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Hier dreht sich alles um das Thema Sex!

Boob Streamer!

Katholisch unschuldig und völlig unbedarft tummelte ich mich
in keusch frömmiger Freude im Netz und entdeckte … das
ABSOLUTE SCHMUDDLIGE SÜNDENPFUHL SKANDÄLCHEN 2016:

… die sogenannte Boob Streamer!

Naja, man richtet sich auf Menschinnen ein, die ein Interesse
am Computergaming besitzen. Diese, so wie ihre männlichen
Counterparts, streamen ihre spielerischen Erfolge ins Netz.
Soweit die absolut unbedenkliche Theorie.

Doch plötzlich gehts nicht mehr um Gaming, sondern um das
mehr oder weniger zarte Persönchen mit den Riesentitten,
die szenetechnisch gut mit mehr als maximal ausgeschnittenen
Tops präsentiert werden, eine Boob-Show par excellence. Das
an sich ist ja nix Schlimmes, denn: make love, not war.
Und für alle Gucker ists auch, wenns ästhetisch gemacht ist,
ne Supersache. Doch …

Im Medium Streaming, unter dem Titel des Computergaming, laufen
da linkisch lächerliche Pseudoerotikshows ab, die eigentlich nicht
mehr zeigen als eng/knapp bekleidete Weibchen, die auf
“Kundenwunsch” auch mal gerne hektische Gymnastikübungen vor
der Webcam machen, um zu zeigen, was Gravitatio und Motio mit
den geschätzten Big Boobs denn so anstellt. Komplette Nacktheit
gibts da natürlich nie, alles verläuft an einer vielleicht
genau kalkulierten Minimum-Schamgrenze, damit der Streaming
Anbieter sie auch ja nicht aus ihrem … und nu kommts:
lukrativen Geschäft wirft!

Wie bei allem im Leben: es steckt Kohle dahinter. Boob Streamer
lassen sich nämlich gerne, wie man wohl bei einigen Services
kann, Donations geben, also monetäre Geschenke, ein Schelm, wer
da ans professionelle Erotikgewerbe denkt. Die plakatieren
das wenigstens auch folgerichtig als Erotik/Sex-Show. Was wir
am Ende im Boob Streaming ham, sind unter anderem manga-
geschmickte Fake-Zockerweibchen, die ihre dicken Titten
routinemässig in die Webcam hängen. Also, können und dürfen
sie ja, aber bitte dann korrekt etikettiert, nicht mit dem
Medium Computergames verbunden, und auf irgendeinem Service,
wo dann auch die Kundschaft zum Geldverdienen paßt.

Sexualethik!

Im Zwischenmenschlichen, allem voran Sex und das Prozedere, wie man diesen denn
möglich macht, gibt es so viele Verhaltensweisen, ziemlich ausufernd viele
Schattierungen, und auch sehr unterschiedlichen Ansichten, was Sexualmoral angeht.
Hier schon der erste Stolperstein: das Wörtchen Moral. Da ploppen dann ungesund
viele religiöse oder oppressive Tugendentwürfe der altvorderen Zeit auf, die man
getrost das Klo runterspülen sollte, allem voran schon allein, wenn sie als
Lügen und Tarnung für Verurteilenswertes so oft genutzt wurden. Nehmen wir also
anstatt dessen den Begriff Ethik, sicher, ein wenig technokratisch, aber so wie
ich meine, wesentlich vorurteilsfreier.

Sexualethik kann also meinen, dass sich Menschen das Vergnügen einer Nacht suchen,
vielleicht auch dauerhaft. Legitim. Andere wiederum bevorzugen rein monogame
Beziehungen. Ebenso richtig. Und dazwischen gibt es die ganze Bandbreite an
Lebensentwürfen, zufälligen Begebenheiten, komischen Zufällen, Stärken und
Schwächen, die menschliche Interaktion so zu bieten hat. Alle Kritiker an diesem
oder jener Überzeugung sollten aber wissen: höflich, tolerant, fair sind
Charakteristika, die gute Diskussionen oder auch hitzige Auseinandersetzungen
wertvoll machen. Zudem muss sich jeder Kritiker fragen, ob er, wenn er eine
andere Ethik angreift, seine eigene, die er so vehement verteidigt, auch schon
erfolgreich lebte und angesichts realer “Versuchungen” dennoch bewahrt hatte!
Zudem hilft es immer, keine Überzeugungen von Gruppen oder sozialen, kulturellen
oder religiösen Institutionen zu zitieren, wenn man seine eigenen Kritiken
formuliert, sondern genau darauf achtet, dass man seine eigene Meinung zum
Besten gibt, klar macht, dass man nicht verallgemeinernd und polemisierend
den “ethischen Imperativ” für sich reklamiert, nur weil vielleicht eine
Heerschar von Menschen das angeblich ganz genauso praktiziert.

Es ist nicht immer einfach, wenn konservative Monolithenkampfpanzer verbal
auf frei fließende Lebenswasser treffen; wobei es sich dann überraschender-
weise herausstellt, dass die Differenzen in ethischer Hinsicht gar keine
sind, eben nur unterschiedliche Biografien, Suchraster, und am Ende einfach
das Reklamieren, dass es Möglichkeiten gibt, die man leben kann, es
aber nicht muß. Hier ist jedem zu raten, Hochemotionalität und den Zorn
des eigenen, strengen, inneren Inquisitiors außen vor zu lassen, das Mütchen
zu kühlen und empathisch den anderen zu Wort kommen zu lassen! Lektionen,
die Kampfpanzermonolithen archaischer Bauart für das moderne Retrofitting
sicher gut gebrauchen können und verwundert feststellen, dass ihre innere
Freizügigkeit durchaus mit einigen Dingen d’accord geht, die aus der
Lebensweisheit fließender Freiwasser glitzernd hell hervorsprudeln!

Sex Skandale!

Die Öffentlichkeit scheint aus verschiedenen Gründen sehr scharf auf
Sexskandale zu sein, schon und vor allem von Politikern, Personen des
öffentlichen Interesses oder eigentlich jedem, der irgendwann irgendwo
mal was zu sagen hatte. Journaille stürzt sich drauf, oder hier und da
mal nen Geheimdienst, um die lieben Leute auch jäh ein wenig erpressbar
zu machen. Gängige Praxis im Haifischbecken der internationalen
Machtrangeleien.

Doch summa sumarum sinds teils nichts weiter als platte Alltags-Skandälchen,
die die gehörnte Ehefrau mit ihrem Prostituieren besuchenden Ehemann aus-
machen muss, oder der US-Expräsident Clinton (1) mit sich, seinen Unwahrheiten
vor Gericht und vor allem seiner Familie und den Verwandten. Legion sind
die erotischen Verfehlungen der (Ohn-)Mächtigen, vielleicht kann man da
abwinken, gähnen und der Sensationsjournaille jegliches Erfolgserlebnis
dadurch vermiesen. Aber der Voyeurismus der Massen ist ein mächtiger
Enthüllungsmotivator.

(1) Eigentlich dann doch ne gefährliche Lachnummer, wenn ein Präsident
der Vereinigten Staaten unter Eid lügt, indem er sagt: “I never had sexual
Relations with that Woman.” und Winkelzüge anbringen muss, wie: “It depends
on the Meaning of what is is.”

Man könnte natürlich konstruieren, dass ein Politiker ein gewisses ethisches
und moralisches (2) Sauberwesten-Image besitzen sollte. Und Sexskandale ihn
für seine Arbeit fragwürdig machen, vertrauensunwürdig, erpressbar, shady,
and the like. Doch fragen wir rum, herrscht auch aus anderen Gründen
(Korruption, Machtmissbrauch etc.) eine gewisse Skepsis, was unsere
lieben Volksvertreter angeht, also wäre da der eine oder anderen erotische
Skandal doch nur das Sahnehäubchen.

(2) Über das Wort Moral ließe sich eine tausendseitige Abhandlung schreiben.
Persönlich nutze ich dieses Wort lieber nicht und ersetze es durch das
herrlich rationale Wort Ethik, hoffnungsvoll entkleidet von religiösem
oder sozialem Vorurteil.

Am Ende des Tages ist das gute, alte Rein/Raus-Spiel auch in den oberen
Machteliten nix weltbewegend Neues, in seinen orgiastischen Ausprägungen
eigentlich schon irgendwo irgendwann mal dagewesen (–> Rom), vielleicht
sogar erschreckend profan und gewöhnlich, manchmal sogar müde lächelnd
nicht mal der Rede wert. Doch ernsthaft kritisch zu betrachten sowie
abwehrend zu bekämpfen ist es, wenn die Herrschenden Illegales praktizieren,
vor dem Gesetz erfolgreich fliehen und zuviele ausgebeutete Unschuldige
den realen Preis für solcherlei Verbrechen zahlen.

Sex Protzereien!

Man(n) ist ja vieles gewöhnt, von allerlei Front, sei es zum einen spaßiger
Nonsense Talk über Thema Nummer Eins oder, Gott steh uns bei, tatsächliche
intime Enthüllungen, manchmal von jenen, die man lieber schweigend sähe.
Ganz besonders bedürftig scheinen all jene zu sein, sich mitteilend an die
Semi-Öffentlichkeit zu wagen, die durch Angeberei, Protzen oder sonstige
verbale Manöver ihren sozialen Status entweder festigen oder erhöhen wollen –
wobei hier gerne Spekulationen über das soziale Niveau durchaus zulässig
sein dürfen. Aber keine Sorge, es zieht sich durch alle menschlichen
Kasten, Klassen und Ränge, dieses überschwallige Mitteilen des eigenen
Erotikheldentums.

Von Männern scheint mans ja gewohnt zu sein, ein wenig hier, ein wenig da,
protzig die eigenen erotischen Leistungen den anwesenden Bewunderern
darlegend. Da fliegen dann auch schon mal die Zahlen der bisher gehabten
Frauentrophäen durchn Raum, nebst gewisser Andeutungen, was die, jene
oder welche denn so gemocht hat und man pflichtschuldig so erfüllte,
dass brüllendes Orgasmieren aller Beteiligten noch der geringste Lohn
der süßen Mühen war. Irgendwie alles bekannt, oder? Nix neues im Staate
Dänemark, und auch sonst in der Welt.

Ganz besonders befremdlich mutet es mir an, wenn Frauen sich da mitteilsam
zeigen. Entweder unvermittelt pseudo-provokant, um unter Beweis zu stellen,
was für böse Mädchen sie doch eigentlich wirklich sind, oder lax-lässig
zwischendurch, um sich extremst abgeklärt cool zu geben: nebenbei vom Weibe
erwähnt, dass frau schon einmal “lebendes Buffet” gewesen ist! (totally awesome,
also nicht kannibalistisch, sondern eher beispielsweise Sushi druff und
von mehr oder weniger nackter Haut runtergefuttert. totally sexyvampy!),
oder dann doch die Billigprollvariante direkt auf die 12: “von Sekt werd
ich immer geil.” Und das in absolut ernstem matter-of-fact Ton!

Wir reden hier keinesfalls von launigem infantil-grenzdebilem Spaßtalk,
oder ernsthafter Beschäftigung mit diesem allseits beliebten Thema der
Zwischenmenschlichkeit, sondern plakativer Beschreibung des eigenen
Sexus, nicht davor zurückschreckend, in die tiefe Kiste irgendwelcher
nicht ganz alltäglicher Schmuddeligkeiten reinzugreifen. Ein wenig lahm,
billig und schal wirkend, das Ganze, vor allem, wenn es von MenschInnen
kommt, die ihr Durchschnittsimage mit derlei Propaganda allzu offensichtlich
aufpeppen müssen.

“Weniger ist mehr!”, möchte man(n) verzweifelt all diesen Küken ins Antlitz
brüllen, sie zum Schweigen bringen oder eigentlich eher, so schnell die
Siebenmeilenstiefel tragen, wegrennen. Doch da haben wirs eigentlich wieder,
jeder bekleckert sich, so gut er kann, be it man or woman. Das sollte jedem
Geschlechterkrieg sowieso den Sturm aus den zerfetzten Segeln nehmen und
uns erkennen lassen: im Doofsein sind alle gleich.

PORNOGRAPHIE

(Püh! So langsam werd ich echt bildzeitungs-kafkaesk mit meinen Schlag-
zeilen, und es macht sich wohl in der kritischen Leserschaft der Verdacht
breit, ich würde hemmungslos-tabulos über ALLES schreiben, nur um einige
Klicks mehr auf meinem Blog verzeichnen zu können. Schändlich!)

Es gibt eigentlich über Pornos nix Neues zu erzählen, jeder kennt sie,
manche verdammen sie, andere lieben sie. Unzählige Männer verstecken ihre
Sammlung vor ihren Freundinnen oder Frauen, weil sie ihre intimen Gelüste
nicht zeigen wollen, sie nicht erfüllt bekommen oder sich schlicht deswegen
schämen. Denn porno-schauenden Männern haftet das negative Sozialprestige
des einsamen, frustrierten Singles und/oder Keine-Frau-Abkriegers an.

Doch dient Pornographie auch einer sicheren, antiseptischen Umgangwsweise
mit Sexualität, ähnlich des Cybersex, die jeden anonym konsumieren läßt
und eine Rattenplage an Problemen gekonnt umschifft. In der heutigen Zeit
mit all ihren überzogenen Erwartungen, Leistungsklischees im heimischen
Lotterbettchen, Mediensumpf-Propaganda an sexuelle Identitätsfindung und
nicht zuletzt HIV/AIDS, flieht man eben in eine unwirkliche Pseudowelt
und nimmt einen gefährlichen Kompromiß in Kauf: das Surrogat, so unendlich
weniger wert als das ECHTE, als dauerhaften Lebensentwurf zu akzeptieren.
Und das ist, sofern manche Menschen sich darin fügen, unendlich falsch
und schade!

Im Grunde ist 99 Prozent aller Pornographie ja auch nichts weiter als Business.
Menschen ziehen sich für Geld nackt aus, vollführen das gute, alte Rein/Raus-
Spiel in allen erdenklichen Variationen und dann folgt der Abspann mit den
Credits. Illusorische Hechler mögen vielleicht denken, der Amateur-Bereich
in der Porno-Branche sei mit marginal mehr “echter Geilheit” gespickt,
diverse Voyeurvideos zeigten wohl vermeintlich pralle Lust mitten aus dem
Leben. Doch auch da hält der Kapitalismus fleissig Einzug, unter einem
minimal geschickteren Deckmantel.

Der mythische Rettungsanker aller auf Ästhetik, Niveau, Anstand und was-
auch-immer Hoffenden sei der mystische 1-Prozent-Porno, der alle Vorurteile
Lügen straft, so toll ist, dass auch Frauen reihenweise anerkennend nicken
und der in den Olymp der Hochgeistigkeit mit tiefster Höllenfleischlichkeit
einzieht. and the oscar goes to …

Also derlei seltene Spezies des wirklich guten Erotikfilms muss wohl noch
entdeckt werden, aber oh, Erotikfilm ist etwas anderes als Pornographie!
Also sollen Heerscharen williger Voyeure ausziehen, diesen heiligen Gral
der Pornographie zu finden, ihn der Welt zugänglich zu machen, auf daß uns
allen die staunenden Futterluken offenstehen, und wir endlich wissen,
warum da denn Stroh liegt!

Sex-Themen im Fernsehen

Die üblichen Pro7-Verdächtigen schlagen wieder zu, in jeder einzelnen
Sendung, wie etwa Galileo, die durch pseudowissenschaftlichen Mumpitz und
intellektuellen Minusanspruch abgemagerter Anorexie-Moderatorinnen oder
dümmlich grinsender Male Model Moderatoren dem wachsamen Auge entsprechend
negativ auffallen.

Man wird nicht müde, in jeder langweilenden Sendung zumindest ein Sexthema
zu platzieren. Recht einfach: viel nackte Haut und irgendein Blödsinnsgelaber
über die angeblichen Geheimnisse der Attraktion zwischen den Geschlechtern.
Da wird eifrig sozialdarwinistisch die Beckengröße der Frau in einen Erotik-
faktor umgesetzt, während armselige Testprobanden die Frauenkurven auch noch
betatschen dürfen, blindfolded, und dann möglichst extensiv die Begründung
für eine potentielle Härtung im Hostenstall zum Besten geben müssen.

Noch schlimmer sind ganze Reportagen, die von angeblich authentischen Stimmen
aus dem Volk per Interview total aufklärerisch einen bedeutsamen Querschnitt
durchs Volk geben sollen. Alles, was der geneigte Fernsehsüchtige da sieht,
sind entweder kichernde Teenies mit Zahnspange und stotternden Schüchternheits-
floskeln, rüstige Damen im Rentenalter mit potenten Viagra-Gefährten oder
doch noch die Klischee-Studentin, die als Edelnutte freudig ihr Jurastudium
finanziert. Am Ende karrt man noch marginale Randerscheinungen rein, den
Quoten-Goth, der gern mit seiner Freundin aufm Grabstein rumrubbelt, oder
das fidele Swingerpärchen aus Bottrop, das im Tigerfell-String und Tanga
keinen Rudelbums ausläßt. Ah, ich vergaß: Käfig auf, und die ganze Latte (!)
der Perversion in Form von zwei BDSM-Jüngern rausgelassen, die dann nicht
müde werdend ihren Lifestyle für die glotzende, sabbernde Allgemeinheit
erklären sollen.

Hab ich’s schon irgendwo gesagt: O tempora, O mores!

Sollte man das alles durch Oswald Kolle eintauschen, der nüchternd referierend
auf der 70er-Jahre Couch ne Dröhnung lustiger Nostalgie entfacht? Zieht man
sich stattdessen lieber nen Porno rein, von dem man wenigstens erwarten kann,
dass er Null Handlung, Null Tiefgang, aber maximale Fleischlichkeit beschert?
Oder man tut das einzig Richtige, läßt die Glotze aus, schmeißt die Zeitschriften
weg (oder kauft sie erst garnicht), und entfernt sich maximal von der
Verdummungsstrahlung moderner Gesellschaft. Ein Spaziergang in einem stillen
Wald wäre zu empfehlen.

Sex-Tipps in Männerzeitschriften

Eine neue Quelle der Volksverdummung sind Sex-Tipp-Rubriken in
diversen Männerzeitschriften a la GQ oder Men’s Health, welche
beängstigend danach aussehen, als hätte man das Modell der
Frauenzeitschriften genommen und schnell auf den modernen
metrosexuellen Mann getrimmt. Hätten die Redaktionen sich doch
nur auf ihre endlosen Litaneien des Body Workouts konzentriert,
wären sie doch nicht so der Lächerlichkeit anheim gefallen.
Doch Thema Nummer Eins erfreut sich anhaltender Beliebtheit
und muss bedient werden, die Leserzahlen werdens wohl danken.

Wo Dr. Sommer aus der Bravo noch herrlichen Teenie-Charme und
Nostalgie versprühte, vielleicht sogar auf seltsame Weise
hilfreich war, bekleckern sich die neuen Männerzeitschriften
beileibe nicht mit Ruhm. Manchmal sogar sind die Artikel von
Redakteurinnen verfaßt, die wohl tief in die Gedankenkarteikarte
der Liebschaften greifen, die sie mit völlig unfähigen
Emotionskrüppeln hatten, die nicht auch nur im Ansatz wußten,
wie die Gebrauchsanleitung der Lustkarosse namens Frau denn
auszusehen hätte. Diese wird fix geschrieben, für den Fitness-
Studio-Macho, der leider ob seines Trainings und seines Bürostuhl-
Jobs keine Zeit hat, an seinen inneren Werten ausreichend zu
arbeiten.

Dämliche Allgemeinplatzrhetorik wechselt sich ab mit scheinbar
revolutionären Erkenntnissen aus der ach so schmuddligen BDSM-
Schublade. Dazu garniert immer wieder die Mahnung nach Ein-
fühlungsvermögen und simuliertem Tiefgang, der vor lauter
erotischer Technokratie schnell Schiffbruch erleidet. Die Frau
wird nach wie vor patriarchalisch als Nutzobjekt diffamiert,
mit dem Unterschied, dass man dem Männchen antrainiert, doch
ein wenig auf ihre Bedürfnisse Acht zu geben. Vielleicht ein
feministischer Welteroberungsansatz, der die testosteronale
Machtelite unterwandern will?

Nach wie vor beachten aber Männerzeitschriften die wichtigste
Regeln, ob virtuell oder real: viel Bild, wenig Text. Wieso
auch? Was bahnbrechend Wichtiges hat man eh nicht zu sagen,
also paar räkelnde Dessous-Schönheiten für den Durchschnitts-
Glotzer reinbasteln, allgemeinverträgliche Erotik-Erkenntnisse
für die strunzdumme Masse dazuschreiben – bitte nicht allzu
komplexe Sätze oder emotionale Empathieprinzipien – und fertig
ist das Erfolgsrezept. Ob da der Playboy in seiner Gründer-
zeit um Längen besser war, vielleicht auch politischer, gesell-
schaftlicher und tatsächlich revolutionierend freier in Wort
sowie Schrift?

Satanisten und Sex-Sekten!

Wenn man da mal ein wenig recherchiert, fällt einem doch erstaunlicher-
weise auf, dass die Sex-Sekten teils den Satanisten echt den Rang ab-
laufen! Was ist nun scheinheiliger bei dem Ganzen? Ob nun die Satanisten
möglichst schmuddelig ihren Antichristen-Protest mit ner kleinen Orgie
feiern, oder die Sex-Sektierer die Bibel so lange umdeuten, bis das
“Liebe deinen Nächsten” alle Mitglieder in die religiös ekstatische
Beinahe-Zwangsprostitution, manchmal auch gerne flirty fishing genannt,
treibt?

Und so neu ist das alles garnicht. Man nehme nen redegewandten und meist
nicht so toll aussehenden Typen, der die Bibel umschreibt, womöglich
neu schreibt, das Ganze mit seiner bisher repressiven Sexualität würzt
und dann anfängt, ganz Machismo, Anhängerinnen um sich schart, möglichst
psychisch labil und fanatisierend bitte. Danach wird dann alles an
persönlicher Perversion gelebt, was man sich so denkt, und alles
Abtörnende dann verdammt. Fertig ist der Sexclub namens scheinreligiös
motivierter Sekte … ah, Moment, manche glauben ja wirklich dran.
Zynische Geister mögen sagen: na immerhin besser, als wenn sie wegen
jedem Scheiss gleich verzückt Massenselbstmord verüben wollen…

Und wie treibens die Satanisten? Ich habe ja leider keine Quellen, aber
was man sich so imaginiert, auf verschiedene Wissensbrunnen stützend,
und unter anderem Aleister Crowley’s Sex Magick zitierend, soll völlig
frei motivierte Sexualität ohne Grenzen wohl end-schick beim Dämonen
beschwören wirken. Andern Orts ist luziferanischer Glaube auch wieder
nur ein Deckmantel für bissel “pervers rumficken”, allenthalben wohl
nur eine winzige Ecke ehrlicher als die obigen Sex-Sektierer.

Wer ist nun schlimmer? Satanisten, die unter Umständen dann doch meinen,
sie müßten über die Stränge schlagen und weitaus Böseres tun, als
richtige Religionsrebellen, unter dem dann Unschuldige wirklich bitter
zu leiden haben (beispielsweise mißbrauchte Kinder und Jugendliche)?
Oder brainwashed Sex-Sektenmitglieder, die genau Ähnliches erleben,
mitunter von Nahestehenden, die ihren Gutglauben ausnutzen und mentale
Wunden fürs Leben schlagen?

Wenn wir für einen Moment ernst werden, fernab aller bitterzüngigen
Lächerlichmachung, sind sowohl Satanisten als auch Sex-Sektierer in
bösester Ausprägung nichts weiter als Sex-Verbrecher, die ihre
menschenfeindlichen Ziele jenseits aller Ethik und Strafrechtlichkeit
auf Kosten Unschuldiger praktizieren wollen. Dagegen sollte jeder
Mensch einschreiten.

Kann man am Ende von harmlosen Satanisten und Sex-Sektierern reden?
Reicht es, sich über sie lustig zu machen, sie vielleicht sogar zu
tolerieren, wenn es nachweislich keine “Opfer” zu geben scheint und
man glaubhaft versichert bekommt, dass alle doch freiwillig dabei
sind? Kann man “solchen Leuten” denn überhaupt Glauben schenken?
Und ist es nicht ein wenig deprimierend, wenn im Namen des Glaubens
genauso viel Böses getan wird wie von denen, die eigentlich dafür
“zuständig” wären?

Die Kurve zum ursprünglichen Thema Sex ist die folgende: brauchen
manche Leute einen wie auch immer legitimierten Rahmen, politisch,
sozial oder religiös, um gewisse Gelüste erotischer Natur leben
zu können? Muss es eine satanistische Geheimloge sein für den
träumerischen Sexfreak, oder doch lieber ne halb-legale Sex-Sekte,
die unter verträglicheren Vorzeichen Perversion salonfähig macht?
Und was, wenn derlei Dinge von Fast-Harmlos schnell in Total-
Gefährlich abgleiten, korrumpiert vom Bösen im Menschen, das leider
in allen Lebensbereichen eine durchaus beängstigende Realität
vorweisen kann.

ICH SCHREIBE NUN ÜBER SEX !!!!

Holla, die Waldfee, ich bin wohl ne Runde sensationslüstern und vor
allem Blog-Traffic-Klick-geil geworden! Dass ich mich nun auf diesem
sehr puritanisch-katholisch-jungfräulichen Blog dazu herablasse, über
das berühmt-berüchtigte Dreibuchstabenwörtchen zu schwadronieren. Ist
das denn überhaupt der richtige Ort dafür? Wo ich mich doch so bemühe,
den kritischen, seriösen Intellektuellen mit gehörig-harmlosem Dach-
schaden positivistischer Natur raushängen zu lassen? Aber nein, ich
bin auch ne fiese Lästerzunge verbalöser-texturierter Natur, da muss
auch gnadenlos das als abgeschmackt zu bezeichnende negative Zwischen-
menschliche (auch bezüglich intimster Erotik) auf angemessene Art
torpediert werden!

To reach more People, I should also write in English, dispense my
immense Wisdom amongst all who are foolish (or curious) enough to
read it? O my God, it is SEX, and we all talk about it, want to know
about it, and unfortunately, as it seems to be the case in modern
society, we have forgotten to actually do it anymore!

Hat dieser Blog eigentlich ne Altersfreigabe? Hm. Bräuchte er denn eine?

Aber eigentlich kann ja nix passieren, wenn ich ausufernd über eine
zu konstruierende Sex-Ethik referiere, die alle zwischenmenschlichen
Freuden, so speziell sie auch sein mögen (BDSM), artgerecht, integer
und sozial verträglich regelt! Alle nach Sexbeichten, Bildern (“hasch
foddos?”) oder sonstigen Intimgeständnissen lechzenden Voyeure
werde ich sowieso genüßlich gern zu enttäuschen wissen.

Immerhin macht sich der moderne Mann ja auch schon des Hochverrats
schuldig, wenn er auch nur hauchzart vom Thema SEX anfängt. Zahlreich
sind die feministischen HordInnen, die gleich vermuten, dass es dem
Typen nur um das EINE geht, womöglich noch mit Chauvinismus und
Sexmismus gewürzt! Schlagt ihn tot, diesen … Mann! Dabei heißt
es doch, wir Männer sollten mehr … reden?! Aber wohl nicht darüber,
näch?! Nehmen wir lieber einen Raketenwerfer und zerpulvern wir das
Klischee von der Frau, die ausschließlich an Beziehungs-Emotionaltalk
interessiert ist und des Mannes, dem es nur um die carnal desires
geht.

Abgesehen davon hab ichs auch tierisch schwer gegen die allgewaltige
Medienwelt, die nacktes Fleisch pausenlos präsentiert und aufs Oberf-
flächlichste zelebriert? Wer will da schon Worte lesen, wall of text,
wenn es nebenan beim Hochglanzmagazin dicke Möppse zu bestaunen gibt?
Oder Sixpack-Tattoo-Fußballer, die aussehen, als hätten 40 Tättowierer
volltrunken an unterschiedlichen Stellen einfach mal sinnlos kichernd
drauflosgemalt?

Fifty Shades of Grey!!!

I’ll write this half german, half english, or only english,
or klingon, or whatever. i am so very much desperate to have
moar klicks on my blog that i am not in the least ashamed
to use fifty shades of grey as reference in this post!

hm…

maybe we need a band of klingons to invade mr. greys home,
destroy it completely and send him to rura pente? and
anastasia to a federation mental correction facility?
ups, make that a cardassian institution!

pro tipp: read all the absolutely hilarious reviews of
“fifty” on the internet!

hm…

liebe männergemeinde, wir sind total am arsch. mit diesem
absoluten idealtypus der spezies mann namens christian grey
können wir uns nicht messen! weder sind wir billionäre,
noch können wir helikopter fliegen, noch sind wir dermassen
dazzingly hübsch! ordinäre durchschnittstypen, die wir sind,
geraten wir in vergessenheit, werden geschmäht, unsere
waschbärbäuche und schütterne haupthaarprächtigkeiten,
gepaart mit minimum-wage job stürzen uns ins absolute
single-nichts! foreva! was, der grey typ ist nicht echt,
sondern nur ne romanfigur?

NA GRAD NOMMA GLÜCK GEHABT; NÄCH?!

hm…

the only thing we can be grumpy about is the fact that
e.l. james is now rich and we are not. its as simple as that.

hm…

every man wants his own anastasia steele! she’s so cute!
and so skinny! she’s so sexually open and free! she likes
all the KINKY FUCKERY! (this word, this word alone,
*quadruple facepalm*) and she has her own inner goddess!
and a subconscious! wonderful! not in the least cheesy,
childlike or unnerving. and she’s so clumsy! how sweet!

Hm…

the legions of women liking shades of grey must be endless!
there are fan internet pages, there are fan meetings,
there is all kinds of stuff relating to fifty shades.
like a zombie apocalypse this is an epic event, in which
all industrial nations are swarmed with endless hordes of
new BDSM-converts. you cannot escape! join the kinky masses!
or prepare for the WALKING SHADES! all survivalists prepare!

hm…

BDSM! omigod, its kinky fuckery! do yourself a favor and read
better books if you wanna know more about this lifestyle.
fifty shades of grey is severly misrepresentative of it.
many knowledgable people discuss the relationship between
mr. grey and mrs. steele as abusive, dangerous and without
safe zone. baddest dom of the year award goes to: mr. grey!
baddest sub of the year award goes to: yeah, u know it.

hm…

revolutionary idea! show e.l. james how it is done properly.
write your own erotic bdsm story! and call your hero mr.
black! (very original) and damien! (very omen like). but
wait. we twist the story. lets see if this writing experiment
could be successful! (or my english severly lacking for it)
damn, i should write this on my other blog. the raunchy one.
(not really) maybe ping pong it between my blogs. good idea!