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Mochma halt a’ Video!

Irgendwelche Dudelmusi, höchst flashige Disco Effects und dramatische
Namensgebung, Gott bewahre!, möglichst ohne Kommentar, und fertig ist
das Guild Wars 2 Roaming Video. Inhalt eigentlich scheissegal, ist ja
eh immer nur ein Mitschnitt eigener Möchtegern Erfolge. Für das nicht
eingeweihte Auge totales Pro Play.

Das Propagandisieren des eigenen Virtualselbst muss gerade auch in
Internetgames bis zum Exzess zelebriert werden. Schließlich brauchts
dazu nur 1 Spiel, 1 Rechner, 1 Internetverbindung. Kein Auto, Haus,
Boot oder Top Model Anorexia Görrrlfriend. Alles paletti, ne Runde
gezockt im WvW, alle Kills, so anspruchslos sie auch sein mögen,
zusammengeschnippelt und fertig ist das Video, welches den eigenen
Ruhm bis ins Astronomische befördert!

U needz evan moar Pro Play? Man analysiere the most broken Op Class,
statte diese mit Bersi aus, und owne jeden, den man so finden kann.
Braucht das Skill? Na, vielleicht schon ein bissle, schließlich muss
man ja nur ohne Zeitverzögerung alle DamageSkills auf einmal drücken.

Zum Kopfschütteln wirds erst dann, wenn PVP Exzellenz angepriesen
wird, man aber nur sieht, wie eine Gilde nen paar Opfer gründlich
plattwalzt. (Sieht man denn 2017 eigentlich noch was anderes?) Da ists
auch echt nich wichtig, ob die Gilde mit drölfzig Mann über 2 arme
PVE Hanseln drüberrubbelt, zu geschmackig martialischer Techno Metal
Blöke können sich die Heroes heftig siegesrubbeln!

Wer kann schon real Skill messen? Schon allein in nem Game wie GW2?
Müssten da nich immer zwei gleiche Klassen gegeneinander antreten,
mit identischen Ping-Zahlen etc. p.p. Hat man nich mal gehört, es
gäbe ein Balancing Team, und wenn, dass dieses für Group Play im
sPvP tätig wäre? Better not to ask the wrong Questions. Illusionen
müssen gelebt werden!

Guild Wars 2 – Ende 2016, Anfang 2017

Liebe Leute,

ich spiels immer noch. Und finds auch recht okay nach wie vor. Die
Glaring Weakness im WvW bleibt unbehoben (Matchmaking, Rewards, Population
Imbalance, Nightcapping, Bugs, etc.), die Spielerzahlen schwinden,
das Roaming ist seltener geworden, aber doch gegen einigermassen
interessierte Server auf akzeptablem Niveau. Die krasse Phase nach
HOT hab ich überstanden, aber auch erst, nachdem mir schmerzlich
bewußt wurde, dass der Shit mit Powercreep echt real gefetzt hatte.

Lamer Specs spiele ich nun selber, namentlich meinen Gingerbread Man
Condi d/d Thief. Jedoch auch da muss man sich seiner Nemesis wohl
bewußt sein, oder eben so gnadenlos gut spielen, dass man nach
gefühlt drölfzig Stunden den feindlichen CondiClear/Invuln/Evade/Block
Zyklus überwunden hat. (Alle meine geposteten Builds für alle meine Chars
sind schmerzlich nicht-aktuell. Das sollte mal behoben werden.)

Noch peinlicher zu vermerken: ohne HOT-Specs braucht man erst garnicht
anzutreten. Ja okay, man sieht nun paar Oldschool Guards, die aber
meist mit Burn-Guard Spec rumdaddeln, oder auch sehr selten immer
noch Condi-Engis, für die Scrapper anscheinend nix zu bieten scheint.
An den HOT-Waffen merkt man aber eben, was einem an den alten gefehlt hatte,
allein der Engi-Hammer bietet alles, was man sich wünscht, an Damage,
Projectile Hate, Block und Stun.

Ghost Thief Spackentum ist ne Plage, erst dann richtig nervig, wenn
man halt abgelenkt, die Hosen runter, davon erwischt wird. Fragt man
sich sowieso, wieso Permastealth so lange toleriert wird. Für mich
ist das kolossaler Abuse vom Feinsten, und ja, nich jeder hat dutzende
Stealthtraps einstecken, vom wiederholt anwendbaren Condiclear ganz
zu schweigen.

Mittlerweile kann man die FotM Welle gut nachvollziehen, erst spielen
se alle imba krassen Damage-DH, freuen sich an unblockable Pulls und
Daze Traps, dann schwenken se zum Krieger, weil der suddendly das
Sustain/Damage-Berserker Monster geworden ist. Ob das wohl alles an
der rotierenden Strategie der Spiele-Entwickler liegt, die immer ne
andere Klasse OP machen, damit es interessant bleibt und die Nerds
weiter suchten? (haha, die ganzen Roxxor Damage Revenants machen
fies lange Gesichter nach ihrem Nerf. Auch da hat man, ähnlich wie
beim DH immer das Gefühl gehabt, die drücken einfach ein Makro
ihrer Attack-Evasion-Damage-Invuln-Skills und brauchn mehr nich
machn.)

Ach naja, sei’s drum. Spaß machts noch, wenn man das Game an seine
Bedürfnisse anpasst und sich den Spaß von Lamern, Abusern, Trollen
nicht nehmen lässt. Dafür empfehle ich im WvW nach wie vor Mobility,
Position Awareness, Invisibility Einstellung im Charakter Menü oder
ne echt schnelle Hand beim Blocken/Muten.

Guild Wars 2 WvW und so …

Was soll man dazu noch sagen? Die Bevölkerung schwindet, nur
“die Ewigen” ham noch große Zergs und die neuen Karten, zwar
hübsch, vergraulen die Spieler eher durch zuviel PVE nebst
labyrinthischen Wegen, als dass sie sie begeistert anziehen.
Die Game Balance ist irgendwie durchs Dach geschossen, mit
einigen Klassen, die sich an ihren OP Status freuen dürfen.
Crazy Damage and Crazy Sustain anyone? Oder halt nur noch
Crazy Damage, das A-net’sche Heilmittel nach der Bunker-Meta.

In den Foren liest man, viele Spieler seien abgewandert, hättn
aufgehört, andern Orts erfährt man, dass es noch tolle Massen-
schlachten gäbe. Auf Kodash merkt man schon, dass die WvW-
Bevölkerung abgenommen hat, Gilden weggetranst sind, in der
Hoffnung, auf anderen Servern mehr “progressive pro” zu sein.
Ein Irrglaube in diesem Spiel, das auf allen Servern die
gleiche Problematik kennt. Guild Wars 2 und E-Sport? Mit
der “Balance”? Na, ich weiss ja wirklich nicht…

Machts denn noch Spaß? Mit all den Gimmick-Builds, die nun
nur noch auf schnellen Kill aus sind, abhauen, wenns denn
doch nicht paßt, und insgesamt den Verdacht aufkommen lassen,
dass man nen DH auch mit nem einfachen Makro spielen könnt:
[alle Traps]-[Pull]-???-Profit! Gunflame-Krieger hams da
dann doch leichter: [Gunflame]-[Gunflame]-[Gunflame] ….
repeat ad nauseam…

Eigentlich find ich starke Klassen richtig gut, aber wenns
dann nur noch auf Cheese-Skills hinausläuft, die Fights
lame werden, man den Skill irgendwie gar nimmer braucht,
weil es reicht, einige super-death Combos wahnsinnig schnell
zu klickern, liegt der Haussegen einfach nur mächtig schief.
Dazu mightily OP Skills, die dem Verkauf von HOT natürlich
super dienten, und die viel zu langsam auf erträgliches
Maß gestutzt werden.

Man kanns sicherlich noch spielen, dieses Guild Wars 2,
aber angesichts der Tatsache, dass WvW so lange stiefmütterlich
behandelt wurde, durch neue Karten nicht wirklich verbessert
werden konnte, Drachenbanner etc. in ihrem totally OP Status
ins Spiel gelassen wurden, denke ich mir doch, dass neue oder
andere oder überhaupt mal versierte Designer ans WvW-Konzept
rangelassen werden sollten.

Cully vs Olo

Durch kodashianische Urwälder, Untiefen und Gletscherspalten scharwunzeln
zwei Menschoiden, deren virtuelle Namen nur Culling Strike und Olorin (mit
so nem dämlichen Accent uffm O, den ich nun zu faul bin, zu replizieren)
lauten. Sie sind Mitglieder der sagenhaften, legendären Gilde Schnubbels of
Desire, die schon seit Äonen ein Begriff für unglaublich hartes Pro
Extreme Roxxorizortum auf Kodash ist. Malcovar, der Allgewaltige, schaut
gönnerhaft auf beide hernieder, so sie denn seine Padawan Schüler auf
der schnubbligen Seite der Macht sind.

Cully, der manchmal Schweigsame, ein provokant-krokanter Feindeschnetzler
vor dem Herrn, der Fragesteller listiger Clownsgötterei, läßt nichts
unversucht, anderen Ratschläge zu erteilen, vor allem dann nicht, wenn es
um das Thema Weibchenfindung geht. Sein testosteronaler Schwall an Gedanken
fordert Taten, große Geschütze und noch viel mehr Chuzpe (das ma geil,
das Wort, oder? yolo mothafrakkaz), wenn es darum geht, die gnadenlose
Hetzjagd aufs andere Geschlecht gestalterisch auszuführen. Doch die
virtuelle Arena ist Cullys Heimat, wo er immer und allzeit gewinnerisch
den virtuellen Feind verprügelt, zum Teil nicht davon ablassend, dass
underpowered Warri sein Steckenpferd bleibt.

Olorin, den man einfach auch nur Olo nennt, denn niemand anders als er
maßt sich an, einem Maia(r) gleich zu sein, macht einen auf ruhige Kugel
schieben, schon und vor allem an seiner intellektuellen Propagandafront,
die ihn als High Society Lebemann der Upper Class portraitiert, der nur
hintenrum ein wenig rumschmuddelt, aber nur so, dass es seine Peer Group
entdeckt und nicht jene Weibchen, die er sich zum Ziel auserkoren hat.
Legendär sind seine Wortgefechte mit Malcovar, dem Unerreichbaren, in
die er sich hineinstürzt in seinem jugendlichen Wahn, und es nur das
gnädige, verzeihende Kopfnicken des Flauschmaster Malco ist, das ihn
am Ende bändigen kann.

Am Ende sind diese beiden Charakterschädel chaotische, rotierende und
wild testosteronige Körperbarbaren, deren Geist alleinig durch Malcos
Güte und Leitung in höhere Ebenen schwingen kann, auf denen sie dann
schwindlig erkenntnistrunken ein wenig verharren. Und auch nur Malcos
unüberwindbare Mauer des Niveaus & Anstands kann es bewirken, dass die
Frauen der SoD, wie beispielsweise die bezaubernde Lisa Linchen, nicht
lärmend disharmonische Begattungslieder anhören müssen, von Cully oder
von Olo, die fern allen guten Geschmacks nur nach dem Weibe gieren!

Addendum:

Ich soll erwähnen, auf Druck Olorins hin, dass er im PvP in irgendso
ne Division reingerutscht ist, die vierte. Und dass es “beziehungsweise”
Rubin Division heißt. Und ganz arg viel Blut soll da geflossen sein,
also virtuelles, nehme ich mal an, auf diesem Pfad, den er da ging.

Guild Wars 2 : evil Prolling

Vielleicht muss man unterscheiden: das dezente, manchmal feinsinnige, durchaus
aber derbe und unverhohlene Rumgeprolle, das jedoch hinterrücks geschmackvoll immer
darauf achtet, niemandem allzu ungebührlich an den Karren zu fahren, versus das Prolling (1),
das nur abartig beleidigend, primitiv und bösartig-schädlich jeden Sozialraum
vergiftet. Ersteres, gutartiges Prolling, setzt natürlich auch voraus, dass die
entsprechend kultivierten Proller selbstverständlich auch anders können und jederzeit
wieder auf Normalmodus umswitchen können.

(1) Eine denglische Wortschöpfung, angelehnt an “herumprollen”, “Proletentum”

Das letztere Prollen aber läßt schon Rückschlüsse auf Menschen zu, auf ihre eigenen
Probleme, die sie unvermeidlich auf andere projizieren und gewisse absichtliche
Antisozialismen, die sie pflegen, oder mehr noch, keinen Ausweg daraus sehen.
Unvermeidlicherweise gehört es, gerade im Bereich des virtuellen Spiels, leider
oftmals zum guten Ton, so evil and arrogant wie möglich zu sein. Ich halte das
für eine posh mask und abgeschmacktes Schauspiel, das wirkliche Profis, denen
ums Spiel geht, absolut nicht nötig haben.

Was man niemals außer Acht lassen sollte, ist, dass bösartiges Verhalten, Beleidigen
und evil Prolling gegen einzelne oder mehrere immer einen Effekt haben wird, und
beleibe nicht jenen, dass sich die Angesprochenen vielleicht ärgern. Gerade wenn
man Teil einer Gilde ist, und es nicht lassen kann, derartig Beschriebenes verbal
oder per Text zu tun, färbt das zwangsläufig auf den Namen der Gilde ab, selbst
wenn diese unbeteiligt ist, oder sogar all dem ablehnend gegenüberstände. So kann
ein sich fehl verhaltendes Individuum durchaus den Ruf einer ganzen Gilde beflecken.

Ob Prolling gleich Trolling ist? Sicher nicht. Ich sehe zumindest bösartiges Prolling
jeglicher Spaßkomponente oder Harmlosigkeit insofern beraubt, als dass man ziel-
gerichtet versucht, mittels Beleidigung, Beschimpfung, Ausgrenzung und Stimmungsmache
um sich zu ballern. Das Wort Cybermobbing will ich da nicht gelten lassen, ein
ausgetretener Pfad, der zudem auch meiner Ansicht nach ein massives Mehr an
Belästigung mit sich bringt und in der Eskalationsskala weitaus höher steht.

Evil Prolling zeigt viel über die Geisteshaltung des Ausübenden, und muss wirklich
jeden zum Grübeln bringen, ob man Teil einer Gilde sein will, in der solche
Individuen sich tummeln (dürfen). Sicherlich ist eins ganz klar: evil
Proller fallen auch über sich selbst her, gemäss dem fantasy-literarischen Spruch:
das Böse zerstört sich am Ende immer selbst.

Finales Heilmittel gegen evil Prolling: was ich gerne das Blockmuting nenne, im
Spiel gefunden & geblockt, im Teamspeak gemutet/blockiert. Sorgt schnell und einfach
für absolute Himmelsruhe. Und ist generell auch so lange anzuwenden, bis alle
evil Proller sich auf dieser Liste tummeln. Gilt ja schon lange: dont feed the
Trolls, hier also: dont feed the evil Prolls!

Guild Wars 2 : Wer ist schuld am Wipe?

Man muss nur genau hinhören, dann weiß man auch, wer schuld ist! Woran?
Oh, Pardon, am Wipe! Am Versagen! Am vernichtet Werden als Zerg in der
gnadenlosen Guild Wars 2 Welt! Wirklich einfach scheint es zu sein, die
Schuldigen an den Pranger zu stellen, glaubt man zumindest einem berufenen
Commander-Mund, der nicht müde wird, die drei Faktoren des Scheiterns
gleich eines Mantras andauernd zu wiederholen:

DIE SLACKER

DIE UPSCALED / UPLEVELED

DIE WALDIS

Diese drei bösen, schurkischen Bevölkerungsgruppen des WvW sind totally to
blame for anything evil.
Es sind immer diese Faktoren, die über Sieg und
Niederlage entscheiden, niemals ist etwa ein reckless commander schuld,
der in einen drölfzigfach größeren Zerg pusht, ach nein, siehe oben, die
waren es, davon waren zuviele im eigenen Zerg, and that’s why we wiped!

Einfache Lösung für alle Probleme. Sündenböcke gibts immer. Und man stimmt
auch eilfertig in das Waldi-Bashing mit ein, das schon seit Ewigkeiten den
Mythos aufrecht erhält, dass jene im Zerg nichts taugen. Heilig und nicht
verrückbart das META Gesetz ist, welches von progressive Gilden so streng
beachtet wirklich jeden zum Sieg zu führen scheint. Umloggen sollen sie alle,
diese Slacker, Upscaled oder Waldis, auf Guardian, Krieger, Nekro oder Ele!

Vielleicht gibt es auch übermotivierte, mit WvW-Strategien vollgesogene
Commander, die den Fehler machen, eine so heterogene Gruppe wie einen WvW-
Zerg schwuppdiwupp nach ihrem Bild formen zu wollen. Und zwar am liebsten
innerhalb von 3 1/2 Nanosekunden. Da wird dann im Mapchat und TS alles
an Parolen aufgeboten, was man sich einfallen lassen kann, später dann
auch gerne gewürzt mit autoritativen Drohungen: “wenn nu nich in 5 Minuten
30 Leute am Tag sind, dann…” Ach Herrje, ob man jene Leute mal in
ein Seminar übers Positve Motivieren schicken sollte?

Die Slacker wundern sich über nix, machen ihr eigenes Ding und chillaxen
so richtig beim Roamen. Die Upscaled wuseln in der Weltgeschichte rum,
sind, wenn sie schlau agieren, eh nur zum Leechen und bissle Skirmishen
dabei, und die Waldis machen ihr Ding, mit LB oder Condis. Eigentlich
eine idyllische Welt. Und vor allem könnte es auch eine sein, die alle
nach ihren Kräften ins zergische Geschehen miteinbezieht. Jeder, so,
wie er kann, positiv motiviert und nicht negativ gescholten!

Guild Wars 2 : Grüner das Gras …

FSP wird das neue SFR! oder: die Jagd nach der huldvollen Glückseligkeit!

Sind es server-hüpfende GW2 Nomaden oder Söldner, die für Gold überall ihre Dienste
verleihen, so oft hört man, dort oder da oder hier oder eher da drüben wäre das
vollendeste Powerplay zu finden, ein Schlaraffenland aus Dauersieg und PPT-Himmel.
Nirgends als dort ist die Community am supersten, im siebten Himmel, so hat man
gehört, sei die Orga, in Perfektion den ersten Platz in der Goldliga anstrebend.
Und am Ende will jeder dem Traum folgen, SFR, den bösen Gottkönig, ein für alle
Mal vom Thron zu stürzen.

Oh! Abgeworben wird man, mit Versprechungen, mit Lockungen pekuniärer Art, süß
um den Bar geschmiert ist der Honig klebrig pappend, und hey, deine Kumpels sind
auch schon alle getranst, oder befreundete Gilden, denn im neuen Land des
exorbitanten Füllhorns der Unbesiegbarkeit macht es endlich wieder Sinn, zu
spielen.

Am Ende für einige Ausgestoßene oder Geächtete die erste Wahl, das Schiff zu
wechseln, nachdem sie, durch eigenes Tun, oder die Böswilligkeit der anderen,
ihren guten Commander-Ruf verloren haben. Doch auch Multiserver-Tausendsassa
mag es geben, denen es dürstet, ihre Ex- oder Noch-Kollegen im WvW mal so
richtig zu verhauen, inklusive Bela-Wurf, Leichentanz und Auslach-Emote.

Es bleibt nach wie vor festzustellen, dass es genügend Leute gibt, die ihre
Serverwechsel später schnell bereuen, denn schockschwerenot dräut die Erkenntnis,
dass die dort drüben auch nur mit Wasser kochen und es die gleichen Probleme
gibt, wie andernorts auch. Geschweigedenn, dass man in eine gewachsene Struktur
hineinploppt, die vielleicht nicht auf die nächste, neue vermeintliche HOT PVP
WVW Progressive Supergilde gewartet hat und zurecht mißtrauisch die Neuan-
kömmlinge beäugt.

Ob Loyalität zum eigenen Server jemals was bedeutet hat? Auf Gedeih und
Verderb für Kodash? Oder läßt man ungerne seine Community zurück, die man
einzuschätzen weiß, deren Tunichtgute bekannt sind und man genau weiß, von
wem und welcher Gilde man sich weit fern hält? Möglicherweise muss man auch
nicht dem Latest & Greatest nachhecheln, sich nicht dem endlosen Spiel nach
Sieg & Anerkennung ergeben und einfach mal das Spiel zum Spaß zocken, in
vertrauter Umgebung, die neben all ihren Tücken auch so manch Angenehmes
zu bieten hat.

Guild Wars 2 : Commander Schikane!

Liebe Freunde,

dies ist ein Protestbeitrag für alle leidgeplagten Wvw-Spieler von Kodash,
die tagein/tagaus unter der Schikane machtbesessener, diktatorischer und
menschenfeindlich schinderischer Commander leben müssen! Es wird Zeit,
Namen zu nennen, geheime Identitäten aufzudecken, und der Welt endlich
zu zeigen, wer die wahren Schurken sind: nicht die Randoms, nicht die
PVE’ler, nicht die Naps/Noobs/Bobs, sondern die … COMMANDER !

Nichts ahnend schließt sich der friedliebende und still-schüchterne
Spieler Malcovar dem Zerg an, möchte in ruhiger Umgebung erst einmal
eine wohlverdiente Tasse Tee schlürfen, schon erschallt die gnadenlose
Stimme des Commanders im TS: Portal rein, Veil rein, Time Warp auf die Golems!
Verstört ob dieser Vergewoltätigung, dieser harten und krassen Ansage,
dieser rüden Eingliederung in das endlose WvW-Arbeitsheer, kommen
dem sensiblen Malcovar beinahe die Tränen! Er soll Null Field und Mass
Invis aufgeben, als Sklave des Zergs dienen, und sämtlichen Spott ertragen,
das Fallbeil des Rufmords, wenn auch nur ein läppisches Portal falsch sitzt!
Es ist brutal, es ist erbarmungslos und es ist ein ungeheurer Druck, der
da armen, unschuldigen Spielern Kodashs aufgebürdet wird, von einem infernalisch
lachendem Befehlshaberdämonen!

Doch wir sind nicht am Ende der grausigen Aufzählung, denn es gibt Diktatoen,
Herrscher des Bösen, Vernichter allen Anstands, gnadenloser Brutalität!
Wieder ist es der unschuldige Malcovar, der hier leiden muss, mehrmals mit dem
Tode bedroht wird, aufgeknüpft werden soll, ersäuft werden muss, alles nur, weil er
es wagt, rebellische Freiheit gegen die Diktatur vorantreiben zu wollen! Der
Commander wirft um sich, mit derbster Verbalgewalt, er gebietet das Halten der
“Schnauzen”, oder der “Fressen”, und es schert ihn auch nicht im Geringsten, ob er
die zarte Blume der im Ts auch anwesenden Weiblichkeit, per verbalem Leopardpanzer
plattwalzt! Seine Stimme überschlägt sich im Kampf, flucht die Gegner in die Flucht,
möchte man meinen, und überschlägt sich in hektischen Kommados, dass man denkt,
ihm platzt die Herzkammer, oder uns der Schädel! Er läßt nicht locker, seine Urteile
sind vernichtend, und jeder Zerg muss sich seiner Urteilskraft stellen, die oftmals
vernichtend ausfällt. Niemand schindet uns Spieler mehr als Rampat, der Vernichter!

Stellvertretend für alle unschuldigen Opfer Kodashs reklamiere ich Satisfaktion
für diese kommandeurischen Untaten, will ein Tribunal, eine Abrechnung und eine
Bestrafung dieser beiden Untäter, die Kodash zu einem teuer erkauften Sieg
führen und damit auf den Leichen derer trampeln, die sensibel und feinfühlig
ein wenig lyrische Poesie in den Mapchat streuen, und eigentlich Liebe unter
den Feiden säen wollen, aber vor allem unter Schwedinnen, oder Pseudo-
schwedinnen oder geeigneten Ersatzschwedinnen!

Malcovar, der rebellische Idealist und Freund aller Unterdrückten, wird diese
Rebellion anführen, Protest initiieren, und OCCUPY KODASH ausrufen, die vielen
bösen Höllenherrscher Kodashs endlich merken, dass die Arbeiterschaft aufbegehrt,
nicht mehr alles mit sich machen läßt und nicht gesichtslos in den Massen des
Zergs sklavisch schuften will!

Guild Wars 2: Commander Uno Johansson

Ein neuer Stern am Kodash-Nachthimmel ward geboren, Mitbegründer der
legendären Gilde [KNG], Eroberer von SN, Verteidiger des eigenen Drittels
auf den Ewigen, viele Namen erwarb er sich, der stolze, tapfere und
unermüdliche Uno Johansson, dessen Freunde ihn Uno nennen dürfen, und
dessen Feinde nur die bloße Angst vor seinen titanenhaften Hammerschwüngen
kennen! Doch er vermag es, die Heere Kodashs durch Sanftmut und weise Stärke
zu führen, auf daß ihm alle folgen, sich für ihn opfern, dem großen Ziel
entgegeneilend, Kodash wieder zu dem Monument der Ehrfurcht zu machen, das
es vor langer Zeit einmal war!

Verletzlich gibt er sich, dieser Heroe Kodashs, Einblicke gewährt er in sein
anderes Leben, als DJ, als Meo, als akustischer Beglücker zahlloser humanoider
Abzappler und trotzt dort wildfrei den Versuchungen, seien sie aus Australien,
oder aus anderen, noch düsteren Kreisen! Und selbst die Liebe ist kein fremdes
Wort für Uno, den Kriegskommandeur Kodashs, erweist er doch seinen Respekt
und seine Anteilnahme der Blume in seinem Herzen, die treu sorgend zu ihm
aufblickt und unter seinem ewigen Schutz steht! Neidvoll lauschen wir seinen
Erzählungen, wünschten, wir wären so wie er, und doch bleibt er bescheiden,
dieser Uno, dieser Tausendsassa, diese Fackel in der ewigen Dunkelheit!

Helden aus Legende und Mystik schart er um sich, sei es den heißblütigen Auredis,
den blutdürstigen Harlev oder noch andere, deren Namen nicht gesagt werden sollen,
denn teils liegt ein zwölfteiliger Bannspruch auf ihnen, der Fluch eines Dritten,
eines verborgenen Mentors, eines wahren Meisters der Täuschung und unermüdlichen
Recken, dessen Wirken im Verborgenen so vielen den wahren Weg gezeigt hat:
Malcovar ist sein Name, und seine Gegenwart erschüttert die Grundfesten der
Chatspamrealität immer wieder aufs Neue, jeden Commander prüfend, der es wagen
will, für Kodash Ruhmreiches zu vollbringen. Immer mehr scharen sich also um
Uno, auf daß er sie führen soll, sie leitet, immer geprüft durch das strenge
allsehende Auge Malcovars, der ihm unwiederbringlich Freundschaft geschworen hat.

Und beizeiten sucht die Schwäche diesen Krieger heim, da sinkt der Norn Uno
Johansson auf die Knie und verzweifelt, denn seine Pläne glücken nicht ganz,
und Zweifel nagen an seinem riesigen Herzen. Dies ist die Zeit, da der gütige
Malcovar aus den Schatten tritt, Uno die Träne aus dem Auge wischt und ihn
zart ohrfeigt, streng ermahnt, zu den Waffen ruft, aufrüttelt, und unter
Androhung gröbster Gewalt zu neuen Höchstleistungen treibt. Unerbittlich und
hart ist er, dieser Mesmer der tausend Spiegelbilder, doch weiß Uno genau, dass
diese Bromance plutonischer (!) Natur so fest zementiert ist wie die vielen Statuen,
die man im Namen dieses kolossalen Duos auf Kodash errichten wird! Denn wird
es sich fügen, dass diese beiden Titanen die Armeen Kodashs gemeinsam führen,
so wird Vizunah erzittern, Seefahrer die Segel streichen und alles schwärende
Geschmeiß der Beschmutzung durch die Welle des heiligen Zorns dieser beiden
Nornen hinweggefegt werden!

Guild Wars 2: Was erlaube Kodash?

SPIELE WIE FLASCHE LEER!

Nach der schmachvollen Niederlage gegen Aurora und Baruch spürte
man nichts als verdrossene Langeweile in der Wochenbesprechung.
Keine hitzigen Diskussionen, kein Drama, kein Streit und vor allem
keine derben Beleidigungen. Der Anspruch, ewiger Sieger der
Goldliga (R.I.P.) zu sein, war in den tiefen Kellern des
Desinteresses verschwunden. Smallscale Roaming, oder das unerhörte
PVE waren wichtiger als gloriose ruhmreiche Siege im WvW!
Feindlichen Zörgs wurde ausgewichen, oder schlimmer noch, man
floh vor ihnen! Der Fighting Spirit nahm ab, war gebrochen,
Tumbleweed kullerte durch das halbverwaiste Teamspeak!

HALT! SO GEHT DAS NICHT! KODASH MUSS WIEDER ERSTARKEN!

Ihr Männer, kramt eure Tigerfell-Tangas raus, kämmt euer Brusthaar,
ölt eure Muskeln ein, legt Manowar Songs auf und stellt eure
Barbarenaxt neben den Rechner!

Ihr Frauen, schmeißt euch in eure Chainmail-Bikinis, webt Dinosaurier-
Knochen in eure wild zerzausten Haare und schmiedet euren schwersten
Kochtopf in eine erbarmungslose Keule um!

KODASH! Brülle deine wilde animalische Natur heraus, erhebe dich
mit rotgeäderten Tollwut-Augen aus dem tiefen Tal des Jammers und
pack dir die längsten Raketen in den Gewehr-Lauf! Schwerter so groß
wie Riesen, Speere so lang wie Uboote, Streitkolben so dick wie
ein Tyrannosaurusbein! Viel hilft viel, saufe endlose Mengen
an männlich-markanter Apfelsaftschorle, beiße ausgehungert in
9.000 Kalorien-Burger, und lasse keine Gnade walten gegen die
endlosen Massen an Feinden, die wie Lemminge in die Todesspirale
Kodashs laufen werden! Seid die Häcksler des Todes, die Mönche
des Untergangs, die Sensenmänner der Vernichtung!

Rastet in den Wochenbesprechungen aus, laßt euer Blut kochen,
beleidigt jeden und alles überall und immer, brüllt und tobt
und geifert und schreit! Laßt keinen Stein auf dem anderen,
seid gegen alles, für alles, mit allem, gegen alle! Pures
lebendiges Chaos soll herrschen, Wutschreibrüllgelächter des
antagonistischen Rivalisierens um die alleinige Macht, Kodash
zum Sieg zu führen! Gilden sollen sich atemlose Wettrennen
liefern, um als erste feindliche Garnisonen zu erobern, ewiger
Spott denen, die zu spät kommen oder gar aus Unvermögen
scheitern! Kein gutes Haar an denen gelassen, die es mit 20
Mann nicht schaffen, eine Hundertschaft Vizunah aufzurauchen!
Tiefste Verachtung für solche, die von drei Dieben angesprungen,
nicht überleben, und diese nicht mit nem Roundhouse Kick
schlafen legen! Keinen Platz für Weicheier und schnell sterbende
Loser! Nur göttliche Allmacht-Gamer, Overpros und taktische
Genies werden diese harte Schule Kodashs überleben und uns
dann schließlich im nimmer wollenden Siegestaumel unsterblich
machen!