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Überenthusiasten!

also, wer kennts nich? überbordend vor aktionsfreude bumpert das
wilde, kleine abenteurerherz, feuer und flamme erstrahlt das seelchen,
jez zeigen wirs allen, nu machma se platt, zeigen unsere fancy
moves, auf dass der olymp nen halbgott mehr hat zum pantheon
vollstopfen! (zeus wirds nerven!)

nu simma abba beim K(r)ampfsport. oder beim historischen fechten
in sanft anstrengender breitensport manier. oder beim wahnsinnig
technischen self defense gewirbel. oder wo auch immer. will heissen:
man sollte sich ein wenig bezähmen. denn it can get gefährlich,
wenn alles außer rand und band ist, vor allem der trainingspartner
die übungsmoves erwartet, und man full chuck norris mode aber nen
armhebel ansetzen mag.

das resultat sind in jedem fall schmerzen, gelenk-aua, oder noch
viel schlimmeres. wirklich nix einzuwenden gegen kindliche spielfreude,
everybody loves to be a kid sometimes, aber zuviel des spielerisch
draufgängerischen, und der trainingspartner ist beschädigt! es liegt
an uns allen, da mehr disziplin walten zu lassen. apropo: dem trainer
obliegt es, derlei gesinnung rechtzeitig zu stoppen, wenn sie
gefährlich zu werden droht.

und ja, auf jede technik übung gibts ungefähr ne myriade kreative
anwendungen, schön, wenn man sie diskutiert, aber unschön, wenn
man sie andauernd anzubringen versucht, wenn eigentlich alle erstmal
schritt für schritt was lernen sollen. also versaut anderen nicht
ihre übungen, haltet euch ans prozedere und spart die fancy moves
für free fights mit gleichgesinnten auf. da erweist sich dann auch
viel besser, ob man dem schmerz gewachsen ist, wenn man nen ähnlich
tobendes spielkind vor sich hat. (“spielkind” im übrigen sehr
sympathisch gemeint, ist ja nix falsches am spielen, nur eben moderat
und vor allem sane & safe & consensual – ha, wer dachts, diese
sicherheitssprüchlis ausm sex-ethik bereich taugen auch fürn sport?!)

addendum: boah, ich hab in den tags das wort disziplin aufgenommen, und
argumentiere im text quasi in die richtung? schockschwerenot, der freigeist
assimiliert von der grauen front der ernsthaften? woah? arrghh? nujo, sagen
wir, dem wahnsinn, irrsinn und blödsinn muss man eben in gewissen
bereichen auch mal grenzen setzen, aber erst, wenns really dangerous wird,
und vor allem ne gerüttelt menge empathie gefragt ist, da man ja MIT
anderen übt, im sport, und nicht GEGEN sie.

addendum 2: oh, obig ist von überenthusiasten der eigentlich wohlmeinenden
art zu reden, die eigentlich nur bissle hinweis und führung brauchen, denen
man zur empathieförderung eigentlich keine lektion erteilen muss. aber
hütet euch vor den ego-schweinchen, den bösartigen überenthusiasten, denn
die sind so empathisch wie nen ziegelstein, so grobmotorisch wie
nen tarolanischer riesen-plompf und wollen in ihren kleinhirnen nur
gewinnen, egal um jeden preis, und egal, bei welcher übung.

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