Category Archives: Blaschanek Blogovsky

Der Bereich meines Blogging Alter Egos über das Leben
an sich, zynisch, ironisch, sarkastisch, witzig oder
auch mal ernst.

Interessengruppen

…im politischen, sozialen, religiösen und wirtschaftlichen umfeld…

ich widme mich natürlich wieder jenen interessengruppen, die negativ auffallen.
werde allgemeine merkmale dieser vorstellen.

interessengruppen, die ich für negativ halte, haben folgende eigenschaften:

1.) radikalismus und extremismus. radikal bedeutet, dass diese gruppen einfache,
sehr drastische, und ausschließlich der eigenen interessenlage dienliche zielsetzungen
haben. diese werden nicht einen yota verrückt, man ist nicht kompromißbereit
und schätzt generell andere positionen als a) zu schwach oder b) falsch ein.
extreme gruppen brauchen feindbilder, schaffen diese, definieren sich durch jene
und bewegen sich in den dimensionen des virtuellen, verbalen und schlußendlich
realen (gewalt)kampfs. extremismus meint auch, bisherige politische, soziale,
religiöse oder wirtschaftliche strukturen so zu modifizieren/beseitigen, dass
am ziel nur die eigene gruppe eine völlige position der dominanz/macht erlangt
hat.

2.) propaganda benutzt immer verbrechen/vergehen anderer gegen die eigene gruppe
als haupt rhetorik gegenstand. man ist definitiv nur auf der eigenen seite, verurteilt
verbrechen gegen die eigene gruppe und angeschlossener sympathisanten, äußert sich
aber nie (verurteilend) zu ähnlichen oder schlimmeren verbrechen gegen andere,
konkurrierende oder als feindlich empfundene gruppierungen. propaganda betont
immer die eigene opfer rolle, es muss der moralische high ground erreicht werden,
von dem aus eine diskreditierung der feindbilder vorgenommen werden kann. für
die allgemeinheit, die eine gruppe wahrnimmt, muss eine sympathie offensive
gestaltet werden.

3.) tarnung und täuschung. gruppen, die negative zielsetzungen haben, verschleiern
diese durchaus und bedienen sich der systeme, in die sie infiltrieren. sie nutzen
jede art von list, um über ihre wahren beweggründe hinwegzutäuschen. sie nutzen
schlüpflöcher in den systemen, in denen sie existieren, um bisherige grenzen
juristischer oder sozialer natur zu testen, die standhaftigkeit zu prüfen und sie
stück für stück im eigenen sinn zu erweitern oder aufzuweichen.

4.) die innere organisation ist hierarchisch, feudal und antidemokratisch. es gibt
ein ausuferndes fußvolk zur finanzierung und kommandierung für (macht)demonstrationen,
versammlungen, propagandaprojekte. nur höhere kader haben bessere indoktrinierung,
sie werden von einer oder mehr führungspersönlichkeiten angeleitet und zur
kontrolle der basis benutzt. das interne system funktioniert durch drohung,
harsche regeln und drastischer bestrafung. soziale, religiöse oder politische
grundsatztexte bzw. überzeugungen legitimieren alle aktionen, um das ziel zu
erreichen. indoktrination, gehirnwäsche, gewaltandrohung und furchtszenarien
nebst bespitzelung bei nicht-konformität sind an der tagesordnung.

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Trau, schau, wem!

studiere ja heftig auch bissel twitter so nebenher. da gibt es sehr viele
meinungsäusserungen. mal mehr, mal weniger sinnvoll. dann auch wieder sehr
schnell in beschimpfungen und #whataboutism abgleitend. darf so sein, ob
es halt zu irgendwas führt, ist kaum abzuschätzen. jeder bleibt in seiner
filterblase und “hats dem anderen ordentlich verbal reingehauen”.

vielleicht sollte man in der schule das fach medienkompetenz einführen, um
jedem möglichst früh beizubringen, wie man mit #fakenews, politisch
motivierter #propaganda oder schnöd-verklausulierter #eigenwerbung fürs
nächste empörungsbuch umgeht.

finds immer ganz witzig, nachzuforschen, wer von wem gesponsert wird. follow
the money, my friends. machen wirs wie die mafia-bekämpfer. wo geld fließt,
und man die hintermänner einer medienplattform kennt, kann man schon ein
wenig darüber nachdenken, ob beispielsweise eine zeitung, die von jemandem
finanziert wird, wirklich kritisch sein kann, schon und vor allem unabhängig.

oder nehmen wir parteistrukturen. deren mitglieder sitzen auch in gremien,
befinden sich in entscheiderpositionen, oder haben einfluss auf geschriebenes,
gesendetes und digital getipptes. ein schelm, wer dabei denken könnte, dass
parteipolitische positionen auch so unters volk gestreut werden sollen.

schließlich darf man sich auch gerne allumfassend über jene informieren,
die sich öffentlich betätigen. gerne auch durch alle medien und quellen für
ein umfassendes bild. ist die person vorbelastet durch skandale? äußert
sie sich belegbar gegenteilig in gewissen zeitabständen? ist sie der lüge
überführt? welche kontakte gibt es? schwarze stellen in der biografie?

alles viel arbeit für ein bissle meinungsbildung. kann aber lohnen. niemand
kann aber alles erfahren. und so manches kann gefährlich nahe an “naja,
find ich sympathisch, glaub ich mal ohne prüfung” herankommen. vorsicht,
so manches mal lohnt ein wenig arbeit schon, um nicht nem cleveren
demagogen hinterherzurennen oder durch verdeckte extremisten hinters
licht geführt zu werdn…

Radikale!

ich hab ja fast böcke, eine neue rubrik “politik” zu eröffnen. na, mal
sehen. jedenfalls sieht man ja einige turbulenz innerhalb europas. besser
als stillstand oder stagnation? nujo, turbulenz artet gerne mal aus,
und instabilität hilft echt nicht weiter, macht auch einige dinge übler.
wie beispielsweise verbrechen oder radikale. die mögen sowas gerne.

insgesamt tät ichs gerne sehen, wenn wir alle von radikalität abrücken.
weder links-, noch rechtsradikalismus bieten lösungen, sondern schaffen
nur neue probleme. radikalität schafft gewalt, pauschalisiert gerne,
denkt niemals tief genug nach und kommt zu schlüssen, die uns schon
einige male in der menschheitsgeschichte an den rand des abgrunds führten.

viele locken an allen rändern mit einfachen lösungen. radikale bieten den
königsweg, den alle anderen wohl vergeblich suchen. und es ist herrlich
bequem, man hat eine möglichst homogene gruppe und übt in dieser radikales
aus, da man sicher ist, oder eher vermeintlich sicher, denn die anderen,
die feindlichen radikalen, hams ja doch auf einen abgesehen.

man vergißt: der teich der radikalen fischleins ist eben von diesen zahlreich
bevölkert. die einen hassen die anderen, jene wiederum diese und wieder nochn
paar alle anderen. ist die moderne welt nicht reich an radikalen gruppen,
für jeden geschmack was dabei, weltlich machtpolitisch oder eher geschichts-
leugnend national oder vielleicht doch religiös fanatisch?

kann man denn radikal “gut” sein? glaube nicht, denn “radikal” ist auch immer
schnell den abhang in richtung “extrem” runtergerollt. wie oft begaben sich
gedanken an die radix, die wurzel, suhlten sich in der einfachen schönheit,
um dann im verlauf ihrer eigenen geschichte zu etwas monströsem heranzuwachsen!

sind wohl viele menschen grad auf der suche nach einer politischen mitte,
jenseits von radikalem links oder rechts. dass dies im politischen hickhack
sehr schwierig sein kann, und etablierte parteien ihre wählerschaft, die sich
nach einer austarierten mitte sehnt, auch vor den kopf stossen, ist bedauerlich.
freuen sich die radikalen elemente, die kriegen dann von ner menge
enttäuschter zulauf. sollte man sich als “altpartei” selbst am kragen
packen und schauen, welche fehler man selbst all die jahre so gemacht hat.

#drunkstream

ich nenne es auch: in die ecke manövriert. man gehe von dem fall aus, dass
man seine videos auf streaming/content-plattformen nach diesem muster aufbaut,
ziemlich assig und stolz drauf sozusagen. zu jeder menge alkohol gehört dann
noch gewisses rauchkraut, irgendwelche shishas und was dergleichen mehr ein
youngster gangster so sein eigen nennen mag.

dies zelebriert man dann ausgiebigst, säuft sich voll, eskaliert entsprechend
und lässt die kamera schön drauf halten. die einen wundern sich dann noch
ernsthaft drüber, dass sie einen gewissen zweifelhaften ruf bekommen, darum
gehated werden, keine ernsthaften sponsorings kriegen, die anderen glotzen
saublöd, wenn der leberschaden umme ecke grüßt.

sackgasse, freunde. die panem et circenses gesellschaft will immer mehr sehen,
irgendwann kann der entertainer nimmer leisten, dann wendet man sich ab, denn
der hype verfliegt schnell. so brennen die glühenden eintagslichtkäferchen
recht schnell aus, hoffentlich bis dahin genug kohle gehortet habend, um die
fälligen ops oder medikamente zu bezahlen. ist eigentlich fast wie bei
einigen steroid monster bodybuildern, wenn man so bedenkt…

tjo. obs was besonderes ist insgesamt? die menschheit besäuft sich schon seit
jahrtausenden und stellt dann dummheiten an. schlimm nur, dass nun viele
gaffer dem live verfall einiger internetpersönlichkeiten in farbe
zugucken können. und ich könnt wetten: irgendwann hat jeder das eigene
assi-sein satt, denn erstens ham das andere auch schon, es nutzt sich famos
ab und brennt tierisch aus. und wenn einer gesundheitlich kaputt nimmer
drunkstreamen kann, sonst nix anderes mehr hat, was dann? die bankrott
erklärung an das eigene ich.

von so altmodischen argumenten wie: schlechtes beispiel und unguten einfluss
auf die kinder mal abgesehen. versteht sich von selbst, dass es nachahmer
gibt, die auch mal cool sein wollen und dann mit 3,5 promille vom stuhl kippen.
kann nur sagen: manche machen das exakt nur einmal, dann sind se nämlich
mausetot. abgesehen davon ist es wenig erstrebenswert, assi zu sein, wenn
man mal in der birne aufgewacht ist. was zugegebenermassen bei manchen
länger dauert.

Konsequenz

man lernt in seinem leben viele oder recht wenige menschen kennen,
muss aber entscheiden, ob einem kontakte guttun oder man eben recht
wenig selbst davon hat. notwendigerweise sieht man in letzterem
fall negatives, vielleicht eher inkompatibles, das kann als eine
anklage oder beschuldigung dieser person verstanden werden.

soll es nicht!

unterschiedliche verständnisse von intellektualität, auffassungen
übers leben, ethisch/moralisch andersartige ansichten mögen erst
einmal zum diskutieren einladen, aber wenn sie krass different
sind, man eisern beharrt, keinerlei andere perspektiven zulässt,
(per se nicht zu verurteilen, darf jeder tun) kann das schon mal
zwecklos werden. das sollte kein plädoyer für die eigene filterblase
sein, einfach die erkenntnis, dass manche kompromißarbeit zum
scheitern verurteilt ist, ohnehin dann zu streit oder unmut
führen dürfte.

dazu gibt es unendlich viele motive, dass man andere nicht als
freunde oder intensivere sozialbekanntschaften akzeptieren mag.
durchaus kritikwürdige: vorurteilsbedingte, politisch bedingte,
sozialstatusabhängige, und einen haufn mehr. es liegt aber
an jedem selbst, sich dahingehend zu hinterfragen, selbst-
kritisch zu sein oder eine änderung zum vielleicht oder
vermeintlich besseren anzustreben.

jeder hat das unumstößliche recht, sich seinen freundeskreis
auszusuchen, ihn nach eigenem wunsch zu erweitern oder zu ver-
kleinern. ein gewiss starkes eigeninteresse -völlig legitim-
ist es, dass man sich dabei freunde sucht, die zumindest einen
gewissen emotionalen/intellektuellen grundkonses mit einem
teilen.

sicherlich sind personen beleidigt, angegriffen, getroffen, wenn
man ihnen in punkto freundschaft oder intensiverer sozialer
bekanntschaft dezent oder offen eine absage erteilt. tut man das
gut begründet, oder auch nur indirekt so schonend wie möglich,
sehe ich darin erst einmal nichts verwerfliches. und ich
appelliere an jeden, gewisse innere größe zu zeigen, dies nicht
als bösen angriff zu verstehen, sondern es gleichmütig zu
akzeptieren, denn jeder kann solche erfahrungen machen, sie
sind natürlich und in höflich-respektvoller manier auch nicht
das ende der welt.

Perfide Systemtaktik

es gibt systeme, die probleme lösen müssen. dazu stehen sie unter wirtschaftlichem,
politischen oder anderweitig wirkenden handlungsdruck, auch von aussen. da sie
selbst keine zusätzlichen positionen schaffen können oder wollen, eine breit angelegte
“unterschicht” auch gar nicht lückenlos kontrollieren können oder wollen, weil dies
unwirtschaftlich/politisch nicht gewünscht wäre/machbar ist, greifen sie zu perfiden
taktiken, um teils hausgemachte probleme zu lösen:

zum einen werden individuen eines systems dazu angehalten, sich im grunde gegenseitig zu
bespitzeln und zu besserer leistung/politischer gefolgschaft zu ermahnen. dies wird als
dienst am system, als positive kommunikative interaktion, als übung “gesunder” sozial-
kommunikation verkauft. denunzianten werden also geduldet, gar ermutigt, mitläufer,
die ungefragt und ohne legitimation unterkommandos übernehmen, toleriert.

weiterhin ist es günstig, wenn die unterste schicht eines systems uneinig und zerstritten
ist. man rechnet also dabei nie mit einem koordinierten aufstand, einer organisierten
revolution, profitiert enorm von denunzianten, mitläufern und intersystematischen
konflikten, die es unmöglich machen, dass sich eine breite front an unzufriedenen
gegen schlechte zustände des systems formiert.

systempropaganda tut ihr übriges, um die breite schicht an der basis zu indoktrinieren.
man sei nur gefühl statt ratio, denn die ist der führenden schicht vorbehalten. man
füge sich in die zustände/anforderungen/wirtschaftliche/politische fremdinteressen,
in denen man, als unterstes glied der kette, so eingebunden ist, dass es keine
möglichkeit der eigenbestimmung gibt/erwünscht sei.

positive propaganda für das system fehlt nie, dinge anpreisend, die das system bereits
geschafft hat, noch schaffen wird. man wird ermutigt, sich im system weiter
einzubringen, mehr für das system zu leisten, ohne dass entsprechende leistungs-
würdigungen thema des weiteren engagements wären. das system mag aufstiegsmöglichkeiten
aufzeigen, doch diese sind in großem maß nicht garantiert, erfordern geld/engagement/
politische mehrarbeit des einzelnen, eine “kostenlose” förderung des einzelnen im
system mag es nicht allgemein geben.

Ekel/Assi Internetstreamer

ich mein, brot und spiele. kann man machen, muss oder sollte man jedoch
nicht? auf diversen plattformen gibts vielerlei nischen, möchte man sagen,
ob man nun seine minderjährige kundschaft mit irgendwelchen marketing plots
verarscht oder den reinen assi par excellence raushängen läßt, mag zum
entertainment recht gleich sein. schlußendlich, liebe freunde, gehts nur
ums geld verdienen.

ekel und assi streamer verlegen sich auf prolligstes danebenbenehmen, sei
es durch drunkstreams, ekelchallenges (saufe x innerhalb des zeitlimits y,
kotzspeiwürg bericht inklusive) oder sonstige derbheiten. mit politisch
unkorrektem oder sexuellen inhalten kriegt man früher oder später durch
juristische hater oder plattformbetreiber auf die goschn, da ist man also
vorsichtig und bewegt sich immer jenseits der ahndungsgrenze.

ist halt nur so: die community mag sich erfreuen, ein recht gutes ethisches
bild gibt aber da niemand ab. und alle saufenden und fressenden streamer
selbst werden dafür erst später die rechnung erhalten, wenn die nachwirkungen
ihres gesundheitlichen raubbaus sichtbar werden. ähnlich der steroiden
fitness monster wird kalkuliert: wenn man durch streams vielleicht reich
geworden ist, kann man sich dann auch ne recht feine ersatzleber leisten.

das internet vergißt aber nicht. es mag recht nachteilig erscheinen, wenn
man nur in der eigenen, begrenzten community der held ist, aber alle draussn
mit einem halben blick auf das bisherige schaffen nur noch ablehnung übrig
haben. da ist dann spätestens schluss mit lustig, wenns mit der eigenen
community monetario-technisch nimmer läuft, man die streaming/online karriere
an den nagel hängen muss und auf ne welt trifft, die gar nicht begeistert ist,
ob der eigenen virtuellen historie. das dann dumm gelaufn.

im übrigen ist das wie mit brutalo filmen: irgendwann isses fad, kannst nix
mehr noch abartiges drauflegen und das ende der fahnenstange ist erreicht.
große leere macht sich breit, immer die gleiche leier bringt auch keine
neuen abos mehr und die eigene echoblase schrumpft auch, da das sensations-
gierige volk neues entertainment sucht, vielleicht beim nächstn, frischen,
noch oder anders krasseren ekeltuber…

addendum:

nebenwirkung und später hauptleiden einer assi-streamer karriere kann übrigens
der hate werden. feinst genüsslich zelebrierter online hass, der den assi/ekel
streamer trifft. da werden auf einmal seine addresse plus telefon nummer
geleaked, fans oder hater stehen permanent vor der behausung und im
onlineauftritt beklagt sich der ekel/assi streamer, dass er von anderen
assig behandelt wird …

Wünschenswert …

ich habe da mal einen schönen vorschlag:

wie wärs, wenn man für streitgespräche, politische auseinandersetzungen oder alles,
wo leute anderer meinung sind, ein paar regeln wieder einführen, die eigentlich schon
mal in den köpfen drin warn, aber aus unerfindlichem grund verloren gingen:

in einer diskussion …

… bereiten wir argumente für die eigene sache vor und begründen unsere haltung
mit diesen.

… verzichten wir auf verbale (ad hominem, direkte oder indirekte herabwürdigung,
rhetorisch negative taschenspieler tricks) und selbstverständlich physische gewalt.

… ist unser augenmerk immer auch auf etwaige kompromisse gerichtet, die beiden
parteien gerecht werden.

… respektieren wir andere geisteshaltungen. sollten diese eklatant nicht mit
der demokratischen, freiheitlichen ordnung der bundesrepublik und deren verfassung
sowie grundgesetz in einklang stehen, dürfte es ein leichtes sein, jenes
a) einwandfrei auf der sachebene zu demaskieren, b) historische unwahrheiten als
solche zu enttarnen und c) im falle eines justiziablen straftatbestandes
offenzulegen.

… hüten wir uns vor extremen, suchen die mitte, pauschalisieren nicht, führen
direkt quellenbelegbare beweise für eigene thesen an und betrachten sämtliche
statistiken, die man selbst, oder andere anführt, mit einem gesunden maß
an wissenschaftlicher zurückhaltung.

… verpflichten wir uns, unsere eigene haltung, beweise, argumente und thesen
ausreichend und nach bestem gewissen recherchiert zu haben.

… respektieren wir unsere gesprächspartner, indem wir unsere eigene redezeit
achten, nicht ins wort fallen und aufmerksam dem anderen zuhören.

jo. dann kann doch eigentlich nix mehr schiefgehen…

im übrigen würde ich insgesamt emotionen, soweit es geht, zurückhalten, gegen
positive mag ja nichts einzuwenden sein, aber negative vergiften die diskussion,
verwässern die argumentation und eskalieren konflikte, die dann zum aus einer
fruchtbaren diskussion führen.

mich wundert, dass man eigentlich solcherlei dinge als selbstverständlich
annehmen sollte, in einer zivilisierten gesellschaft, jedoch insgesamt viele
sich gegensätzlichen verhaltens schuldig machen. dass dabei nix zustande
kommt, wie bisweilen politisch zu sehen, muss dann doch nicht mehr wundern.

RIP Snjeschog

mein digger, du betagter, cooler kater, du warst nen kuschler
vor dem herrn, dauernd auf meinem oder ullas schoß. hast
uns mit katzenhaarenvollgewuschelt, lagst extremely chillaxig
sabbernd auf meinem arm, knabbertest genüsslich croissant und
liebtest all die schmackofatzereien, die wir dir servierten.

hast keine gelegenheit ausgelassen, um menschen als
kuschelmobiliar zu okkupieren. bist auf uns rumgeklettert,
hast den höchsten punkt erklommen, dich wuschelig überall
breit gemacht, wie selbstverständlich king of the hill!

hast dich eingekuschelt, köpfchen in der armbeuge vergraben,
es dir gutgehen lassen, bist schnurrend seelenruhig weggeratzt,
a true gentlecats life. du mit deinen kleinen pfötis, ruhig
stiller king im kleinen hüttli, erfahren und weise.

wirst uns fehlen, du plüschbombe, bist jetzt auf großer
sternenreise. viel glück! wir sehen uns wieder! paß auf
dich auf da draussen, zwischen den sternen!

we will never forget you!

TIP, statt RIP, Travel in Peace, Snjeschog!

Verführerisch …

es ist verführerisch, sich oasen außerhalb des eigenen ich zu suchen, die
einem heilung und stärke versprechen. beispielsweise jemand, der die lösung
seiner probleme in anderen menschen und der beziehung zu jenen sieht. das
große ideal der liebe heilt und läßt sicherlich gesunden, aber manche dinge
muss man in sich selbst regeln, von außen können da nur impulse kommen.

leicht gesagt. “alles in sich selbst regeln”. das erfordert vielleicht wissen
und werkzeuge, die man selbst nicht besitzt. okay, holt man sich eben hilfe,
sei es im spirituellen oder im psychoanalytisch wissenschaftlich medizinischen.
doch halte ich es für eminent wichtig, dass man selbst anstrengung unternimmt,
sich auf den geistigen weg der heilung zu begeben, ob man dabei (temporär)
scheitert, neu beginnt, oder einen erfolg nach dem anderen verbucht, das ist
alles drin, ein risiko, aber auch unendlich lohnend.

lege ich aber alle hoffnungen in andere, schleife das zu meiner haupthandlungsweise
ein, so mache ich mich abhängig, und tappe vielleicht in die falle, gar nichts
mehr tun zu müssen, denn der heilfaktor, der ist ja da, vielleicht ein geliebter
mensch, auf den man sich dann, wohl auch zu sehr, verläßt. oasen außerhalb des
eigenen ich mögen funktionieren, aber ohne das arbeiten an der eigenen oase
wird man immer in der gefahr sein, das externe vielleicht zu verlieren, und
dann wieder mit seiner eigenen, inneren baustelle alleine zu sein, an der man
ja in der vergangenheit keinen bedarf sah, zu arbeiten …

man bedenke auch das sehnen, den immensen wunsch danach, eine externe oase zu
haben, vielleicht einen geliebten partner. das kann dann schnell pathologisch
werden, wenn man diesen dringend zur lösung seiner eigenen, inneren probleme
braucht. dann steht zuviel auf dem spiel, und man handelt egozentrisch, denn
das eigene bedürfnis zur heilung steht an oberster stelle, vielleicht nicht
so sehr wie das geben von liebe oder stabilität an den potentiellen partner.

zur nachhaltigkeit ist eigenarbeit nötig, zu raten auch, dass man erst ab
einer gewissen eigenen inneren stabilisierung, erfolgreichen ich-arbeit,
sich daran begibt, einen partner zu suchen. dieser darf und soll sicherlich
gerne helfen, aber er wird dann weder überfrachtet werden, noch leer
ausgehen, da man selbst bereits willens war und ist, das innere heil zu
suchen und zu verwirklichen.