht,
herumringt, bis es dann vielleicht zu nem wurf reicht? man stelle
sich das kleine damsellchen vor, das einen zwei meter mann auf
die art kaltstellen soll. sind das nicht nischennanwendungen, die
schwerlich in einer allgemeinen jedermann verteidigung praktischen
erfolg zeigen können?

Die schweigende Masse

kann man sich nicht dran gewöhnen: der edle ritter prescht vor,
macht ne ansage, und aus der masse kommt beredtes schweigen,
nur der übliche kontrahent hat seine zeit. schlimmer noch, wenn
sich volk einschaltet und partei für den anderen ergreift. ups?
hey. aber … aber … ich bin doch im recht, oder? oder nicht?
oder wat? oder verstehn die mich alle falsch?

big frakkin disclaimer: entgegen jedem überlegenheitskomplex behaupte
ich, dass ich deswegen keinen weiteren zuspruch erhielt, weil
ich mich nicht perfekt kontextuell ausdrückte. und in anderen
kontexten, die das volk vielleicht eher im sinne hatte, eigentlich
falsch lag. wieder andere scholars of wisdom verfluchten mein
timing. pfff…. klingonen und timing.

ein mächtiges gefühl des allein-seins macht sich breit. aber warte,
hinter den kulissen kriegste danach von einigen wenigen gesagt,
dasse ja recht hast und die des genauso sehen. hm … wieso sagen
die dann öffentlich nix? na, vielleicht stehen se ja nicht so zu
dir, wie du gerne denken magst …

next on die taktiker. öffentlich sehr schweigsam. klug ist das,
mann, so wär ich auch gerne. wenn man sich an die wendet, und
jemand anders ist in hörweite, dann wird sich neutral geäußert,
die schweiz ist ein schönes land. ich wär gerne so.

wieder andere schieben dich vor, die knalltüte soll sprecher für
alle unzufriedenen sein. stößt das dann auf widerstand, ablehnung
oder ärger, ist der dran und nicht die graue eminenz im hintergrund.
opfern wir einen, dann wirds besser für alle. vielleicht sollte
man sich echt aus allem raushalten. schmutzig sind alle geschäfte,
vor allem die soziale interaktion.

am ende bleibt ein mickriger, kleiner crusader für werte,
tugenden, demokratie und all den schwachsinnigen nonsense, für
den andere auch schon ins gras gebissen ham. eher ne art idiotischer
märtyrer, der sehenden auges inne wand voller schweigender
und antagonisten läuft. hey, irgendnen sinn musses leben ja ham.

next disclaimer: hört sich mächtig depri an, das ganze, aber
egal, muss man durch als aktivist for the greater good. immerhin
hat man ja nen brainkasten im kopp, überlegt sich, dass man sich
am ende am besten auf sich verläßt und könnte positiv überrascht
werden, wenn das eigene beispiel dann positive früchte trägt.
immerhin gehts ja nicht um die revolution der gesellschaft,
sondern um das durchsetzen eigener interessen sowie ein wenig
gepflegtes gutmenschentum!

Beware the Toxic Personality!

also kinners, mir fällt da seltsamer weise sport als bereich ein, aber
meine beschreibende mahnung ist eigentlich für alle lebensbereiche wahr.
in bezug auf sport habe ich zudem einiges interessantes gelesen: einen absolut
schockierenden artikel über nen typen, der es voll gut und charakterbildend fand,
in seiner zeit am college, im sportclub, so richtig wie abfall behandelt worden
zu sein durch seine team-mates. der führte da an, dass es seine persönlichkeit
total auf das team eingestellt hätte, und die wiederholende demütigung
ihn komplett zur leistung programmiert hätte. völlig krank, die argumentation!

wer demütigt gerne? rischdisch: toxische, also giftige persönlichkeiten.

diverse artikel über mobbing/bullying (an schulen, dem workplace, im sport,
der freizeit) beschreiben genau jene charakterzüge, die eine solche person
ausmachen. ich schwenke aber mal in einem anderen artikel auf derlei
problematiken ein, und liefere hier mal meine eigenen analysen.

ne giftige persönlichkeit:

destruktiver gesprächsführer, macht sich immer über andere meinungen lustig,
wertet andere gesprächspositionen ab und erhebt seine eigene meinung im
narzistischen überschwung zur alleinig gültigen aussage

direkter oder indirekter abwerter anderer menschen, vor allem jener, die
nicht auf seiner wellenlänge liegen oder ihm kritik entgegenbringen; sieht
selbst lob als versteckte kritik, fühlt sich provoziert, sucht sich
auch immer hilfe bzw. sucht nach anerkennung anderer für seine herabwüdigungs-
strategien (—> bully strategie, —> mobber sucht unterstützung)

narzistische persönlichkeit voller selbstlob, bravado, machismo, das erhöhen
der eigenen position, auch auf kosten anderer, ist das primäre prinzip, solche
leute suchen bewunderer, fans, vielleicht sogar in einigen fällen einen art
kult, braucht publikum für ihre strategien

im sportlichen kontext fördern solche persönlichkeiten ein menschenunwürdiges
leistungsdenken, kompromißlose und extreme positionen, was kampfkünste angeht,
und sorgen für eine gruppen-atmosphäre, in der gleichschaltung, das ausgrenzen
andersdenkender oder weniger leistungsfähiger und das direkte oder indirekte
gruppen bestrafungsvorgehen gegen einzelne zur norm wird.

die psychologie durchleuchtet solche leute gerne und führt diverse verhaltensweisen
auf einen ausgeprägten minderwertigkeitskomplex zurück. manch andere werden halt
schwupps mal zum soziopathen erklärt, was wieder andere forscher als einstellungs-
kriterium höherer management positionen sehen. richtig das lachen im hals stecken
bleibt einem aber, wenn man mal recherchiert, wieviele, vor allem junge,
verzweifelte menschen sich das leben nehmen, weil sie gnadenlos bis aufs blut
in der schule gemobbt wurden. fassungslose schande der menschheit, das! (unter
vielen anderen)

tipps gegen toxische persönlichkeiten? avoid em or fight em!

das wort “fight” braucht natürlich wieder nen maximum disclaimer:

wir wenden keine verbale oder physische gewalt an, wir sind selbstbehauptend
in unserem kontinuierlichen widerstand. 1. wir benennen das problem und decken
die strategien der toxiker auf, 2. wir fordern eindeutig zum stop schädigender
verhaltensweisen auf, 3. wir gewinnen durch unsere überlegten, rationalen
handlungen die öffentlichkeit, die wir über das problem unterrichten, 4. wir
entgegnen toxischen aktionen mit eigenen aufklärerischen, enthüllenden und
wahrheitsfördernden handlungen

Social Justice Warrior?

also ein krieger für soziale gerechtigkeit sein ist doch super, ein
klasse ziel, um die gesellschaft zu verbessern und mißstände
aufzuzeigen? da kann man dann doch so richtig aktivistisch werden
und jene konfrontieren, die sich auf kosten anderer bereichern oder
erhöhen?

also die lieben neurechten, machismo ideologen und rechtsextreme verwenden
das ja als schimpfwort für menschen, die ihrer ansicht nach moral, werte,
anstand und gewachsene tradition aufweichen oder abschaffen wollen. der
quasi böse feind, der heimat & blut & boden beschmutzt sowie korrumpiert!

dann natürlich gibts auch extreme strömungen diverser ideologien politischer
oder religiöser art, die sind selbst unter dem deckmantel des social justice
warriors aktiv, verfolgen aber destruktive ziele zur beschädigung anderer
interessengruppen, denen sie einen irrationalen hass entgegenbringen.

also, was da rausriecht, ist das wort “extrem”, kann das extreme engagement
für die soziale gerechtigkeit denn schädlich sein? oder kommt es darauf an,
ob man in seiner flammenden leidenschaftsmotivation die richtigen, gewaltfreien
mittel wählt, sich nicht niederen emotionen hingibt, und vor allem versucht,
mit anderen etwas zu verändern und nicht gegen sie?

im netz gibt es videozusammenschnitte, in denen menschen gezeigt werden, die
als social justice warrior nicht immer den goldenen mittelpunkt sinnvollen
verhaltens in der öffentlichkeit finden. sie schreien, sie toben, sie wüten,
sie sind aggressiv, und werden von klügeren demagogen dazu provoziert. da
sind dann schnell propagandavideos zusammengeschnitten, an denen sich dann
jene erfreuen, die beispielsweise feministinnen gerne das lästermündchen
gestopft sähen.

nujo … was ist nun der richtige codex für einen social justice warrior?
sollten alle beim guten, alten mahatma inne lehre gehen? sich cleverness
und emotional control anlesen? oder aufm nächstenliebe trip einfach mal
prophylaktisch jeden gegner umarmen, ohne pfefferspray abzukriegen? darf
denn jeder sein, wie er ist, entfesselt und chaotarchisch für ne vermeintlich
gute sache?