Category Archives: Historical Fencing

Schwertballerina oder Ernstkampfmonster?

Im Reich der Körperfaschisten

Verdammt! So gerne ans Licht gezogen, der schändliche Ort des geschriebenen Worts,
doch wehe, Aufmerksamkeit auf diesen gelenkt, denn even bad Publicity is still
Publicity (->Trump). Um was es also wieder einmal geht, ist ein Text eines
Menschoiden, der sich mit Fitness im Historischen Fechten befaßt. Daran nichts
Verwerfliches, doch darin sehr wohl. Da ich nach wie vor weder Ross noch Reiter
nenne, einfach weil: look above, zitiere ich Passagen und nehme dazu Stellung.

Vorab eine Erklärung:

1.) Fitness ist eine gute Sache! Jeder soll diese nach eigenen Kräften verfolgen.

2.) Kampfsport und Fitness gehören sicherlich zusammen, noch viel mehr für jene,
die professionell agieren wollen, aber auch für solche, die ein gewisses
Leistungsniveau erreichen möchten.

3.) Fitness muss an die körperlichen Voraussetzungen jedes einzelnen angepaßt werden,
Überforderungen, zu frühe Leistungsgrenzensprengung oder risikohafte Übungen
vermieden werden.

Sodele. Dann also mal ran an den Speck:

Es wird postuliert, dass folgender Satz falsch sei – ebenfalls Zitat im Originaltext,
wenig später untergruppiert als Falschaussage:

“[…] „Nur weil ich ein paar Kilo zu viel habe, kann ich doch trotzdem Schwertkampf
machen!“ […]”

Dieser Satz ist absolut richtig, nicht falsch! Dahinter steht der Gedanke der Inklusion.
Jeder kann Schwertkampf machen. Eine solche Aussage als falsch hinzustellen, bedeutet,
Menschen aufgrund einer als nachteilig gesehenen Körperlichkeit zu diskriminieren. Man
merke auf: es geht hier nicht um professionellen Leistungssport, wo ein Moppel sicherlich
ein Handicap hätte, wenn alle anderen athletisch sind. Hier wird alleine schon an
der breiten Basis den Menschen der Eintritt verwehrt, aufgrund ihrer Körperlichkeit, wenn
man derlei Aussage nicht zuläßt.

Nun eine Verallgemeinerung:

“[…] Ein starker Mitgliederzustrom kam außerdem, durch Kinofilme und Romane befeuert,
aus der Larp-Szene und der Nerdkultur. Sind diese Subkulturen nun per se schon nicht
unbedingt Keimzellen der Sportlichkeit, […]”

Ein verallgemeinernder Seitenhieb klischeedenkerischer Art. Ich bin mir ziemlich sicher,
dass man Nerd sein kann und Top-Athlet. Sind dann alle Gothics als Kinder der Nacht
anorexische Blutsauf-Bulimiker? Verständige merken schnell, dass Verallgemeinerungen
pure Propaganda schlechtmeinender Geister sind, die eines wollen: durch ihre Aussagen
triggern, also Reaktionen provozieren.

Die Beschwichtigung der wohlmeinenden Absicht des Autors:

“[…] Das ist selbstverständlich nicht meine Absicht! Es geht mir keineswegs darum,
unfitte Leute zu demotivieren, ihnen „ein schlechtes Gewissen“ zu machen oder an ihren
Körpern herumzumeckern. Selbstverständlich darf jeder Mensch über seine Körperlichkeit
verfügen, wie es ihm beliebt und weder soziale noch ästhetische Maßstäbe sollen hier eine
Rolle spielen. Wie fit jemand sein will, wenn er historisches Fechten betreibt, liegt
allein in seinem eigenen Ermessen. […]”

Man wird erkennen, dass derlei Lippenbekenntnis durch versteckte Seitenhiebe, Verallge-
meinerungen, Klischeedenken und gute alte Triggerpropaganda ad absurdum geführt wird.
Also weiter im Text.

Ästhetik? Schönheitspropaganda? Here we go:

“[…] Aber wenn schon kein Fitnesstraining für das Fechten… warum nicht einfach ganz
allgemein für starke Bänder und Sehnen, dichte Knochen, eine reine Haut, eine gesundere
Psyche, […]”

“Eine reine Haut” … derlei ist für jeden ein sicherlich willkommenes Kriterium, aber
dennoch auch sehr ästhetisch belegt. Seltsam, in einem Text, der doch eigentlich fernab
jeder oberflächlichen Schönheitsbetrachtung Kampfsport und Athletik thematisieren soll.
Ist eine reine Haut für einen Krieger bzw. Kampfsportler denn ein nötiges Kriterium? Die
“gesundere Psyche” unterstellt zudem all jenen, die weniger bzw. keine Fitness betreiben,
eine sozusagen kranke Psyche, eine eben weniger gesunde Psyche.

“[…] Selbst Männern gelingt es auch nach Jahren hartem Trainings oft keineswegs, „wie ein
Bodybuilder“ auszusehen. Wenn das so einfach wäre, wäre die Welt wahrscheinlich voller
Bodybuilder. […]”

Sorry, Pal. Ich möchte nicht wie ein Bodybuilder aussehen, und ich könnte, machte ich
mir denn die Mühe, ziemlich viele andere Menschen finden, die das genauso sehen. Hier wird
wieder ein Schönheitsbild verallgemeinernd propagiert, das längst nicht auf den Großteil
der Menschen zutreffen will. Hat man diverse Anabolika Skandale im Bodybuilding Bereich
und auch groteske Deformationen im Kopf, will man Bodybuilding wirklich nicht so gerne
in einem Atemzug mit gesundheitsverbessernder Fitness nennen.

“[…] Krafttraining strafft auch den weiblichen Körper. Bindegewebe festigt sich, Schenkel,
Po und Arme werden zugleich schlanker, fester und runder. […]”

Ja, okay, nä. Schon attraktiv sowas. Aber sind das kampfsportlich quantifizierbar nützliche
Aussagen? Ist eine Schwertkämpferin mit “rundem Po” nun eher Sexobjekt oder Sportlerin? Ich
halte derlei Aussagen erneut für absolut unsachlich, schönheitspropapandistisch
verherrlichend,´eigentlich schon wieder sexistisch, und keinesfalls in ernsthaftem Bezug
zu einer (Kampf-)sportart.

You want more of In Group – Out Group:

“[…] Oft sind es gerade die durchtrainierten, athletischen Fechter, die sich beim
Fechten besonders zurückhalten können. […]”

Schlichtweg falsch. Glorifizierung des eigenen Standpunkts. Die In Group, die Athleten,
werden subjektiv mit Werten ausgestattet, allen anderen ein Fehlen dessen unterstellt. Aus
persönlicher Erfahrung weiss ich, dass es athletische, durchtrainierte Fechter gibt, die
dermassen draufdreschen, nicht, weil sie es nicht besser könnten, sondern, weil sie ein
echtes Egoproblem im Kopf haben, oder eben auch Leistungsschwächere dominieren wollen.
Also ist das rechte Maß der Dinge Kopfsache, und nicht oberflächlich muskeltrainierte
Automatikfähigkeit.

You want some Vorurteile in the Mix:

“[…] Zu guter Letzt sei auch noch erwähnt, dass starkes Übergewicht noch ein
weiteres Risiko birgt: das unabsichtliche Verletzen eines wesentlich leichteren
Trainingspartners. Sehr schwere Menschen fallen, trotz Fallschule, oft unkontrolliert,
und sie fallen hart. Wenn dann jemand von etwas zierlicherer Gestalt im Weg liegt und
diese Gefahr nicht handhaben kann, ist schnell etwas (bzw. jemand) kaputt. […]”

Da würd ich doch nun gerne mal alle Dojos mit Moppeln in them befragen, ob diese “oft
unkontrolliert” fallen. Und dämpft nicht der Speck den Fall, wenn sie denn aufm Bauch
landen? Und können zierliche Menschen nich aufgrund ihrer Schnelligkeit wegrollen,
wenn ein Koloss sich im Fall befindet? Also genug des Schmonzens, solcherlei Aussagen
des Autors sind nichts weiter als unbelegte Vorurteile, man könnte fast meinen,
da will einer dicke Judokas mobben.

How about some wirklich widerlich Formulierung:

“[…] Natürlich mag es Extremfälle von morbid adipösen Einzelfällen geben,
deren De-Facto-Behinderungsgrad ein Intervalltraining zu einer riskanten Übung macht,
doch solche Leute trauen sich selten bis nie in eine Kampfkunstschule und sind in
einem Reha-Center besser aufgehoben. […]”

Das ist eigentlich der Beleg für Körperfaschisten. Diese zutiefst widerliche,
despektierliche und menschenunwürdige Formulierung enthüllt die Geisteshaltung des
Autors. Hiermit wird Schwergewichten tödliche Krankheit unterstellt, eine Behinderung!,
und einen Verweis in eine krankenhausähnliche Institution. Dahinter steht aber nichts
weiter als die Verweigerung einer Sportart für Menschen, die, oberflächlich betrachtet,
nicht dafür geeignet scheinen. In welchem Buch aber steht geschrieben, dass
Schwergewichte Intervalltraining machen müssen? Ihnen nicht vielmehr geeignetere Übungen
serviert werden? Sollten Kampfsportlehrer nicht allen Tür und Tor öffnen, positiv
motivieren, Schwergewichte aufnehmen, und vielleicht durch Anreize positiv
verändern?

Bissl was gäbs noch. Hab aber keinen Bock mehr. Voila also. Von allen guten Vorsätzen
verabschiedet, lesen wir da einen Beitrag, der beispielgebend dafür sein könnte, dass
Leute ihre eigenen Privatpropandakriege, -komplexe oder Kreuzzüge eben nicht aus nem
angeblich sachlichen Artikel raushalten können. Schade drum. Eigentlich komplett einer
gepflegten Ignoranz wert, aber wenn keiner dagegensteht, verbreitet sich das alles wie
Blütenpollen im Sommer.

Ich bin für Inklusion in allen Sportarten!

Toleranz für jeden, einen Platz an der Sonne für alle, egal, wie “behindert” oder
“fett” oder “unfit” oder “alt” oder “hässlich” sie sind! Jeder kann und soll nach
seinen Leistungsmaßgaben, oder unter vorsichtig kompetenter Anleitung mitmachen
können.

Gegen den elitären Miniclub ästhetischer Pseudobeauty-Fechtathleten!

“Druffhaue!”

Also es gibt Leut …

Zart besaitete moderne Schwertkämpfer sind auf Sicherheit bedacht, auch
enormst sozialisiert und haben einen IQ in Empathie von … OVER 9000! Beste
Voraussetzungen also, um in der sozialen Gruppe des Historischen Fechtens neue
Freunde zu finden und partnerschaftlichst zu üben. So scheint es äußerst befremdlich
und einfach nicht denkbar, dass andere nicht eine solch ethisch-moralisch
hochstehende Fürsorge bezüglich des Trainingspartners an den Tag legen.

Doch man vergesse nicht die dunkle Seite der Macht: Menschoiden, die sich
permanent was beweisen müssen, sei es nun, the hardest Totschläger in Town
zu sein, the best Asian Martial Arts Poser Warrior ever, oder einfach nur
ein kleines bissle meschugge in the Brain. Ich meine, das geht ja klar, wenn
alle Haudraufs mit Haudraufs trainieren, ist die Sache doch geregelt, und
man kann genüsslich dabei zuschauen, wie ein gebrochener Knochen den
nächsten jagt. Muss doch genau deren Ding sein: the utmost Challenge, the
biggest baddest Freefight unter ihresgleichen?

Aber was wäre denn ein Sith Jünger ohne seinen gewissen Geltungsdrang, der
einfach nicht mit Gleichrangigen befriedigt werden kann, denn, huch, die
könnten es ja mit gleicher Münze heimzahlen! Sowas ist undenkbar und kratzt
das Ego an, also kehrt gemacht und jemanden verdroschen, der a) die Sache
anders sieht, b) weniger Blut sehen will oder c) einfach nicht so skillig
ist wie man selber. Klappt doch wunderbar, vor dem Training volle Rüstung
angelegt, geguckt, wen man als Trainingspartner kriegt, dann entweder
in den Partnerübungen das Biest am weniger gerüsteten Opfer auslassen
oder das “leichte Sparring” in einen Tanz der blaufleckigen Eitelkeiten
gewandelt.

Was tut also das sensible Pflänzchen mit seinen recht anders gestrickten
Wesenszügen? Sollte man zum ernsten Gespräch nach dem ersten blauen
Fleck oder gewiss gefährlicher Ersteskalation bitten? Wütend den
Fechthelm herunternehmen und zornig davonbrummeln? Alles ignorieren
und wie standhafte Kendoka beim first Bout Schläge kassieren? Oder
wie ein Ninja derartige Trainingspairings einfach ganz vermeiden bzw.
ablehnen? Gäbe ja noch ne Variante: es dann mit gleicher Münze heimzahlen.
Voll gerüstet naturellement.

Beim Karate gibts da laut diversen Forenberichten immer noch die
Möglichkeit, dass der Schwarzgurt oder der Sensei sich solche Zerstörer
mal zur Brust nimmt, und sie dann nach erfolgtem Takedown im
schmerzhaften Zustand fragt, ob sie denn nun ein wenig mehr
Verständnis für all jene Gelbgurte entwickeln, die sie so eifrig
zuvor durchwalkten. Aber das ist das Problem auf ne andere,
hoffentlich weisere Hochinstanz abgeschoben. Möglicherweise muss
man eben manchmal solche Dinge selbst klären.

Body Faschistoide

Historisches Fechten, wie auch andere Sportarten, zieht unweigerlich Menschen an, die
ein gewisses Bild eines Sporttreibenden verinnerlicht haben oder auch als allgemein
gültig durchsetzen wollen. Kriterien dieses Idealmenschen sind Sportlichkeit, Athletik,
Disziplin und gewiss noch andere Tugenden, die wohl auch für den Leistungssport gelten.
Möglicherweise verwehren gewisse Doktringläubige dem Historischen Fechten auch seinen
Breitensportcharakter, wollen diese noch junge Sportart nur selektiv zugänglich machen,
und sind extremst ehrgeizig in Punkto Aussenwirkung, die nach deren Ansicht nur mittels
leistungssportlichen Merkmale erreicht werden kann.

Body Faschistoide steigern obig Beschriebenes um den Faktor 9000, versäumen keine
Gelegenheit, sich selbst als sportliches Apex-Leuchtfeuer zu inszenieren, sei es im
Bild, im Video oder im geschriebenen Wort. Posing ohne Ende wird irgendwann recht
fad, vor allem, wenn man sich dabei unfreiwillig gewisser Lächerlichkeit preisgibt.
Immerhin sind coole Looks, die wirklich cool sind, nicht sehr leicht authentisch zu
erreichen. Propaganda ist eigentlich recht easy rauszufiltern: das Wort Unsportlichkeit
macht des öfteren die Runde, zitiert werden die Scharen der Herr-der-Ringe-Fans, die
blass und dickbäuchig dem Schwerte zuströmen, eine Couchpotatoe Nerdarmy, vor der
jeder Fechtlehrer wohl instant erbleicht und seinen Job an den Nagel hängt? Zumindest
andere nehmen sich dann recht gönnerhaft vor, aus eben jenen Leuten Athleten zu machen.
Gegen teuer Geld, versteht sich.

Eine neue, junge Sportart lebt von Toleranz und beiderlei Modus: Leistung und Breitensport.
Alle können es machen, manche sind mehr, manche weniger sportlich, manche machen aus
dem vermeintlichen Minus ein großes Plus, andere wollen das nicht, und dümpeln genau da
rum, wo sie sich gut fühlen, und das ist absolut in Ordnung so. Positiv motiviert kann
jeder einen Pfad erforschen, manche werden wieder aufhören, andere gloriose Turniererfolge
feiern. Es ist eben für jeden was dabei, und jeder darf dabei sein. Eine glanzvolle Utopie,
die keine sein muss und, da bin ich mir sicher, in der Gegenwart an so manchem Ort auch
so gelebt wird. Bravissimo!

Im Übrigen muss nicht aus jedem historischen Fechter ein Turnierfight-Athlet werden, wo
stehtn sowas geschrieben? Gibt sicherlich Leute, die wollen Fechtstücke können, ihre
Fitness durchaus in vernünftigem Rahmen verbessern, vielleicht guten Schaukampf machen,
oder doch dezent vertrauensvoll mit sympathischen Leuten soft Sparring betreiben! Ist
doch alles okay. Leistungsmenschen voller Ehrgeiz dürfen gerne nach der schneebedeckten
Spitze des Mount Achievement streben, verbietet ja auch keiner! Läßt jeder dem anderen
seine Ziele, gibts auch kein Streit, sondern eher nen fruchtbaren Austausch
freundlicher Geister.

Historisches Fechten und so manch’ Weiblichkeit

Man cruised so low speed durch die virtuellen Weiten und liest mal hier,
mal da was übers Historische Fechten. Teils auch von Autorinnen. Vielfach
sehr klug und gut, so manches Mal aber auch sehr kritikwürdig. Hier einmal
steige ich auf einen Text ein, bzw. Teile davon, und setze sie dann
eilfertig meiner kritischen Sichtweise aus, wie ein Säureregen in
einer apokalyptisch zerstörten, postatomaren Alptraumwelt:

Immer mal wieder fühlt frau sich befleißigt, kräftige Aufrufe zu starten,
sei es nun werbewirksam für eine noch junge, kommerzielle Fechtschule
oder generell unter der streitbaren Flagge des Feminismus. Es sei
vermerkt, dass ich gegen beides eigentlich nichts habe, wenn es fundiert,
sachlich, unter positiven (emotionalen) Vorzeichen, ohne Aggro oder Bullshit
daherkommt. Wie könnte es auch anders sein, das klappt meistens nicht.

Was schon überhaupt mal nie klappt, ist das Aufräumen etwaiger Gender-
Klischees, indem man sich pausenlos drauf bezieht und, noch viel schlimmer,
auch noch selbst als eigene Meinung daherkleistert. Oder muss man es
als ernsthaft gesicherte Forschungsmeinung akzeptieren, dass das böse
Maskulinhormon Testosteron die Männer “wagemutig, kopflos, selbstüberschätzend,
und risikofreudiger macht”? Und die Frauen, wie ich schlußfolgere, demzufolge
das Östrogen wohl schüchtern, klein, entscheidungsschwach und demütig?
I call that Bullshit in the nth Degree.

Kleine Seitenhiebe auf das “Wunderwerk Mann”, auch wenn sie so dezent
im Schwurbelsatz versteckt sind, halte ich für absolut nicht der Sache
dienliche Kleinlichkeit. Ich glaube, dass jeder, unabhängig vom Geschlecht,
Parameter wie Kraft, Geschwindigkeit, Fitness etc. verändern und
verbessern kann. Brauch ich dazu Allgemeinplatzklischee-Zitate und
Vermutungen, das Weib wäre schwächer als der Mann? Muss ich dazu eine
Genderdebatte lostreten? Eigentlich nicht.

Prominent per Video plus Text untergeschobene Verweise auf Frauengefechte,
wo sich “so mancher Mann eine Scheibe von abschneiden könnte”, sind für
mich billige Provokation und vor allem eine Art Angriffshieb einer
Geisteshaltung, die unbedingt mal den Männern eins auswischen oder
unter die Nase reiben will. Das entzieht jeder sinnvollen Diskussion
die Grundlage und ich verorte Texte solcher Art ins Propagandamilieu
der hyperkulturellen Neuzeit Provokateure(-innen) mit eindeutig
defizitärer Agenda.

Was wäre der beste Meinungsblog ohne verallgemeinernde Aussagen: oder
habt ihr gewußt, dass im Historischen Fechten “der unprollige, intellektuelle,
zivilisierte und gebildete Teil der Bevölkerung ein Stelldichein hält”?
Leider nur recht schade, dass, wie in jedem Sport, die Wahrheit
geringfügig anders aussieht, nämlich im Durchschnitt genauso wie in
anderen Kampfsportarten auch. Nothing special, auch wenn Teile der
Historischen Fechterschaft mit elitärem Getue und Knickerbockerhosen
verzweifelt die Aura des Stils, der höheren Tugend und irgendeiner
arroganten, blasierten Egomanie injizieren wollen, die spätestens
dann in Trümmern liegt, wenns im Internetforum gegen den eigenen
Ruf geht. Da sindse dann alle nimmer Gentlemen or -women, sondern
begeben sich recht gerne in den ZankPfuhl hinab, in dem wir alle
eigentlich noch schweinisch suhlen.

Am Ende dann spielen auf einmal Geschlechter im Schwertkampf keine
Rolle. Welch ermüdend langwierig vorbereitete Erkenntnis? Hätte
man auch einfacher haben können.

25 Liegestütze!

Still und leise dräut der Trainingswald, kaum einer muckt oder rührt
sich, angestrengte Lautlosigkeit, nur durch übertrieben starkes
Schnaufen einiger Chi-Beschwörer unterbrochen. Doch huch?
was nähert sich akustischer Horchbahn aller Anwesenden? Es ist ein
Lachen, für manche mags zu laut sein, für andere gackernd, wieder
welche, die es übertrieben finden, und die geneigte Obrigkeit, die
es wohl völlig ehrverletzend als störend kategorisiert!

VATERLANDSVERRAT! Da hat jemand Spaß, über nen Witz gelacht, oder
sich sonstwie wohlgefühlt. VERHAFTUNG! EINKERKERUNG!

So werden also als disziplinarische Maßnahme Liegestütze befohlen.
Drakonisch hart für die ganze Trainingsgruppe, ohne Begründung,
aber mit eindeutigen Blicken hin zur Lachstörungsquelle. Das
weckt Erinnerungen an Private Paula, der unangenehm berührt seine
heimlichen Donuts öffentlich futtern mußte, während Sg. Hartman
darüber wachte, dass seine Squadkollegas angestrengt straf-
pumpten. Also wenn überhaupt, wer muss denn da die Liegestütze
machen? Die sippenhaftende Trainingsgemeinschaft oder die
ach so böse Lachstörkraft? Und man erinnere sich: wie rächte
sich die Soldateska-Gruppe an Private Paula, nachdem sie wegen
ihm so geschunden wurden? Jepp, genau so. Darum kritisiere ich
derartige, wenn auch ohne Begründung sofortig angesetzten
Disziplinarversuche als schädlich für die soziale Gesundheit
einer Trainingsgruppe, die beileibe nicht irgendwo leichtfertig
für die U.S. Marines angeheuert hatte.

Als Generalautoritätsuntergraber veranschlage ich bei öffentlichen
Lachanfällen erstmal Lächeln und das Sich-selbst-nicht-allzu-ernst-
nehmen auf Seiten etwaiger Verantwortlicher/Trainer. Schließlich
ist keine Atombombe aufs Training gefallen. Bei weiterer absolut
frecher Störung empfehle ich sowieso immer das sozial verträgliche
freundliche Auffordern zu mehr Konzentration, gerne kameradschaftlich
witzig serviert. Und erst, wenn jemand wirklich böse, böse, böse,
fies oder gemein ist, darf ernst angesprochen werden. Und auch das
geht im Rahmen positiver Grundhaltung eigentlich hervorragend.

Idealismus pur!

“Gerechte, faire, höfliche Behandlung aller Trainierenden!”

Die sozialen Fähigkeiten eines Trainers sind ein wichtiger Faktor in gesamten
Anforderungskatalog des sportlichen Miteinanders. Schwerer zu definieren? Nicht
erlernbar, aber genetisch programmiert? Ach Schmarrn, jeder kann sich durch
Erfahrungen und Selbstkritik weiterentwickeln! Die Definition, bzw. die
Anforderungen an psychosoziale Empathie eines Trainers, vielleicht auch einen
ethischen Kodex, darf gern beschrieben werden:

1.) Ein Trainer hat alle Trainierenden gerecht zu bewerten, unabhängig
persönlicher Vorlieben, oder privater Abneigungen gegen Personen. Dies
gilt insbesondere für Ermahnungen, Zurechtweisungen.

2.) Ein Trainer muss Fairness in eigenem Handeln walten lassen, und das Ganze
auch bei anderen einfordern. Im sportlichen Kontext ist Fairness ein hohes
Gut, welches auch gegen jene verteidigt werden muss, die unfair Vorteile
erschleichen wollen.

3.) Trainer sind offizielle Personen und daher Vorbild in höflichem Miteinander.
Das bedeutet generell Grüßen und Verabschieden, die richtigen Worte bei Disputen
finden, auch oftmals wiederkehrende Fragen geduldig beantworten. Trainer haben
auch die Aufgabe, Höflichkeit in der Gruppe durchzusetzen, sollte es da
Verfehlungen geben.

4.) Trainer sind Vorbilder in guten Eigenschaften wie Bescheidenheit, Charisma,
Durchsetzungsvermögen, wenn es denn sein muss, Entscheidungskompetenz, Empathie,
Intellekt. Sie geben den Trainierenden Sicherheit, vertreten sie in schwierigen
Situationen und sind Vertrauenspersonen, die persönlich integer und neutral auch
Streits schlichten können.

5.) Trainer wissen um die Gefahren des Kampfsports und können Menschen einschätzen.
Sie bezähmen Haudraufs, falsch motivierte Anfänger mit Killerkomplex, leiten
Neulinge an, die ihre Kräfte nicht einschätzen können und achten darauf, dass
sich niemand verletzt. Sie ermahnen deutlich zur Langsamkeit, sie ermuntern
nur jene zu Schnellerem, die das auch sinnvoll kontrollieren können.

6.) Trainer sind auch Gruppenzusammenhaltsfaktoren, sie sind wie charismatische
Leuchtfeuer, die Trainierende motivieren, auch nach dem Sport einander besser
kennenzulernen. Sie sind das soziale Bindeglied einer sportlichen Gruppe,
vermitteln, stellen Kontakte her und sind enthusiastische Anstachler, die
andere mit Begeisterung mitreissen können.

7.) Trainer haben eine ideologische Leitlinie für ihr Training. Sie erteilen
allen großspurigen Machismo-Proleten und Conan-FullTime Hack’N Slay Rabauken
eindeutige Absagen. Sie fördern Leistungssport genauso wie Breitensport und
bewerten beides als gleich wichtig. Sie wissen um die Wünsche ihrer Trainierenden,
und überfordern diese nicht.

8.) Trainer sind keine Chauvinisten, politisch Radikale oder religiöse Sektierer.
Sie sind kosmopolitische Weltbürger mit demokratischen Ansichten, vertreten
diese auch im Training und geben jedem seine Redezeit, ohne ihn mit rhetorischen
Tricks abzukanzeln.

Rittertugend Bullshitter im Historischen Fechten

Um das mal zu vertiefen, ich lese ja eifrig historische Fechtforen, beispielsweise
das von ars gladii. Dort treten ja sämtliche Spielarten von Menschoiden auf, die
meinen, ihre Weisheit unters Volk bringen zu müssen. Teilweise Esoteriker, dann
wieder Mittelalter-Reenacter, die eine ganze Wagenladung Rittertugend Roleplay
absülzen. Auch schwergewichtige Namen der HEMA-Szene, die nimmer müde werdend ihre
DVDs promoten, und ansonsten Stein und Bein auf die magische Kraft schwören, dass
Schwertkampf den Charakter so unglaublich bessern kann.

Was am Ende des Tages übrig blieb?

Genau die gleichen Beschwörer aller Tugenden, wie etwa Loyalität, Ehrlichkeit und
Respekt vor anderen, findet man dann beispielsweise auf hroarr wieder, wie sie
unter den Artikel eines wohl nicht mehr befreundeten Fechtkollegen wieder und
wieder bullshitten, mit gewählten Worten, dass derlei Geschriebenes Blödsinn sei,
ohne Grundlage, es alle bereits wüßten etc. p.p. Nicht weit her mit einem Credo
des hohen Geistes, der auch Kritik so sachlich wie möglich anbringt, und das auch
in gerüttelt Augenmaß und nicht immer wieder, wie ein zänkisches Weib, das jede
Glaubwürdigkeit des anderen bis in den Grundboden torpedieren will.

Abgesehen davon, jeder verdammten Sportart kann ich edle Tugenden andichten, selbst
beim Badminton oder Frisbee kann ich nen Ritter spielen, auf meinen Mitspieler
Rücksicht nehmen, und meinen Charakter sagenhaft weiterentwickeln, mit grandioser
Empathie drauf achtend, dass mein Gegenüber die Frisbee Scheibe nich gezielt inne
Futterluke gebrezelt bekommt. Also was soll der romantisierende Superunfug? Dass
kommerzielle Fechtschulen mit sowas werben, damit auch der letzte schleimige
Manager mal schnaggelt, dass er im Seminar mit seinen Kollegen die wunderbare Welt
des Zusammenarbeitens entdeckt, halte ich für gegeben, die wollen ja was verkaufn.
Werdet Helden, berufliche Supermenschen, soziale Megagutmenschenwunder, alleinig
durch ein bissle Schwertschwingen!

Ich würd da gerne echt mal die Kühe im Dorf lassen, und net auf die Alm treiben,
mit irgendwelchen hochtrabenden Verhaltenscodizes, Dresscodes oder dem unablässigen
Daraufhinweisen, dass Schwertkampf ja ne so ernsthaft tödliche Sache sei, mit
Respekt vor der Klinge, dem Hallenboden, den Turnmatten, der Türklingel und
dem nach Reinigungsmittel stinkenden Schwertputzlappen. Irgendwann ischs halt mal
echt gut mit dem Gesülze. Vor allem dann, wenns im Historischen Fechten genug
arrogante Bullshitter und Verbalauskotzer gibt, dann wieder totally mindless
Haudrauftypen und geldgeile Blender, die Schwertkampf-Zen, Bühnenchoreografie,
oder endlos martialischen Total-Extreme-Fight zu verkaufen suchen.

All Hail Patty!

Terror Duo – now only Uno?

oder

Ode an Patty!

dear nsa and bnd, it is not real terror, but a juxgruppe
of historisches fechten. terror in this case means
unangepaßtheit, wilde freiheit, spaß, freude, nonsense,
and fighting against the ernsthafte null-spaßversteher
gesellschaft of the world.

Kaum schaut man sich um, laufen gewisse Ultimaten ab, und es
scheint, als würde man alleine dastehen. Fix und fertig,
umringt von vielen, die einfach so anders sind als man selbst.
Und so manches Mal sehr gegensätzlich. Bäm, macht es, Patty
has left the Building. Und aus ihrer Sicht zurecht.

Ich werde die Zeiten vermissen, da wir gemeinsam juxalberten,
und wohl allen tierisch auf die Nerven gingen, den Ruf
beschädigten, so richtig unhaltbare Negativzerstörer waren,
die das ganze Projekt in den Untergang zu ziehen drohten,
schlechten Eindruck auf alle Anfänger machend, sich um nichts
scherend, nicht einmal um den so wertvollen Autoritätsanspruch
der bestimmenden Klasse.

Der Traum des Schwertes ausgeträumt? Mitnichten. Patty und
ich, der ich verbleibe an dem bestimmten Ort, wir werden uns
immer noch treffen, wild schwertschwingend, woanders, der
glücklichen Vergangenheit gedenkend, als das bedeutsame Foto
gemacht wurde, damals, als 13 Leute voller Idealismus noch
lächelten. Zeiten ändern sich, und wohl auch mich und dich.
Ich selbst verbeiße mich am Traum des Schwertes und bleibe ein
Terrorfels in der Brandung, ruhig, zu ruhig, des Gegenparts
beraubt, der es nicht mehr ertrug, und stolzfrei seine 10 Punkte
Gründe anführte, warum es nötig war, zu gehen, an anderem Orte
glücklicher werdend.

Wer auch immer regiert und sich grenzenloses Prestige erhofft,
I dont care. Wie ein alter, weiser Zen Meister will ich mich
dem Schwert widmen, das für mich tauglich Machbare sehr gerne
praktizieren, mich nicht anderer Sicht verschließen, doch
melancholisch an jene denken, die ich vermisse, und sonst neue
Bande zu denen knüpfen, die meiner Art und Ethik so gänzlich zu
entsprechen vermögen.

Patty hat Rückgrat, Patty ist wild und frei, Patty ist nicht
verlogen oder hinterfotzig, Patty ist loyal. Dies alles gilt
es zu ehren, nach wie vor, und ich werde niemandem zustimmen,
der Schlechtes über sie redet. Und wie sich schon so oft
herausstellte, hat Patty so ziemlich oft recht, ein gutes
Gespür, auch wenn sie anderes viel zu eng sieht, viel zu
unnachgiebig, zu unduldsam, aber so isse halt. Die badische
Kampfsau!

Ich existiere also nun in zwei Welten, der von Patty, und
der anderen. Werde nicht vermitteln, das ist nicht meine
Aufgabe, aber von beiden versuchen, das Beste für mich zu
reklamieren. Stille Rebellion, nachdenkliche Standhaftigkeit,
und eine schließlich aus allen Erfahrungen jederzeit aktivierbare
Wehrhaftigkeit ist mir zu eigen. Denn irgendwann merkts auch
der friedlichste Aktivist: machste nix, machen alle anderen
umso mehr.

Fechten mit scharfen Waffen

Der neuste Trend scheint das macho-männliche Maximum im
historischen Fechten (und auch bei sämtlichen Vollkontakt
Afficionados auch wikingerhafter Ausprägung) nennt sich:

… Fechten mit scharfen Klingen/Waffen!

Die einen wähnen sich on the Top of all intellektueller als
auch physischer Finesse und betonen unablässig, wieviel Skill
es braucht, so etwas denn mal durchzuführen, die anderen
reklamieren nur echtes Fightertum, gorillabrüllig die
Hardest in the Garden mimen wollend.

Sagt ja niemand was gegen Technikübungen, mit Schutzausrüstung.
In variablem Tempo unter erfahrenen Leuten scheint das alles
kein Thema zu sein. Doch vermeint man auch den Wunsch nach
Sparring mit scharfen Waffen zu vernehmen, mit wenig Schutz-
kleidung, und das halte ich, egal, wer es denn macht, für
mehr als nachlässig. Denn egal wie top jemand ist, wie hoch
in der Prestigeleiter des historischen Fechtens gediehen, er
wird Fehler machen, sieht man an unendlich vielen Vorfällen
in anderen Sportarten, wo dumme Zufälle oder Unachtsamkeiten
unabsichtlich Böses verursacht haben!

Ich gestehe, der Gedanke, beispielsweise scharf geschliffene
Schwerter in Aktion zu erleben, ist ein interessanter, schon
allein, um neue Erkenntnisse zu sammeln. Doch ohne Schutz,
oder nur mit geringem, setzt man seine Gesundheit aufs Spiel,
egal, wie gut man ist. Und wenn es historische Fechter gibt,
die propagieren, dass man ohne Schutz besser ficht, muss ich
dazu sagen, dass man auch mit Schutzkleidung einige Anstrengung
darauf verwendet werden kann, sauber und akkurat zu fechten.
Ich sehe auch keine Notwendigkeit, sich dem Risiko vergangener
Zeit freiwillig auszusetzen, schon allein, weil wir heute
leben und wohl auch sportliche Ziele, und keine kriegerischen
mehr verfolgen.

Good Bullshit vs Bad Bullshit

Liebe Leute, wer kennts nicht? Man mag mal gerne ein gepflegtes
Quäntchen Bullshit dahersabbeln, im intimen Kreis likeminded
Leutchens, die den eigenen Grenzwerthumor teilen, goutieren und
feuerschwärmend miteskalieren lassen. Aber gibt es denn da
Grenzen des guten Geschmacks? Und was unterscheidet denn
harmloses Geschwalle von böser, primitiver Idiotie?

Zuerst einmal werden Leute, die guten Bullshit, Nonsense,
Wahnsinn, Irrsinn, etc. verwenden, auch die Möglichkeit haben,
sich normal und intellektuell ansprechend zu unterhalten, sie
besitzen also die hochgeschätzte Möglichkeit, auf Intellekto-
Modus zu schalten. Das können jene, die nur dumme Scheisse
quatschen, nicht.

Leute, die Good Bullshit labern, haben die volle Kostenkontrolle
über ihre geistigen Auswürfe, sind vielleicht hinreichend
Anarcho, wollen provozieren, sich abgrenzen, oder, man glaubt
es kaum, unter all dem Verbalmüll geschickte Kritik an
etablierten Strukturen üben. Genauso wahrscheinlich ists, dass
sie einfach nur Fun haben wollen und nichts dahinter steht,
als das Freischwingen hyperelektrisierter Gehirnwindungen im
Overcharge!

Guter Bullshit kann auch ätzend böse sein, lästern, das mag
schon ein wenig nach dunkler Seite der Macht klingen. Doch
auch hier gibt es Grenzen, Kontrolle, welche jene Leute nicht
kennen, die beispielsweise den Abgrund guten Geschmacks
weitaus ethisch/gesetzlich unzulässiger dauerüberschreiten,
man denke da an gewisse Sonderekeligkeiten gegen jede
Menschenwürde.

Good Bullshit verbaler Natur kann grenzenlos künstlerischer
Dadaismus sein, ein Schutzamulet gegen die Krankheit der
Ernsthaftigkeit, gegen all jene, die nichts weiter kennen
als Leistung/Overachievment/Hyperehrgeiz. Good Bullshit
labern bietet einen relaxed entspannten Wall gegen all
jene, deren Lebensaufgabe zu sein scheint, unreflektierte
Kagge rauszuschwallen, um überhaupt irgendwas gesagt zu
haben – hey, wer drauf steht, nix dagegen, doch meistens
suchen sich jene Verbaldiarrhoefanatiker jene aus, die das
auf Deivel komm raus nich hören wollen.

Am Ende gilt, nie so wahr wie heute:

Wer am lautesten die Klappe aufreißt, hat am wenigsten
Ahnung. (*)

(*) in ernsthaftem Kontext ohne good Bullshit.