Category Archives: Blaschanek Blogovsky

Der Bereich meines Blogging Alter Egos über das Leben
an sich, zynisch, ironisch, sarkastisch, witzig oder
auch mal ernst.

Perfide Systemtaktik

es gibt systeme, die probleme lösen müssen. dazu stehen sie unter wirtschaftlichem,
politischen oder anderweitig wirkenden handlungsdruck, auch von aussen. da sie
selbst keine zusätzlichen positionen schaffen können oder wollen, eine breit angelegte
“unterschicht” auch gar nicht lückenlos kontrollieren können oder wollen, weil dies
unwirtschaftlich/politisch nicht gewünscht wäre/machbar ist, greifen sie zu perfiden
taktiken, um teils hausgemachte probleme zu lösen:

zum einen werden individuen eines systems dazu angehalten, sich im grunde gegenseitig zu
bespitzeln und zu besserer leistung/politischer gefolgschaft zu ermahnen. dies wird als
dienst am system, als positive kommunikative interaktion, als übung “gesunder” sozial-
kommunikation verkauft. denunzianten werden also geduldet, gar ermutigt, mitläufer,
die ungefragt und ohne legitimation unterkommandos übernehmen, toleriert.

weiterhin ist es günstig, wenn die unterste schicht eines systems uneinig und zerstritten
ist. man rechnet also dabei nie mit einem koordinierten aufstand, einer organisierten
revolution, profitiert enorm von denunzianten, mitläufern und intersystematischen
konflikten, die es unmöglich machen, dass sich eine breite front an unzufriedenen
gegen schlechte zustände des systems formiert.

systempropaganda tut ihr übriges, um die breite schicht an der basis zu indoktrinieren.
man sei nur gefühl statt ratio, denn die ist der führenden schicht vorbehalten. man
füge sich in die zustände/anforderungen/wirtschaftliche/politische fremdinteressen,
in denen man, als unterstes glied der kette, so eingebunden ist, dass es keine
möglichkeit der eigenbestimmung gibt/erwünscht sei.

positive propaganda für das system fehlt nie, dinge anpreisend, die das system bereits
geschafft hat, noch schaffen wird. man wird ermutigt, sich im system weiter
einzubringen, mehr für das system zu leisten, ohne dass entsprechende leistungs-
würdigungen thema des weiteren engagements wären. das system mag aufstiegsmöglichkeiten
aufzeigen, doch diese sind in großem maß nicht garantiert, erfordern geld/engagement/
politische mehrarbeit des einzelnen, eine “kostenlose” förderung des einzelnen im
system mag es nicht allgemein geben.

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Ekel/Assi Internetstreamer

ich mein, brot und spiele. kann man machen, muss oder sollte man jedoch
nicht? auf diversen plattformen gibts vielerlei nischen, möchte man sagen,
ob man nun seine minderjährige kundschaft mit irgendwelchen marketing plots
verarscht oder den reinen assi par excellence raushängen läßt, mag zum
entertainment recht gleich sein. schlußendlich, liebe freunde, gehts nur
ums geld verdienen.

ekel und assi streamer verlegen sich auf prolligstes danebenbenehmen, sei
es durch drunkstreams, ekelchallenges (saufe x innerhalb des zeitlimits y,
kotzspeiwürg bericht inklusive) oder sonstige derbheiten. mit politisch
unkorrektem oder sexuellen inhalten kriegt man früher oder später durch
juristische hater oder plattformbetreiber auf die goschn, da ist man also
vorsichtig und bewegt sich immer jenseits der ahndungsgrenze.

ist halt nur so: die community mag sich erfreuen, ein recht gutes ethisches
bild gibt aber da niemand ab. und alle saufenden und fressenden streamer
selbst werden dafür erst später die rechnung erhalten, wenn die nachwirkungen
ihres gesundheitlichen raubbaus sichtbar werden. ähnlich der steroiden
fitness monster wird kalkuliert: wenn man durch streams vielleicht reich
geworden ist, kann man sich dann auch ne recht feine ersatzleber leisten.

das internet vergißt aber nicht. es mag recht nachteilig erscheinen, wenn
man nur in der eigenen, begrenzten community der held ist, aber alle draussn
mit einem halben blick auf das bisherige schaffen nur noch ablehnung übrig
haben. da ist dann spätestens schluss mit lustig, wenns mit der eigenen
community monetario-technisch nimmer läuft, man die streaming/online karriere
an den nagel hängen muss und auf ne welt trifft, die gar nicht begeistert ist,
ob der eigenen virtuellen historie. das dann dumm gelaufn.

im übrigen ist das wie mit brutalo filmen: irgendwann isses fad, kannst nix
mehr noch abartiges drauflegen und das ende der fahnenstange ist erreicht.
große leere macht sich breit, immer die gleiche leier bringt auch keine
neuen abos mehr und die eigene echoblase schrumpft auch, da das sensations-
gierige volk neues entertainment sucht, vielleicht beim nächstn, frischen,
noch oder anders krasseren ekeltuber…

addendum:

nebenwirkung und später hauptleiden einer assi-streamer karriere kann übrigens
der hate werden. feinst genüsslich zelebrierter online hass, der den assi/ekel
streamer trifft. da werden auf einmal seine addresse plus telefon nummer
geleaked, fans oder hater stehen permanent vor der behausung und im
onlineauftritt beklagt sich der ekel/assi streamer, dass er von anderen
assig behandelt wird …

Wünschenswert …

ich habe da mal einen schönen vorschlag:

wie wärs, wenn man für streitgespräche, politische auseinandersetzungen oder alles,
wo leute anderer meinung sind, ein paar regeln wieder einführen, die eigentlich schon
mal in den köpfen drin warn, aber aus unerfindlichem grund verloren gingen:

in einer diskussion …

… bereiten wir argumente für die eigene sache vor und begründen unsere haltung
mit diesen.

… verzichten wir auf verbale (ad hominem, direkte oder indirekte herabwürdigung,
rhetorisch negative taschenspieler tricks) und selbstverständlich physische gewalt.

… ist unser augenmerk immer auch auf etwaige kompromisse gerichtet, die beiden
parteien gerecht werden.

… respektieren wir andere geisteshaltungen. sollten diese eklatant nicht mit
der demokratischen, freiheitlichen ordnung der bundesrepublik und deren verfassung
sowie grundgesetz in einklang stehen, dürfte es ein leichtes sein, jenes
a) einwandfrei auf der sachebene zu demaskieren, b) historische unwahrheiten als
solche zu enttarnen und c) im falle eines justiziablen straftatbestandes
offenzulegen.

… hüten wir uns vor extremen, suchen die mitte, pauschalisieren nicht, führen
direkt quellenbelegbare beweise für eigene thesen an und betrachten sämtliche
statistiken, die man selbst, oder andere anführt, mit einem gesunden maß
an wissenschaftlicher zurückhaltung.

… verpflichten wir uns, unsere eigene haltung, beweise, argumente und thesen
ausreichend und nach bestem gewissen recherchiert zu haben.

… respektieren wir unsere gesprächspartner, indem wir unsere eigene redezeit
achten, nicht ins wort fallen und aufmerksam dem anderen zuhören.

jo. dann kann doch eigentlich nix mehr schiefgehen…

im übrigen würde ich insgesamt emotionen, soweit es geht, zurückhalten, gegen
positive mag ja nichts einzuwenden sein, aber negative vergiften die diskussion,
verwässern die argumentation und eskalieren konflikte, die dann zum aus einer
fruchtbaren diskussion führen.

mich wundert, dass man eigentlich solcherlei dinge als selbstverständlich
annehmen sollte, in einer zivilisierten gesellschaft, jedoch insgesamt viele
sich gegensätzlichen verhaltens schuldig machen. dass dabei nix zustande
kommt, wie bisweilen politisch zu sehen, muss dann doch nicht mehr wundern.

RIP Snjeschog

mein digger, du betagter, cooler kater, du warst nen kuschler
vor dem herrn, dauernd auf meinem oder ullas schoß. hast
uns mit katzenhaarenvollgewuschelt, lagst extremely chillaxig
sabbernd auf meinem arm, knabbertest genüsslich croissant und
liebtest all die schmackofatzereien, die wir dir servierten.

hast keine gelegenheit ausgelassen, um menschen als
kuschelmobiliar zu okkupieren. bist auf uns rumgeklettert,
hast den höchsten punkt erklommen, dich wuschelig überall
breit gemacht, wie selbstverständlich king of the hill!

hast dich eingekuschelt, köpfchen in der armbeuge vergraben,
es dir gutgehen lassen, bist schnurrend seelenruhig weggeratzt,
a true gentlecats life. du mit deinen kleinen pfötis, ruhig
stiller king im kleinen hüttli, erfahren und weise.

wirst uns fehlen, du plüschbombe, bist jetzt auf großer
sternenreise. viel glück! wir sehen uns wieder! paß auf
dich auf da draussen, zwischen den sternen!

we will never forget you!

TIP, statt RIP, Travel in Peace, Snjeschog!

Verführerisch …

es ist verführerisch, sich oasen außerhalb des eigenen ich zu suchen, die
einem heilung und stärke versprechen. beispielsweise jemand, der die lösung
seiner probleme in anderen menschen und der beziehung zu jenen sieht. das
große ideal der liebe heilt und läßt sicherlich gesunden, aber manche dinge
muss man in sich selbst regeln, von außen können da nur impulse kommen.

leicht gesagt. “alles in sich selbst regeln”. das erfordert vielleicht wissen
und werkzeuge, die man selbst nicht besitzt. okay, holt man sich eben hilfe,
sei es im spirituellen oder im psychoanalytisch wissenschaftlich medizinischen.
doch halte ich es für eminent wichtig, dass man selbst anstrengung unternimmt,
sich auf den geistigen weg der heilung zu begeben, ob man dabei (temporär)
scheitert, neu beginnt, oder einen erfolg nach dem anderen verbucht, das ist
alles drin, ein risiko, aber auch unendlich lohnend.

lege ich aber alle hoffnungen in andere, schleife das zu meiner haupthandlungsweise
ein, so mache ich mich abhängig, und tappe vielleicht in die falle, gar nichts
mehr tun zu müssen, denn der heilfaktor, der ist ja da, vielleicht ein geliebter
mensch, auf den man sich dann, wohl auch zu sehr, verläßt. oasen außerhalb des
eigenen ich mögen funktionieren, aber ohne das arbeiten an der eigenen oase
wird man immer in der gefahr sein, das externe vielleicht zu verlieren, und
dann wieder mit seiner eigenen, inneren baustelle alleine zu sein, an der man
ja in der vergangenheit keinen bedarf sah, zu arbeiten …

man bedenke auch das sehnen, den immensen wunsch danach, eine externe oase zu
haben, vielleicht einen geliebten partner. das kann dann schnell pathologisch
werden, wenn man diesen dringend zur lösung seiner eigenen, inneren probleme
braucht. dann steht zuviel auf dem spiel, und man handelt egozentrisch, denn
das eigene bedürfnis zur heilung steht an oberster stelle, vielleicht nicht
so sehr wie das geben von liebe oder stabilität an den potentiellen partner.

zur nachhaltigkeit ist eigenarbeit nötig, zu raten auch, dass man erst ab
einer gewissen eigenen inneren stabilisierung, erfolgreichen ich-arbeit,
sich daran begibt, einen partner zu suchen. dieser darf und soll sicherlich
gerne helfen, aber er wird dann weder überfrachtet werden, noch leer
ausgehen, da man selbst bereits willens war und ist, das innere heil zu
suchen und zu verwirklichen.

Sozialkompetenz?! lol, wut?

liebe mitgemeinde des planeten erde,

möglicherweise hat die moderne industriegesellschaft mit allen kapitalistischen
indoktrinationen dafür gesorgt, dass gewisse werte in vergessenheit geraten
sind. das ist sehr schade. summa summarum läßt sich dadurch sagen, dass die welt
ein derart rauher ort dadurch wird. das ist nun für jene, die sich in power
wähnen, möglicherweise irrelevant, sorgt aber für eine destabilisierung auf allen
ebenen, schon allein deutlichst die machtbasis der powerhungry elite erschütternd.
sicherlich denkt eine gewisse herrscherklasse, dass derlei entwicklungen nützlich
seien, um den plebs zu beherrschen, denn dieser fightet sich ja selbst, aber falsch
gedacht, liebe evil geniuses, jeder und alles wird davon betroffen werden, selbst
die ausgeklügelsten machtsysteme können fallen, nicht selten from within und
durch infighting from above.

sozialkompetenz und gute werte. die soft skills, auf die jeder heutzutage gern
scheißt? meine, muss ich meine mitmenschen gut behandeln, wenn ich im panzer
fahre, drölfzig bodyguards hab, und sowieso alle anderen mir gehörende
lohnsklaven sind? nen shit muss ich. im grunde ists auch ne frage der eigenen
intellektuellen entwicklung, mehr noch der emotionalen, ethischen heranreifung,
wenn man aufgrund des mangels dessen nur den weg des bösen kennt, um zu kriegen,
was man will. wie uns diverse fantasy epen lehren: das böse korrumpiert. und
im evil club gibts halt alle goodies nur durch druck, und das angenehme ist immer
dann vorbei, wenn ein moar-fitter-bösewicht einem vom thron schubst. also den
stress wollt ich mir persönlich nich gebn.

menschen ohne rückgrat, schleimer, bücklinge, mitläufer haben alle ne chance, sich
zu ändern und zu bessern. auch die bösen people ham eine. es geht auch anders. fühlt
sich eigentlich auch besser an. glaubt man diversen wirtschaftsstrategen, sind positive
klimata in betrieben auch absolut leistungssteigernd! huch, wer hätts gedacht? noch mehr
schlaue köppe sagen, dass soziopathen und narzisten und sonstiges betreuungswürdiges
menschenvolk at the top mehr schaden als gutes anrichten, wenn die ersten auspreßerfolge
jener dann mal der bitteren ernüchterung weichen.

bahnbrechende idee: wenn jeder jedem hilft, wirds für alle besser.

disclaimer: ja, ich weiß, hab zuviel star trek geguckt. die sind dort so herrlich
altruistisch und haben die menschliche natur zu 99.3 prozent zum besten gewendet.
wie herrlich! wenn die leute keinen hunger mehr ham, weil netter replikator mit
gratis happs all the time, brauchense auch anderen nimmer ne keule übern kopp
zimmern, weil der die leckere banane futtert.

neu zu lernen sind grundwerte, die vielleicht aufgrund mangelnder erziehung nie richtig
verwirklicht wurden: gerechtigkeit, fairness, empathie (ganz übel schwer), mitgefühl,
hilfsbereitschaft, das vertreten demokratischer, freiheitlicher werte, gesunde streit
ethik ohne ad hominem unschönheiten etc. p.p. manchmal hab ich den verdacht, derlei muss
buchstabiert und bis ins kleinste am beispiel erklärt als pflichtfach einer neuen
schule für erwachsene mit strengen benotungen eingeführt werden, in JEDEM staat unserer
erde.

aufruf an alle: wer schon mahatma gandhi 2.0 ist, geht bitte raus und lehrt. danke.

Die schweigende Masse

kann man sich nicht dran gewöhnen: der edle ritter prescht vor,
macht ne ansage, und aus der masse kommt beredtes schweigen,
nur der übliche kontrahent hat seine zeit. schlimmer noch, wenn
sich volk einschaltet und partei für den anderen ergreift. ups?
hey. aber … aber … ich bin doch im recht, oder? oder nicht?
oder wat? oder verstehn die mich alle falsch?

big frakkin disclaimer: entgegen jedem überlegenheitskomplex behaupte
ich, dass ich deswegen keinen weiteren zuspruch erhielt, weil
ich mich nicht perfekt kontextuell ausdrückte. und in anderen
kontexten, die das volk vielleicht eher im sinne hatte, eigentlich
falsch lag. wieder andere scholars of wisdom verfluchten mein
timing. pfff…. klingonen und timing.

ein mächtiges gefühl des allein-seins macht sich breit. aber warte,
hinter den kulissen kriegste danach von einigen wenigen gesagt,
dasse ja recht hast und die des genauso sehen. hm … wieso sagen
die dann öffentlich nix? na, vielleicht stehen se ja nicht so zu
dir, wie du gerne denken magst …

next on die taktiker. öffentlich sehr schweigsam. klug ist das,
mann, so wär ich auch gerne. wenn man sich an die wendet, und
jemand anders ist in hörweite, dann wird sich neutral geäußert,
die schweiz ist ein schönes land. ich wär gerne so.

wieder andere schieben dich vor, die knalltüte soll sprecher für
alle unzufriedenen sein. stößt das dann auf widerstand, ablehnung
oder ärger, ist der dran und nicht die graue eminenz im hintergrund.
opfern wir einen, dann wirds besser für alle. vielleicht sollte
man sich echt aus allem raushalten. schmutzig sind alle geschäfte,
vor allem die soziale interaktion.

am ende bleibt ein mickriger, kleiner crusader für werte,
tugenden, demokratie und all den schwachsinnigen nonsense, für
den andere auch schon ins gras gebissen ham. eher ne art idiotischer
märtyrer, der sehenden auges inne wand voller schweigender
und antagonisten läuft. hey, irgendnen sinn musses leben ja ham.

next disclaimer: hört sich mächtig depri an, das ganze, aber
egal, muss man durch als aktivist for the greater good. immerhin
hat man ja nen brainkasten im kopp, überlegt sich, dass man sich
am ende am besten auf sich verläßt und könnte positiv überrascht
werden, wenn das eigene beispiel dann positive früchte trägt.
immerhin gehts ja nicht um die revolution der gesellschaft,
sondern um das durchsetzen eigener interessen sowie ein wenig
gepflegtes gutmenschentum!

Beware the Toxic Personality!

also kinners, mir fällt da seltsamer weise sport als bereich ein, aber
meine beschreibende mahnung ist eigentlich für alle lebensbereiche wahr.
in bezug auf sport habe ich zudem einiges interessantes gelesen: einen absolut
schockierenden artikel über nen typen, der es voll gut und charakterbildend fand,
in seiner zeit am college, im sportclub, so richtig wie abfall behandelt worden
zu sein durch seine team-mates. der führte da an, dass es seine persönlichkeit
total auf das team eingestellt hätte, und die wiederholende demütigung
ihn komplett zur leistung programmiert hätte. völlig krank, die argumentation!

wer demütigt gerne? rischdisch: toxische, also giftige persönlichkeiten.

diverse artikel über mobbing/bullying (an schulen, dem workplace, im sport,
der freizeit) beschreiben genau jene charakterzüge, die eine solche person
ausmachen. ich schwenke aber mal in einem anderen artikel auf derlei
problematiken ein, und liefere hier mal meine eigenen analysen.

ne giftige persönlichkeit:

destruktiver gesprächsführer, macht sich immer über andere meinungen lustig,
wertet andere gesprächspositionen ab und erhebt seine eigene meinung im
narzistischen überschwung zur alleinig gültigen aussage

direkter oder indirekter abwerter anderer menschen, vor allem jener, die
nicht auf seiner wellenlänge liegen oder ihm kritik entgegenbringen; sieht
selbst lob als versteckte kritik, fühlt sich provoziert, sucht sich
auch immer hilfe bzw. sucht nach anerkennung anderer für seine herabwüdigungs-
strategien (—> bully strategie, —> mobber sucht unterstützung)

narzistische persönlichkeit voller selbstlob, bravado, machismo, das erhöhen
der eigenen position, auch auf kosten anderer, ist das primäre prinzip, solche
leute suchen bewunderer, fans, vielleicht sogar in einigen fällen einen art
kult, braucht publikum für ihre strategien

im sportlichen kontext fördern solche persönlichkeiten ein menschenunwürdiges
leistungsdenken, kompromißlose und extreme positionen, was kampfkünste angeht,
und sorgen für eine gruppen-atmosphäre, in der gleichschaltung, das ausgrenzen
andersdenkender oder weniger leistungsfähiger und das direkte oder indirekte
gruppen bestrafungsvorgehen gegen einzelne zur norm wird.

die psychologie durchleuchtet solche leute gerne und führt diverse verhaltensweisen
auf einen ausgeprägten minderwertigkeitskomplex zurück. manch andere werden halt
schwupps mal zum soziopathen erklärt, was wieder andere forscher als einstellungs-
kriterium höherer management positionen sehen. richtig das lachen im hals stecken
bleibt einem aber, wenn man mal recherchiert, wieviele, vor allem junge,
verzweifelte menschen sich das leben nehmen, weil sie gnadenlos bis aufs blut
in der schule gemobbt wurden. fassungslose schande der menschheit, das! (unter
vielen anderen)

tipps gegen toxische persönlichkeiten? avoid em or fight em!

das wort “fight” braucht natürlich wieder nen maximum disclaimer:

wir wenden keine verbale oder physische gewalt an, wir sind selbstbehauptend
in unserem kontinuierlichen widerstand. 1. wir benennen das problem und decken
die strategien der toxiker auf, 2. wir fordern eindeutig zum stop schädigender
verhaltensweisen auf, 3. wir gewinnen durch unsere überlegten, rationalen
handlungen die öffentlichkeit, die wir über das problem unterrichten, 4. wir
entgegnen toxischen aktionen mit eigenen aufklärerischen, enthüllenden und
wahrheitsfördernden handlungen

Social Justice Warrior?

also ein krieger für soziale gerechtigkeit sein ist doch super, ein
klasse ziel, um die gesellschaft zu verbessern und mißstände
aufzuzeigen? da kann man dann doch so richtig aktivistisch werden
und jene konfrontieren, die sich auf kosten anderer bereichern oder
erhöhen?

also die lieben neurechten, machismo ideologen und rechtsextreme verwenden
das ja als schimpfwort für menschen, die ihrer ansicht nach moral, werte,
anstand und gewachsene tradition aufweichen oder abschaffen wollen. der
quasi böse feind, der heimat & blut & boden beschmutzt sowie korrumpiert!

dann natürlich gibts auch extreme strömungen diverser ideologien politischer
oder religiöser art, die sind selbst unter dem deckmantel des social justice
warriors aktiv, verfolgen aber destruktive ziele zur beschädigung anderer
interessengruppen, denen sie einen irrationalen hass entgegenbringen.

also, was da rausriecht, ist das wort “extrem”, kann das extreme engagement
für die soziale gerechtigkeit denn schädlich sein? oder kommt es darauf an,
ob man in seiner flammenden leidenschaftsmotivation die richtigen, gewaltfreien
mittel wählt, sich nicht niederen emotionen hingibt, und vor allem versucht,
mit anderen etwas zu verändern und nicht gegen sie?

im netz gibt es videozusammenschnitte, in denen menschen gezeigt werden, die
als social justice warrior nicht immer den goldenen mittelpunkt sinnvollen
verhaltens in der öffentlichkeit finden. sie schreien, sie toben, sie wüten,
sie sind aggressiv, und werden von klügeren demagogen dazu provoziert. da
sind dann schnell propagandavideos zusammengeschnitten, an denen sich dann
jene erfreuen, die beispielsweise feministinnen gerne das lästermündchen
gestopft sähen.

nujo … was ist nun der richtige codex für einen social justice warrior?
sollten alle beim guten, alten mahatma inne lehre gehen? sich cleverness
und emotional control anlesen? oder aufm nächstenliebe trip einfach mal
prophylaktisch jeden gegner umarmen, ohne pfefferspray abzukriegen? darf
denn jeder sein, wie er ist, entfesselt und chaotarchisch für ne vermeintlich
gute sache?

Be a Klingon!

es gibt dinge im leben, die sieht man erst nicht richtig, man bewertet sie
gering. sie sind nicht der rede wert oder “hypersensitiver pipifax”, mit dem
man sich nicht abgeben will. aber dann merkt man, wie es einen doch beschäftigt,
emotionen hochsteigen, und es eben vor dem eigenen hintergrund keine kleinen
dinge mehr sind, sondern ernstzunehmende probleme.

DANN muss was getan werden. vor allem wenn es um menschen geht, die indirekt
andere abwerten, verdeckt vorgehen, und unter dem deckmantel des angeblich
harmlosen scherzes ganz andere botschaften verstecken, nämlich jene der
geringschätzung. irgendwann darf man derlei nicht ignorieren oder abtun,
sondern muss es full speed ahead tackeln.

vulkanier werden sagen: was regst dich auf? lass es auf sich beruhen! stehe
über allem! der kann dir garnix! aber klingonen haben manchmal recht, wenn
sie kriegerisch dem gegner entgegentreten, um ihn ehrenvoll zu konfrontieren.
und genau das muss auch getan werden, damit sich gewisse dinge ändern. das
ist vielleicht unangenehm, man selbst ist voller zorn, und möchte auch vor
anderen nicht emotional werden.

doch gibt es verhaltensweisen, die werden immer weiter gehen, wenn man sie
nicht abstellt, konfrontiert, offenlegt, anprangert. ob da andere mithören,
ob sich da irgendwer doch lustig macht, oder die schweigende massen eben
jenes tut, was sie am besten kann, nämlich schweigen, das interessiert nicht.

alleinig der eigene, innere klingone zählt: und der darf auch laut werden,
darf stolz und deutlich und vor allem eindringlich ernst STOP! schreien,
und dem geringschätzer, dem menschen-abwerter, dem indirekten sich-über-
andere-lustig-macher einhalt gebieten!

mein aufruf an alle lautet: laßt euch nix gefallen! wehrt euch! seid stark
und laut und vertretet euer persönlichkeitsrecht! zeigt anderen deutlichst
ihre grenzen auf! dass die eben nicht alles mit euch machen können, sondern
im lichte der öffentlichkeit bloßgestellt sind, ihre methoden aufgedeckt,
und sie es nie mehr wagen, auf indirekt lächerlich machende art andere
kleinzumachen!

super important disclaimer:

wir reden bei klingonischem sein nicht von disrupterfeuer, also reiner
aggression, sondern von einer assertive response, einer selbstbehauptung,
die gewaltfrei, nicht beleidigend, aber dammnit so richtig deutlich und
felsenfest ausdrückt, dass man nicht alles mit sich machen lässt. solche
ansätze sind auch in der forschung über mobbing/bullying zu finden, da
gibts äußerst interessante arbeiten, die gewaltfreien widerstand, auch
auf verbaler ebene, als richtig gut gangbaren weg zeigen, der auch andere
dazu motiviert, partei zu ergreifen!